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Rottetemperatur

Die Rottetemperatur ist die Temperatur im Inneren eines Komposthaufens, die entsteht, weil Mikroorganismen beim Abbau des Materials Wärme freisetzen. Liegt sie in der Heißrotte über 55 °C, hilft sie, Krankheitserreger abzutöten.

Bei der Kompostierung zersetzen Mikroorganismen mit Luftsauerstoff das organische Material und setzen dabei Wärme frei. Diese Wärme kommt aus dem Haufen selbst, deshalb ist die Rottetemperatur nicht dasselbe wie die Lufttemperatur draußen. Gemessen wird sie mit einer Temperatursonde, die du tief in den Kompost steckst.

Wichtig ist die Rottetemperatur für die Hygiene: Im Ausgangsmaterial können Krankheitserreger für Mensch, Tier und Pflanzen stecken. In der Heißrotte steigt die Temperatur über 55 °C, und diese Hitze führt zusammen mit den Abbauvorgängen dazu, dass Erreger zurückgedrängt oder abgetötet werden. Fachleute nennen das Hygienisierung. Entscheidend ist nicht ein kurzer Spitzenwert, sondern dass die Temperatur über einen zusammenhängenden Zeitraum hoch bleibt. Deshalb schreiben die meisten Regeln für Kompostanlagen vor, Temperatur und Dauer zu dokumentieren.

Beispiel aus dem Garten

Ich stecke die Temperatursonde tief in meinen frisch aufgesetzten Haufen: Was sie dort anzeigt, ist die Rottetemperatur, nicht die Lufttemperatur. Ich notiere den Wert mehrere Tage hintereinander, um zu sehen, ob er über 55 °C steigt und wie lange er dort bleibt.

Quelle: Kompost & Biogas Verband Österreich – Hygiene, Kompostentstehung/Prozess. Geprüft am .

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