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Den Garten winterfest machen: Herbstarbeiten von Rasen bis Teich, damit du ihn das ganze Jahr genießt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 14 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Wasserversorgung im Garten abstellen, Regentonnen und Gießkannen leeren.
  • Laub von Rasen, Wegen und Teich holen und als Igelhaufen oder in dünnen Lagen auf abgeräumten Beeten nutzen.
  • Gesunde Staudenstängel und Samenstände bis zum Frühjahr stehen lassen.
  • Kernobst im Winter schneiden, Zwetschgen und Kirschen besser im Sommer nach der Ernte.
  • Gartengeräte reinigen und ölen, Holzmöbel ölen und trocken einlagern.
  • Gartenlicht nach unten richten und nur bei Bedarf einschalten.

Wenn die ersten Nachtfröste angekündigt sind, wird es im Garten plötzlich eilig. Eine volle Regentonne, ein vergessener Schlauch oder ein Tontopf direkt auf nassem Boden können dann Schaden nehmen, bevor du daran gedacht hast. Ich gehe deshalb im Herbst mit einer Liste durch den ganzen Garten, von der Wasserleitung bis zur hintersten Ecke mit dem Laubhaufen.

Winterfest machen heißt dabei nicht, alles abzuräumen. Staudenstängel bleiben für Insekten stehen, Fruchtstände für Vögel, Laubhaufen für Igel. Und ein vorbereiteter Garten bleibt auch im Winter ein Ort, an dem du sitzt, beobachtest und das nächste Jahr planst.

Welche Herbstarbeiten machen den Garten winterfest?

Nicht alles hat dieselbe Eile. Was Wasser führt, muss vor dem Winter leer sein. Empfindliche Pflanzen, die draußen bleiben, bekommen ihren Schutz rechtzeitig vor den ersten stärkeren Frösten. Für das Pflanzen von Stauden, Gehölzen und Blumenzwiebeln sind dagegen Oktober und November geeignete Monate.

Bereich Was ich tue Wann
Wasser Wasserversorgung abstellen, Regentonnen und Gießkannen leeren vor dem Winter
Teich Herbstlaub herausholen, Röhricht stehen lassen Herbst, Rückschnitt erst im März
Rasen Laub abrechen, bei den letzten Mähgängen nicht zu tief schneiden Herbst
Stauden gesunde Stängel und Samenstände stehen lassen, Krankes entfernen bis zum Frühjahr
Gehölze und Zwiebeln pflanzen Oktober und November
Obst Kernobst schneiden Winter
Empfindliche Pflanzen Winterschutz anbringen vor den ersten stärkeren Frösten
Geräte und Möbel reinigen, ölen, trocken lagern vor der Winterpause
Wildtiere Laub-, Reisig- und Asthaufen liegen lassen den ganzen Winter

Bei Gehölzen und Stauden steigt das Risiko von Winterschäden, wenn Boden, Licht und Feuchtigkeit nicht zum Standort passen. Dasselbe gilt für eine zu späte oder zu reichliche Düngung. Obst- und Ziergehölze bekommen nach Mitte Juli keinen stickstoffhaltigen Dünger mehr, damit ihre Triebe vor dem Winter ausreifen. Für Gehölze ist der Herbst also keine Zeit, um mit Stickstoff nachzuhelfen.

Wasser im Garten: Leitung, Regentonne und Teich

Wie mache ich Leitung und Bewässerung frostsicher?

Vor dem Winter stelle ich die Wasserversorgung im Garten ab und leere Regentonnen und Gießkannen. Wasser, das darin gefriert, kann Tonne, Kanne oder Leitung beschädigen. Danach öffne ich die Hähne der Bewässerung und lasse die Leitungen leerlaufen. Schläuche und Regner baue ich ab und lagere sie leer und frostfrei.

Eine Ausnahme sind wintergrüne Wandbegrünungen, denn sie brauchen auch im Winter eine funktionierende Wasserversorgung. Wer so ein System hat, schaltet dessen Bewässerung nicht mit ab. Steht die Regentonne im Frühjahr wieder gefüllt im Kinderbereich, muss sie kippsicher stehen und mit einem Deckel gegen Hineinfallen gesichert sein.

