Astern säen: der richtige Zeitpunkt für Sommer- und Herbstastern
- Sommerastern sind einjährig und nicht winterhart, ihre Kultur startet von März bis Mai.
- Vorkultur unter Glas und Direktsaat ins Beet sind beide möglich; ins Freie geht es erst bei frostfreiem Wetter.
- Die Mischung hoher Sommerastern keimt bei 15 bis 20 °C.
- Sommerastern sind keine Lichtkeimer, die passende Saattiefe steht auf der Saatguttüte.
- Herbstastern sind Stauden; Kissenastern säst du als grober Richtwert im Herbst oder Frühjahr.

Bei Astern entscheidet der Starttermin mit, ob du kräftige Jungpflanzen ins Beet setzt oder lange, instabile Sämlinge von einem dunklen Fensterbrett holst. Dazu kommt, dass unter dem Namen Aster zwei sehr verschiedene Pflanzen laufen. Ich plane meine Asternsaat deshalb von hinten: erst die Art, dann der frostfreie Pflanztermin in meinem Garten, zuletzt der Saattag.
Die kurze Antwort: Das Startfenster der einjährigen Sommeraster reicht von März bis Mai. Ihre übliche Aussaatzeit liegt im April und Mai, und du kannst sie vorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus. oder direkt ins Beet säen. Herbstastern sind mehrjährige Stauden, für Kissenastern gilt als grober Richtwert eine Aussaat im Herbst oder im Frühjahr.
Sommeraster oder Herbstaster: Was säst du eigentlich?
Sommerastern gehören zur Art Callistephus chinensis. Im Handel findest du sie auch als Gartenastern, Schnittastern oder Strahlen-Astern. Sie sind einjährig und nicht winterhart, im Frühjahr säst du also jedes Jahr neu. Ihre Blüte reicht von Juli bis Oktober.
Innerhalb der Art unterscheiden sich die Sorten stark. Die Wuchshöhe reicht von 10 bis 90 cm. Eine Zwergastern-Mischung wird als einjährige Topf- und Balkonpflanze angeboten, eine Mischung hoher Sommerastern als Schnittastern. Ob eine Aster in den Topf passt, entscheidet deshalb die Sorte.
Herbstastern sind dagegen mehrjährige Stauden. Raublatt-Astern der Art Symphyotrichum novae-angliae gehören als Herbststauden dazu, ihre Sorten werden durch Teilung oder StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. vermehrt. Daneben gibt es weitere Asternarten mit eigenen Ansprüchen. Welche Astersorten sich für den Einstieg eignen, zeigt ein eigener Ratgeber.
Einjährig heißt bei der Sommeraster: Keimung, Blüte und SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. liegen in einer Saison. Die mehrjährige Herbstaster bleibt dagegen als Staude im Beet stehen und treibt wieder aus.
Sommerastern säen: das Zeitfenster im Frühjahr
Das Startfenster der Sommeraster reicht von März bis Mai. Die übliche Aussaatzeit liegt im April und Mai. Dir stehen zwei Wege offen: Du ziehst die Pflanzen unter Glas vor, oder du säst direkt an den Platz, an dem sie blühen sollen. Im März säe ich nur drinnen, weil die Pflanze keinen Frost verträgt und die Samen Wärme zum Keimen brauchen.
| Sommeraster | Wert |
|---|---|
| Startfenster der Kultur | März bis Mai |
| Aussaatzeit | April und Mai |
| Keimtemperatur | 15 bis 20 °C bei der Mischung hoher Sommerastern |
| Keimdauer | 7 bis 14 Tage, bei der Mischung hoher Sommerastern 7 bis 20 Tage |
| Kulturdauer | 70 bis 182 Tage |
| Blütezeit | Juli bis Oktober |
| Abstand | 15 bis 30 cm in der Reihe, 20 bis 40 cm zwischen den Reihen, hohe Sorten mit Stütze |
| WinterhärteWinterhärte, auch Frosthärte genannt, beschreibt, wie viel Frost eine Pflanze verträgt. Winterharte Arten überstehen den Winter im Freien, empfindliche musst du vor dem Frost ernten oder schützen. | nicht winterhart |
Vorkultur unter Glas
Für die Vorkultur nimmst du frische Aussaaterde und saubere Gefäße mit Wasserabzug. Die Samen keimen bei 15 bis 20 °C. Liegt eine Folie über der Schale, lüftest du sie täglich und nimmst sie nach der Keimung ab. Pikiert wird, sobald nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. das erste Laubblatt sichtbar ist. Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen mit niedrigeren Temperaturen und mehr Lüftung ab, erst im Schatten und später auch in der Sonne.
