Anemonen überwintern: Welche Art in Beet und Topf wie viel Schutz braucht
- Herbst-Anemonen bleiben als Stauden im Beet und brauchen nach einer Herbstpflanzung im ersten Winter Schutz.
- Japanische Herbst-Anemonen profitieren besonders in schneearmen Lagen von einer leichten Laubdecke.
- Kronen-Anemonen nimmst du in rauen Lagen nach dem Vergilben des Laubes auf und lagerst die Knollen kühl, trocken und frostfrei.
- Knollige Frühjahrsanemonen brauchen lockeren Boden ohne Staunässe, denn Staunässe im Winter begünstigt Fäulnis.
- Ein lückenlos geschlossener Drahtkorb mit etwa 15 mm Maschenweite kann Knollen vor Wühlmausfraß schützen.
- Im Kübel friert das Substrat schneller durch, deshalb isolierst du Topfwand, Oberfläche und Topfboden und lässt den Abzug frei.

Jeden Herbst gehe ich mit derselben Frage durch mein Beet: Welche Anemone bleibt draußen, und welche braucht Hilfe? Die Antwort hängt an der Art. Herbst-Anemonen bleiben als Stauden im Beet, das Buschwindröschen überdauert mit seinen Rhizomen im Boden. Die gefüllte Kronen-Anemone ‘St. Brigid’ ist dagegen nur bedingt winterhart. Neben dem Frost setzen den Pflanzen im Winter nasser Boden und Wühlmäuse zu, und im Topf friert die Erde schneller durch als im Beet.
Sind Anemonen winterhart? Die Arten im Überblick
Hinter dem Namen Anemone stecken unterschiedliche Arten. Balkan-Windröschen, Kronen-Anemone und Herbst-Anemone tragen die botanischen Namen Anemone blanda, Anemone coronaria und Anemone hupehensis. Dazu kommt das Buschwindröschen, Anemone nemorosa, das bei uns in Laubwäldern heimisch ist. Für den Winter schaue ich zuerst, womit eine Art im Boden sitzt: mit Faserwurzeln, mit einem Rhizom oder mit einer Knolle.
| Art | Speicherorgan | Blüte | Über den Winter |
|---|---|---|---|
| Herbst-Anemone (Anemone hupehensis) | Faserwurzeln | Spätsommer und Herbst | bleibt im Beet; nach Herbstpflanzung im ersten Winter schützen |
| Buschwindröschen (Anemone nemorosa) | waagerechte Rhizome | Frühjahr | bleibt im Boden unter Gehölzen |
| Balkan-Windröschen (Anemone blanda) | Knolle | März und April | bleibt im Boden; braucht lockere Erde ohne StaunässeStaunässe entsteht, wenn der Boden Regenwasser nicht schnell genug aufnehmen kann und sich das Wasser im Boden staut. Den Wurzeln fehlt dann Sauerstoff, und die Pflanzen werden geschwächt. |
| Kronen-Anemone (Anemone coronaria) | Knolle | ab Mai | in rauen Lagen aufnehmen; ‘St. Brigid’ nur bedingt winterhart |
Herbst-Anemone, Buschwindröschen und Balkan-Windröschen bleiben also über Winter im Garten. Bei der Kronen-Anemone entscheidet die Lage: In rauen Gegenden kommen ihre Knollen aus der Erde.
Alle Anemonen sind frostempfindlich und brauchen Winterschutz? Das stimmt so nicht, denn die Arten unterscheiden sich. Herbst-Anemonen brauchen Schutz im ersten Winter nach einer Herbstpflanzung, und das Buschwindröschen wächst wild in heimischen Laubwäldern. Ins frostfreie Lager holst du in rauen Lagen die Knollen der Kronen-Anemone.
Wogegen der Winterschutz hilft
Frost ist nur ein Teil der Sache. Bei zu viel Nässe oder Staunässe im Winter können im Herbst gepflanzte Blumenzwiebeln faulen. Knollige Frühjahrsanemonen brauchen deshalb lockeren Boden, in dem kein Wasser steht. Im Topf kommt das Durchfrieren dazu, weil das SubstratSubstrat ist der Fachbegriff für Erde oder Erdmischungen, in die du aussäst, pflanzt oder umtopfst, etwa Aussaaterde, Topferde oder Kübelpflanzenerde. Es wird aus organischen und mineralischen Bestandteilen gemischt. dort schneller durchfriert als der Gartenboden. Unter der Erde fressen Wühlmäuse an Zwiebeln und Knollen. Im Frühjahr droht dann Spätfrost: Ein früher Austrieb nach warmen Tagen kann die Gefahr durch späte Fröste erhöhen. Guter Winterschutz richtet sich nach der Art und nach dem Platz, an dem sie steht.
