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Hochbeet-Substrat: welche Erde du mischst und wann sich fertige Hochbeeterde lohnt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Welche Erde oben hineingehört, hängt an der Füllung darunter: Rottefüllung, dauerhafte Erdfüllung oder reines Substrat.
  • Ein torffreies Mischbeispiel besteht aus je einem Drittel reifem gesiebtem Kompost, Garten- oder Kokosfaser und sauberer Gartenerde.
  • Für ein Beet mit vorwiegend Schwachzehrern passt eine Deckschicht aus Feinkompost, Gartenerde und Sand im Verhältnis 1:1:2.
  • Kompost liefert Phosphat und Kalium, deckt den Stickstoffbedarf von Gemüse aber nicht allein.
  • Flache oder kleine Hochbeete kannst du mit reinem Substrat füllen, ein Schichtaufbau ist dort nicht nötig.
  • Torffreie Erde kaufst du für die aktuelle Pflanzzeit und lagerst sie bis dahin kühl und dunkel.
Hochbeet nutzen
Foto: AndreasGoellner · Pixabay Content License · Quelle ↗

Die Erde im Hochbeet entscheidet mit, wie oft du gießt, ob überschüssiges Wasser abläuft und wie gut deine Pflanzen wurzeln. Ist die Mischung zu dicht, können gelbe Blätter und Kümmerwuchs auch von Staunässe oder Verdichtung kommen statt von fehlenden Nährstoffen. Ich mische die Pflanzschicht für meine Hochbeete selbst und prüfe jede Zutat, bevor sie in die Schubkarre kommt. Hier liest du, welche Erde ins Hochbeet gehört, aus welchen Komponenten du das Substrat anmischst und wann fertige Hochbeeterde die bessere Wahl ist.

Kurz erklärt

Substrat ist der Sammelbegriff für die Erde oder Erdmischung, in der deine Pflanzen wurzeln. Im Hochbeet ist damit meist die oberste Lage gemeint, die Pflanzschicht. Darunter liegt je nach Bauweise ein Rottekern aus organischem Material oder weitere Erde.

Welche Erde gehört ins Hochbeet?

Welche Erde oben hineingehört, hängt an der Füllung darunter. Bei einer organischen Schichtfüllung bildet eine etwa 25 cm starke Mischung aus Feinkompost und Gartenerde die Pflanzschicht. Eine dauerhafte Erdfüllung kommt ohne Rottekern aus: Lockere humose Gartenerde liegt dort über durchlässiger sandiger Erde ohne Humus, beide Lagen je 40 cm stark. Was unter die Pflanzerde gehört, erklärt der Ratgeber dazu, welche Schichten aus welchem Material in welcher Höhe ins Hochbeet kommen.

Flache oder kleine Hochbeete kannst du mit reinem Substrat füllen, denn ein klassischer organischer Schichtaufbau setzt typischerweise etwa 0,8 bis 1 m Füllhöhe voraus. Der Unterschied betrifft auch die Wärme: Organische Schichten können Rottewärme und nachgelieferte Nährstoffe bieten, eine reine Substratfüllung hat diesen Effekt nicht. Ein Hochbeet erwärmt sich zwar schneller als ein Bodenbeet, einen festen Temperatur- oder Erntevorsprung bringt das aber nicht.

Für die Füllung taugt Gartenerde ebenso wie gekaufte Blumenerde oder fertige Hochbeeterde. Ein Hochbeet ermöglicht Gemüseanbau auch dort, wo der Gartenboden wenig hergibt. Wenn du dein Beet noch planst, lies zuerst, wie du ein Hochbeet von der Planung über den Bau bis zur ersten Ernte anlegst.

Was ein gutes Hochbeet-Substrat ausmacht

Ein gutes Substrat hält Wasser, lässt Überschuss abfließen und bleibt so locker, dass Luft an die Wurzeln kommt. Wie viel du gießen musst, hängt neben Pflanzenart, Sorte, Witterung, Sonne und Wind auch vom Substrat ab. Nährstoffe und pH-Wert gehören ebenfalls dazu. Beide hängen an Bodenart, Humusgehalt und Bodenleben, deshalb ordne ich sie weiter unten bei Düngen und pH ein.