Auch immergrüne Gehölze verdunsten im Winter Wasser. Aus gefrorenem Boden können sie es aber nicht ausreichend nachliefern und vertrocknen dann. Deshalb wässere ich sie bei Bedarf an frostfreien Tagen ausgiebig. Weil die Außenleitung zu dieser Zeit abgestellt ist, fülle ich die Kanne dafür im Haus. Immergrüne Kletterpflanzen wie Efeu im Regenschatten einer Hauswand bekommen schon vor dem Winter ausreichend Wasser.

Wie bereite ich den Gartenteich auf den Winter vor?

Herbstlaub hole ich aus dem Teich, weil seine Zersetzung Nährstoffe freisetzt und später Algenwachstum begünstigt. Ein Netz über der Wasserfläche fängt einen Teil des Laubs ab, bevor es hineinfällt. Fadenalgen fische ich mechanisch ab und lege sie zuerst ans Ufer, damit darin lebende Kleintiere zurück ins Wasser finden.

Pflanzen der Röhricht- und Sumpfzone schneide ich erst im März zurück. Ihre Halme unterstützen im Winter den Frostschutz und den Gasaustausch. Pumpe und Filter baue ich aus, reinige sie und lagere sie trocken und frostfrei. Bachlauf und Springbrunnen stelle ich ab und entleere ihre Leitungen.

Eine Eisdecke, auf der Schnee liegt, kann den Sauerstoffmangel im Teich verschärfen. Eine ausreichende Tiefe allein verhindert das nicht. Ein Eisfreihalter kann eine Stelle offen halten. Das Eis schlage ich nicht auf, weil die Schläge die Tiere im Wasser stören können.

Achtung

Kleine Kinder brauchen am Gartenteich Aufsicht, auch wenn er mit einem festen Zaun und verschließbarem Zugang gesichert ist. Liegt Eis auf dem Wasser, gilt das genauso.

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Rasen und Wiese vor dem Winter

Im Herbst reche ich das Laub vom Rasen und von den Wegen. Bei den letzten Mähgängen stelle ich den Mäher nicht zu tief ein. Das Laub muss vom Rasen herunter, und Igel nutzen große Laub- und Reisighaufen für ihren Winterschlaf. Was ich zusammenreche, wird deshalb zum Haufen in einer ruhigen Ecke. Den Rest verteile ich in dünnen Lagen auf abgeräumten Beeten und zwischen den Stauden.

Ein extensiver Landschaftsrasen wird gewöhnlich ein- bis dreimal im Jahr gemäht. Als Spiel- oder Liegewiese eignet er sich nur zeitweise. Das solltest du bedenken, bevor du Rasenflächen umwandelst.

Eine blütenreiche Gartenwiese mähst du ein- bis zweimal im Jahr, und zwar zeitlich versetzt. Teilflächen bleiben als Rückzugsorte für Insekten stehen und kommen erst später dran. Das Schnittgut nimmst du von der Fläche. Für eine Neuansaat entfernst du den vorhandenen Bewuchs und bereitest ein feinkrümeliges Saatbett vor, ich nehme dafür regionales Wildpflanzensaatgut.

Häufiger Fehler

Die ganze Wiese an einem Tag mähen. Lass Abschnitte stehen und mähe sie später, dann bleiben ungemähte Rückzugsbereiche für Insekten erhalten.

Stauden, Gehölze und Blumenzwiebeln im Herbst

Welche Stauden schneide ich zurück?

Gesunde Staudenstängel und Samenstände lasse ich über den Winter stehen. Zusammen mit Gräsern bieten sie Nützlingen Unterschlupf. Samenstände und Früchte sind bis zum Frühjahr außerdem Nahrung und Überwinterungsplatz für Tiere. Weg kommt nur, was krank ist oder störend in Wege ragt.

Fetthenne und Brandkraut haben standfeste trockene Blütenstände, die im Winterbeet Struktur geben. Lavendel und Salbei bekommen ihren kräftigen Rückschnitt erst im Frühjahr, dann bis kurz vor die verholzte Basis. Bei Pampasgras, Fackellilie und Palmlilie binde ich den Blattschopf vor dem Winter im oberen Drittel zusammen, damit weniger Nässe eindringt.

Mythos-Check

Muss vor dem Winter alles zurückgeschnitten werden? Nein. Gesunde Stängel und Samenstände bleiben stehen, Lavendel und Salbei schneidest du kräftig erst im Frühjahr, und Kernobst kommt im Winter dran.

