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Balkon- & Kübelgarten

Balkon- und Kübelgarten: Gefäß, Erde, Gießen, Düngen, Nährstoffmangel, Schädlinge, Ernte und Überwintern – das Grundlagenwissen im Überblick.

50 RatgeberZuletzt aktualisiert:
Balkonkasten mit gelb und orange blühenden Ringelblumen (Calendula officinalis) am Geländer
Foto: Doğan Alpaslan Demir · Pexels License
Historische botanische Tafel: Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), Illustration von Hans-Simon Holtzbecker
Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) · Hans-Simon Holtzbecker
Bildnachweis

Wikimedia Commons, gemeinfrei

Kalender nach Art: Balkon- & Kübelgarten
Kalender nach ArtFleißiges Lieschen: Vorkultur Februar, März, April, Mai; Aussaat Januar, Februar, März, April; Blüte Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober · Immergrüner Buchsbaum: Vorkultur März, April; Aussaat März, April; Pflanzung September, Oktober, November; Blüte März, April · Schmucklilien: Vorkultur März, April; Blüte Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDFleißigesLieschenFleißiges Lieschen · Vorkultur: FebruarFleißiges Lieschen · Vorkultur: MärzFleißiges Lieschen · Vorkultur: AprilFleißiges Lieschen · Vorkultur: MaiFleißiges Lieschen · Aussaat: JanuarFleißiges Lieschen · Aussaat: FebruarFleißiges Lieschen · Aussaat: MärzFleißiges Lieschen · Aussaat: AprilFleißiges Lieschen · Blüte: MaiFleißiges Lieschen · Blüte: JuniFleißiges Lieschen · Blüte: JuliFleißiges Lieschen · Blüte: AugustFleißiges Lieschen · Blüte: SeptemberFleißiges Lieschen · Blüte: OktoberImmergrünerBuchsbaumImmergrüner Buchsbaum · Vorkultur: MärzImmergrüner Buchsbaum · Vorkultur: AprilImmergrüner Buchsbaum · Aussaat: MärzImmergrüner Buchsbaum · Aussaat: AprilImmergrüner Buchsbaum · Pflanzung: SeptemberImmergrüner Buchsbaum · Pflanzung: OktoberImmergrüner Buchsbaum · Pflanzung: NovemberImmergrüner Buchsbaum · Blüte: MärzImmergrüner Buchsbaum · Blüte: AprilSchmucklilienSchmucklilien · Vorkultur: MärzSchmucklilien · Vorkultur: AprilSchmucklilien · Blüte: JuliSchmucklilien · Blüte: AugustSchmucklilien · Blüte: SeptemberVorkulturAussaatPflanzungBlüte

Pflanz- und Aussaatzeiten unterscheiden sich je Art. Gezeigt sind die Arten mit den meisten Ratgebern; den Kalender jeder weiteren Art findest du in ihrem Ratgeber.

Im Topf hängt alles an dir: Der Wurzelraum endet an der Gefäßwand, und Wasser und Nährstoffe kommen nur aus dem Substrat und aus der Gießkanne. Deshalb drehen sich die Fragen auf Balkon und Terrasse fast alle um dieselben Punkte. Wie groß muss das Gefäß sein? Welche Erde gehört hinein? Wann wird gegossen, wann gedüngt, und was bedeuten gelbe Blätter? Auf dieser Seite habe ich das Grundlagenwissen aus meinen Balkon- und Kübel-Ratgebern gebündelt, von Standort, Gefäß und Substrat über Aussaat, Pflege, Gießen und Düngen bis zu Schädlingen, Ernte und Überwinterung. Die einzelnen Ratgeber vertiefen jedes Thema für ihre Pflanze, hier steht das Gerüst dazu.

