Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Anbau

Astern aussäen: So ziehst du Sommerastern Schritt für Schritt vor

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Sommerastern ziehst du im März oder April im Haus vor.
  • Gartenastern gelten nicht als Lichtkeimer: Samen je nach Tüte 0,5 bis 2 cm tief mit Erde bedecken.
  • Bei 15 bis 20 °C keimen Sommerastern-Mischungen innerhalb von 7 bis 20 Tagen.
  • Pikieren, sobald die ersten echten Blattpaare da sind, bei einer Mischung nach 3 bis 4 Wochen.
  • Abgehärtet pflanzen: 15 bis 30 cm in der Reihe, 20 bis 40 cm zwischen den Reihen, hohe Sorten stützen.
Blumensamen in der Hand vor der Aussaat
Foto: Hans · Pixabay Content License · Quelle ↗

Beim Astern aussäen entscheidet sich viel in den Wochen nach der Keimung. Stehen die Sämlinge zu warm und zu dunkel, können ihre Triebe lang, weich und hellgrün werden. Ich säe meine Sommerastern deshalb in flache Schalen, stelle sie an den hellsten Platz und nehme nach dem Auflaufen die Wärme zurück. Hier gehst du jeden Schritt mit mir durch: vom Befüllen der Schale über Keimung und Pikieren bis zum Angießen im Beet.

Welche Astern du aus Samen ziehst

Die Anleitung gilt für Sommerastern, auch Gartenastern genannt (Callistephus chinensis): Diese Astern sind einjährig, nicht winterhart und kommen jedes Jahr neu aus Samen. Raublatt-Astern sind dagegen mehrjährige Herbststauden, deren Sorten über Teilung oder Stecklinge vermehrt werden; Kissenastern kannst du als grober Richtwert im Herbst oder im Frühjahr säen. Wie sich die Gruppen in Wuchs, Blütezeit und Verwendung unterscheiden und welche Astersorten sich für den Einstieg eignen, zeigen eigene Ratgeber.

Wann du mit der Aussaat beginnst

Sommerastern ziehst du im März oder April im Haus vor; die Termine anderer Sommerblumen stehen im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken. Für kräftige Jungpflanzen von Sommerschnittblumen reichen häufig 6 bis 8 Wochen Vorkultur. Wie du den Aussaattermin für Astern auf eine frühe oder späte Blüte abstimmst, erklärt ein eigener Ratgeber.

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Was du für die Aussaat brauchst

Für die Aussaat nimmst du frische Erde, die ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnet ist. Gute Aussaaterde ist nährstoffarm, humos und durchlässig. Ihr Salzgehalt sollte unter 0,5 g je Liter liegen. Die Gefäße müssen sauber sein und einen Wasserabzug haben, damit keine Staunässe entsteht. Ich säe Astern in eine flache Schale und pikiere die Sämlinge später einzeln in kleine Töpfe. Als Abdeckung dient eine durchsichtige Haube oder Folie, die die Feuchte hält, aber nicht luftdicht schließen darf.

Mini-Checkliste

frische Aussaaterde, flache Schale mit Wasserabzug, durchsichtige Abdeckung ohne luftdichten Abschluss, feine Brause, Pikierstab, kleine Töpfe mit Pikiererde, Etiketten für Sorte und Aussaattag.

Tipp

Samen vom Vorjahr testest du vor der Aussaat mit einer Keimprobe. Lege sie auf feuchtes, nicht nasses Küchenpapier und decke sie gegen Austrocknen ab. Bis zur Aussaat bewahrst du die Tüten kühl und trocken auf.

Die Werte im Überblick

Die Werte gelten für Gartenastern allgemein oder für einzelne Sommerastern-Mischungen. Steht auf deiner Saatguttüte eine eigene Angabe, richtest du dich nach der Tüte.