Wasser speichern

Humus unterstützt die Wasserspeicherung und das Bodenleben. In sandiger Erde verbessert Kompost die Wasserspeicherung spürbar. Regelmäßige Kompostgaben helfen, einen Humusgehalt zu erhalten, der zu deinem Standort passt.

Überschüssiges Wasser ableiten

Schwere Erde mit viel Ton hält Wasser lange fest. Sand verbessert zusammen mit organischem Material die Durchlässigkeit schwerer Gartenböden, und Kompost verbessert ihre Krümelstruktur. Ich gebe Sand deshalb nie allein in schwere Erde, sondern immer zusammen mit Kompost.

Locker und krümelig bleiben

Eine krümelige Struktur lässt Luft an die Wurzeln und Wasser in die Tiefe. Verdichtete Erde lockerst du vor der Pflanzung, damit sie Wasser besser aufnimmt. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung und hält die Poren an der Oberfläche offen, sodass Wasser eindringen kann. Ich trete nie ins Hochbeet und arbeite immer von der Kante aus.

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Die Komponenten: was jede Zutat leistet

Kompost steckt in jedem Mischbeispiel, das ich dir weiter unten zeige. Die übrigen Zutaten wählst du nach deiner Gartenerde und nach der geplanten Bepflanzung.

Kompost

Kompost liefert Phosphat und Kalium und unterstützt über den Humus Wasserspeicherung und Bodenleben. Den Stickstoffbedarf von Gemüse deckt er allein nicht. Ich nehme für die Pflanzschicht nur reifen Kompost und siebe ihn vorher. Gekaufter gütegesicherter Kompost kann hohe pH-Werte sowie hohe Phosphor-, Kali- und Salzgehalte in die Mischung bringen.

Gartenerde

Gartenerde gibt der Mischung Halt und mineralische Bestandteile. Die Erde muss frei von Unkraut und Krankheiten sein, sonst trägst du beides ins neue Beet. Wie schwer deine Erde ist, verrät die Fingerprobe: Reib feuchte Gartenerde zwischen den Fingern und unterscheide grob zwischen Sand-, Schluff- und Tonanteilen. Körnig spricht für Sand, mehlig für Schluff, klebrig und formbar für Ton.

Sand

Sand ist der mineralische Teil für die Durchlässigkeit, in schwerer Erde immer zusammen mit organischem Material. Ich nehme groben Sand, weil feiner Sand die Poren zusetzen kann. In der Mischung für Schwachzehrer macht er den größten Anteil aus.

Torfersatzstoffe: Holzfasern, Kokos und Rindenhumus

Für torffreie Mischungen eignen sich Holzfasern, Rindenhumus, Substratkompost sowie Kokosfasern oder Kokosmark. Torffreie Substrate können mehrere dieser Ersatzstoffe kombinieren. Kokos lockert die Erde und hält Wasser. Holzfasern können beim Abbau Stickstoff binden. Rindenhumus kann wie gütegesicherter Kompost hohe pH-Werte sowie viel Phosphor, Kali und Salz einbringen. Wer eine saure Mischung erwartet, weil Rinde drin ist, lässt den pH-Wert besser messen, statt ihn aus den Zutaten abzuleiten.

Perlit und Vermiculit

Perlit ist aufgeblähtes vulkanisches Gestein, sehr leicht und lockernd. Vermiculit hält Wasser und Nährstoffe. Ich mische in Schritten zu, prüfe nach jedem Schritt mit dem Konsistenztest und höre auf, sobald die Probe locker zerfällt.

Was nicht in die Pflanzschicht gehört

Holzhäcksel und Stroh können beim Abbau Stickstoff binden. Ich gebe sie deshalb nicht in die Pflanzschicht, sondern verwende sie weiter unten im Beet.

Häufiger Fehler

Rindenmulch und Rindenhumus werden verwechselt. Rindenhumus ist ein Torfersatzstoff für die Mischung. Rindenmulch gilt wegen wachstumshemmender Gerbstoffe als ungeeignet für Gemüsebeete, für unkrauthemmende Wege kannst du ihn aber nutzen.

Mischverhältnisse zum Selbermischen

Die folgenden Verhältnisse sind Beispiele für unterschiedliche Beete. Ich messe jeden Teil mit demselben Gefäß ab, damit das Verhältnis stimmt.