Gärtnern im Gefäß: was Balkon und Kübel verbindet

Balkonkasten, Tontopf, Pflanzsack und großer Kübel haben eines gemeinsam: Die Pflanze lebt in einem abgeschlossenen Substratvolumen. Daraus ergeben sich die Punkte, um die es auf dieser Seite geht: Gefäßgröße und Wasserabzug, Erde, Gießen und Düngen. Welche Werte gelten, hängt an der Pflanze. Im Gefäß wachsen Fruchtgemüse wie Tomaten und Gurken, Radieschen, Obstgehölze und Kulturheidelbeeren, Sommerblumen wie Pelargonien und Fleißiges Lieschen sowie Kübelpflanzen wie Oleander, Schmucklilie und Buchsbaum. Eine Zahl für alle Töpfe wirst du deshalb hier nicht finden. Jeder Wert auf dieser Seite steht bei der Pflanze oder Pflanzengruppe, für die er gilt, und lässt sich nicht ohne Weiteres auf andere übertragen.

Standort und Klima: Sonne, Wind und Temperatur

Der Balkon gibt den Standort vor, du wählst die Pflanzen danach aus. Tomaten, Paprika und Auberginen eignen sich für einen warmen, sonnigen und windgeschützten Balkon. Hitze kann im Gefäß allerdings zum Problem werden: Bei Tomaten kann die starke Erwärmung schwarzer Töpfe Wurzeln am Topfrand schädigen, deshalb beschattest du solche Gefäße bei stauender Hitze.

Auch kühle Phasen haben Folgen. Pelargonien legen bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C keine neuen Blüten an. Das ist eine Aussage zur Blütenbildung und keine Frostgrenze. Beim Abhärten wärmeliebender Gemüsejungpflanzen gilt eine ähnliche Regel: Anfangs und bei Nachttemperaturen unter 10 °C stellst du die Pflanzen über Nacht wieder ins Zimmer.

Gefäß und Drainage: Größe, Tiefe und Wasserabzug

Die Gefäßgröße richtet sich nach der Kultur. Für Fruchtgemüse wie Tomaten und Gurken liegen die allgemeinen Mindestempfehlungen je nach Fachquelle bei 8 bis 10 Litern Gefäßvolumen. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft nennt für Tomaten oder Gurken außerdem einen Mindestdurchmesser des Pflanzgefäßes von 25 bis 30 cm. Das sind Untergrenzen und kein Optimum: Für eine hochwachsende Stabtomate, die bis zum Herbst Früchte trägt, gelten 35 bis 40 Liter Substratvolumen als optimal. Bei Radieschen zählt die Tiefe, dort soll das Gefäß auf Balkon oder Terrasse mindestens 15 cm tief mit Blumen- oder Gemüseerde gefüllt sein.

Zum Gefäß gehört der Wasserabzug. Pflanzgefäße mit torffreier Erde prüfst du vor dem Befüllen darauf, ob Wasserabzugslöcher vorhanden sind. Ich drehe dafür jedes Gefäß um, bevor Erde hineinkommt. Mehr dazu, wie du auf kleinstem Raum Gemüse anbaust, steht im eigenen Ratgeber.

Erde und Substrat: torffrei, passend zur Pflanze, wiederverwendbar

Für Balkonkästen und Gefäße empfiehlt die Bayerische Gartenakademie torffreie Qualitätserden mit mindestens 3 verschiedenen Torfersatzstoffen. Manche Pflanzen stellen eigene Ansprüche: Kulturheidelbeeren im Kübel benötigen ein saures Substrat mit einem pH-Wert von ungefähr 4,0 bis 5,0, und Schmucklilien bevorzugen einen leichten, porösen, sehr gut durchlässigen Boden mit reichlich Laubhumus. Sieh deshalb bei jeder Pflanze nach, welches Substrat verlangt ist, bevor du Erde kaufst.

Gebrauchte Erde muss nicht in jedem Fall weg. Krankheitsfreie Erde, die erst im Vorjahr neu eingesetzt wurde, lässt sich bei Gefäßen bis etwa 30 Liter wiederaufbereiten, indem du ungefähr ein Drittel neue Erde beimischst. Ausgenommen ist Substrat mit Wurzelfäule-Erregern. Mehr zur Auswahl steht im Ratgeber zur passenden Erde für den Balkon.

