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Rasenerde mit Wasserspeicher: So hält dein Rasenboden Wasser für trockene Zeiten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Sand speichert wenig Wasser, Ton hält viel, bindet aber einen Teil so fest, dass die Gräser nicht herankommen.
  • Für Hausrasen verbindet lehmiger Sand Belastbarkeit mit weniger Gießaufwand als eine stark sandige Sportplatztragschicht.
  • Eine sandige Rasentragschicht sollte zur Wasserspeicherung 1 bis 3 Gewichts-% organische Substanz enthalten.
  • Bei der Neuanlage gelten 12 bis 18 l gütegesicherter Fertigkompost je m² als Richtwert für die Tragschicht.
  • Kompost bringt Nährstoffe mit, die du vom ermittelten Düngerbedarf abziehst.
  • Superabsorber erhöhten in einem Topfversuch auf Sand die Grasbiomasse; eine Menge für den Rasen lässt sich daraus nicht ableiten.

Wird dein Rasen in jeder Hitzeperiode früher braun als andere Flächen im Garten, lohnt der Blick unter die Grasnarbe. Wie lange Wasser dort bleibt, hängt von der Bodenart ab, vom Anteil organischer Substanz und davon, wie locker der Boden ist. Ich steche an solchen Stellen zuerst einen Spaten ab und vergleiche die Erde mit der unter einer grünen Stelle. Erst danach entscheide ich, ob Kompost, Sand oder ein Wasserspeicher-Zusatz in den Boden kommt.

Wer Rasenerde mit Wasserspeicher sucht, sollte deshalb zuerst den eigenen Boden kennen. Superabsorber, Pflanzenkohle und Tonminerale ordne ich weiter unten ein.

Was macht Rasenerde zum Wasserspeicher?

Rasenerde für Reparaturarbeiten ist fein gesiebt. Sie enthält Sand, damit sie sich gut streuen lässt, und organische Bestandteile, die Wasser speichern. Worauf du beim Kauf außerdem achtest, zeigt der Beitrag darüber, woran du hochwertige Rasenerde erkennst.

Die Rasenerde, die du aufstreust oder zum Ausbessern nutzt, liegt oben auf. Für trockene Wochen kommt es zusätzlich auf die Vegetationstragschicht darunter an.

Kurz erklärt

Die Vegetationstragschicht ist die Bodenschicht unter der Grasnarbe, in der die Graswurzeln wachsen. Ihre Bodenart und ihr Anteil an organischer Substanz bestimmen mit, wie viel Wasser deinem Rasen in Trockenphasen zur Verfügung steht.

Aussaatkalender Rasen
GartenkalenderAussaat: März, April, Mai, September, OktoberJFMAMJJASONDAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: SeptemberAussaat: OktoberAussaat

Sand, Lehm, Ton: Wie viel Wasser hält dein Boden?

Reine Sandböden speichern Wasser und Nährstoffe nur unzureichend. Ton kann viel Wasser halten, bindet einen Teil davon aber so fest, dass die Gräser nicht herankommen. Sandige Lehmböden verbinden für Rasen Durchlässigkeit mit Wasser- und Nährstoffspeicherung. Dazu kommt die Verdichtung: Sie vermindert den Grobporenraum und die Wasserdurchlässigkeit und begünstigt ein flaches Wurzelwerk.

Bodenart Wasser im Boden Was die Speicherung verbessert
Reiner Sand, leichte Böden speichert Wasser und Nährstoffe nur unzureichend, neigt zur Austrocknung vor der Saat geeigneten Oberboden und gut umgesetzten Kompost gründlich einarbeiten
Lehmiger Sand, sandiger Lehm verbindet Durchlässigkeit mit Wasser- und Nährstoffspeicherung Gefüge erhalten, Verdichtung vermeiden
Schwerer Lehm, Ton hält viel Wasser, bindet aber einen Teil fest; lehmige und tonige Unterböden neigen zur Verdichtung Sand einarbeiten, damit der Boden durchlässiger wird, nur bei trockenem Boden

Die passende Mischung aus Sand, Lehm und Kompost hängt von deinem vorhandenen Boden ab. Sehr sandige Böden werden mit gut umgesetztem Grünkompost speicherfähiger, schwere lehmige Böden mit Sand durchlässiger.