Mischung Zusammensetzung Passt für
Torffreie Drittelmischung je ein Drittel reifer gesiebter Kompost, Garten- oder Kokosfaser und unkraut- sowie krankheitsfreie Gartenerde selbst gemischte torffreie Erde
Deckschicht für Schwachzehrer Feinkompost, Gartenerde und Sand im Verhältnis 1:1:2 ein Hochbeet, das du von Beginn an vorwiegend mit Schwachzehrern bepflanzt
Pflanzschicht im Rottebeet Feinkompost und Gartenerde, etwa 25 cm stark oberste Lage einer organischen Schichtfüllung
Dauerhafte Erdfüllung oben 40 cm lockere humose Gartenerde, unten 40 cm durchlässige sandige Erde ohne Humus ein Hochbeet ohne Rottekern

Die Drittelmischung nehme ich, wenn ich ein kleines Beet ganz mit Substrat fülle. Die Mischung enthält keinen Torf und kommt mit Material aus, das du teils selbst im Garten hast.

Die sandreiche Deckschicht im Verhältnis 1:1:2 ist für Beete mit vorwiegend Schwachzehrern gedacht. Auch Thymian bevorzugt einen sonnigen, trockenen Platz mit durchlässigem Boden, und sein Saatgut wird nur angedrückt.

Für Starkzehrer eignet sich das erste Jahr einer klassischen Füllung aus Reisig, Kompost und Gartenerde. Die Füllung setzt dann erhöht Stickstoff frei, und dazu passen starkzehrende Kohlarten und Sellerie. Kompost deckt den Stickstoffbedarf von Gemüse nicht allein und kann zugleich hohe Phosphor-, Kali- und Salzgehalte einbringen. Mehr Kompost schließt die Stickstofflücke also nicht und kann Phosphor, Kali und Salz anreichern.

So mischst du dein Hochbeet-Substrat selbst

Mini-Checkliste

Das brauchst du zum Mischen:

  • Schaufel oder Spaten
  • Schubkarre oder große Mischwanne
  • Plane als Mischfläche
  • Sieb für den Kompost
  • Eimer als Maß für die Teile
  • Rechen
  • Handschuhe
  • reifer Kompost, saubere Gartenerde und je nach Rezept Sand oder Torfersatzstoff
  1. Kompost sieben. Grobe Reste kommen zurück auf den Komposthaufen.
  2. Gartenerde prüfen. Mach die Fingerprobe und sortiere Unkrautwurzeln und kranke Pflanzenreste aus.
  3. Abmessen. Miss jede Komponente mit demselben Gefäß ab und schichte sie auf der Plane oder in der Schubkarre übereinander.
  4. Mischen. Setz den Haufen mit der Schaufel um, bis keine Klumpen und Sandnester mehr zu sehen sind. Klumpen zerdrückst du mit dem Rechen.
  5. Konsistenz testen. Wie das geht, steht direkt darunter.
  6. Einfüllen. Füll die Mischung lagenweise ein und drück sie nur leicht an, statt sie festzutreten.

Der Konsistenztest

Drück eine Probe des leicht feuchten Substrats in der Faust zusammen. Die Probe soll einen Ballen formen, der bei leichtem Fingerdruck wieder zerfällt. Bleibt ein schmieriger Klumpen, ist die Mischung zu schwer oder zu nass: Lass sie abtrocknen, misch Sand und Kompost nach und teste erneut. Rieselt die Probe sofort auseinander, ist sie zu sandig oder zu trocken. Dann befeuchtest du sie, mischst Kompost nach und drückst wieder zu.

Marias Erfahrung

Ich mische auf einer Plane direkt neben dem Beet und schaufle die fertige Mischung von dort ein. Beim Umsetzen sehe ich, ob noch Sandnester oder Kompostklumpen übrig sind, und mache den Faustest an mehreren Stellen des Haufens.

Gartenerde oder Hochbeeterde: reicht Erde aus dem Garten?

Ein Hochbeet kann auch mit Gartenerde befüllt werden. Die dauerhafte Erdfüllung besteht sogar ganz aus Erde, oben aus lockerer humoser Gartenerde. Ob deine Gartenerde passt, hängt an ihrer Bodenart und ihrem Zustand.