Gehölze und Hecken

Neue Obst- und Ziergehölze pflanze ich im Oktober oder November. Starke Heckenschnitte bleiben von März bis September grundsätzlich ausgeschlossen. Einen kräftigen Rückschnitt lege ich deshalb in die Zeit außerhalb dieser Monate. Eine Schnitthecke halte ich an der Basis breiter als oben.

Eine frei wachsende Hecke aus mehreren blühenden Arten bietet Schutz und Nahrung, wenn ihre Früchte erhalten bleiben und Schnitte die Brutzeiten berücksichtigen. Den Frühjahrsschnitt der Rosen richte ich nach der Hauptblüte der Forsythie.

Blumenzwiebeln und Knollen

Für Blumenzwiebeln sind Oktober und November geeignete Pflanzmonate. Tulpen setzt du von Ende September bis Mitte November in durchlässigen Boden ohne Staunässe. Das Pflanzloch ist 2- bis 3-mal so tief, wie die Zwiebel hoch ist. Kaiserkronen kommen je nach Anleitung 15 bis 20 cm tief in die Erde. Wo Wühlmäuse unterwegs sind, setze ich die Zwiebeln in Drahtkörbe.

Krokusse, Schneeglöckchen und Winterlinge gehören zu den frühen Blühern im Jahr. Ungefüllte Blüten sowie Früh- und Spätblüher verlängern das Nahrungsangebot für Insekten, deshalb mische ich beide.

Dahlienknollen grabe ich im Herbst aus, lasse sie abtrocknen und lagere sie dunkel und kühl nebeneinander. Canna überwintern mit ihrem Erdballen bei 10 bis 15 °C und dürfen dabei nicht austrocknen. Ranunkeln hole ich in kalten Lagen nach dem Einziehen aus der Erde und überwintere sie trocken und frostfrei.

Obstbäume und Beerensträucher: Schnitt und Stammschutz

Kernobst wie Apfel und Birne schneide ich im Winter. Für Zwetschgen und Kirschen ist der Sommer nach der Ernte günstiger, nur sehr späte Zwetschgensorten sind davon ausgenommen. Beim Winterschnitt nehme ich zuerst tote, kranke und sich kreuzende Äste heraus. Bei den Beeren richtet sich der Schnitt nach der Art.

Obst Schnitt
Kernobst im Winter
Zwetschge, Kirsche im Sommer nach der Ernte, außer sehr späte Zwetschgensorten
Sommerhimbeere nach der Ernte die abgetragenen braunen Ruten bodennah entfernen, grüne Jungruten stehen lassen
Herbsthimbeere in einjähriger Kultur im Februar vor dem Austrieb vollständig bodennah zurückschneiden
Brombeere junge Ruten für die nächste Ernte stehen lassen

Die jungen Brombeerruten schütze ich in kalten Wintern mit Tannenreisig. Unverrottete Mulchreste räume ich im Winter von der Baumscheibe, weil sie Feld- und Wühlmäusen Deckung bieten.

Junge Bäume mit glatter Rinde sind an sonnigen Standorten besonders durch Frostrisse gefährdet. Ein Weißanstrich vermindert die Erwärmung des dunklen Stammes in der Sonne und beugt so Spannungsrissen vor. Eine Schilfmatte bringst du locker bis knapp unter den Kronenansatz an. Unter ihr kann die Rinde allerdings länger feucht bleiben. An sehr sonnigen Plätzen entscheide ich mich deshalb für den Anstrich.

Wie bereite ich das Gewächshaus auf den Winter vor?

Im Herbst räume ich das Gewächshaus leer und entferne alle Pflanzenreste. Danach putze ich die Scheiben, denn saubere Scheiben verbessern den Lichtzugang zu den Pflanzen.

Ein unbeheiztes Gewächshaus kann im Winter durchfrieren. Es taugt deshalb nur für Pflanzen, die geringen Frost vertragen. Auch wenn du die Wände innen mit Noppenfolie auskleidest, planst du es besser nicht als frostfreies Quartier ein. Ein Minimum-Maximum-Thermometer zeigt mir, wie kalt es in der Nacht tatsächlich war.

Gartenmöbel, Holzbauten und Werkzeug

Wie überwintern Gartenmöbel?