Schritt Wert Gilt für
Vorkultur im Haus März oder April Sommerastern-Mischung
Saattiefe 0,5–2 cm, je nach Saatgutangebot Gartenaster
Saattiefe im Beispiel 1 cm, mit Substrat bedeckt Sommerastern-Mischung
Keimtemperatur 15–20 °C Sommerastern-Mischungen
Keimdauer 7–20 Tage bei 15–20 °C Sommerastern-Mischungen
Pikieren 3–4 Wochen nach der Aussaat Sommerastern-Mischung
Abstand in der Reihe 15–30 cm Gartenaster
Reihenabstand 20–40 cm Gartenaster
Abstand im Beispiel 30 × 15 cm Sommerastern-Mischung
Wuchshöhe 10–90 cm, je nach Sorte Gartenaster
Blütezeit Juli bis Oktober Gartenaster

Schritt für Schritt: Astern in der Schale aussäen

1. Schale befüllen und anfeuchten

Fülle die saubere Schale mit Aussaaterde, streiche die Oberfläche glatt und drücke sie leicht an. Die Erde soll feucht und gut durchlässig sein, bevor die Samen daraufkommen. Ich gieße die gefüllte Schale vorher mit einer feinen Brause an und lasse überschüssiges Wasser ablaufen.

2. Samen auslegen und mit Erde bedecken

Lege die Samen einzeln auf die Erde, sodass sie sich nicht berühren. So kannst du die Sämlinge später sauber voneinander trennen. Anschließend bedeckst du sie mit Aussaaterde, denn die Gartenaster wird nicht als Lichtkeimer geführt. Wie dick die Schicht wird, hängt vom Saatgutangebot ab: Die Angaben reichen von 0,5 bis 2 cm. Für eine Sommerastern-Mischung ist zum Beispiel 1 cm angegeben. Weil die Werte je Angebot verschieden sind und keines eine Oberflächensaat vorsieht, nimmst du die Saattiefe von deiner Tüte statt einer Pauschalzahl.

Mythos-Check

„Astern sind Lichtkeimer und dürfen nicht bedeckt werden.“ Für die Gartenaster stimmt das nicht. Die Art wird nicht als Lichtkeimer geführt, und alle Saattiefen-Angaben sehen eine Erdschicht über dem Samen vor.

3. Feucht halten und abdecken

Befeuchte die Oberfläche nach dem Bedecken noch einmal vorsichtig mit der Brause. Die Saat darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Lege danach die durchsichtige Abdeckung auf und lüfte sie bis zur Keimung täglich. Beim Lüften prüfe ich mit dem Finger, ob die Oberfläche noch feucht ist.

Häufiger Fehler

Die Folie wird stramm über die Schale gezogen und bleibt zu. Eine Abdeckung darf nicht luftdicht schließen, und bis zur Keimung lüftest du sie täglich kurz.

4. Keimen lassen

Stell die Schale an einen hellen Platz mit 15 bis 20 °C. In diesem Bereich keimen Sommerastern-Mischungen innerhalb von 7 bis 20 Tagen. Keimen nicht alle Samen gleichzeitig, ist das bei dieser Spanne normal.

5. Nach dem Auflaufen: Haube ab, kühler und hell

Sobald die Keimlinge zu sehen sind, nimmst du die Abdeckung ab. Dann senkst du die Temperatur, weil viel Wärme bei Lichtmangel lange, weiche Triebe begünstigt. Die Sämlinge bekommen jetzt den hellsten Platz, den du hast. Schau dabei auf die Triebe: Werden sie lang, instabil und hellgrün, kann das auf Lichtmangel hindeuten.

6. Pikieren

Kurz erklärt

Pikieren heißt, die Sämlinge aus der Saatschale zu heben und einzeln in eigene Töpfe zu setzen.

Pikieren kannst du, sobald nach den Keimblättern die ersten echten Blattpaare entwickelt sind. Bei einer Sommerastern-Mischung ist das 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat der Fall. Hast du genug Platz, setzt du jeden Sämling zunächst in einen 8-cm-Topf und später bei Bedarf in einen größeren Endtopf. Die Pikiererde enthält etwas Dünger, die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt.

So gehst du vor:

  1. Heb die Sämlinge mit einem Pikierstab vorsichtig aus der Schale.
  2. Halte jeden Sämling an einem Keimblatt, ohne daran zu ziehen.
  3. Stich ein Pflanzloch vor und setze den Sämling mit gerader, nicht umgebogener Wurzel hinein.
  4. Schließe das Loch seitlich behutsam, gieße an und drück die Erde leicht an.