Was beim Pflanzen schon für den Winter zählt
Vieles für den Winter entscheidet sich schon beim Pflanzen. Herbst-Anemonen setzt du vorzugsweise im Frühjahr, Balkan- und Kronen-Anemonen kommen als Knollen ab März oder ab September in die Erde. Welcher Platz und welcher Boden zu welcher Art passen, steht im Ratgeber, wie du Anemonen je nach Art richtig pflanzt.
Herbst-Anemonen überwintern
Herbst-Anemonen sind faserwurzelnde Stauden und überwintern im Beet. Am besten pflanzt du sie im Frühjahr. Kommt eine Herbst-Anemone ausnahmsweise erst im Herbst in die Erde, braucht sie im ersten Winter Schutz.
Japanische Herbst-Anemonen profitieren besonders in schneearmen Lagen von einer leichten Laubdecke im Herbst. Ich nehme dafür trockenes Laub aus dem eigenen Garten und verteile es locker um den Pflanzenfuß. Damit der Wind es nicht forttreibt, lege ich ein paar Zweige darüber. Die alten Stängel lasse ich über Winter stehen, geschnitten wird erst im Frühjahr.
Wurde eine Japanische Herbst-Anemone im Herbst gepflanzt und liegt bei dir selten Schnee, treffen beide Gründe zusammen. Dann ist die leichte Laubdecke der Schutz, den ich als Erstes auflege.
Buschwindröschen und Balkan-Windröschen bleiben im Boden
Buschwindröschen
Das Buschwindröschen ist ein heimischer Frühjahrsblüher der Laubwälder. Es breitet sich mit waagerecht im Boden liegenden, verzweigten Rhizomen aus. Im Garten gedeiht es unter Gehölzen oder am Gehölzrand auf frischen, humosen Böden. Das Herbstlaub, das dort unter den Sträuchern fällt, lasse ich liegen, und im Winter grabe ich an diesen Stellen nicht.
Ein Rhizom ist eine unterirdische Sprossachse mit Knoten und Blattansätzen. Es speichert Reservestoffe und dient der vegetativen Vermehrung.
Balkan-Windröschen
Das Balkan-Windröschen wächst aus einer Knolle und blüht im März und April. Wer die Knollen im Herbst setzt, lässt sie über Winter im Boden. Knollige Frühjahrsanemonen brauchen lockeren Boden ohne Staunässe, denn wo im Winter Wasser steht, können die Knollen faulen. Ich markiere die Pflanzstellen mit kleinen Stäben, damit ich beim Herbstputz nicht hineinsteche. Wo Wühlmäuse unterwegs sind, setzt du die Knollen gruppenweise in einen Drahtkorb; wie das geht, steht weiter unten.
Kronen-Anemonen: Knollen aufnehmen oder im Beet lassen?
Die Kronen-Anemone gibt es mit ungefüllten Blüten wie bei ‘De Caen’ und mit gefüllten wie bei ‘St. Brigid’. Die Mischung ‘St. Brigid’ ist nur bedingt winterhart. In rauen Lagen werden Kronen-Anemonen aufgenommen, sobald ihr Laub vergilbt ist. Bis dahin bleibt das Laub stehen, damit die Knolle Reserven für die nächste Blüte aufbauen kann.
So lagerst du die Knollen ein
Sobald das Laub gelb ist, hebst du die Knollen vorsichtig aus der Erde. Ich setze die Grabegabel dafür mit etwas Abstand an, damit ich keine Knolle verletze. Anhaftende Erde lasse ich abtrocknen und schüttle sie dann ab. Gelagert werden die Knollen kühl, trocken und frostfrei. Unsachgemäße Lagerung kann bei Blumenzwiebeln zu Penicillium-Schimmel führen, deshalb siehst du die Knollen über den Winter immer wieder durch. Weiche und matschige Knollen sortierst du aus und entsorgst sie.
Ich lege die aufgenommenen Knollen in eine flache Kiste und beschrifte sie mit dem Namen der Mischung. Beim Durchsehen nehme ich jede Knolle kurz in die Hand und lege weiche gleich beiseite.