Holzmöbel reinige ich, lasse sie trocknen, öle sie vor der Winterpause und lagere sie trocken ein. Ungeschütztes Holz soll keinen Erdkontakt haben und braucht eine Abdeckung gegen Regen und Spritzwasser. Deshalb stehen meine Möbel im Schuppen auf Latten statt direkt auf dem Boden.

Metall- und Kunststoffmöbel wasche ich ab und lagere sie ebenfalls trocken. Bleiben Möbel draußen, nehme ich eine atmungsaktive Hülle, weil sich unter einer dichten Plane Feuchtigkeit sammeln kann. Polsterbezüge wasche ich nach dem Pflegeetikett, die Kissen kommen erst völlig trocken ins Lager.

Achtung

Lappen, die mit Leinöl oder Holzöl getränkt sind, können sich beim Trocknen selbst entzünden. Solche Lappen gehören in einen geeigneten Sammelbehälter.

Pergola, Rankgerüst und Spielgeräte prüfen

Die Verankerung einer Pergola oder Kletterhilfe muss Pflanzengewicht und Wind tragen, dazu Nässe-, Schnee- und Eislasten. Ich prüfe im Herbst alle Verbindungen und ziehe lose Schrauben nach. Abgestorbene einjährige Kletterpflanzen nehme ich vom Gerüst. An Holzbauten helfen abgeschrägte Flächen, Wasserabläufe und überhängende Dächer gegen Staunässe.

Bei Spielgeräten kontrolliere ich Verankerung, Schrauben und Rost. Außerdem suche ich nach Rissen im Kunststoff, Holzsplittern und Fäulnisstellen.

Werkzeug reinigen, schärfen und ölen

Vor der Winterpause reinige und öle ich alle Gartengeräte. Bodenbearbeitungsgeräte entroste und fette ich, Scheren und Messer schärfe ich bei Bedarf. Beschädigte Teile repariere ich, solange ich noch weiß, was im Sommer geklemmt hat. Werkzeug und Handschuhe, mit denen ich an kranken Pflanzen gearbeitet habe, reinige ich sorgfältig, bevor sie wieder an gesunde Pflanzen kommen.

Motorisierte Geräte verwahrst du kindersicher, scharfe Handgeräte bleiben nicht frei liegen. Steht ein Neukauf an, achte ich auf austauschbare Stiele und erhältliche Ersatzteile. Im Schuppen lagere ich die Dinge so:

Was Wie lagern
Handgeräte gereinigt, geölt, trocken
Vlies und Folien gesäubert, trocken, dunkel und mäusesicher
torffreie Blumenerde gut verschlossen, kühl, trocken und lichtgeschützt, möglichst bald verbrauchen
Saatgut vollständig getrocknet in geschlossenen Gefäßen, dunkel bei möglichst gleichmäßigen 4 bis 15 °C

Auch biologisch abbaubare Vliese und Abdeckfolien kommen nicht auf den eigenen Kompost, weil sie sich dort nicht ausreichend schnell zersetzen.

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Tiere im Wintergarten

Vögel füttern und Nistkästen pflegen

Stehen gelassene Fruchtstände und Beerensträucher bieten Gartenvögeln im Herbst und Winter natürliche Nahrung. Füttere ich zusätzlich, nehme ich einen geschützten Futterspender, der Kot, Regen und Schnee vom Körnerfutter fernhält. Schalenreste und Kot an der Futterstelle entferne ich täglich. Den Platz wähle ich so, dass sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können.

Nistkästen lasse ich über den Winter hängen und reinige sie im Februar, bevor sie neu besiedelt werden.

Igel, Insekten und Amphibien

Laub-, Reisig- und Asthaufen bleiben bei mir als ungestörte Winterverstecke für Igel liegen. Auch dichtes Gebüsch nutzen Igel für den Winterschlaf. Ein Durchlass im Zaun sollte mindestens 10 × 10 cm groß sein, damit sie zwischen den Gärten wechseln können.

Totholz bietet Käfern und nachnutzenden Wildbienen Brutgänge. Unvermörtelte Steinhaufen und Trockenmauern halten Hohlräume als Unterschlupf offen. Ein umgedrehter Blumentopf mit Holzwolle dient Ohrwürmern als Quartier und ist ein einfaches Projekt mit Kindern. Ein Gartenteich für Amphibien hat flache Uferbereiche und keine Fische.