Eine sandreiche Sportplatztragschicht ist hoch belastbar, braucht aber mehr Bewässerung und Düngung als ein stärker lehmhaltiger Boden für Hausrasen. Wer einen Hausrasen ohne Not immer weiter besandet, bewegt seinen Boden also in diese Richtung und muss mit mehr Gießarbeit rechnen. Worin sich Rasenerde für Sportplätze von normaler Rasenerde unterscheidet, erkläre ich in einem eigenen Beitrag.

Welche Bodenart du hast, zeigt eine Standardbodenanalyse für Rasen: Sie umfasst neben pH-Wert, Phosphor, Kalium und Magnesium auch die Bodenart. Wie du die Probe nimmst und den pH-Wert für deine Bodenart einordnest, steht im Rasen-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden.

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Wie viel organische Substanz und Kompost braucht die Tragschicht?

Eine sandige Rasentragschicht sollte zur Wasserspeicherung 1 bis 3 Gewichts-% organische Substanz enthalten. Der Wert bezieht sich auf das Gewicht und auf sandige Tragschichten, auf schwere Lehmböden überträgst du ihn nicht. Bei einer Neuanlage gelten 12 bis 18 l gütegesicherter Fertigkompost je m² als Richtwert für die Einarbeitung in die Tragschicht. Leichte, zur Austrocknung neigende Böden verbesserst du vor der Saat außerdem mit geeignetem Oberboden und gut umgesetztem Kompost, beides gründlich eingearbeitet.

Kompost liefert organisches Material für das Bodenleben und kann die Wasserleit- und Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern. Regenwürmer verarbeiten organisches Material zu stabilen Bodenaggregaten, und ihre Röhren verbessern Belüftung und Versickerung. Mehr dazu, wie Rasenerde das Bodenleben unter der Grasnarbe fördert, liest du im Beitrag zur Biodiversität.

Kompost bringt allerdings immer auch Nährstoffe mit und kann bei fehlendem Bedarf zu einer Überversorgung führen. Wer Kompost wegen des Wassers einarbeitet, düngt also mit und zieht diese Nährstoffe vom ermittelten Düngerbedarf ab.

Zahl im Blick

Richtwerte für eine Tragschicht, die Wasser hält:

  • Stärke der Vegetationstragschicht: etwa 15 cm
  • Lockerung vor der Neuanlage: als Orientierung mindestens 15 cm tief
  • Organische Substanz in einer sandigen Tragschicht: 1 bis 3 Gewichts-%
  • Gütegesicherter Fertigkompost bei der Neuanlage: 12 bis 18 l je m²
  • Sand für schwere lehmige oder tonige Böden vor der Neusaat: 2 bis 3 m³ mittelgrober Sand je 100 m², Angabe einer Fachanleitung
Achtung

Sand arbeitest du nur in ausreichend trockenen Boden ein, sonst kann die Bearbeitung das Bodengefüge schädigen. Auch das Walzen, mit dem du das Setzen des gelockerten Bodens beschleunigst, gehört nur auf trockenen Boden.

Bestehenden Rasen verbessern, ohne umzugraben

Bei einer bestehenden Fläche bringst du organische Substanz über eine Kompostgabe ein. Als gelegentliche Maßnahme kommt feiner, gütegesicherter Fertigkompost der Körnung 0/6 infrage. Genannt werden etwa 3 bis 5 l je m². Diese Gabe wiederholst du erst im Abstand von 3 bis 5 Jahren.

Marias Erfahrung

Ich messe den Kompost mit einem Eimer mit Literskala ab und teile die Fläche vorher in gleich große Stücke. So bekommt jedes Stück seine Portion, und ich sehe beim Verteilen, wo noch etwas fehlt.