Für kräftige Jungpflanzen von Sommerschnittblumen reichen häufig 6 bis 8 Wochen Vorkultur. Die Sommeraster ist nicht winterhart und darf erst bei frostfreiem Wetter hinaus. Rechne diese Wochen deshalb vom frostfreien Pflanztermin deines Gartens zurück, dann ergibt sich der Saattag aus dem Pflanztermin. Wie du Astern Schritt für Schritt aussäst, pikierst und auspflanzt, zeigt eine eigene Anleitung.
Direktsaat ins Beet
Bei der Direktsaat kommen die Samen gleich an den endgültigen Platz, das Umsetzen entfällt. Weil die Untergrenze der Keimtemperatur bei 15 °C liegt, braucht dafür auch die Erde draußen Wärme. Ich stecke vor der Saat ein Bodenthermometer in die SaatrilleEine Saatrille ist eine flache, gerade Furche im feinkrümeligen Saatbett, in die du Samen in einer Reihe säst. Nach der Aussaat schiebst du sie wieder zu und drückst die Erde an. und warte, bis es diese Wärme anzeigt. Läuft die Saat zu dicht auf, ziehst du schwache Sämlinge heraus. In der Reihe stehen die Pflanzen am Ende 15 bis 30 cm auseinander. Zwischen den Reihen bleiben 20 bis 40 cm, und hohe Sorten bekommen eine Stütze.
„Astern sind Lichtkeimer und dürfen kaum mit Erde bedeckt werden.“ Die Sommeraster ist kein Lichtkeimer. Manche Saatgutangebote nennen etwa 0,5 bis 1 cm Saattiefe, andere etwa 1 bis 2 cm. Eine gemeinsame Spanne gibt es nicht, deshalb gilt die Angabe auf deiner Tüte.
Wie der Saattermin die Blüte verschiebt
Innerhalb ihres Blühfensters von Juli bis Oktober hängt der Blühbeginn deiner Sommerastern vom Starttermin und von der Sorte ab. Für einen frühen Flor beginnst du am Anfang des Startfensters mit der Vorkultur unter Glas. Für eine spätere Blüte säst du gegen Ende des Fensters, dann bietet sich die Direktsaat ins Beet an. Wer vor allem im Herbst Astern sehen will, ergänzt die Sommerastern um Herbstastern, die als Stauden im Herbst blühen.
Die Kulturdauer der Gartenaster liegt zwischen 70 und 182 Tagen. Bei so einer breiten Spanne planst du mit der Sortenangabe auf der Tüte statt mit einer Faustregel.
Steht auf der Tüte, ob eine Sorte früh, mittel oder spät blüht, nutzt du diese Angabe für die Planung. Säst du früh und spät blühende Sorten am selben Tag, kannst du das Blühfenster ebenfalls strecken. Ich säe Sommerastern in mehreren Sätzen über das Startfenster verteilt und beschrifte jede Schale mit Sorte und Saattag. Den Startkorridor trage ich im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken ein, die Reihen lege ich im Beetplaner für mein Beet an.
Ich notiere bei jedem Satz den Saattag und später den Tag, an dem sich die erste Blüte öffnet. Diese Liste nehme ich im nächsten Frühjahr zur Hand, wenn ich die Sätze für meine Sorten plane.
Säen für die Vase
Die Gartenaster ist eine Schnittblume. Für die Vase greifst du zu hohen Formen, etwa zu einer Mischung hoher Sommerastern, die als Schnittastern angeboten wird. Ich säe Schnittastern in eigene Reihen, damit ich dort schneiden kann, ohne Lücken ins Schaubeet zu reißen. Wie du Astern in der Vase lange frisch hältst, erklärt ein eigener Ratgeber.
Herbstastern: Aussaat und Vermehrung der Stauden
Herbstastern bleiben über Jahre am Platz, deshalb stellt sich die Frage nach dem Saattermin bei ihnen anders. Raublatt-Astern der Art Symphyotrichum novae-angliae vermehrst du als Sorte durch Teilung oder Stecklinge. Willst du eine bestimmte Sorte behalten, ist das der übliche Weg.
Für Kissenastern gibt es einen groben Richtwert: Gesät wird im Herbst oder im Frühjahr. Ich entscheide das nach dem Platz im Beet. Ist er im Herbst frei, säe ich dann, sonst warte ich bis zum Frühjahr. Temperatur und Saattiefe für die Staudenaussaat entnimmst du der Sortenangabe auf der Tüte.