Sandige Erde verbesserst du mit Kompost, weil er dort die Wasserspeicherung verbessert. Schwere Erde machst du mit Sand und organischem Material durchlässiger, und Kompost verbessert zusätzlich ihre Krümelstruktur. Bei fertiger Hochbeeterde bestimmt der Hersteller die Mischung. Was drin ist, liest du an den Inhaltsstoffen ab, und für ihren pH-Wert gelten seine Angaben.

Mythos-Check

„Reine Gartenerde hat im Hochbeet nichts verloren.“ So pauschal stimmt das nicht. Eine dauerhafte Erdfüllung besteht ganz aus Erde, und für ein mit Gartenboden gefülltes Hochbeet gibt es eigene Richtwerte für Kompost und pH-Wert. Entscheidend ist, ob deine Gartenerde zu schwer, zu sandig, verunkrautet oder krank ist.

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Selbst mischen oder fertige Hochbeeterde kaufen?

Ob du selbst mischst oder kaufst, entscheidet vor allem, was du schon hast und wie viel Volumen du füllen musst.

Frage Selbst mischen Fertige Hochbeeterde
Passt gut, wenn du reifen Kompost und brauchbare Gartenerde hast du ein kleines oder flaches Beet ganz mit Substrat füllst und dir eigener Kompost fehlt
Vorteile Mischung passt zur Bepflanzung, du kennst jede Zutat, Gartenabfälle werden verwertet sofort einsatzbereit, keine Mischarbeit
Darauf achten Gartenerde unkraut- und krankheitsfrei, Kompost reif und gesiebt offen deklarierte Inhaltsstoffe, Kauf zur Pflanzzeit, kühle und dunkle Lagerung
pH-Wert richtet sich nach Bodenart und Humusgehalt deiner Gartenerde Angaben des Herstellers

Fertige Hochbeeterde lohnt sich besonders für kleine und flache Beete, die du ohne Schichtaufbau ganz mit Substrat füllst. Selbst mischen lohnt sich, wenn Kompost und brauchbare Gartenerde vorhanden sind und du die Mischung an die Bepflanzung anpassen willst.

Was kostet die Füllung?

Rechne zuerst das Volumen aus: Innenlänge mal Innenbreite mal Füllhöhe. Bei Sackerde vergleichst du dann den Preis je Liter, beim Selbermischen nur das, was du zukaufen musst. Bei einer organischen Schichtfüllung brauchst du feine Erde nur für die Pflanzschicht obenauf, etwa 25 cm Feinkompost mit Gartenerde. Die Lagen darunter füllst du mit organischem Material aus dem Garten, sodass sich der Zukauf auf die oberste Lage beschränkt.

Mini-Checkliste

Darauf schaue ich beim Kauf von Hochbeeterde:

  • torffrei, mit offen deklarierten Inhaltsstoffen
  • mehrere Torfersatzstoffe statt eines einzigen
  • pH-Angabe des Herstellers
  • Menge passend zum ausgerechneten Volumen, kein Vorrat für das nächste Jahr

Torffreie Erde: worauf ich achte

Ich fülle meine Hochbeete nur mit torffreier Erde, weil Torf in Mooren abgebaut wird. Für torffreie Gefäßsubstrate gelten transparente Inhaltsstoffe und mindestens drei verschiedene Torfersatzstoffe als Qualitätskriterium. Beim Hochbeetsack lese ich deshalb zuerst die Inhaltsstoffe.

In torffreien Bioerden mit organischer Düngung kann Stickstoff zu Kulturbeginn oder Kulturende knapp werden. Richte die Nachdüngung nach dem Zustand deiner Pflanzen aus.

Kauf torffreie Erde möglichst für die aktuelle Pflanzzeit und lagere sie bis dahin kühl und dunkel. Bei längerer Lagerung können Verpilzungen auftreten, und weil organische Bestandteile Nährstoffe freisetzen, kann der Salzgehalt steigen. Auch beim Gießen verhält sich torffreie Erde anders, dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Staunässe vermeiden

Staunässe entsteht, wenn Wasser im Beet nicht abfließen kann und die Wurzeln keine Luft mehr bekommen. Ein Hochbeet kann mit dem gewachsenen Boden verbunden oder nach unten abgeschlossen sein. Bei geschlossenem Boden muss überschüssiges Wasser durch Abzugslöcher ablaufen können. Die Bauanleitung zeigt, wie du Rahmen, Nagetierschutz, Folie und Drainage selbst aufbaust.