Zahl im Blick

Nisthilfen für Wildbienen aus Hartholz bekommen je nach Ausführung Bohrungen von 2 bis 10 mm Durchmesser und 5 bis 15 cm Tiefe. Gebohrt wird ins Längsholz statt ins Stirnholz, und die Gänge bleiben glatt.

Marias Erfahrung

Das Laub vom Rasen reche ich in die Ecke hinter dem Kompost und lege Reisig vom Heckenschnitt darüber. Diesen Haufen fasse ich bis zum Frühjahr nicht mehr an.

Beete, Kübel und empfindliche Pflanzen: das Wichtigste in Kürze

Den Boden grabe ich nur um, wo er schwer ist und durchfrieren kann, leichte Böden lockere ich erst im Frühjahr mit der Grabgabel. Laub darf in dünnen Lagen auf abgeräumten Beeten liegen bleiben, und Winterroggen kann als Gründüngung noch bis Mitte oder Ende Oktober gesät werden. Ob du kalkst, düngst oder nur Kompost einarbeitest, zeigt eine Bodenuntersuchung, mehr dazu steht im Abschnitt Boden des Ratgebers zur Gartenplanung.

Empfindliche Pflanzen, die im Freien überwintern, bekommen ihren Winterschutz rechtzeitig vor den ersten stärkeren Frösten. Gartenvlies ist wasser- und luftdurchlässig und mindert bei bodennahen Kulturen die Abstrahlung der gespeicherten Bodenwärme. Welcher Schutz zu welcher Winterhärte passt und wann er wieder abkommt, steht im Ratgeber zum Winterschutz.

Viele klassische Kübelpflanzen überwintern hell und frostfrei bei 5 bis 10 °C, wobei du die Eignung für deine Art vorher prüfst. Eine ungeheizte Garage bietet bei strengem Dauerfrost keine verlässliche Sicherheit. Wie du Mediterrane, Exoten und Kübelpflanzen sicher durch den Winter bringst, steht im Ratgeber zur Überwinterung empfindlicher Pflanzen.

Im Gemüsebeet bleiben Pastinaken und Schwarzwurzeln über Winter stehen, Rote Bete erntest du vor dem Frost. Rosmarin übersteht den Winter im Freiland auch unter günstigen Bedingungen nicht zuverlässig jedes Jahr. Wie Beerensträucher, Wintergemüse und Kräuter gut durch den Winter kommen, zeigt der Ratgeber zu Nutzpflanzen im Winter.

Beim Herbstrundgang achte ich auch darauf, wo sich kalte Luft sammelt und wo der Wind durchzieht. Wie du solche Kleinklimazonen für empfindliche Pflanzen nutzt, behandelt ebenfalls der Ratgeber zum Winterschutz.

Winterbepflanzung: Farbe und Struktur in der kalten Zeit

Im Winter tragen immergrünes oder farbiges Laub, Früchte, Rinde und stehen gelassene Gräser die Farbe im Garten. Solche Farbträger setze ich vor allem dorthin, wo ich sie vom Fenster aus sehe. Weiße Birkenrinde und die roten oder gelben Zweige von Hartriegeln kommen erst nach dem Laubfall richtig zur Geltung. Christrosen, Winterjasmin und Zaubernuss blühen in der kalten Jahreszeit, Feuerdorn trägt rote Früchte, die zugleich Vogelfutter sind.

Immergrüne wie Eibe oder Rhododendron geben dem Beet im Winter ein Gerüst. Rhododendren brauchen sauren Boden und bekommen deshalb keine pauschale Kalkgabe. Gepflanzt wird im Oktober oder November.

Winterharte Gefäßpflanzen stelle ich im Winter dicht zusammen an eine geschützte Hauswand, die absonnig bis schattig liegt. Die Substratoberfläche kann etwa 10 cm hoch mit Laub abgedeckt werden. Das Abzugsloch bleibt dabei frei, damit keine Staunässe entsteht.

Winterliche Gartendeko mit Licht und Gefäßen

Wie beleuchte ich den Garten, ohne Tiere zu stören?

Eine Lichterkette für draußen muss ausdrücklich für den Außenbereich geeignet sein. Gartenleuchten schalte ich nur bei Bedarf ein und richte ihr Licht nach unten. Horizontale Abstrahlung und Licht in den Himmel vermeide ich, Helligkeit und Farbtemperatur passe ich an. Ob Solarleuchten bei wechselhaftem Wetter funktionieren, hängt auch von ihrem Standort ab.

