Blumenzwiebeln für Einsteiger: welche Arten wann blühen und wie du sie setzt
- Für den Einstieg eignen sich Arten, die am passenden Platz im Boden bleiben: Schneeglöckchen, Krokusse, Blausterne, Traubenhyazinthen, Narzissen und an sommertrockenen Stellen auch Wildtulpen und einfache frühe Tulpen.
- Winterlinge und Schneeglöckchen können schon im Januar oder Februar erscheinen, viele Gartenlilien haben ihre Hauptblüte im Juli und August.
- Frühjahrsblüher setzt du am besten im September und Oktober, bei geeigneter Witterung auch noch im November.
- Als Faustregel liegt über der Zwiebel Erde in der zwei- bis dreifachen Zwiebelstärke, zur Nachbarzwiebel bleiben zwei bis drei Zwiebelbreiten Platz.
- Dahlien und Gladiolen sind nicht winterhart: Beide kommen im Frühjahr in die Erde und überwintern frostfrei.
- Das Laub bleibt nach der Blüte stehen, bis es verwelkt ist, damit die Zwiebel Reserven für das nächste Jahr einlagert.
Wer zum ersten Mal Blumenzwiebeln setzt, steht im Herbst vor einer langen Sortenliste. Manche Arten bleiben nach der Blüte einfach im Boden und kommen am passenden Platz Jahr für Jahr wieder. Andere sind nicht winterhart, und du musst sie im Herbst ausgraben und frostfrei lagern. Ich sortiere Zwiebeln für Einsteiger deshalb nach zwei Fragen: Darf die Art dauerhaft im Beet bleiben, und wann blüht sie?
Den Vorrat für den Austrieb bringt die Zwiebel selbst mit. Tulpen und Narzissen speichern ihre Reserven in verdickten Blattteilen, Dahlien in verdickten Wurzeln. Hier bekommst du die Arten, die sich für den Einstieg eignen, ihre Blütefolge von Februar bis August und für jede Art Pflanzzeit, Tiefe und Abstand.
Welche Blumenzwiebeln sind pflegeleicht?
Pflegeleicht heißt bei Zwiebelblumen vor allem, dass die Art nach der Blüte im Boden bleiben darf. Schneeglöckchen, Blausterne und Krokusse können am passenden Standort über Jahre Blütenteppiche bilden, wenn sie ungestört wachsen dürfen. Bei den Tulpen unterscheiden sich die Klassen deutlich: Einfache frühe Tulpen gelten als robust und gut ausdauernd, Triumph-Tulpen sind für dauerhafte Pflanzungen weniger zuverlässig. Mehr Arbeit machen Dahlien und Gladiolen, weil sie frostfrei überwintern müssen.
Beim Kauf lohnt ein prüfender Griff. Ich drücke jede Zwiebel kurz zwischen den Fingern, bevor sie in den Korb kommt.
Ist die Zwiebel fest, trocken und glatthäutig? Fehlen weiche, kranke oder angefressene Stellen und Schimmel? Steht bei einer Mischung die Stückzahl je Art auf der Packung und nicht nur die Gesamtzahl? Kommen Schneeglöckchen gleich nach dem Kauf in die Erde, weil ihnen eine feste Außenhülle fehlt?
Frühjahrsblüher für den Einstieg
Winterlinge und Schneeglöckchen: der Auftakt ab Januar
Winterlinge und Schneeglöckchen können schon im Januar oder Februar erscheinen. Beide eignen sich für humose, durchlässige Bereiche zwischen und vor Gehölzen. Hummeln und Honigbienen finden an ihnen, zusammen mit den Krokussen, frühe Nahrung.
Das Kleine Schneeglöckchen ist in Deutschland heimisch und blüht im Februar und März. Seine Zwiebeln trocknen leicht aus, weil ihnen eine feste Außenhülle fehlt. Setz sie deshalb im Herbst möglichst zügig nach dem Kauf, für ein natürliches Bild in Gruppen von 10 bis 15 Zwiebeln. Auf zusätzlichen Dünger verzichtest du, denn er kann lange Blätter auf Kosten der Blüten fördern. Über Tochterzwiebeln bilden Schneeglöckchen mit der Zeit dichtere Trupps, und aus Samen, die Ameisen verschleppen, können neue Kolonien entstehen.