Danach stehen die Jungpflanzen hell und nicht zu warm, damit die Triebe kompakt bleiben.

Marias Erfahrung

Ich schreibe auf jedes Etikett die Sorte und den Aussaattag. Beim Pikieren zähle ich daran die Wochen nach und stelle die Töpfe gleich nach Sorten sortiert zusammen.

7. Abhärten

Vor dem Auspflanzen gewöhnst du die Jungpflanzen an draußen, indem du die Temperatur senkst und mehr lüftest. An milden Tagen stellst du sie tagsüber zuerst geschützt in den Schatten und nach einigen Tagen auch in die Sonne. Werden die Nächte kalt, holst du die Töpfe wieder herein.

Das Beet für Astern vorbereiten

Gartenastern stehen gern geschützt und sonnig. Der Boden sollte nährstoffreich, feucht und gut durchlässig sein, dazu neutral bis alkalisch. Ob dein Beet dazu passt, klärt eine Bodenuntersuchung, die auch den Kalkbedarf zeigt. Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig liegt. Vor dem Pflanzen lockerst du den Boden, entfernst Unkraut und harkst die Fläche fein.

Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet. Ich trage deshalb ein, wo die Astern standen, zum Beispiel im Beetplaner für deine Gartenbeete.

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Astern auspflanzen: Abstand, Tiefe, Angießen

Weil Sommerastern nicht winterhart sind, pflanze ich sie erst aus, wenn keine Frostnächte mehr angesagt sind. In der Reihe bekommen Gartenastern 15 bis 30 cm Platz. Zwischen den Reihen lässt du 20 bis 40 cm frei. Hohe Sorten brauchen zusätzlich eine Stütze, die ich beim Pflanzen gleich mit einstecke. Je nach Sorte werden Gartenastern 10 bis 90 cm hoch, deshalb lohnt vor dem Setzen der Blick auf die Tüte.

Setze jede Pflanze so tief, wie sie im Topf stand, fülle Erde auf und drück sie leicht an. Gieße anschließend bodennah an, denn so kommt das Wasser an die Wurzeln und weniger geht durch Verdunstung verloren.

Astern direkt ins Beet säen

Statt der Vorkultur kannst du Gartenastern auch direkt am endgültigen Standort säen. Dafür bereitest du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes Saatbett vor. Die Samen bedeckst du wie in der Schale nach der Angabe auf der Tüte und hältst die Saat feucht, bis sie aufgelaufen ist. Nach der Keimung vereinzelst du die Sämlinge rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand. Den passenden Termin dafür findest du im Ratgeber zum Aussaatzeitpunkt.

Sommerastern im Topf und im Staudenbeet

Die Zwergastern-Mischung von Callistephus chinensis ist eine einjährige Topf- und Balkonpflanze; ob sich eine Sorte für Gefäße eignet, hängt von der Sorte ab. Das Gefäß braucht Abzugslöcher, damit keine Staunässe entsteht. Im Staudenbeet füllen Sommerblumen wie Sommerastern Lücken und eignen sich als Folgebepflanzung nach früh blühenden Zwiebelgewächsen.

Wie es nach dem Pflanzen weitergeht

Pflege

Hohe Sorten stützt du rechtzeitig, und wenn du Verblühtes entfernst, kann sich die Blüte verlängern. Was die Pflanzen sonst brauchen, steht im Ratgeber dazu, wie du Astern nach dem Pflanzen bis zum Herbst pflegst.

Gießen und Düngen

Gartenastern brauchen einen feuchten Boden, und gedüngt wird nach dem Bedarf, den die Bodenuntersuchung zeigt. Wie du Astern auch in trockenen Sommern richtig gießt und Astern übers Jahr mit Nährstoffen versorgst, erklären eigene Ratgeber.

Krankheiten und Schädlinge

Von Asternwelke befallene Pflanzen gehören nicht auf den Gartenkompost, weil sich widerstandsfähige Erregerstadien darüber weiterverbreiten können. Wie du Sommerblumen vor Krankheiten und Schädlingen schützt und von Hand eingreifst, liest du im Ratgeber zu Sommerblumen.