Im Frühjahr wieder setzen
Ab März können die Knollen wieder in die Erde. Kronen-Anemonen vertragen hohe Sommertemperaturen schlecht, und eine frühe Pflanzung begünstigt einen längeren Blütenflor. Für die gelagerten Knollen heißt das: lieber gleich im März setzen als erst im späten Frühjahr. Vorher nimmst du nur feste Knollen ohne weiche, kranke oder angefressene Stellen. Die trockenen Knollen lassen sich vorquellen, die Hersteller nennen dafür je nach Mischung 3 bis 24 Stunden. Für ‘St. Brigid’ sind 24 Stunden angegeben. Wie herum die Knolle liegt, spielt keine Rolle, gesetzt wird sie etwa 5 bis 8 cm tief.
Und in milderen Lagen?
Außerhalb rauer Lagen können die Knollen im Beet bleiben, wenn der Boden durchlässig ist. Eine Garantie ist das nicht, denn ‘St. Brigid’ ist nur bedingt winterhart. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt die Knollen auch dort auf oder zieht die Kronen-Anemone im Topf.
Laub vergilbt? Dann die Knollen aufnehmen. Kühl, trocken und frostfrei lagern. Über den Winter durchsehen und weiche Knollen aussortieren. Ab März feste Knollen vorquellen und setzen.
Anemonen im Topf und Balkonkasten überwintern
Im Topf gelten andere Regeln als im Beet. Auch winterharte Pflanzen sind im Kübel frostempfindlicher als im Gartenboden, weil das Substrat schneller durchfriert. Was im Beet ohne Hilfe überwintert, braucht im Gefäß deshalb Schutz.
Herbst-Anemone im Kübel
Bei winterharten Stauden im Freilandtopf isolierst du Topfwand, Oberfläche und Topfboden, der Wasserabzug bleibt dabei frei. Am besten steht der Kübel an einem geschützten Platz an der Hauswand. Fehlt so ein Platz, hüllst du ihn bei starkem oder anhaltendem Frost ein. Ich nehme dafür eine Kokosmatte, Sackleinen und Luftpolsterfolie isolieren ebenfalls. Auf die Erde lege ich Laub. Unter den Topf stelle ich kleine Füße aus Holz oder Stein, damit das Wasser aus den Abzugslöchern ablaufen kann.
Die Hülle reicht bis über den Topfboden und verschließt die Abzugslöcher. Dann kann das Wasser nicht mehr ablaufen, und das Substrat vernässt.
Anemonen im Balkonkasten
Anemonen lassen sich zusammen mit niedrigen Tulpen, Narzissen, Krokussen und Schneeglöckchen in herbstlich bepflanzte Balkonkästen setzen. Getopfte Frühjahrszwiebeln überwintern kalt, wobei die Erde weder vernässen noch durchfrieren darf. Breite und tiefe Kästen schützen die Wurzeln im Winter besser als kleine Gefäße. In schmalen Kästen können Frühlingsblüher durchfrieren und danach faulen. Bei starkem Frost rückst du den Kasten an die Hauswand und deckst ihn mit Reisig ab. Hast du ihn im Herbst mit frischer Blumenerde bepflanzt, braucht er über Winter keinen Dünger.
Kronen-Anemone im Topf
Getopfte Kronen-Anemonen stellst du samt Gefäß an einen frostfreien Ort, denn nicht winterharte Knollenpflanzen können im Kübel frostfrei überwintern. Wie du sie im Frühjahr wieder an draußen gewöhnst, steht beim Abnehmen des Winterschutzes.
Winterpflege: gießen, kontrollieren, Laubdecke prüfen
Gießen im Winter
Gefäße prüfst du auch im Winter auf Trockenheit und gießt bei Bedarf, je nach Witterung. In torffreier Erde fühlst du dabei tiefer als nur an der Oberfläche. Eine trockene Oberfläche kann einen noch nassen Wurzelraum verdecken. Ich gieße dann an einem frostfreien Tag und achte darauf, dass überschüssiges Wasser unten abläuft. Im Beet gieße ich im Winter nicht. Dort schaue ich nach langen Regenphasen nach, ob irgendwo Wasser auf der Fläche steht.
Laubdecke und Schnee
Wo im Winter selten Schnee liegt, ist die leichte Laubdecke für Japanische Herbst-Anemonen besonders sinnvoll. Schnee auf dem Beet lasse ich liegen. Nach stürmischen Tagen gehe ich durch den Garten und lege verwehtes Laub wieder an seinen Platz.