Winterlinge vertragen Trockenheit ebenso schlecht wie Staunässe. Geschrumpfte Knollen legst du vor dem Pflanzen einige Tage in feuchten Sand, damit sie wieder Wasser aufnehmen. Im fortschreitenden Frühjahr zieht der Winterling ein und überdauert den Rest des Jahres als Knolle im Boden. Soll er sich aussäen, schneidest du die verblühten Köpfe nicht ab.
Krokusse und Zwergiris: Farbe im Februar und März
Frühe Krokusse wie Crocus chrysanthus und Crocus sieberi blühen im Februar und März. Aus der Chrysanthus-Gruppe blüht ‘Prins Claus’ weiß-violett und ‘Goldilocks’ gelb, der früh blühende Elfenkrokus ‘Ruby Giant’ intensiv violett. Die großblumigen Krokusse der Crocus-vernus-Gruppe folgen im März und April, etwa die hellviolett gestreifte ‘Pickwick’.
Botanische Krokusse wollen volle Sonne, Gartenkrokusse vertragen auch Halbschatten. Stauende Nässe mögen alle Krokusse nicht. Im Garten können sie sich über Brutknollen und Samen vermehren, und ihre Blüten liefern Bienen und Hummeln Pollen und Nektar. Setzt du Krokusse in den Rasen, mähst du diese Stellen erst, wenn die Blätter verwelkt sind.
Zeitgleich mit den frühen Krokussen blühen Zwergiris wie Iris reticulata, außerdem Schneeglöckchen und Winterlinge. Zwergiris gehören zu den zwiebelbildenden Iris, die sich von den Stauden-Iris mit ihren Rhizomen unterscheiden.
Blaustern und Puschkinie: Blau am Gehölzrand
Der Sibirische Blaustern blüht im Februar und März azurblau und wird etwa 15 cm hoch. Er nutzt das Licht unter noch unbelaubten Gehölzen und gedeiht sonnig bis halbschattig. Der Boden sollte durchlässig, humusreich und im Frühjahr feucht sein. Zu Beginn des Sommers vergilben die Blätter, im Folgejahr treibt die Zwiebel wieder aus. Soll sich der Blaustern aussäen, lässt du die verblühten Köpfe stehen. Der Zweiblättrige Blaustern blüht im März und April und ist in Deutschland heimisch, der Sibirische Blaustern dagegen ist ein etablierter Neophyt.
Puschkinien blühen von März bis April himmelblau und bleiben bis 15 cm niedrig. Am besten stehen Puschkinien in Sonne oder Halbschatten auf mäßig nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. Im Sommer ziehen sie ein und eignen sich für sommertrockene Plätze am Gehölzrand. Lass sie möglichst ungestört, umsetzen oder verjüngen musst du sie erst, wenn die Blüte nachlässt.
Narzissen: für Beete, die nicht austrocknen
Ich setze Narzissen dorthin, wo sie mindestens einen halben Tag Sonne bekommen. Ihr Boden darf nicht zu trocken sein. Weil Narzissen keinen zu trockenen Boden wollen und Tulpen empfindlicher auf Nässe reagieren als sie, gehören an frischere Beetstellen eher Narzissen als Tulpen.
Die Blütezeit hängt von der Sorte ab. ‘February Gold’ kann bereits ab Februar blühen, die weiße ‘Thalia’ folgt im April und Mai. Die Dichternarzisse ‘Actaea’ duftet im April intensiv süß. Treiben Narzissen schon im Winter aus, verlieren sie dadurch allein nicht ihre Frostverträglichkeit. Offene Blüten können bei starkem Frost allerdings Schaden nehmen.
