Natürliche Düngung für Kräuter: Kompost, Jauche, Mulch und Gründüngung richtig einsetzen
- Die große Mehrheit der Kräuter ist schwachzehrend: Für genügsame Beetkräuter reicht eine einmalige Frühjahrsgabe von etwa 3 l reifem Kompost je m².
- Trockenheitsliebende mediterrane Stauden wie Lavendel, Thymian oder Rosmarin bekommen keine pauschale Kompostgabe – sie stehen auf kargem Boden.
- Brennnesseljauche: etwa 1 kg frische Pflanzen auf 10 l Wasser, 2 bis 3 Wochen gären lassen, zum Gießen 1:10 bis 1:20 verdünnen.
- Hornmehl ist in etwa 6 Wochen umgesetzt, grobe Hornspäne brauchen mehrere Monate – beide liefern 10 bis 14 % Stickstoff.
- Mulch dünn ausbringen: angewelkter Rasenschnitt oder Stroh für Blattkräuter, mineralischer Mulch für die mediterrane Welt.

Wenn dein Basilikum große, weiche Blätter trägt und trotzdem nach wenig schmeckt, war es oft nicht zu wenig Pflege, sondern zu viel des Guten. Übermäßige Düngung kann bei Kräutern zu mastigem Wachstum und schwächerem Aroma führen; bei Basilikum kann eine hohe Stickstoffversorgung das Wachstum verstärken und den Gehalt an ätherischem Öl senken. Ich dünge meine Kräuter deshalb nach einer kurzen Liste: Was steht im Beet, wie viel Kompost hat der Boden im Frühjahr schon bekommen, und wie sieht das Kraut gerade aus – erst dann greife ich zur Kanne oder zum Eimer.
Dieser Artikel sortiert die natürlichen Wege – Kompost, KompostteeKomposttee ist ein flüssiger Auszug aus Kompost: Ein Stoffbeutel mit Kompost hängt 3 bis 24 Stunden im Gießwasser. Der Tee enthält gelöste Nährstoffe und Mikroorganismen und wird zum Düngen und Stärken gegossen oder gesprüht. und Jauche, Hornspäne, Mulch und Gründüngung – danach, für welche Kräuter sie passen, wann sie helfen und wann sie eher schaden. Wie sich die Düngung im Detail auf den Geschmack auswirkt, liest du in wie Düngung das Aroma deiner Kräuter verändert.
Wie viel brauchen Kräuter überhaupt?
Die große Mehrheit der Kräuter ist schwachzehrend: Sie wollen keinen wöchentlichen Dünger, sondern einen lebendigen Boden mit Kompost zum Start. Die Ausnahmen heißen Basilikum, Borretsch und Liebstöckel – sie sind als StarkzehrerStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe. eingestuft und danken eine nährstoffreichere Erde. Den Schwachzehrer-Grundsatz und die beiden Kräuter-Welten erklärt der Grundlagenartikel im Abschnitt dazu, wie du Kräuter mit Maß gießt und düngst.
Boden und pH-Wert
Der anzustrebende pH-Bereich hängt von Bodenart und Kultur ab, und gekalkt wird nur, wenn eine Bodenprobe einen für Bodenart und Humusgehalt zu niedrigen Wert zeigt. Trockenheit, ein ungeeigneter pH-Wert und Bodenverdichtungen können die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen – dann hilft auch der beste Dünger nicht weiter. Die Bodenansprüche der mediterran-trockenen und der frisch-feuchten Kräuterwelt beschreibt derselbe Grundlagenartikel in seinem Abschnitt „Die zwei Kräuter-Welten“.
Kompost: die Basis für fast alle Kräuter
Reifer Kompost ist der Dünger, mit dem ich jede Saison beginne. Für viele genügsame Gartenkräuter genügt eine einmalige Frühjahrsdüngung mit 3 l Kompost je m²; als allgemeine Faustzahl für Gartenpflanzen gelten 3 bis 5 l je Quadratmeter und Jahr. Ausgebracht wird er erst im Spätwinter oder Frühjahr, weil eine Herbstgabe die Nitratauswaschung fördert.
3 l reifer Kompost je m², einmal im Frühjahr – mehr brauchen genügsame Beetkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Zitronenmelisse oder Minze in der Regel nicht. Basilikum, Borretsch und Liebstöckel dürfen mehr bekommen; welche Kräuter als Starkzehrer eingestuft sind, zeigt dir der Beetplaner mit seinen Zehrer-Einstufungen.