Aussaat und Pflanzung: Keimdauer und Anzuchtzeit

Wie lange Saatgut bis zum Keimen braucht, hängt an der Art. Für das Fleißige Lieschen sind 7 bis 21 Tage Keimdauer angegeben, ausgesät wird von Januar bis April. samen.liver Blauen Passionsblume keimen bei 20 bis 25 °C nach ungefähr 14 bis 28 Tagen. Für Maracuja beträgt die angegebene Keimdauer bei 20 bis 25 °C ungefähr 30 bis 60 Tage.

Bei Fruchtgemüse braucht die Vorkultur Zeit: Für die eigene Jungpflanzenanzucht von Tomaten, Paprika oder Auberginen veranschlagt die Bayerische Gartenakademie mindestens 10 Wochen bei ausreichend Licht, Wärme und Platz. Ein Aussaat- oder Auspflanztermin ergibt sich daraus allein nicht, den nennen die Ratgeber je Kultur. Radieschen werden direkt gesät: Die Samen bedeckst du mit etwa 1 cm Erde, dazu kommen etwa 10 cm Reihenabstand und 5 cm Abstand innerhalb der Reihe. Was sich an Sommerblumen aus Samen ziehen lässt, zeigt der Ratgeber zu Blumensamen für Balkon und Terrasse.

Pflege: Umtopfen und Schnitt

Zur Pflege im Kübel gehören Umtopfen und Schnitt. Beim Umtopfen einer Kübelpflanze soll der obere Durchmesser des neuen Topfes mindestens 2 cm größer sein als beim bisherigen Topf.

Beim Schnitt gelten die Angaben je Art. Für die Blaue Passionsblume empfiehlt der Saatguthersteller einen kräftigen Rückschnitt im März. Die im Haus kultivierte Maracuja wird dagegen während der Blütezeit von Mai bis August nicht zurückgeschnitten, wenn du Früchte ernten möchtest. Für den Immergrünen Buchsbaum gilt: nach einem starken Rückschnitt mulchen und einen allgemeinen Dünger geben. Mehr dazu steht im Ratgeber, wie du Buchsbäume im Kübel düngst.

Gießen: erst prüfen, dann wässern

Gegossen wird nach der Feuchte im Substrat. Für Obstbäume und Obststräucher im Kübel empfiehlt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft gründliches Gießen, sobald die oberen 3 bis 5 cm des Substrats trocken sind, und zwar bis Wasser unten abläuft. Fruchtgemüse in kleinen Balkongefäßen benötigt an heißen Tagen tägliche Bewässerung und eine laufende Kontrolle der Substratfeuchte.

Häufiger Fehler

Torffreie Erde nur nach der Oberfläche zu beurteilen. Die Oberfläche kann trocken erscheinen, obwohl das untere Drittel noch feucht ist. Prüfe vor dem Gießen deshalb auch die Feuchte weiter unten, mit der Fingerprobe im unteren Substratbereich oder über das Gewicht des Gefäßes.

Ich hebe kleinere Töpfe vor dem Gießen kurz an und stecke bei großen Kübeln den Finger tief in die Erde. Für Zeiten, in denen du nicht selbst gießen kannst, hilft der Ratgeber zur automatischen Bewässerung für Kübelpflanzen.

Düngen im Kübel: Startvorrat, Rhythmus und Pflanzengruppe

Vorgedüngte Erde bringt einen Startvorrat mit. Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde benötigen Kübelpflanzen in den ersten 4 bis 6 Wochen keine zusätzliche Düngung. Ich schreibe mir das Umtopfdatum aufs Stecketikett, damit ich weiß, wann diese Frist abläuft.

Danach hängt der Rhythmus an der Pflanzengruppe. Starkzehrende Pelargonien ohne Langzeitdüngervorrat bekommen nach dem Einwurzeln, mit beginnendem Wachstum, alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger. Für Obstgehölze im Kübel wird während der Hauptwachstumszeit bis Ende Juni eine Gabe flüssigen Obstbaumdüngers alle 2 bis 3 Wochen empfohlen. Kübeltomaten in torffreiem Substrat folgen einem eigenen Plan: Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt vor der Pflanzung etwa 5 g Hornmehl oder Horngrieß je Liter Substrat, nach etwa 4 und nochmals nach 8 Wochen wird jeweils mit 2 bis 3 g Hornmehl je Liter Substrat nachgedüngt. Den Überblick über die Saison gibt der Ratgeber, wie du Balkonpflanzen im Jahresverlauf düngst.

