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Überdüngung

Überdüngung heißt, dass ein Boden mehr Nährstoffe bekommt, als die Pflanzen brauchen. Die Überschüsse reichern sich im Boden an oder werden ausgewaschen und belasten dann Boden und Umwelt.

In vielen Haus- und Kleingärten sind die Böden heute überversorgt, vor allem mit Phosphor und Kalium. Das passiert oft, weil auf Verdacht gedüngt wird oder regelmäßig Kompost, Mist und Volldünger auf die Beete kommen, ohne dass jemand den tatsächlichen Bedarf kennt. Auch Kompost enthält nennenswerte Mengen Phosphor und Kalium und kann bei unkontrollierter Anwendung zur Überversorgung beitragen.

Die Folgen sind je nach Nährstoff verschieden. Überschüssiger Phosphor reichert sich im Boden an, ohne den Pflanzen zu nützen. Zu viel Kalium blockiert die Aufnahme von Magnesium und Calcium. Stickstoff wird dagegen schnell ausgewaschen und gelangt als Nitrat ins Grundwasser. Klarheit bringt eine Bodenanalyse, die die Hessische Gartenakademie alle drei bis fünf Jahre empfiehlt. Zeigt das Ergebnis für einen Nährstoff die Gehaltsklasse E, ist keine Düngung erforderlich.

Beispiel aus dem Garten

Bringe ich Jahr für Jahr Kompost und Volldünger auf ein Beet, ohne den Bedarf zu kennen, droht eine Überdüngung, vor allem mit Phosphor und Kalium. Zeigt meine Bodenanalyse für einen Nährstoff die Gehaltsklasse E, dünge ich ihn deshalb nicht.

Quelle: Hessische Gartenakademie (Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen) ↗ – Mit gezielter Düngung im Garten Ressourcen sparen und die Umwelt schützen (Paula Clauß, 30.03.2026), Abschnitte Düngen nach Bedarf statt nach Gefühl, Weniger Umweltbelastung durch gezielte Nährstoffversorgung, Alles gut dank Kompost, Mist & Co? und Wie funktioniert die Bodenanalyse?. Geprüft am .

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