Wühlmäuse und andere Schädlinge im Winter
Unter der Erde fressen Wühlmäuse an Zwiebeln und Knollen. Im Anemonenbeet sind damit die Knollen von Balkan- und Kronen-Anemonen gefährdet. Drahtkörbe können die unterirdischen Speicherorgane von Zwiebelblumen vor diesem Fraß schützen.
Drahtkorb beim Pflanzen
Ein lückenlos geschlossener Drahtkorb mit etwa 15 mm Maschenweite kann Zwiebeln und Knollen vor Wühlmausfraß schützen. Fraßgefährdete Knollen setzt du gruppenweise in einen solchen Korb und versenkst ihn im Gartenboden. Ich fülle mehrere Knollen zusammen in einen Korb, statt jede einzeln zu sichern. Der Korb kommt beim Pflanzen in die Erde, denn nachträglich müsstest du die Knollen dafür wieder ausgraben.
Etwa 15 mm Maschenweite hat ein Drahtkorb, der Zwiebeln und Knollen vor Wühlmausfraß schützen kann. Für die Verwühlprobe öffnest du einen Gang auf 20 bis 30 cm.
Wühlmaus oder Maulwurf?
Wühlmaushügel sind häufig flacher und unregelmäßiger als Maulwurfshügel. Beim Maulwurf liegt die Gangöffnung typischerweise mittig unter dem Erdhaufen. Prüfen kannst du es mit der Verwühlprobe. Dafür öffnest du einen Gang auf 20 bis 30 cm Länge und legst ein Stück Möhre hinein. Eine Wühlmaus verschließt den Gang wieder und benagt die Möhre, ein Maulwurf unterwühlt den offenen Abschnitt.
Gegenspieler fördern, Fallen gezielt einsetzen
Sitzstangen für Greifvögel und Steinhaufen als Unterschlupf für Wiesel fördern die natürlichen Gegenspieler der Wühlmaus. Fallen stellst du vorzugsweise im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr auf, weil die Tiere dann weniger natürliche Nahrung finden.
Kaiserkronen zwischen den Anemonen halten Wühlmäuse fern? Darauf verlasse ich mich nicht, denn Kaiserkronen bieten keinen verlässlichen Schutz vor Wühlmäusen. Den Drahtkorb ersetzen sie nicht.
Im Frühjahr kommen Schnecken dazu, denn eine feuchte Laubdecke kann Nacktschnecken begünstigen. Wie du damit umgehst, steht im nächsten Abschnitt.
Winterschutz im Frühjahr abnehmen
Den Winterschutz nimmst du bei steigenden Temperaturen schrittweise ab. Dabei richtest du dich nach der Empfindlichkeit der Pflanze, nach dem bisherigen Wetter und nach der längerfristigen Prognose. Ein früher Austrieb nach warmen Tagen kann die Spätfrostgefahr erhöhen. Ich nehme deshalb zuerst die Zweige ab und lasse das Laub noch liegen, bis die Prognose keinen Frost mehr zeigt.
Eine feuchte Laubdecke kann allerdings Nacktschnecken begünstigen. Ihren Nutzen wägst du deshalb gegen auftretende Fraßschäden ab. Sobald ich Fraßspuren am jungen Austrieb sehe, nehme ich das restliche Laub weg.
Kübel aus dem frostfreien Winterquartier gewöhnst du bei mildem Wetter zuerst tagsüber im HalbschattenHalbschatten nennt man einen Standort, an den die Sonne nur einen Teil des Tages direkt scheint, bis zu etwa vier Stunden. Typisch sind die Ost- und Westseite von Gebäuden und Mauern oder Plätze unter Bäumen mit dichter Krone. an draußen. Bei Frost holst du sie wieder herein.
Rückschnitt und Säuberung nach dem Winter
Herbst-Anemonen schneidest du als Richtwert im Frühjahr kurz vor dem Austrieb zurück. Ich kappe die alten Stängel dann knapp über dem Boden.
Stehen Frühjahrszwiebeln zwischen den Herbst-Anemonen, ändert sich der Termin. Blausternchen, Puschkinien und Narzissen können die Lücke vor dem Austrieb der Herbst-Anemonen füllen. In solchen Mischpflanzungen muss der Winterrückschnitt vor dem Austrieb der ersten Frühjahrsgeophyten erfolgen. Im gemischten Beet schneidest du also früher, als es die Herbst-Anemone allein verlangen würde.