Narzissen sind in allen Pflanzenteilen giftig und enthalten Amaryllidaceenalkaloide wie Lycorin. Nach dem Verschlucken können sie schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen, und auch Haut- oder Augenkontakt kann Reizungen verursachen. Beim Winterling ist die ganze Pflanze giftig, besonders die Knolle, bei der Kaiserkrone vor allem die Zwiebel. Lilien und Taglilien sind für Katzen sehr stark giftig. Iss keine Teile dieser Pflanzen, und bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktierst du sofort ein Giftinformationszentrum oder ärztliche Hilfe.
Tulpen: auf die Klasse kommt es an
Tulpen setzt du von Ende September bis Mitte November, Wildtulpen eingeschlossen. Ob sie danach im Boden bleiben dürfen, hängt vom Platz ab. An sommertrockenen Standorten können Tulpenzwiebeln im Boden bleiben, in feuchten Lagen gräbst du sie nach dem Eintrocknen des Blütenstängels aus. Bleiben sie im Beet, wählst du keine stark wasserbedürftigen Sommerblumen als unmittelbare Nachpflanzung. Regelmäßige Sommerbewässerung der Nachbarn kann ruhende Tulpenzwiebeln faulen lassen.
Einfache frühe Tulpen tragen ungefüllte Blüten, blühen überwiegend im April und werden je nach Sorte etwa 20 bis 40 cm hoch. Diese Gruppe gilt als robust und im Garten gut ausdauernd. ‘Apricot Beauty’ blüht lachsrosa, ‘Purple Prince’ purpurfarben. Darwin-Hybrid-Tulpen haben einfache Blüten auf langen Stielen und zählen zu den relativ langlebigen, blühfreudigen Gartentulpen. Dazu gehören die scharlachorange ‘Apeldoorn’ und die malvenrosa ‘Pink Impression’. Auch lilienblütige Tulpen und Fosteriana-Tulpen werden als relativ langlebig empfohlen. Triumph-Tulpen sind für dauerhaft wiederkehrende Pflanzungen weniger zuverlässig als diese ausdauernden Klassen. Einfache späte Tulpen blühen als Richtwert etwa von Mai bis Anfang Juni.
Viele Wildtulpen bleiben mit etwa 10 bis 30 cm niedrig und eignen sich für den Beetvordergrund und zum Verwildern. Wildtulpen brauchen sonnige Plätze mit durchlässigem Boden, der im Sommer trocken ist, denn in dieser Trockenheit reifen ihre Zwiebeln aus. Geeignete Arten können sich am passenden Standort über Jahre halten und über Brutzwiebeln und Samen vermehren. Tulipa tarda und die rote Praestans-Tulpe ‘Fusilier’ passen auch in Gefäße.
Wildtulpen, auch botanische Tulpen genannt, sind botanische Tulpenarten. Aus ihnen sind durch Kreuzung und Auslese die Gartentulpen hervorgegangen.
Traubenhyazinthen und Hyazinthen
Traubenhyazinthen blühen überwiegend im April und Mai und eignen sich zum Verwildern an ungestörten Stellen. Die Armenische Traubenhyazinthe Muscari armeniacum blüht kobaltblau, ihre Sorte ‘Album’ weiß. Diese Art wächst sonnig bis halbschattig in durchlässigem Boden und ist im Garten winterhart. Im Frühsommer zieht ihr Laub ein, und schon im Herbst treibt sie neue, wintergrüne Blätter. Diese Herbstblätter gehören zu ihrem Jahreslauf. Zu groß gewordene Bestände teilst du im Herbst.
Gartenhyazinthen blühen ab April und duften, die blaue ‘Anastasia’ etwa intensiv balsamisch. ‘Carnegie’ blüht weiß. Welche Zwiebelblumen sich für duftende Pflanzungen eignen, zeigt der Ratgeber zu duftenden Blumenzwiebeln fürs Aromabeet.