Wie du Rasenerde richtig aufträgst, zeigt die Anleitung dazu Schritt für Schritt.

Auf verdichtetem Boden kann Aerifizieren mit anschließendem Besanden die Oberfläche verbessern, weil der Sand in den Löchern durchlässige Kanäle bildet; eine tiefgründige Verdichtung behebt es nicht. Rasenfilz entfernst du ab etwa 1 cm Stärke und nicht in ausgeprägten Trockenphasen, eine dünnere Auflage darf liegen bleiben, weil sie die Verdunstung mindern kann. Beide Arbeitsgänge beschreibt der Rasen-Ratgeber im Abschnitt Vertikutieren und Aerifizieren.

Wasserspeicher-Zusätze: Was Superabsorber, Pflanzenkohle und Tonminerale leisten können

Wasserspeicher-Zusätze sollen dafür sorgen, dass der Boden mehr Wasser hält. Ich kläre vorher Bodenart und Verdichtung, weil ein Zusatz an beidem nichts ändert.

Superabsorber

Superabsorber sind quellfähige Granulate, die Wasser aufnehmen und bei Trockenheit wieder abgeben sollen. In einem Topfversuch mit Sandboden hat ein Gemisch aus Superabsorber und Gesteinsmehl die Grasbiomasse gegenüber unbehandeltem Boden erhöht. Das ist ein Hinweis für sandige Böden, aber ein Topf ist kein Rasen, der über Jahre betreten, gemäht und beregnet wird. Eine Menge für deine Fläche lässt sich aus dem Versuch nicht ableiten.

Willst du es ausprobieren, hältst du dich an die Gebrauchsanweisung und vergleichst eine behandelte mit einer unbehandelten Teilfläche. Das Gesteinsmehl im Gemisch ersetzt die Nährstoffgrundversorgung des Rasens nicht.

Pflanzenkohle

Pflanzenkohle, oft auch Biokohle genannt, ist kein einheitliches Material. Ihre Eigenschaften hängen vom Ausgangsmaterial und vom Herstellungsverfahren ab. Ihre hohe Sorption kann Nährstoffe zeitweise binden, sodass die Gräser sie nicht nutzen können.

Frag deshalb vor dem Kauf nach Ausgangsstoff und Herstellung. Nach dem Einmischen beobachtest du, ob das Gras blasser wird. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die Kohle Nährstoffe festhält.

Tonminerale wie Bentonit und Zeolith

Tonminerale wie Bentonit oder Zeolith werden ebenfalls als Wasserspeicher für Rasenerde angeboten. Für Ton im Boden gilt: Er hält viel Wasser, bindet aber einen Teil so fest, dass die Gräser nicht herankommen. Viel Wasser im Boden heißt also nicht automatisch viel Wasser für den Rasen.

Mykorrhiza-Präparate

Mykorrhizapilze besiedeln Wurzeln und den umliegenden Boden und unterstützen die Nährstoffaufnahme ihrer Wirtspflanzen. Eine Untersuchung hat 28 kommerzielle Mykorrhizaprodukte in kontrollierten Gewächshausversuchen geprüft. Rund 84 % davon führten dort nicht zur gewünschten Wurzelbesiedlung. Für mich ist das ein Grund, zuerst am Boden selbst zu arbeiten.

Mini-Checkliste

Bevor ein Wasserspeicher-Zusatz in deine Rasenerde kommt:

  • Bodenart klären, am besten über eine Standardbodenanalyse
  • Verdichtung prüfen und zuerst lösen
  • Bei sandigem Boden organische Substanz über Kompost einarbeiten
  • Bei Pflanzenkohle Ausgangsmaterial und Herstellung erfragen
  • Eine behandelte und eine unbehandelte Teilfläche vergleichen
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Gießen in trockenen Zeiten, kurz gefasst

Etablierten Rasen wässerst du durchdringend, sodass das Wasser 10 bis 15 cm tief in den Wurzelbereich eindringt. Nimmt dein Boden Wasser nur langsam auf, gibst du die Menge in Teilgaben mit kurzen Versickerungspausen, am besten früh am Morgen, wenn weniger verdunstet. Örtliche Bewässerungsverbote haben dabei Vorrang; Mengen und die Keimphase findest du im Rasen-Ratgeber, der zeigt, wie du Keimsaat und etablierten Rasen richtig gießt.

Wenn der Rasen trotzdem braun wird

Ein etablierter Rasen kann bei Trockenheit braun werden und sein Wachstum einstellen, ohne abgestorben zu sein. Nach ausreichendem Regen kann er wieder austreiben. Nachgesät wird deshalb erst, wenn tatsächlich Pflanzen abgestorben sind und größere Lücken bleiben.

Jetzt dran

Stich an einer braunen Stelle eine Rasenprobe von etwa 5 bis 8 cm Tiefe aus. Setz sie in einen Topf und halte sie feucht. Erscheinen nach etwa einer Woche neue grüne Spitzen, weist das auf verbliebene Vitalität hin.

Was du während der Trockenphase lässt

Solange es trocken bleibt, schonst du die Fläche: weniger betreten, weniger mähen, nicht vertikutieren. Bei Hitze und Trockenheit kann eine Schnitthöhe von etwa 5 bis 7 cm sinnvoll sein. Bei starkem Trockenstress kannst du das Mähen ganz aussetzen. Stickstoffreich gedüngt wird erst wieder, wenn ausreichend Feuchte zurück ist und das Gras sichtbar wächst. Kalium unterstützt den Wasserhaushalt der Gräser; ob der Boden im Herbst eine Kaliumgabe braucht, klärt die Bodenuntersuchung.

Heiße Ecken und Flächen unter Bäumen

An besonders heißen Stellen kann eine Beschattung während der heißen Nachmittagsstunden die Aufheizung und die Verdunstung verringern. Unter Bäumen kann der Rasenboden auch nach Regen trocken bleiben, und die Baumwurzeln konkurrieren mit den Gräsern um Wasser und Nährstoffe. Schatten allein bedeutet dort also keine ausreichende Wasserversorgung.

Lücken nachsäen

Bleiben Lücken, säst du nach sommerlicher Trockenheit im September oder Oktober nach. Fang damit an, wenn die Witterung kühler und feuchter ist, damit du die Saat zuverlässig feucht halten kannst. Die Nachsaat kannst du mit einer Mischung verbinden, die besser zu deinem Standort passt. Nach dem Ausstreuen deckst du die Saat leicht mit Rasenerde ab. Während der Keimung und der frühen Entwicklung darf die Oberfläche nicht austrocknen.

Die passenden Wochen behältst du mit dem Aussaatkalender für Rasen zum Ausdrucken im Blick. Was im Herbst sonst ansteht, beschreibt der Beitrag, wie du deinen Rasen im Herbst mit Rasenerde auf den Winter vorbereitest.

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Neu anlegen für trockene Lagen

Musst du die Fläche ohnehin neu anlegen, können tiefer wurzelnde Gräser wie Rohrschwingel die Verträglichkeit trockener Bedingungen verbessern. Rohrschwingel ist grobblättrig sowie hitze- und trockenheitsverträglich. Lägerrispe ist zwar schattentolerant, besitzt aber nur eine geringe Trockenheitstoleranz.

Mit Trockenrasen sind zwei verschiedene Flächen gemeint, die der Rasen-Ratgeber im Kurzporträt der Rasentypen vorstellt: ein Gräserrasen für trockene Lagen und ein artenreicher Trockenrasen. Magerrasen beherbergen Pflanzen, die an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind und durch zusätzlichen Stickstoff von konkurrenzstärkeren Arten verdrängt werden können. Die Kompost-Richtwerte aus diesem Beitrag gelten deshalb für den Gräserrasen, nicht für eine artenreiche Fläche.

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Häufige Fragen

Was ist Rasenerde und wie speichert sie Wasser?
Rasenerde für Reparaturarbeiten ist fein gesiebt und enthält Sand, damit sie sich gut streuen lässt. Ihre organischen Bestandteile dienen der Wasserspeicherung. Wie viel Wasser dem Rasen in trockenen Wochen bleibt, hängt außerdem vom Boden darunter ab: Sandige Lehmböden verbinden Durchlässigkeit mit Wasser- und Nährstoffspeicherung, reine Sandböden speichern nur wenig.
Wie beeinflusst die Bodenart die Trockenheitsresistenz des Rasens?
Reine Sandböden speichern Wasser und Nährstoffe nur unzureichend. Ton hält zwar viel Wasser, bindet einen Teil davon aber so fest, dass die Gräser nicht herankommen, und lehmige oder tonige Unterböden neigen zur Verdichtung. Für Hausrasen verbindet lehmiger Sand Belastbarkeit mit einem geringeren Bewässerungs- und Düngeaufwand als eine stark sandige Sportplatztragschicht.
Welches Mischungsverhältnis braucht Rasenerde, damit sie Wasser speichert?
Die Mischung richtet sich nach deinem vorhandenen Boden: Sehr sandige Böden werden mit gut umgesetztem Grünkompost speicherfähiger, schwere lehmige Böden mit Sand durchlässiger. Eine sandige Rasentragschicht sollte zur Wasserspeicherung 1 bis 3 Gewichts-% organische Substanz enthalten. Bei einer Neuanlage gelten 12 bis 18 l gütegesicherter Fertigkompost je m² als Richtwert für die Einarbeitung in die Tragschicht. Die Nährstoffe aus dem Kompost ziehst du anschließend vom ermittelten Düngerbedarf ab.
Was sind Superabsorber und lohnen sie sich in Rasenerde?
Superabsorber sind quellfähige Granulate, die Wasser aufnehmen und bei Trockenheit wieder abgeben sollen. In einem Topfversuch mit Sandboden hat ein Gemisch aus Superabsorber und Gesteinsmehl die Grasbiomasse gegenüber unbehandeltem Boden erhöht. Eine Menge für eine Rasenfläche lässt sich daraus nicht ableiten, deshalb hältst du dich an die Gebrauchsanweisung und vergleichst mit einer unbehandelten Teilfläche. Das Gesteinsmehl ersetzt dabei die Nährstoffgrundversorgung des Rasens nicht.
Wie verbessere ich die Porenstruktur eines verdichteten Rasenbodens?
Verdichtung vermindert den Grobporenraum, lässt Wasser und Luft schlechter durch und begünstigt ein flaches Wurzelwerk. Aerifizieren mit anschließendem Besanden kann verdichtete Oberflächen verbessern, weil der Sand in den Löchern durchlässige Kanäle bildet. Eine tiefgründige Verdichtung behebt das allerdings nicht. Vorbeugend schützt du feuchten Boden vor Befahren und intensiver Nutzung, weil beides ihn verdichten kann.
Ist es richtig, dass man Rasen in Trockenperioden nicht düngen sollte?
Ja, bei großer Hitze und Trockenheit wird Rasen nicht stickstoffreich gedüngt und nicht zu zusätzlichem Wachstum angeregt. Bedarfsgerecht gedüngt wird erst wieder, wenn ausreichend Feuchte zurück ist und das Gras sichtbar wächst. Kalium unterstützt den Wasserhaushalt der Gräser; ob im Herbst eine Kaliumgabe nötig ist, klärt eine Bodenuntersuchung.
Was ist der Unterschied zwischen Mutterboden und Rasenerde?
Mutterboden ist natürlicher Oberboden. Besteht eine künftige Rasenfläche aus ungeeignetem Unterbodenaushub, nennt eine Herstelleranleitung eine darüber aufzubringende Oberbodenschicht von 15 cm. Rasenerde für Reparaturarbeiten ist dagegen fein gesiebt und enthält Sand für die Streufähigkeit sowie organische Bestandteile zur Wasserspeicherung. Sie dient zum Ausbessern und zum leichten Abdecken einer Nachsaat.
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