Kompost wirkt langsam: Organisch gebundene Nährstoffe müssen zunächst durch Bodenlebewesen freigesetzt werden, und bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe passiert dabei wenig. Feuchtwarme Witterung kann die Freisetzung dagegen stark erhöhen. Dieses Tempo passt zu Kräutern besser als jeder Schnellstarter – und die organische Substanz baut nebenbei Humus auf, der BodenstrukturDie Bodenstruktur, auch Bodengefüge genannt, beschreibt, wie die festen Bestandteile des Bodens räumlich angeordnet sind. Sie bestimmt, wie viele und welche Poren es gibt, in denen sich Luft und Wasser halten., Wasseraufnahme und Wasserspeicherung verbessert, besonders auf humusarmen sandigen Böden.
Kompost gleichmäßig über das ganze Kräuterbeet verteilen. Trockenheitsliebende mediterrane Stauden sollen auf kargem Boden stehen und erhalten deshalb keine pauschale Kompostgabe; bei Lavendel im Steingarten wird ganz auf Kompost verzichtet, damit der Standort nicht mit wasserspeicherndem Humus angereichert wird. Am neuen Lavendelstandort lässt sich schwerer Boden eher durch eingearbeitete mineralische Stoffe wie Splitt oder Schotter verbessern.
Auch Kompost kann zu viel werden: Häufige Kompost- oder Stallmistgaben können Gartenböden mit Nährstoffen überversorgen. Eine Bodenuntersuchung erkennt solche Überschüsse; im allgemeinen Hausgarten werden Abstände von 2 bis 3 Jahren genannt, bei Kompostanwendung 3 bis 5 Jahre. Dafür sammelst du 10 bis 15 Einzelproben derselben Fläche, mischst sie und schickst rund 500 g ans Labor, am besten zwischen Herbst und Frühjahr vor der Düngung.
Für den eigenen Haufen gilt die Kurzformel: holzige und krautige Pflanzenreste abwechselnd in dünnen Schichten aufsetzen. Kommt der Kompost in selbst gemischte Topferde, muss er vollständig verrottet sein und darf wegen seines hohen Nährstoffgehalts nicht allein als Substrat dienen. Eine torffreie Mischung für robuste Kräuter besteht aus je 1 Teil Quarzsand, Gartenerde und reifem Kompost und wird nicht zusätzlich gedüngt.
Komposttee und Pflanzenjauchen: flüssig, aber mit Maß
Flüssige Gaben aus eigener Herstellung sind für die Kräuter gedacht, die eine Nachdüngung vertragen. Für Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Rucola wird nach jedem Ernteschnitt eine Düngegabe empfohlen – hier setze ich vergorene, verdünnte Jauche oder Komposttee ein. Bei Thymian, Rosmarin, Oregano und Salbei, die zu den Kräutern mit geringem Nährstoffbedarf gehören, bleibt die Kanne im Schuppen.
Komposttee ist der einfachste Weg: etwa 1 l reifer Kompost auf 5 bis 10 l Wasser, ohne Belüftung kurz gezogen und durchmischt. Angewendet wird er im Garten etwa alle 1 bis 2 Wochen nach Bedarf.
BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. folgt dem Grundrezept für PflanzenjauchePflanzenjauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Pflanzen wie Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch, die in Wasser gären. Ihre Nährstoffe stehen den Pflanzen schnell zur Verfügung.: etwa 1 kg frische Pflanzen auf 10 l Wasser. Das Gefäß bleibt luftdurchlässig – mit einem Gitter gesichert, nicht mit einem Deckel verschlossen. An einem warmen Ort gärt der Ansatz etwa 2 bis 3 Wochen und ist fertig, wenn er dunkel ist und nicht mehr schäumt. Für den Wurzelguss verdünnst du 1 Teil Jauche mit 10 bis 20 Teilen Wasser; für Starkzehrer ist 1:10 üblich, für die genügsameren Kräuter nehme ich das dünnere Ende. Als Rahmen gelten Gaben etwa alle 1 bis 2 Wochen während des Wachstums, bedarfsabhängig.
Nimm den Begriff „bedarfsabhängig“ ernst. Für Pflanzenjauchen gibt es keine allgemein gültigen Ausbringmengen oder Düngeintervalle, weil Pflanzenbedarf und Bodenvorrat maßgeblich sind – und der Nährstoffgehalt einer Jauche hängt von Pflanzenart, Zustand und Erntezeitpunkt ab. Ich schaue vor jeder Gabe auf die Blätter und die Bodenfeuchte und lasse eine Gabe lieber aus, als sie zu wiederholen.
Auch andere Pflanzen wie Beinwell werden traditionell zu Jauche angesetzt; für ihren Nährstoffgehalt gilt derselbe Vorbehalt. SchachtelhalmbrüheSchachtelhalmbrühe ist ein gekochter Auszug aus Ackerschachtelhalm. Die gelöste Kieselsäure soll das äußere Zellgewebe der Pflanzen festigen; die Brühe wird vorbeugend gegen Pilzkrankheiten an Obst und Gemüse gesprüht. ist kein Dünger. Genaue Arbeitsschritte, Gefäße und Varianten findest du in den Schritt-für-Schritt-Anleitungen für selbst angesetzte Jauchen und Brühen; hier geht es nur darum, für welche Kräuter sie passen.
