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Tulpenfeuer

Tulpenfeuer ist eine Pilzkrankheit der Tulpen, ausgelöst durch den Grauschimmelerreger Botrytis tulipae. Befallene Tulpen treiben mit verkrüppelten, graubraun gefleckten Blättern aus; der Pilz überdauert in kranken Zwiebeln im Boden.

Tulpenfeuer erkennst du schon beim Austrieb: Die Blätter sind verkrüppelt und graubraun gefleckt. Hellbraune bis graubraune Faulstellen, oft direkt über dem Boden, lassen die Triebe umknicken. Bei feuchtem Wetter bildet sich grauer Schimmelrasen auf Blättern, Blüten und Stielen, und das Laub stirbt ab. Auf der braunen Schale kranker Zwiebeln sitzen kleine schwarze Punkte. Der Erreger befällt nur Tulpen und überdauert in kranken Zwiebeln im Boden.

Wichtigster Schutz ist deshalb Vorbeugung. Entferne kranke Pflanzen samt umgebender Erde sofort und gib sie nicht auf den Kompost. Pflanze Tulpen mit Abstand zu blattreichen Nachbarn, damit sie nach Regen schnell abtrocknen, halte Unkraut kurz und dünge nicht stickstoffbetont. Ist ein Beet verseucht, verzichtest du dort mehrere Jahre auf Tulpen. Nicht verwechseln: Das Tulpenfieber ist keine Pflanzenkrankheit, sondern bezeichnet die Spekulation mit Tulpenzwiebeln im Goldenen Zeitalter der Niederlande.

Beispiel aus dem Garten

Treiben meine Tulpen mit verkrüppelten, graubraun gefleckten Blättern aus und knicken knapp über dem Boden um, ist das typisch für Tulpenfeuer. Solche Pflanzen grabe ich samt Erde sofort aus, gebe sie nicht auf den Kompost und setze dort mehrere Jahre keine Tulpen.

Quelle: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH – Tulpenfeuer - aber keine Tulpenfreuden im Barockgarten Großsedlitz, Abschnitt Ohne Gegenmittel bleibt nur Verzicht. Geprüft am .

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