Im Substrat selbst helfen dir diese Handgriffe:

  • Mach schwere Erde mit Sand und Kompost durchlässiger, bevor sie ins Beet kommt.
  • Lockere verdichtete Erde vor der Pflanzung.
  • Füll die Mischung lagenweise ein und drück sie nur leicht an.
  • Prüf vor dem Gießen mit der Hand, wie feucht es in der Tiefe ist.

Torffreie Erde kann oben trocken wirken, während tiefere Bereiche noch nass sind. Gelbe Blätter und Kümmerwuchs können wiederum von Staunässe kommen und beweisen keinen Nährstoffmangel. Wer nur nach der Oberfläche gießt, erzeugt also womöglich selbst Staunässe und hält die gelben Blätter danach für einen Nährstoffmangel.

Tipp

Ich prüfe vor dem Gießen die Feuchte mit dem Finger, und zwar nicht nur an der Oberfläche, sondern so tief, wie ich hineinkomme. Ist es dort noch feucht, warte ich mit der Gießkanne.

Lokale und recycelte Materialien nutzen

Viel von dem, was ein Hochbeet braucht, fällt im eigenen Garten an. Für die unteren Lagen einer Rottefüllung nehme ich Äste, Zweige und Laub aus dem Gartenschnitt. Eigener Kompost kommt in die Pflanzschicht, sobald er reif ist und gesiebt.

Eigenkompostierung ist sinnvoll, wenn du den entstehenden Kompost auch brauchst. Auch Kompostdüngung kann auf zu wenig Anbaufläche zu einer Überversorgung mit Nährstoffen führen.

Achtung

Mist kompostierst du, bevor er ins Gemüsebeet kommt. So verminderst du unerwünschte Samen, Krankheitserreger und Tierarzneimittelrückstände.

Hochbeeterde, die du im Vorjahr neu eingefüllt hast, kannst du weiterverwenden, wenn sie krankheitsfrei ist. Das abgesackte Volumen füllst du auf. Sackt eine organische Füllung ab, ergänzt du die fehlende Höhe mit Kompost, Erde oder Rohkompost. Bei einer organischen Schichtfüllung dauert die Verrottung je nach Füllmaterial etwa 5 bis 7 Jahre. Danach kannst du die entstandene Humuserde anderweitig nutzen und das Beet neu befüllen.

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Nach dem Befüllen: Düngen, pH, Fruchtfolge und Schädlinge

Düngen und Nährstoffmangel. Ein mit Gartenboden gefülltes Hochbeet versorgst du jährlich mit 3 l Kompost/m², zusätzlicher Stickstoff richtet sich nach dem Bedarf des Gemüses. Auffällige Blätter sind ein Hinweis und noch keine Diagnose, Klarheit bringt eine Bodenuntersuchung vor der Neuanlage und danach etwa alle 3 bis 5 Jahre. Der Hochbeet-Ratgeber erklärt, wie du im Hochbeet düngst und Nährstoffmangel von Überdüngung unterscheidest.

pH-Wert. Bei Gartenbodenfüllungen hängt der günstige pH-Bereich von Bodenart und Humusgehalt ab, für lehmige Füllungen liegt er bei 5,5 bis 7,0. Bei fertiger Hochbeeterde gelten die Angaben des Herstellers. Kalken ist erst sinnvoll, wenn der pH-Wert für die Bodenart zu niedrig ist, und regelmäßige Kompostgaben liefern bereits Kalzium.

Fruchtfolge. Bei der Fruchtfolge zählt, welche Pflanzenfamilie zuletzt auf derselben Fläche stand. Bei lange stehenden Hauptkulturen wie Herbstkohl, Sellerie und Petersilie planst du eine Anbaupause von 3 Jahren gegenüber derselben Pflanzenfamilie ein. Geplante Nachbarschaften prüfst du im Mischkultur-Planer, die Belegung deiner Beete legst du im Beetplaner fest.

Schädlinge. Gegen Wühlmäuse legst du ein Bodengitter ein, bevor du das Beet befüllst. Für die Mischung nimmst du nur unkraut- und krankheitsfreie Gartenerde. Gitter, Kulturschutznetze und ihre Maschenweiten erklärt der Hochbeet-Ratgeber im Abschnitt zu Schädlingen.