Schnittblumen

Gartenastern eignen sich als Schnittblumen. Geschnitten wird bevorzugt morgens bei trockenem Wetter. Wie du Pompon-Astern im Garten einsetzt und als Schnittblume frisch hältst, zeigt ein eigener Ratgeber.

Samen für das nächste Jahr

Gartenastern werden von Insekten bestäubt und verkreuzen sich mit anderen Sorten ihrer Art. Stehen mehrere Sorten nebeneinander, können Pflanzen aus selbst geernteten samen.liveshalb anders aussehen als ihre Mutterpflanze. Zum Ernten lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen und lagerst die nachgetrockneten Samen kühl, dunkel und trocken.

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Häufige Fragen

Wie säe ich Astern aus und wie tief kommen die Samen in die Erde?
Fülle eine saubere Schale mit Wasserabzug mit frischer Aussaaterde, lege die Samen einzeln aus und bedecke sie mit Erde. Die Saattiefe hängt vom Saatgutangebot ab und liegt bei Gartenastern zwischen 0,5 und 2 cm. Für eine Sommerastern-Mischung ist zum Beispiel 1 cm angegeben. Danach hältst du die Saat feucht und legst eine durchsichtige Abdeckung auf, die nicht luftdicht schließt.
Sind Astern Lichtkeimer, und was bedeutet das für die Aussaat?
Die Gartenaster (Callistephus chinensis), also die Sommeraster, wird nicht als Lichtkeimer geführt. Ihre Samen kommen deshalb unter eine Schicht Aussaaterde, so dick, wie es die Saatguttüte angibt. Viel Licht brauchen erst die Sämlinge nach dem Auflaufen, weil Lichtmangel lange, instabile Triebe begünstigt.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anzucht von Astern?
Sommerastern ziehst du im März oder April im Haus vor. Für kräftige Jungpflanzen von Sommerschnittblumen reichen häufig 6 bis 8 Wochen Vorkultur. Statt der Vorkultur ist auch eine Direktsaat am endgültigen Standort möglich.
Welche Materialien brauche ich für die Aussaat von Astern?
Du brauchst frische, ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnete Erde, die nährstoffarm und durchlässig ist. Dazu kommen saubere Schalen mit Wasserabzug und eine durchsichtige Abdeckung, die nicht luftdicht schließt. Für das Pikieren hältst du kleine Töpfe und Pikiererde mit etwas Dünger bereit.
Wie pikiere ich Astern-Sämlinge richtig?
Pikiert wird, sobald nach den Keimblättern die ersten echten Blattpaare entwickelt sind; bei einer Sommerastern-Mischung ist das 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat. Halte den Sämling an einem Keimblatt, ohne daran zu ziehen, und setze ihn mit gerader Wurzel in einen kleinen Topf. Schließe das Pflanzloch seitlich, gieße an und drück die Erde leicht an.
Worin unterscheiden sich Sommerastern und Herbstastern bei der Anzucht?
Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig und nicht winterhart, deshalb ziehst du sie jedes Jahr neu aus Samen. Raublatt-Astern sind dagegen mehrjährige Herbststauden, deren Sorten durch Teilung oder Stecklinge vermehrt werden. Kissenastern lassen sich als grober Richtwert im Herbst oder im Frühjahr aussäen.
Wie bereite ich das Gartenbeet für Astern vor?
Lockere den Boden, entferne Unkraut und harke die Fläche fein. Gartenastern mögen einen geschützten, sonnigen Platz und einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Ob gekalkt werden muss, zeigt eine Bodenuntersuchung. Setze Sommerastern außerdem nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet.
Welche Fehler bei der Asternaussaat lassen sich leicht vermeiden?
Die Saat darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen, und die Abdeckung sollte nie luftdicht schließen. Nach dem Auflaufen brauchen die Sämlinge viel Licht und weniger Wärme, sonst können die Triebe lang und weich werden. Vor dem Auspflanzen gewöhnst du die Jungpflanzen schrittweise an draußen, zuerst im Schatten und erst nach einigen Tagen in der Sonne.
Zuletzt geprüft:
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