Nährstoffe und Düngerarten: mineralisch, flüssig, Kompost

Dünger unterscheiden sich darin, wie schnell ihre Nährstoffe verfügbar sind. Mineralische und flüssige Dünger können einen festgestellten Nährstoffmangel in torffreier Gefäßerde vergleichsweise schnell ausgleichen. Kompost liefert anders: Ein Liter Kompost enthält je nach Zusammensetzung durchschnittlich 3 bis 7 g Gesamtstickstoff, verfügbar ist davon zunächst nur ein Teil.

Kurz erklärt

Gesamtstickstoff bezeichnet den gesamten im Kompost enthaltenen Stickstoff. Pflanzenverfügbar sind davon im ersten Jahr nach der Gabe nur etwa 10 bis 30 %. Der Gesamtgehalt ist also keine unmittelbar verfügbare Düngermenge.

Als Zuschlag im Balkonkasten hat Kompost eine Obergrenze: Gesiebt kann er dem Substrat mit einem Anteil von höchstens 30 % beigemischt werden. Für Heidelbeeren und andere Moorbeetpflanzen eignet er sich wegen seiner Kalkwirkung nicht. Für Kompost wird ein pH-Bereich von 6,5 bis 7,5 angegeben, Kulturheidelbeeren im Kübel benötigen dagegen ein saures Substrat. Die Grundlagen vertieft der Ratgeber zur Nährstoffversorgung von Balkonpflanzen.

Nährstoffmangel und Überdüngung: Symptome sind Hinweise

Auch vorgedüngte torffreie Erde kann zeitweise zu wenig pflanzenverfügbaren Stickstoff liefern, was sich durch heller werdendes Laub zeigen kann. Das ist ein Hinweis und für sich allein kein Beweis.

Genauere Symptombilder beschreibt die Bayerische Gartenakademie für Zimmerpflanzen. Dort deutet eine Vergilbung vor allem junger Blätter bei weiterhin grünen Blattadern auf Eisenmangel hin. Hell- bis gelbgrüne Blätter und schwaches Wachstum, bei dem ältere Blätter stärker betroffen sind, sprechen für einen möglichen Stickstoffmangel. Blattvergilbung mit anschließendem Blattfall kann bei Zimmerpflanzen aber auch durch Lichtmangel, Temperaturschwankungen oder Wasserstress entstehen. Braune Blattränder können dort zusammen mit braunen Wurzeln und weißem Belag auf dem Substrat auf einen durch Überdüngung erhöhten Salzgehalt hinweisen.

Für Balkon- und Kübelpflanzen sind diese Bilder Anhaltspunkte und keine Diagnose. Prüfe bei gelben Blättern deshalb auch Wasser, Licht und Wurzeln, bevor du nachdüngst. Die einzelnen Bilder vertieft der Ratgeber, wie du Nährstoffmangel bei Kübelpflanzen erkennst.

Schädlinge: vorbeugen, kontrollieren, trennen

Pflanzenschutz auf dem Balkon folgt einer Reihenfolge: vorbeugen, regelmäßig kontrollieren und zuerst mechanisch eingreifen. Mittel und Dosierungen gehören nicht auf eine Übersichtsseite.

Ein Beispiel für mechanischen Schutz: Gegen Erdflöhe an Radieschen können Schutznetze mit einer Maschenweite unter 1 mm helfen. Auf Mischkultur als Abwehr solltest du dich dagegen nicht verlassen, die Kombination aus Möhren und Zwiebeln etwa bietet keine verlässliche Abwehr der jeweiligen Gemüsefliegen.

Ein fester Kontrolltermin ist das Einräumen: Vor dem Umzug ins Winterquartier werden Kübelpflanzen auf Schädlinge kontrolliert, und befallene Exemplare bleiben zunächst von den übrigen Pflanzen getrennt. Ich sehe mir dabei jede Pflanze einzeln an, bevor sie ins Haus kommt.