Häufige Fragen

Was macht ein gutes Hochbeet-Substrat aus und welche Eigenschaften sind wichtig?
Ein gutes Hochbeet-Substrat speichert Wasser, lässt überschüssiges Wasser abfließen und bleibt locker und krümelig, damit Luft an die Wurzeln kommt. Humus und Kompost unterstützen die Wasserspeicherung, Sand macht schwere Erde zusammen mit organischem Material durchlässiger. Den pH-Wert beurteilst du bei Gartenerde nach Bodenart und Humusgehalt, bei fertiger Hochbeeterde nach den Angaben des Herstellers.
Wie befüllt man ein Hochbeet richtig mit der optimalen Substratmischung?
Das hängt an der Füllung darunter. Bei einer organischen Schichtfüllung bildet eine etwa 25 cm starke Mischung aus Feinkompost und Gartenerde die Pflanzschicht obenauf. Flache oder kleine Hochbeete kannst du ganz mit reinem Substrat füllen, ein klassischer Schichtaufbau ist dort nicht nötig. Die Mischung füllst du lagenweise ein und drückst sie nur leicht an.
Welche Rolle spielen Kompost und Gartenerde in einer Hochbeet-Erdmischung?
Kompost liefert Phosphat und Kalium, unterstützt über den Humus Wasserspeicherung und Bodenleben und verbessert die Krümelstruktur schwerer Erde. Den Stickstoffbedarf von Gemüse deckt er allein nicht, und gütegesicherter Kompost kann hohe pH-Werte sowie viel Phosphor, Kali und Salz einbringen. Gartenerde gibt der Mischung Halt und mineralische Bestandteile, sie muss aber frei von Unkraut und Krankheiten sein.
Welche Mengenverhältnisse werden für eine Hochbeet-Mischung empfohlen?
Ein Beispiel für selbst gemischte torffreie Erde besteht aus je einem Drittel reifem gesiebtem Kompost, Garten- oder Kokosfaser und unkraut- sowie krankheitsfreier Gartenerde. Für ein Hochbeet, das du von Beginn an vorwiegend mit Schwachzehrern bepflanzt, passt eine Deckschicht aus Feinkompost, Gartenerde und Sand im Verhältnis 1:1:2. Bei Starkzehrern ersetzt mehr Kompost keine Stickstoffdüngung nach Bedarf, weil Kompost den Stickstoffbedarf von Gemüse nicht allein deckt.
Warum sind torffreie Alternativen beim Hochbeet-Substrat empfehlenswert?
Torffreie Erde kommt ohne Torf aus, der in Mooren abgebaut wird. Als Ersatzstoffe eignen sich Holzfasern, Rindenhumus, Substratkompost sowie Kokosfasern oder Kokosmark, oft mehrere davon in einer Mischung. Weil die Oberfläche torffreier Erde trocken wirken kann, während es darunter noch nass ist, prüfst du die Feuchte vor dem Gießen mit der Hand. Kauf torffreie Erde möglichst für die aktuelle Pflanzzeit, denn bei längerer Lagerung kann ihr Salzgehalt steigen.
Welche Bedeutung hat die Wasserspeicherfähigkeit für das Bodenleben im Hochbeet?
Humus unterstützt die Wasserspeicherung und zugleich das Bodenleben, beides hängt also am Humusgehalt deiner Erde. Regelmäßige Kompostgaben helfen, einen standortangepassten Humusgehalt zu erhalten, und verbessern in sandiger Erde die Wasserspeicherung. Wie viele Nährstoffe nachgeliefert und pflanzenverfügbar werden, hängt unter anderem vom Bodenleben, vom pH-Wert und vom Humusgehalt ab.
Wie vermeidet man Staunässe bei der Hochbeet-Befüllung?
Mach schwere Erde mit Sand und organischem Material durchlässiger und lockere verdichtete Erde vor der Pflanzung. Ist das Hochbeet nach unten abgeschlossen, muss überschüssiges Wasser durch Abzugslöcher ablaufen können. Bei torffreier Erde prüfst du die Feuchte vor dem Gießen mit der Hand in der Tiefe, weil die Oberfläche trocken wirken kann, während es darunter noch nass ist.
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