Hyazinthen für den Dauerplatz einplanen und im zweiten Jahr dieselben dichten BlütenständeEin Blütenstand (botanisch: Infloreszenz) ist der Teil einer Pflanze, an dem sich der Spross verzweigt und mehrere Blüten trägt. Je nach Bauweise unterscheidet man zum Beispiel Traube, Ähre, Dolde, Köpfchen und Rispe. erwarten. Ab dem zweiten Standjahr bilden Hyazinthen meist kleinere und lockerere Blütenstände. Für Flächen, die sich über Jahre füllen sollen, sind Traubenhyazinthen die passendere Wahl, weil sie an ungestörten Stellen verwildern.
Sommerblüher: Zierlauch, Lilien, Gladiolen und Dahlien
Bei den Sommerblühern unterscheidet sich der Aufwand deutlich. Lilien sind winterhart, und Zierlauch kommt wie die Frühjahrsblüher im Herbst in die Erde. Gladiolen und Dahlien müssen dagegen frostfrei überwintern, du gräbst sie also jeden Herbst aus. Wer mit wenig Aufwand in den Sommer starten will, beginnt deshalb mit Zierlauch und Lilien.
Zierlauch: Kugelblüten zwischen Frühling und Sommer
Viele Zierlaucharten blühen von Ende Mai bis Mitte Juni. Damit überbrücken sie die Zeit zwischen Frühjahrs- und Sommerblühern. Du setzt die Zwiebeln von September bis Dezember, damit sie vor dem Winter einwurzeln und die winterliche Kälteperiode bekommen. Zierlauch braucht einen sonnigen bis leicht halbschattigen Platz mit durchlässigem Boden ohne Staunässe. Während längerer Trockenperioden gießt du zusätzlich.
Die Wuchshöhen unterscheiden sich stark. Goldlauch bleibt bis etwa 25 cm niedrig. Riesenlauch erreicht dagegen etwa 100 bis 180 cm. Kugelkopflauch blüht später, als Richtwert im Juni und Juli. An den Blüten sammeln Bienen und Hummeln Nektar und Pollen. Bei vielen Arten welken die Blätter schon vor der Vollblüte. Weil später austreibende Stauden welkendes Zwiebellaub verdecken, setzt du Zierlauch am besten dahinter. Abgeblühte Stände kannst du als Schmuck stehen lassen oder für Trockensträuße schneiden.
Lilien: winterhart, Hauptblüte im Juli und August
Die Hauptblütezeit vieler Gartenlilien liegt im Juli und August. Lilien sind winterhart und bleiben im Boden. Die meisten Gartenlilien pflanzt du von März bis Mai oder von September bis Mitte Oktober, Madonnenlilien dagegen im August. Lilien mögen humosen, mäßig feuchten und gut durchlässigen Boden. Dabei bevorzugen sie beschatteten Boden, während Blätter und Blüten in der Sonne stehen. Deshalb passen sie gut zwischen niedrige Stauden.
Orientalische Lilien blühen ungefähr 10 bis 20 Tage später als Asiatische Lilien. Setzt du beide Gruppen, verlängerst du so die Lilienzeit. Großwüchsige Lilien wirken in Gruppen aus 3 bis 5 Pflanzen. Für Kübel und Balkonkästen gibt es kompakte Topflilien, die ungefähr 50 cm hoch werden.
Gladiolen: in Sätzen setzen, frostfrei überwintern
Gartengladiolen brauchen volle Sonne und gut wasserdurchlässigen Boden. Schwere, undurchlässige Böden lockerst du vor dem Pflanzen mit Sand. Die Knollen kommen im Frühjahr nach dem letzten Frost in die Erde, für Gartengladiolen werden 10 bis 12 cm Tiefe empfohlen. Bis Ende Juni kannst du sie in mehreren Sätzen im Abstand von 2 Wochen pflanzen. Gestaffelte Pflanzsätze verlängern die Schnittsaison.
An sehr windigen Standorten stützt du Gladiolen zusätzlich, bei Trockenheit gießt du regelmäßig. Vor dem Durchfrieren des Bodens gräbst du die Knollen aus und überwinterst sie luftig bei etwa 8 bis 12 °C.