Bei Trockenheit und großer Hitze gießt du Flüssigdünger niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden und nicht über den Pflanzenbestand. Bei Kübelpflanzen kommt Düngerlösung grundsätzlich auf bereits feuchte Erde, um Wurzelschäden zu vermeiden.
Hornspäne und Hornmehl: Stickstoff mit Verzögerung
Hornspäne, Hornmehl und Horngrieß sind organische Stickstoffdünger mit einem Stickstoffgehalt von 10 bis 14 %. Der Unterschied zwischen ihnen ist das Tempo: Für die vollständige Umsetzung von Hornmehl werden etwa 6 Wochen angesetzt, gröbere Hornspäne liefern ihren Stickstoff verzögert über mehrere Monate.
Daraus ergibt sich die Arbeitsteilung in meinem Beet: Hornmehl ist die Wahl für die Nachdüngung nach dem Schnitt bei Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Rucola, wenn ich keine Jauche angesetzt habe. Grobe Hornspäne passen als Frühjahrsgabe für die nährstoffreichere Erde der Starkzehrer. Für die mediterranen Aromatiker lasse ich beides weg – mehr Stickstoff ist bei ihnen kein Gewinn.
Ausgebracht wird Bodendünger möglichst auf feuchten Boden, ohne feuchte Pflanzenteile zu bestreuen. Bevorzugt geschieht das im Frühjahr, wenn die Pflanzen die Nährstoffe auch aufnehmen können; bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei, sodass eine zusätzliche Düngung dann zwecklos ist. Wie sich Düngergaben mit Gießen, Bodenvorrat und Lagerung zusammenfügen, zeigt dir wie du Kräuterdünger im Zusammenspiel mit Gießen und Lagerung ausbringst.
Holzasche wird gern als kostenloser Gartendünger gehandelt. Sie soll aber – auch aus naturbelassenem Holz – weder zur Gartenbodenverbesserung noch als Kompostzugabe verwendet werden. Und wenn dein Boden wirklich Kalk braucht, entscheidet das eine Bodenprobe, nicht der Kamin.
Mulch: Düngung durch den Boden statt über die Kanne
Mulch ist für mich der stillste Dünger im Kräuterbeet, weil er weniger Nährstoffe liefert als der Boden schützt. Eine organische Mulchdecke beschattet den Boden und vermindert dessen Austrocknung; dünne Schichten aus angewelktem Rasenschnitt oder Stroh zwischen den Pflanzen halten die Bodenfeuchtigkeit länger und vermindern die Beikrautkonkurrenz. Falllaub kann auf Beeten und unter Hecken liegen bleiben und den Boden feucht, locker und humusreich halten.
Das Material entscheidet, für welche Kräuterwelt der Mulch taugt:
- Angewelkter Rasenschnitt und Stroh, dünn ausgebracht: für die frisch-feuchten Blattkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Minze und Zitronenmelisse, die mehr Feuchtigkeit brauchen als Thymian, Salbei oder Oregano. Rasenschnitt wird zum Mulchen bevorzugt angewelkt und in dünnen Schichten gegeben.
- Falllaub: als Winterdecke auf dem abgeräumten Beet und rund um mehrjährige Kräuter.
- Holzhäcksel, Stroh und Rindenmulch: mit Vorbehalt – diese stickstoffarmen Materialien können Stickstoff im Boden binden. Bei Blattkräutern, die ohnehin schnell Stickstoff nachfragen, beobachte ich das genau.
- Mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt: für die Trockenheitsliebhaber. Trockenheitsliebende Kiesbeetpflanzen werden mineralisch gemulcht, während Rindenmulch ein ungünstiges feucht-saures Milieu erzeugt; für bepflanzte Kiesbeete wird eine mineralische Auflage von 5 bis 7 cm empfohlen.
Wo kein Mulch liegt, kann flaches Hacken die kapillare Wasserabgabe an der Bodenoberfläche und damit die Verdunstung vermindern – das ist mein Weg im mediterranen Teil, in dem ich keine organische Decke haben will.
Gründüngung: für freie Beete und Neuanlagen
Gründüngung ist im Kräutergarten kein Dauerthema, aber ein gutes Werkzeug, wenn ein Beet nach den Einjährigen frei wird oder du ein neues Kräuterbeet anlegst. Abgefrorene Gründüngung kann über den Winter als Mulch liegen bleiben und im Frühjahr abgeräumt oder flach eingearbeitet werden. Der Boden bleibt bedeckt, und die organische Substanz landet dort, wo sie Humus aufbaut.
