Alle Fachwörter im Glossar

Baumscheibe

Die Baumscheibe ist die Bodenfläche rund um den Stamm eines Baums oder Strauchs, die du frei von Gras und Unkraut hältst oder mulchst. So nehmen Gräser und Unkraut dem Gehölz weniger Wasser und Nährstoffe weg.

Du erkennst eine Baumscheibe an dem runden Stück offener oder gemulchter Erde, das den Stamm umgibt, während ringsum Rasen oder Wiese wächst. Wichtig ist sie, weil Gräser dem Gehölz Wasser und Nährstoffe entziehen. Die Bayerische Gartenakademie nennt für neu gepflanzte Obstgehölze eine Baumscheibe von etwa 60 cm Durchmesser. Für ältere, kleinkronige Bäume im Rasen hält sie größere Baumscheiben von ca. 1 m Durchmesser für sinnvoll.

Über den Sommer hält eine Mulchschicht aus organischem Material das Unkraut zurück. Ab September räumst du sie wieder weg, weil Wühlmäuse unter der Abdeckung Schutz finden und bevorzugt die Wurzeln junger Bäume fressen. Frische Holzhäcksel gehören nicht auf die Baumscheibe junger Obstgehölze, denn sie verbrauchen beim Verrotten Stickstoff aus dem Boden. Nicht verwechseln: Die Baumscheibe ist die Fläche selbst, Mulch ist das Material, mit dem du sie abdeckst.

Beispiel aus dem Garten

Wenn ich einen jungen Obstbaum in die Wiese pflanze, steche ich rundherum die Grasnarbe ab und lege so eine Baumscheibe an. Über den Sommer decke ich sie mit organischem Material ab und räume den Mulch ab September wieder weg.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift Hinweise zur Düngung von Obstgehölzen im Garten, Abschnitte „Düngung von neu gepflanzten Obstbäumen und Beerensträuchern“ und „Ältere Bäume und Sträucher im Vollertrag“. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe