Mondkalender · Gartenjahr 2026

Aussaat nach dem Mond

Wann ist ein guter Tag für Salat, wann für Tomaten, wann für die Möhren? Der Mondkalender zeigt dir für heute und jeden Tag im Monat die Mondphase, den auf- oder absteigenden Mond und die Tagesqualität — und welche Kulturen dann traditionell an der Reihe sind.

Wissenschaftlich ist die Wirkung des Mondes auf Pflanzen umstritten — aber viele Gärtnerinnen und Gärtner schwören seit Generationen darauf. Wer nach dem Mond gärtnert, gärtnert bewusster. Die Mondstände hier sind astronomisch berechnet, nicht geschätzt.

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Tropische Tierkreiszeichen · die bisherige Ansicht

Heute im Garten5. November 2026
Mondphase
abnehmende Sichel
14 % beleuchtet
↘
Mondbahn
Absteigend
Zeit zum Pflanzen & Düngen
♍
Mond im Zeichen
Jungfrau
Erde-Zeichen
Wurzeltagim Fokus: Wurzel- & Knollengemüse

Nach der Überlieferung ideal für alles, was unter der Erde wächst: Möhren, Radieschen, Kartoffeln, Zwiebeln.

November 2026

BlatttagFruchttagWurzeltagBlütentagVoll-/Neumond & Viertel

Tipp: Auf einen Tag tippen, um die Details oben anzuzeigen.

Blatt, Frucht, Wurzel, Blüte — was heißt das im Beet?

Der Grundgedanke: Je nachdem, in welchem Tierkreiszeichen der Mond steht, wird nach der Überlieferung einer von vier Pflanzenteilen besonders gefördert. Daraus ergeben sich die vier Tagesqualitäten — und für jede haben wir die passenden Kulturen aus unseren Ratgebern.

Blatttag
Wasser-Zeichen

Ein guter Tag, um Salat, Spinat, Kohl und Küchenkräuter zu säen, zu pflanzen oder zu ernten.

Zum Beispiel: Salat, Spinat, Kohl, Petersilie, Schnittlauch, Mangold
Fruchttag
Feuer-Zeichen

Traditionell die Zeit für alles, was Frucht trägt: Tomaten, Paprika, Gurken, Bohnen und Erbsen säen oder pflegen.

Zum Beispiel: Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbis, Bohnen, Erbsen, Erdbeeren
Wurzeltag
Erde-Zeichen

Nach der Überlieferung ideal für alles, was unter der Erde wächst: Möhren, Radieschen, Kartoffeln, Zwiebeln.

Zum Beispiel: Möhren, Radieschen, Rote Bete, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch
Blütentag
Luft-Zeichen

Die Zeit für alles Blühende: Sommerblumen und Blumenzwiebeln säen oder stecken, Sträuße schneiden.

Zum Beispiel: Sommerblumen, Blumenzwiebeln, Wildblumen, Brokkoli, Blumenkohl

Biodynamisch orientiert — was der Modus zeigt

Eine Tradition, eigenständig berechnet

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft geht auf Rudolf Steiners Landwirtschaftlichen Kurs von 1924 zurück. Maria Thun entwickelte daraus ab den 1950er-Jahren eine bekannte Konstellationspraxis mit Wurzel-, Blatt-, Blüten- und Fruchttagen. Unser Modus beschreibt diese Tradition sachlich, berechnet alle Stände selbst und übernimmt keine fremden Kalenderdaten oder Tabellen.

Quelle: Schweizerische Bienen-Zeitung

Allgemein und siderisch

„Allgemein“ verwendet zwölf gleich große tropische Zeichen ab dem Frühlingspunkt. „Biodynamisch orientiert“ folgt den echten, ungleich breiten Sternbildsektoren. Deshalb verschieben sich Tagesqualitäten meist um ungefähr zwei Tage. Mondknoten, Erdnähe und Finsternisse erscheinen zusätzlich als ungünstige Zeiten; die Markierung ist eine Traditionsangabe, keine Wetter- oder Ertragsprognose.

Quelle: IAU-Grenzen im CDS/VizieR-Katalog VI/49

Biodynamik und Demeter

Konstellationskalender sind in der biodynamischen Bewegung verbreitet. Sie sind jedoch kein verbindliches Kriterium für eine Demeter-Zertifizierung. Dieser Modus ist weder ein Demeter-Siegel noch eine Aussage über die Zertifizierung von Produkten oder Betrieben.

Was die Wissenschaft sagt

Für einen reproduzierbaren Einfluss von Mondphasen oder siderischen Konstellationen auf Pflanzenwachstum und Ertrag gibt es keinen belastbaren wissenschaftlichen Beleg. Auch kontrollierte Wiederholungsversuche bestätigten die behauptete Zuordnung zu Blatt, Blüte, Frucht und Wurzel nicht. Du kannst den Kalender gern als persönlichen Arbeitsrhythmus nutzen – nur eben nicht als Garantie für mehr Ertrag.

Studienübersicht: Mayoral et al. (2020), Agronomy 10(7):955

Häufige Fragen zum Gärtnern nach dem Mond

Was bedeutet Gärtnern nach dem Mond?

Beim Gärtnern nach dem Mond richtet man Aussaat, Pflege und Ernte nach der Mondphase, dem auf- oder absteigenden Mond und der Tagesqualität aus. Je nachdem, in welchem Tierkreiszeichen der Mond steht, gilt ein Tag traditionell als Blatt-, Frucht-, Wurzel- oder Blütentag — jeweils günstig für bestimmte Pflanzengruppen.

Was sind Blatt-, Frucht-, Wurzel- und Blütentage?

Die vier Tagesqualitäten ergeben sich aus dem Element des Tierkreiszeichens, in dem der Mond steht: Wasserzeichen gelten als Blatttage (gut für Blattgemüse und Kräuter), Feuerzeichen als Fruchttage (Tomaten, Bohnen & Co.), Erdzeichen als Wurzeltage (Möhren, Kartoffeln) und Luftzeichen als Blütentage (Blumen und Blühgemüse).

Was ist der Unterschied zwischen auf- und absteigendem Mond?

Auf- und absteigend beschreibt die Bahnhöhe des Mondes am Himmel und ist nicht dasselbe wie zu- und abnehmend. Als aufsteigend (der Mond klettert von Tag zu Tag höher) gilt traditionell die Zeit zum Ernten und Veredeln, als absteigend die Zeit zum Pflanzen, Umsetzen und Düngen.

Wie zuverlässig ist der Mondkalender fürs Gärtnern?

Die Mondphasen und -stände in diesem Kalender sind astronomisch berechnet und stimmen mit anerkannten Ephemeriden auf wenige Minuten überein. Ob der Mond das Pflanzenwachstum beeinflusst, ist wissenschaftlich umstritten. Viele Gärtnerinnen und Gärtner schwören seit Generationen darauf — wer nach dem Mond gärtnert, gärtnert vor allem bewusster und aufmerksamer.

Was ändert der Umschalter „Biodynamisch orientiert“?

Der biodynamisch orientierte Modus ordnet die Tagesqualität nach den echten, ungleich breiten Sternbildsektoren statt nach zwölf gleich großen tropischen Zeichen zu. Zusätzlich markiert er Mondknoten, Erdnähe und Finsternisse als nach dieser Tradition ungünstige Zeiten. Die astronomischen Ereignisse werden von uns selbst berechnet.

Warum weichen siderische Tagesqualitäten um etwa zwei Tage ab?

Der allgemeine Modus teilt die Ekliptik ab dem Frühlingspunkt in zwölf gleiche 30-Grad-Zeichen. Der siderische Modus folgt dagegen den unterschiedlich breiten astronomischen Sternbildsektoren am Fixsternhimmel. Wegen dieser anderen Grenzen liegt eine Tagesqualität meist ungefähr zwei Tage versetzt; je nach Sternbild ist der Abstand unterschiedlich.

Mondphasen, auf-/absteigender Mond und Tierkreisstand sind aus astronomischen Bahnelementen berechnet (Übereinstimmung mit anerkannten Ephemeriden auf wenige Minuten) — keine Wettervorhersage und kein Heilsversprechen. Die Zuordnung der Tierkreiszeichen folgt im allgemeinen Modus dem tropischen Tierkreis. Der biodynamisch orientierte Modus verwendet die selbst berechnete siderische Zuordnung mit ungleich breiten astronomischen Sternbildsektoren; dadurch können sich Tagesqualitäten um etwa zwei Tage verschieben.