Ernte: Zeitpunkt und Warnzeichen

Wann geerntet wird, hängt an Kultur und Jahreszeit. Radieschen werden im Sommer nach etwa 3 bis 4 Wochen erntereif, im Frühjahr oder Herbst kann die Entwicklung bis zur Erntereife bis zu 8 Wochen dauern. Bei der violettfrüchtigen Maracuja zeigt die violette Fruchtfarbe die Reife an, das vom Saatguthersteller angegebene Erntefenster reicht von August bis Oktober. Bei manchen Ernten entscheidet außerdem ein Warnzeichen darüber, ob etwas auf den Teller darf.

Achtung

Ungewöhnlich bitter schmeckende Zucchini dürfen wegen möglicher Cucurbitacine nicht verzehrt werden. Grüne Gartenbohnen enthalten Phasin, sie dürfen nicht roh gegessen werden und müssen vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden. Alte, eingetrocknete, grüne oder stark keimende Kartoffeln sind wegen möglicher erhöhter Glykoalkaloidgehalte nicht zum Verzehr geeignet. Geerntete Kartoffeln lagerst du kühl, dunkel und trocken.

Überwintern: Kübelpflanzen im Winterquartier

Frostempfindliche Kübelpflanzen verbringen den Winter in einem geschützten Quartier. Welche Temperatur und wie viel Licht dort nötig sind, hängt an der Art. Für den Oleander gilt: möglichst hell bei 4 bis 8 °C überwintern. Das ist die Überwinterungstemperatur und keine Angabe zur Frosthärte. Für andere Arten nennen die Ratgeber die Werte je Pflanze.

Bei Oleander und Engelstrompete gehört ein Sicherheitshinweis dazu. Blätter, Blüten und Rinde des Oleanders enthalten herzwirksame Glykoside und dürfen nicht verzehrt werden. Die Engelstrompete enthält in sämtlichen Pflanzenteilen giftige Tropan-Alkaloide, besonders in Blättern und Blüten, und ist nicht zum Verzehr geeignet.

Sorten und Wuchstypen

Bei der Sortenwahl fürs Gefäß lohnt der Blick auf den Wuchstyp, weil er die Pflege mitbestimmt. Ein Beispiel sind Tomaten: Großfruchtige Stabtomaten werden eintriebig geführt. Kompakte Buschtomaten begrenzen ihr Höhenwachstum selbst und werden grundsätzlich nicht ausgegeizt, nur bei zu dichtem Wuchs nimmst du einzelne Triebe heraus.

Bei Zierpflanzen gibt die Wuchshöhe einen ersten Anhaltspunkt für den Platzbedarf. Für die Blaue Passionsblume, eine mehrjährige Kletterpflanze, werden in der Topfkultur etwa 200 bis 300 cm Wuchshöhe angegeben, für das Fleißige Lieschen 20 bis 40 cm. Einzelne Sorten und ihre Eigenschaften stellen die Ratgeber vor, hier bleibt es bei der Einteilung nach Wuchstyp.

Mischkultur und Fruchtfolge im Gefäß

Die folgenden Angaben zu Mischkultur und Fruchtfolge beziehen sich auf das Gemüsebeet. Als Beispiel für platzsparende Mischkultur im Gemüsebeet lässt sich zwischen 2 Erbsenreihen 1 Reihe Radieschen anbauen, ein festes Maß für den Kübel ist das nicht. Die Mischkultur aus Möhren und Zwiebeln wird wegen unterschiedlicher Wasser- und Nährstoffansprüche nicht empfohlen.

Bei der Fruchtfolge ist es ähnlich. Im Gemüsebeet sollen zwischen Radieschen und einem nachfolgenden Anbau anderer Kreuzblütler wie Kohl oder Senf mindestens 3 Jahre liegen. Ob das auch für einen Kübel mit vollständig erneuertem Substrat gilt, ist nicht belegt. Geplante Nachbarschaften prüfst du im Mischkultur-Planer, dein Beet planst du im Beetplaner. Mehr zur Planung auf engem Raum steht im Ratgeber zum platzsparenden Gemüseanbau auf dem Balkon.