Zahl im Blick

Lichterketten für draußen sind mindestens spritzwassergeschützt nach IP44. Für naturschonendes Außenlicht werden höchstens 3000 K empfohlen, möglichst höchstens 2400 K.

Häufiger Fehler

Bäume von unten anstrahlen. Das Licht geht dann in die Krone und weiter in den Himmel. Ich setze Akzente lieber mit Leuchten, die von oben nach unten strahlen.

Gefäße und Naturdeko

Ton- und Keramikgefäße sind in der Regel nicht oder nur bedingt frostfest. Ein Dekogefäß für draußen sollte standfest sein, zur Pflanze passen und einen Wasserabzug haben. Keramik, die draußen bleibt, stelle ich auf etwa 1 bis 2 cm hohe Abstandsklötzchen, damit sich unter dem Topfboden kein Wasser sammelt. Holzgefäße verrotten vergleichsweise schnell, besonders wenn sie aus dünnem Weichholz sind.

Zapfen, Zweige und Fruchtstände liefert der Garten selbst. Weil stehen gelassene Fruchtstände den Vögeln im Winter Nahrung bieten, schneide ich für Kränze nur einen Teil davon ab.

Wie nutze ich den Garten auch im Winter?

Für kalte Tage reicht mir ein überdachter Sitzplatz mit Decken. Damit die Wege bei Glätte begehbar bleiben, streue ich ein salzfreies, abstumpfendes Streumittel wie Splitt. So vermeidest du salzbedingte Schäden an den Pflanzen neben dem Weg.

Feuerschale und Grill stelle ich auf einen standsicheren Untergrund und halte einen Eimer Sand bereit. Vorher klärst du, was vor Ort für offenes Feuer gilt. Lädst du Gäste ein, informierst du die Nachbarn am besten vorher, das kann Störungen für sie verringern.

Mit Kindern beobachte ich Vögel an der Futterstelle und suche nach Spuren im Schnee. Laubrechen und Gießen mit kleinen Kannen können Kinder unter Aufsicht übernehmen. Nach der Gartenarbeit und vor dem Essen werden die Hände gründlich gewaschen.

Geerntet wird auch im Winter. Im August gesäter Feldsalat kann ab November geerntet werden. Topinamburknollen können über Winter im Boden bleiben, du gräbst sie nach Bedarf aus. Gefrorene Salatblätter fasse ich nicht an und schneide sie erst, wenn sie vollständig aufgetaut sind.

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Das nächste Gartenjahr planen

Die ruhigen Wochen nutze ich für die Planung. Im Gartentagebuch halte ich fest, welche Sorten gut gekeimt, sich zügig entwickelt und geschmacklich überzeugt haben. Dazu notiere ich Blüh- und Erntezeiten.

Eine Beetskizze mit gleichbleibender Beet- und Wegeeinteilung erleichtert die jährliche Anbau- und Fruchtfolgeplanung. Im Beetplan stehen die Gemüsearten mit ihren Belegungszeiten, einschließlich Vor- und Nachkulturen. Ich teile die Beete für das nächste Jahr im Beetplaner ein und schaue nach, welche Kulturen gut nebeneinander passen.

Beim Sichten des Saatguts vermerke ich das Kaufjahr. Älteres Saatgut prüfe ich mit einer Keimprobe aus genau abgezählten Samen. Keimen innerhalb von zwei bis drei Wochen nur wenige, säe ich dichter oder besorge neues Saatgut. Zum Tauschen eignen sich samenfeste Sorten, denn aus selbst gewonnenem Saatgut von Hybridsorten entstehen keine zuverlässig sortenechten Nachkommen.

Größere Umbauten beginne ich mit einem Bestandsplan. Er erfasst Wege, Terrassen, Beete, erhaltenswerte Pflanzen und Bauteile, dazu Hauszugänge und Sichtbeziehungen. Danach schreibe ich auf, wofür der Garten da sein soll, zu welcher Tageszeit wir ihn nutzen und wie viel Pflegezeit bleibt. Ein begrenztes Budget lässt sich mit einer Gesamtplanung in Bauabschnitten verteilen. Für ein neues Gewächshaus klärst du mögliche Einschränkungen vorher bei der Baubehörde.