Dahlien: lange Blüte, aber mit Winterquartier
Dahlien blühen ab Juli und sind nicht winterhart. Die Knollen pflanzt du im April oder Mai so, dass der WurzelhalsDer Wurzelhals ist die Übergangszone zwischen Sprossachse und Hauptwurzel einer Pflanze. Botanisch ist er der untere Teil des Keimstängels und oft etwas verdickt. mit den Knospen etwa 5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Für klein bleibende Sorten gilt ein PflanzrasterDas Pflanzraster ist das Abstandsmuster, nach dem du Pflanzen auf ein Beet setzt. Es besteht aus zwei Maßen: dem Abstand zwischen den Reihen (Reihenabstand) und dem Abstand der Pflanzen innerhalb einer Reihe. von 30 × 40 cm. Kräftig wachsende Sorten brauchen etwa 100 cm Pflanzabstand. Hohe Sorten und Sorten mit großen Blüten stützt du und bindest sie an, weil Wind und Regen die Triebe niederdrücken oder abbrechen können.
Im Herbst gräbst du die Knollen aus, je nach Empfehlung vor dem ersten Nachtfrost bis kurz nach dem ersten leichten Frost. Zum Einwintern schneidest du die Stängel etwa 10 bis 15 cm über dem Boden zurück. In den hohlen Stängeln darf vor dem Einlagern kein Wasser zurückbleiben, weil es Fäulnis begünstigt. Danach lagern die Knollen dunkel bei etwa 4 bis 8 °C. Ziehst du Dahlien ab März im Haus vor, kommen sie nach den letzten Frösten ins Beet. Vorgezogene Pflanzen können dann etwa 4 bis 6 Wochen früher blühen als direkt ins Freiland gepflanzte Knollen.
Ist dir das Winterquartier zu aufwendig, ziehst du Mignon-Dahlien aus Samen als einjährige Blühkultur. Gesät wird im März oder April in Schalen, ausgepflanzt nach Mitte Mai. Die Blüte reicht von Juli bis Oktober.
Blütenfolge von Februar bis August: die Arten im Überblick
Zwiebelpflanzen mit unterschiedlichen Blühterminen verlängern die Blütezeit auf kleiner Fläche. Blühen mehrere Arten gleichzeitig, entsteht dagegen ein gemeinsamer Farbeindruck. Die Monate in der Tabelle sind Richtwerte für die vorgestellten Arten, manche beginnen schon im Januar.
| Zeitraum | Arten | Hinweis |
|---|---|---|
| Januar bis Februar | Winterling, Schneeglöckchen | können schon im Januar erscheinen |
| Februar bis März | Kleines Schneeglöckchen, frühe Krokusse (Crocus chrysanthus, Crocus sieberi), Sibirischer Blaustern, Zwergiris | Zwergiris blühen zeitgleich mit den frühen Krokussen; die Narzisse ‘February Gold’ kann ab Februar blühen |
| März bis April | Krokusse der Crocus-vernus-Gruppe, Puschkinie, Zweiblättriger Blaustern | großblumige Krokusse blühen zusammen mit Hyazinthen, Narzissen und frühen Tulpen |
| April | einfache frühe Tulpen, Gartenhyazinthen | Hyazinthen blühen ab April |
| April bis Mai | Traubenhyazinthen, Narzisse ‘Thalia’ | Traubenhyazinthen blühen überwiegend in diesen Monaten |
| Mai bis Anfang Juni | einfache späte Tulpen | Richtwert |
| Ende Mai bis Mitte Juni | viele Zierlaucharten | überbrücken die Zeit bis zu den Sommerblühern |
| Juni bis Juli | Kugelkopflauch | Richtwert |
| Juli bis August | viele Gartenlilien in der Hauptblüte, Dahlien ab Juli | Orientalische Lilien blühen ungefähr 10 bis 20 Tage nach den Asiatischen |
| Sommer | Gladiolen | gestaffelte Pflanzsätze bis Ende Juni verlängern die Schnittsaison |
Ich stecke beim Setzen zu jeder Gruppe einen Stab mit Art und Blütemonat. Wenn das Laub im Frühsommer eingezogen ist, sehe ich daran, wo im Beet schon Zwiebeln liegen.
