Vermiculit
Vermiculit ist ein natürliches Mineral, das durch starkes Erhitzen zu einem leichten, porösen Granulat aufgebläht wird. Als Zusatz in Anzucht- und Pflanzerden lockert es das Substrat und speichert Wasser sowie gelöste Nährstoffe.
Vermiculit, auch Blähglimmer genannt, entsteht aus der Verwitterung von Glimmergestein. Bevor es verkauft wird, erhitzt man es stark; dabei bläht es sich bis auf das 35-Fache seines Volumens auf. Heraus kommt ein sehr leichtes, poröses Granulat, meist gold- bis hellbraun, nahezu pH-neutral und keimfrei.
Wichtig für den Garten ist die plättchenartige Struktur: In ihren Zwischenschichten speichert Vermiculit Wasser und gelöste Nährstoffe und gibt sie wieder ab. Außerdem lockert es Substrate auf, sodass die Gefahr von Staunässe und Wurzelfäule sinkt. Im Hobbygarten kommt es vor allem in Saatschalen und Kübeln zum Einsatz. Samen kannst du auch in reinem Vermiculit keimen lassen, und auf Erdpresstöpfe gestreut hemmt es Beikraut, Moos und die Verdunstung von Wasser.
Beispiel aus dem Garten
Für meine Saatschalen mische ich etwa einen Teil Vermiculit unter drei bis vier Teile Aussaaterde. Die Erdpresstöpfe bestreue ich nach dem Säen obenauf mit etwas Vermiculit.
Quelle: gartenfreunde.de (Verlag W. Wächter) – Gartenwissen: Vermiculit, Rubrik Gartenpraxis > Gut zu wissen. Geprüft am .
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