Zum Vertiefen: die Balkon- und Kübel-Ratgeber

Das war das Fundament – für jedes Thema findest du hier den vertiefenden Ratgeber:

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Anzucht & Aussaat

5 Ratgeber

Pflege & Düngen

18 Ratgeber
Lese-Tipp

Buchsbaum im Kübel düngen: Buxus-Dünger, Magnesium und die passende Erde

Lesen →8 Min

Schneiden & Formen

1 Ratgeber
Anzeigen

Sorten & Auswahl

8 Ratgeber

Überwintern

2 Ratgeber

Krankheiten & Schädlinge

1 Ratgeber

Rezepte & Verwendung

1 Ratgeber

Wissen & Sonstiges

14 Ratgeber

Häufige Fragen

Wie groß muss ein Kübel für Tomaten auf dem Balkon sein?
Für Fruchtgemüse wie Tomaten und Gurken liegen die allgemeinen Mindestempfehlungen je nach Fachquelle bei 8 bis 10 Litern Gefäßvolumen. Das ist eine Untergrenze: Für eine hochwachsende Stabtomate, die bis zum Herbst Früchte trägt, gelten 35 bis 40 Liter Substratvolumen als optimal. Prüfe vor dem Befüllen, ob das Gefäß Wasserabzugslöcher hat.
Wie oft muss ich Kübelpflanzen gießen?
Richte dich nach der Feuchte im Substrat. Fruchtgemüse in kleinen Balkongefäßen benötigt an heißen Tagen tägliche Bewässerung und eine laufende Kontrolle der Substratfeuchte. Für Obstbäume und Obststräucher im Kübel gilt: gründlich gießen, sobald die oberen 3 bis 5 cm des Substrats trocken sind. Bei torffreier Erde kann das untere Drittel noch feucht sein, obwohl die Oberfläche trocken erscheint.
Wann muss ich nach dem Umtopfen wieder düngen?
Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde benötigen Kübelpflanzen in den ersten 4 bis 6 Wochen keine zusätzliche Düngung. Danach hängt der Rhythmus an der Pflanze: Starkzehrende Pelargonien ohne Langzeitdüngervorrat bekommen nach dem Einwurzeln mit beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger.
Welche Erde nehme ich für Balkonkasten und Kübel?
Für Balkonkästen und Gefäße werden torffreie Qualitätserden mit mindestens 3 verschiedenen Torfersatzstoffen empfohlen. Manche Pflanzen stellen eigene Ansprüche: Kulturheidelbeeren im Kübel benötigen ein saures Substrat mit einem pH-Wert von ungefähr 4,0 bis 5,0, Schmucklilien bevorzugen einen leichten, porösen, sehr gut durchlässigen Boden mit reichlich Laubhumus. Im Balkonkasten kannst du gesiebten Kompost mit einem Anteil von höchstens 30 % beimischen, für Heidelbeeren und andere Moorbeetpflanzen eignet er sich wegen seiner Kalkwirkung nicht.
Kann ich alte Erde aus Balkonkasten und Kübel wiederverwenden?
Krankheitsfreie Erde, die erst im Vorjahr neu eingesetzt wurde, lässt sich bei Gefäßen bis etwa 30 Liter wiederaufbereiten. Mische dafür ungefähr ein Drittel neue Erde bei. Substrat mit Wurzelfäule-Erregern ist davon ausgenommen.
Ist Oleander im Kübel giftig?
Ja. Blätter, Blüten und Rinde des Oleanders enthalten herzwirksame Glykoside und dürfen nicht verzehrt werden. Auch die Engelstrompete enthält in sämtlichen Pflanzenteilen giftige Tropan-Alkaloide, besonders in Blättern und Blüten, und ist nicht zum Verzehr geeignet.

Kennst du das Land? wo die Citronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrthe still und hoch der Lorbeer steht.

Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre (Mignon-Lied) (1795) · Beleg
Zuletzt geprüft: Quellen: Fachquellen Balkon- und Kübelgarten: BZL, LWG/Bayerische Gartenakademie, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Kiepenkerl, Sperli, Arten-Hub (Root) Impatiens walleriana, Arten-Hub (Root) Buxus sempervirens, Arten-Hub (Root) Agapanthus africanus, BfR (Oleander, Engelstrompete, Zucchini, Bohnen, Kartoffeln)