Wie du die Arten auf deiner Fläche anordnest, kannst du vorher im Planer für dein eigenes Beet durchspielen.
Blumenzwiebeln setzen: Zeit, Tiefe und Abstand je Art
Frühjahrsblüher setzt du am besten im September und Oktober, bei geeigneter Witterung geht es auch noch im November. Hast du den Herbst verpasst, kannst du Frühjahrszwiebeln als späte Ausweichpflanzung noch im Januar oder Februar in frostfreien Boden setzen. Voraussetzung ist, dass danach bis März noch ausreichend Kälte zu erwarten ist. Alle Termine auf einem Blatt hast du mit dem Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken.
| Art | Pflanzzeit | Pflanztiefe | Abstand |
|---|---|---|---|
| Krokusse (Frühjahrsblüher) | je nach Sortenangabe September bis Dezember, bei frostfreiem Boden | 6 cm bei einer Crocus-chrysanthus-Mischung, im Rasen 8 cm | 6 cm bei derselben Mischung |
| Traubenhyazinthen | als Richtwert Ende September bis Mitte November | etwa 8 cm | 4 bis 5 cm, bei Muscari armeniacum bis 8 cm |
| Puschkinien | September bis Dezember | 5 bis 6 cm | 5 bis 8 cm in der Reihe, Reihenabstand 10 cm |
| Gartenhyazinthen | September bis Dezember | 12 cm | 10 bis 15 cm in der Reihe, Reihenabstand 10 cm |
| Narzissen | September und Oktober, bei geeigneter Witterung November | große Zwiebeln 15 cm, kleinere 10 cm | 2 bis 3 Zwiebelbreiten |
| Gartentulpen | Ende September bis Mitte November | 10 cm | etwa 10 bis 15 cm im Beet |
| Wildtulpe Tulipa tarda | Ende September bis Mitte November | etwa 8 cm | etwa 8 cm |
| Zierlauch | September bis Dezember | Allium sphaerocephalon etwa 8 cm, ‘Globemaster’ etwa 20 cm | Allium sphaerocephalon etwa 5 cm, ‘Globemaster’ etwa 25 cm |
| Lilien | März bis Mai oder September bis Mitte Oktober, Madonnenlilie im August | 2 bis 3 Zwiebellängen | Reihenabstand 20 cm, großwüchsige Lilien in Gruppen aus 3 bis 5 Pflanzen |
| Gladiolen | im Frühjahr nach dem letzten Frost, Sätze bis Ende Juni | 10 bis 12 cm, Zwerggladiolen ‘Nanus’ etwa 8 cm | nach Angabe zur Sorte |
| Dahlien | April bis Mai | Wurzelhals mit Knospen etwa 5 cm unter der Oberfläche | kleine Sorten im Raster 30 × 40 cm, kräftige etwa 100 cm |
| übrige frühlingsblühende Zwiebeln | September und Oktober, bei geeigneter Witterung November | Erde darüber in zwei- bis dreifacher Zwiebelstärke | 2 bis 3 Zwiebelbreiten |
Beim Setzen zeigt die Spitze nach oben. Anschließend füllst du das Loch mit Erde, drückst sie leicht an und gießt gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist. Auf leichten Sandböden darfst du etwas tiefer, auf schweren Lehmböden etwas flacher pflanzen. Wie du Boden und Pflanzloch vorbereitest, steht im Abschnitt Pflanzen des Überblicks zu Blumenzwiebeln und Knollen.
Kannst du gekaufte Frühlingsblüher-Zwiebeln nicht sofort setzen, bewahrst du sie bis dahin dunkel und luftig bei etwa 18 °C auf. Äpfel gehören nicht daneben: Ihr ReifegasReifegas ist die gängige Bezeichnung für Ethylen, ein Gas, das manches Obst selbst bildet, besonders Äpfel. Es lässt Obst und Gemüse in der Nähe schneller reifen, welken oder austreiben. Ethylen kann die Zwiebeln vorzeitig austreiben lassen.