Was den Termin in deinem Garten verschiebt
Drei Dinge verschieben den Saattag von Jahr zu Jahr: Wärme, Licht und dein Blühwunsch.
Wärme drinnen und draußen
Drinnen brauchen die Samen ihre Keimtemperatur, draußen braucht die Pflanze frostfreies Wetter. Wann es in deinem Garten frostfrei ist, hängt von Lage und Jahr ab. Ich richte mich deshalb nach dem Wetter vor Ort und nicht nach einem festen Datum.
Licht auf der Fensterbank
Nach dem AuflaufenAuflaufen nennt man es, wenn nach der Aussaat die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen. Man sagt dann auch, die Saat ist aufgegangen. brauchen Jungpflanzen ausreichend Licht, weil Lichtmangel lange, instabile Triebe begünstigt. Die Keimung braucht also Wärme, die Sämlinge danach Licht. Ein warmer, aber dunkler Platz erfüllt deshalb die Bedingung für die Keimung und verfehlt die für kräftige Sämlinge. Ich stelle die Schalen nach dem Auflaufen an mein hellstes Fenster.
Dein Blühwunsch
Je früher du Blüten willst, desto früher im Startfenster beginnst du, und dann führt der Weg über die Vorkultur. Für eine spätere Blüte lässt du dir mehr Zeit und säst direkt ins Beet.
Standort, Pflege und Krankheiten in Kürze
Standort und Boden. Sommerastern brauchen einen sonnigen, geschützten Platz und einen nährstoffreichen, feuchten, gut durchlässigen Boden. Was Sommerblumen insgesamt an Standort und Boden brauchen, fasst der Sommerblumen-Ratgeber zusammen.
Gießen und Düngen. Eine Ansaat im Beet gießt du für einen frühen Blühbeginn während der Auflaufphase in Trockenzeiten täglich. Gedüngt wird nach Bodenuntersuchung und Bedarf, nicht nach Kalender. Beides vertieft der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen.
Pflege. Hohe Sorten bekommen eine Stütze, und verblühte Köpfe schneidest du ab, um die Blüte zu verlängern. Wie du Astern über Pflanzung, Schnitt und Überwinterung begleitest, beschreibt der Pflegeratgeber.
Krankheiten. Von Asternwelke befallene Pflanzen gehören nicht auf den Kompost, weil sich widerstandsfähige Erregerstadien sonst weiterverbreiten können. Schädlinge sammelst du ab, erkrankte Pflanzenteile schneidest du heraus. Mehr zum Vorbeugen steht im Sommerblumen-Ratgeber unter Krankheiten und Schädlinge.
Kombinieren. Sommerastern eignen sich wie andere Sommerblumen als Lückenfüller im Staudenbeet. In einer bienenfreundlichen Pflanzung wählst du ungefüllte oder halbgefüllte Blüten und meidest stark gefüllte. Ideen zu Höhe, Duft und Bienen sammelt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt zum Gestalten.
Samen für die nächste Saison gewinnen
Für eigenes Saatgut lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen, statt alle verblühten Köpfe abzuschneiden. Ich markiere dafür schon während der Blüte gesunde, kräftige Pflanzen mit einem Bändchen. Geerntet wird bei trockenem Wetter, und zwar erst, wenn die Samen braun und ausgereift sind.
Zu Hause trocknest du die Samen auf Papier nach und trennst sie von Pflanzenresten. Danach kommen sie beschriftet an einen kühlen, dunklen und trockenen Platz. Die samen.liver Gartenaster gelten als orthodox, sie vertragen also das Trocknen und die trockene Lagerung.
Gartenastern werden von Insekten bestäubt und können sich mit anderen Sorten ihrer Art verkreuzen. Blühen mehrere Sorten nebeneinander, kann in deinen samen.liveshalb eine Kreuzung stecken, auch wenn du nur an einer Sorte erntest.
Samen einer Hybridsorte ernten und im nächsten Jahr dieselbe Blüte erwarten. Nachkommen aus selbst geernteten Samen von HybridsortenHybriden sind Pflanzen der ersten Tochtergeneration (F1) aus der gezielten Kreuzung zweier möglichst reinerbiger Elternlinien. Sie wachsen einheitlich und kräftig, lassen sich aber nicht zuverlässig mit ihren Eigenschaften über eigenes Saatgut weitervermehren. können anders aussehen als die Mutterpflanze.