Zwei Regeln schauen dabei über den Beetrand:
- Soll anschließend Kohl, Rettich oder Radieschen stehen, verwendest du als Gründüngung möglichst weder Senf noch Ölrettich noch Raps. Dieselbe Familie steckt in einigen Kräutern: Kresse, Winterkresse und Löffelkraut führen Gelbsenf und Ölrettich als unverträgliche Nachbarn.
- Phacelia gilt als unverträglicher Nachbar für Borretsch, Buchweizen für Ampfer. Wer Gründüngung neben stehenden Dauerkräutern aussät, prüft solche Paare vorher.
Welche Kräuter sich mit welchen Nachbarn vertragen, kannst du vor der Aussaat im Mischkultur-Werkzeug für Nachbarschaften gegenprüfen.
Ich säe Gründüngung nur auf Flächen, die ich im Herbst komplett abräume, und lasse den Aufwuchs über Winter liegen. Im Frühjahr harke ich die abgefrorenen Reste ab oder arbeite sie flach ein, bevor die ersten Kräuter gesät werden – so bleibt die Kompostgabe für das Beet die einzige Düngung, die ich mir notiere.
Wann düngen – und wann nicht
Der Zeitpunkt entscheidet oft mehr als das Material. Bei notwendiger Düngung im Hausgarten wird das Frühjahr gegenüber dem Herbst bevorzugt, um Auswaschungsverluste zu vermindern; leicht lösliche stickstoffhaltige Dünger kommen ohnehin nur zum Einsatz, wenn die Pflanzen aufnehmen können.
- Kompost im Spätwinter oder Frühjahr, einmalig, Trockenheitsliebhaber ausgenommen.
- Nachdüngung nach dem Schnitt nur bei Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Rucola.
- Flüssiggaben auf feuchten Boden, nicht über die Blätter; bei Hitze niedrig konzentriert.
- Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe gar nicht düngen – organische Dünger setzen dann kaum etwas frei.
- Kübelkräuter, die auf die Winterruhe zugehen, ab Ende August nicht mehr düngen.
Im Topf gelten eigene Regeln. Ein im Verhältnis zur Pflanze kleiner Topf bietet weniger Substrat als Puffer, und bei Kräutern in nährstoffhaltiger Kauferde wird in den ersten Wochen nach dem Eintopfen nur sparsam zusätzlich gedüngt. Bei organisch gedüngten torffreien Erden kann besonders zu Beginn oder gegen Ende der Kultur Stickstoff fehlen – die Nachdüngung richtest du dann am Pflanzenzustand aus, nicht am Kalender. Für Zitronenmelisse gibt es einen typischen Spielraum: Als SchwachzehrerSchwachzehrer sind Gemüse und Kräuter mit geringem Stickstoffbedarf, etwa Feldsalat, Radieschen, Rucola, Bohnen und Erbsen. Sie sind die genügsamste der drei Gruppen, nach denen man Kulturen für die Fruchtfolge einteilt. kommt sie nach manchen Quellen ganz ohne zusätzlichen Dünger aus, andere nennen während der Wachstumsphase eine Gabe alle 4 bis 6 Wochen als Richtwert.
Blätter lesen, bevor du nachlegst
Fahle oder gelbliche Blätter verleiten dazu, sofort zu düngen. Kälte-, Trockenheits- und Krankheitssymptome dürfen aber nicht allein als Stickstoffmangel gedeutet werden. Fahlgelbe Basilikumblätter mit graubraunem, filzigem Belag auf der Unterseite können auf Falschen Mehltau hinweisen und beweisen keinen Nährstoffmangel. Schlaffe, welke Blätter können sowohl bei TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. als auch bei beginnender Wurzelfäule auftreten. Ich prüfe bei solchen Bildern zuerst Feuchte unterhalb der Oberfläche, Standort und Blattunterseite – und erst danach die Frage, ob dem Kraut wirklich etwas fehlt.
Effektiven Mikroorganismen wird nachgesagt, den Boden zu beleben und die Düngung zu ersetzen. In den beschriebenen Pflanzenbauversuchen ließ sich für sie kein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis erbringen. Reifer Kompost und eine Bodenprobe bringen dich weiter.
Bleibt die Grundregel für die Menge: Die Düngermenge orientiert sich am Pflanzenbedarf und an einer Düngeempfehlung aus der Bodenuntersuchung, und zusätzliche Kompost- oder Düngergaben werden dabei mitgerechnet. Wer das beherzigt, muss sich um Überdüngung wenig sorgen; wie du sie sicher vermeidest, liest du in wie du Kräuter düngst, ohne sie zu überdüngen. Für den Einstieg mit den ersten Töpfen führen dich die Einsteiger-Schritte zum Kräuterdüngen Schritt für Schritt hindurch.