Pflege in Kürze: was für alle Arten gilt
Die Grundlagen stehen ausführlich im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen. Hier bekommst du das Wichtigste in Kürze.
Standort und Boden
Welches Licht eine Art braucht, steht bei ihrem Porträt. Für alle gilt: Wasser muss abziehen können, denn Staunässe im Winter begünstigt Fäulnis. Bei schweren Böden empfiehlt sich unter den Zwiebeln eine 3 bis 5 cm starke Drainageschicht aus Sand oder Kies. Mehr dazu findest du im Abschnitt Standort und Boden des Überblicks.
Gießen und Düngen
Während des Wachstums brauchen die Zwiebeln Feuchte, aber keine Staunässe. Beete mit Frühjahrsblühern bekommen alle 2 Jahre im Herbst eine Auflage aus Kompost, Lauberde oder verrottetem Mist. Wird das Laub gelb und trocknet ein, bringt weiteres Düngen keinen Nutzen mehr. Den Rest erklärt der Abschnitt Gießen und Düngen im Überblick.
Nach der Blüte
Das Laub bleibt stehen, bis es vollständig abgestorben ist, denn bis dahin lagert die Zwiebel Reserven für die nächste Blüte ein. Im Mittel dauert das Einziehen 6 bis 8 Wochen, und Rasenstellen mit Zwiebelblumen mähst du erst danach. Lässt ein dichter Lilienbestand nach etwa 3 bis 4 Jahren im Wachstum nach, setzt du die kräftigsten Zwiebeln an eine andere Stelle. Wie Pflege und Vermehrung im Einzelnen gehen, beschreiben die Abschnitte Pflege und Vermehren im Überblick.
Wenn es nicht blüht oder Schädlinge kommen
Tulpenzwiebeln prüfst du vor dem Setzen auf braune Flecken und kleine schwarze Pilz-Dauerkörper und sortierst verdächtige aus. Nach Befall mit TulpenfeuerTulpenfeuer ist eine Pilzkrankheit der Tulpen, ausgelöst durch den Grauschimmelerreger Botrytis tulipae. Befallene Tulpen treiben mit verkrüppelten, graubraun gefleckten Blättern aus; der Pilz überdauert in kranken Zwiebeln im Boden. oder GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. sollten Tulpen auf ein anderes Beet wechseln. Bei Wühlmäusen kannst du Zwiebeln gruppenweise in Drahtkörben setzen, Kaiserkronen bieten keinen verlässlichen Schutz. An Lilien sammelst du das rot glänzende Lilienhähnchen ab und entfernst Blätter mit Eiern oder Larven. Bleibt das Wachstum schwach, kann das auch auf Lichtmangel, nassen Boden oder WurzelfäuleBei Wurzelfäule faulen die Wurzeln einer Pflanze und sterben ab, meist weil die Erde ständig nass ist und Sauerstoff fehlt. Oft sind Schadpilze beteiligt, und die Pflanze welkt trotz feuchter Erde. hindeuten, ein NährstoffmangelNährstoffmangel heißt, dass eine Pflanze von einem oder mehreren Nährstoffen zu wenig bekommt oder aufnehmen kann. Sie bleibt dann im Wachstum zurück und zeigt Verfärbungen, etwa hellgrünes oder vergilbendes Laub. ist damit allein nicht bewiesen. Woran du einzelne Schädlinge und Krankheiten erkennst, erklärt der Ratgeber zum Schutz von Blumenzwiebeln vor Schädlingen und Krankheiten.
Im Topf, in Lagen und im Beet
Im Topf brauchen Zwiebeln ein Abflussloch und überwintern kalt, ohne dass das Substrat vernässt oder durchfriert. Bei der Lasagne-Methode liegen größere und später blühende Zwiebeln unten, kleinere und frühe oben, mit etwas Erde zwischen den Lagen. Im Beet kommen niedrige Arten nach vorn und höhere nach hinten. Wie du Gefäße bepflanzt und Arten kombinierst, zeigen die Abschnitte Topf und Lagen sowie Kombinieren im Überblick.