Zahl im Blick

Für den Gartengrundriss eignet sich der Maßstab 1:100, für Beetpläne 1:50. Dann entspricht 1 m im Garten 1 cm beziehungsweise 2 cm auf dem Papier.

Häufige Fragen

Welche Vorbereitungen sind notwendig, um den Garten winterfest zu machen?
Stell vor dem Winter die Wasserversorgung im Garten ab und leere Regentonnen und Gießkannen. Hol das Laub vom Rasen, von den Wegen und aus dem Teich, reinige und öle deine Gartengeräte und lagere geölte Holzmöbel trocken ein. Empfindliche Pflanzen, die draußen bleiben, bekommen ihren Winterschutz rechtzeitig vor den ersten stärkeren Frösten. Gesunde Staudenstängel, Samenstände und Laubhaufen lässt du für die Tiere stehen.
Wie können frostempfindliche Pflanzen richtig überwintert werden?
Viele klassische Kübelpflanzen überwintern hell und frostfrei bei 5 bis 10 °C, wobei du die Eignung für deine Art vorher prüfst. Eine ungeheizte Garage bietet bei strengem Dauerfrost keine verlässliche Sicherheit. Pflanzen, die draußen bleiben, bekommen ihren Schutz rechtzeitig vor den ersten stärkeren Frösten und verlieren ihn im Frühjahr schrittweise wieder, damit sie sich an die Sonne gewöhnen.
Ist es ein Mythos, dass alle Pflanzen im Winter zurückgeschnitten werden müssen?
Ja, ein pauschaler Rückschnitt ist nicht nötig. Gesunde Staudenstängel und Samenstände bleiben über Winter stehen und bieten Nützlingen Unterschlupf, entfernt wird nur Krankes oder was in Wege ragt. Lavendel und Salbei schneidest du kräftig erst im Frühjahr, Kernobst dagegen im Winter. Für Zwetschgen und Kirschen ist der Sommer nach der Ernte günstiger.
Wie bereite ich den Rasen auf den Winter vor?
Rech im Herbst das Laub vom Rasen und vermeide bei den letzten Mähgängen einen zu tiefen Schnitt. Das Laub muss nicht weg: Als Haufen in einer ruhigen Ecke dient es Igeln als Winterversteck, in dünnen Lagen kann es auf abgeräumten Beeten oder zwischen Stauden liegen bleiben.
Wie wird ein Gartenteich winterfest?
Hol das Herbstlaub aus dem Teich, denn seine Zersetzung setzt Nährstoffe frei und begünstigt später Algenwachstum. Röhricht und Sumpfpflanzen schneidest du erst im März zurück, weil ihre Halme im Winter Frostschutz und Gasaustausch unterstützen. Eine Eisdecke, auf der Schnee liegt, kann den Sauerstoffmangel verschärfen, und eine ausreichende Tiefe allein verhindert das nicht. Ein Eisfreihalter kann eine Stelle offen halten.
Wie wird die Bewässerung im Garten winterfest gemacht?
Stell vor dem Winter die Wasserversorgung im Garten ab und leere Regentonnen und Gießkannen. Öffne danach die Hähne, lass die Leitungen leerlaufen und lagere Schläuche und Regner leer und frostfrei. Eine Ausnahme sind wintergrüne Wandbegrünungen, denn sie brauchen auch im Winter eine funktionierende Wasserversorgung.
Wie bringe ich Gartenmöbel gut über den Winter?
Holzmöbel reinigst du, ölst sie vor der Winterpause und lagerst sie trocken ein. Ungeschütztes Holz sollte keinen Erdkontakt haben und gegen Regen und Spritzwasser abgedeckt sein. Bleiben Möbel draußen, ist eine atmungsaktive Hülle sinnvoller als eine dichte Plane, unter der sich Feuchtigkeit sammeln kann. Mit Öl getränkte Lappen gehören in einen geeigneten Sammelbehälter, weil sie sich beim Trocknen selbst entzünden können.
Welche Pflanzgefäße können im Winter draußen bleiben?
Ton- und Keramikgefäße sind in der Regel nicht oder nur bedingt frostfest. Bleiben sie draußen, stellst du sie auf etwa 1 bis 2 cm hohe Abstandsklötzchen, damit sich unter dem Topfboden kein Wasser sammelt. Jedes Gefäß braucht einen freien Wasserabzug. Holzgefäße verrotten vergleichsweise schnell, besonders aus dünnem Weichholz.
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