Bei Balkan-Windröschen und Kronen-Anemonen bleibt das Laub nach der Blüte stehen, bis es vergilbt. So kann die Knolle Reserven für die nächste Blüte aufbauen.
Beim Frühjahrsputz entfernst du trockene und faulige Blätter, vor allem an Pflanzen aus dem Winterquartier, weil daran Grauschimmelsporen haften können. Kranke Pflanzenteile gehören nicht auf den Hauskompost, weil Erreger bei zu geringer RottetemperaturDie Rottetemperatur ist die Temperatur im Inneren eines Komposthaufens, die entsteht, weil Mikroorganismen beim Abbau des Materials Wärme freisetzen. Liegt sie in der Heißrotte über 55 °C, hilft sie, Krankheitserreger abzutöten. überdauern können. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du Schere und Messer, bevor du an gesunde gehst.
Zeigten deine Anemonen im Vorjahr eckige gelbe bis braune Flecken, die von den Blattadern begrenzt waren, kann das auf Blattälchen hindeuten. Blattflecken haben allerdings viele mögliche Ursachen, bei unklaren Schäden hilft eine Pflanzenschutzberatung. Bestätigt sich der Befall, kommen die Stauden in den Hausmüll und nicht in die Vermehrung.
Den Überblick über das ganze Gartenjahr gibt dir der Ratgeber, welche Pflegearbeiten bei Anemonen in jeder Jahreszeit anfallen.
Düngen und Vermehren nach dem Winter
Für Frühjahrszwiebeln liegt das Düngefenster in der Zeit des grünen Blattwachstums. Bei gelb werdendem Laub bringt Dünger keinen Nutzen mehr. Was Herbst-Anemone und Windröschen über das Jahr an Wasser und Dünger brauchen, steht im Ratgeber zur laufenden Pflege von Anemonen.
Eingewachsene Herbst-Anemonen teilst du als Richtwert im Frühjahr, Wurzelschnittlinge gewinnst du im Herbst. Wie das geht und wie die Jungpflanzen anwachsen, zeigt der Ratgeber, wie du Anemonen teilst und vermehrst.
Wenn es nicht klappt: häufige Probleme im Winter
Im Beet steht Wasser
Steht nach Regen Wasser auf der Fläche, sitzen Knollen und Rhizome im Nassen. Staunässe im Winter begünstigt bei Blumenzwiebeln Fäulnis. Für die nächste Pflanzung verbesserst du den Boden: Bei schweren Böden wird eine Drainageschicht aus Sand oder Kies von 3 bis 5 cm unter den Zwiebeln empfohlen. Wie du den Boden dafür herrichtest, steht im Abschnitt Standort und Boden unseres Ratgebers zu Blumenzwiebeln und Knollen.
Knollen sind weich oder schimmeln
Weiche und matschige Knollen sortierst du aus und entsorgst sie. Eine zunächst weiche, später trocken werdende Fäule kann auf FusariumFusarium ist eine Gattung im Boden lebender Pilze, zu der gefürchtete Erreger von Pflanzenkrankheiten gehören. Typisch ist die Fusarium-Welke: Die Pflanze welkt, ältere Blätter können einseitig vergilben, später bricht sie zusammen und fault. oxysporum hindeuten. Dieser Pilz kann mit Erde und Gefäßen verbreitet werden und mit Dauersporen mehrere Jahre überdauern. Für einen Topf mit faulen Knollen nehme ich deshalb frische Erde und reinige das Gefäß, bevor ich neu pflanze.
Die Herbst-Anemone treibt nicht aus
Herbst-Anemonen treiben später aus als viele Frühjahrszwiebeln, denn Blausternchen, Puschkinien und Narzissen können die Lücke vor ihrem Austrieb füllen. Eine kahle Stelle, während die Narzissen blühen, ist also noch kein Grund zum Nachgraben. Ich warte ab und lasse die markierte Stelle in Ruhe.
Im Balkonkasten ist nichts gekommen
In schmalen Balkonkästen können Frühlingsblüher durchfrieren und anschließend faulen. Prüfe die Knollen und entsorge weiche. Für den nächsten Herbst wählst du einen breiten, tiefen Kasten, der die Wurzeln im Winter besser schützt.
Grauer Belag im Winterquartier
Ein grauer Sporenrasen auf faulenden Pflanzenteilen deutet auf GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. hin. Zur Vorsorge gehören ausreichend Abstand, trockene Pflanzen über Nacht und Luftbewegung. Im Winterquartier entferne ich befallene Teile und stelle die Töpfe nicht dicht an dicht.
