Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Pflege

Astern pflegen von der Keimung bis zur Blüte: Sommer- und Staudenastern

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Sommerastern sind einjährig, Glattblatt- und Raublatt-Astern sind Stauden. Danach richtet sich fast jeder Pflegeschritt.
  • Sommerastern-Mischungen keimen bei 15 bis 20 °C in 7 bis 20 Tagen.
  • Pflanzraster für Sommerastern je nach Mischung: 30 × 15 cm oder 20 × 30 cm.
  • Staudenastern im Frühjahr von dürren Stängeln befreien, danach Kompost auf den abgetrockneten Boden streuen.
  • Mehltau früh abpflücken, Pflanzen mit Asternwelke nicht auf den Kompost geben.
Pflege eines blühenden Sommerblumenbeets im Garten
Foto: Kampus Production · Pexels License · Quelle ↗

Unter dem Namen Aster wachsen zwei sehr verschiedene Pflanzen: die einjährige Sommeraster und die mehrjährigen Staudenastern. Wer beide gleich behandelt, wartet im Frühjahr vergeblich auf den Austrieb der Sommeraster. Oder er düngt die hohe Raublatt-Aster so kräftig, dass ihre Standfestigkeit leiden kann. Ich schaue deshalb zuerst auf das Etikett, bevor ich gieße, dünge oder zur Schere greife.

Kurz erklärt

Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig. Glattblatt-Astern gehören zu den Stauden, Raublatt-Astern (Symphyotrichum novae-angliae) sind mehrjährige Herbststauden. Beide Staudengruppen fasse ich hier als Staudenastern zusammen.

Sommeraster oder Staudenaster: Welche steht in deinem Garten?

Sommerastern gibt es als hohe Schnittastern, als Zwergastern für Topf und Balkon und als dicht gefüllte Mischungen wie die Prinzess Mischung. Unter den herbstblühenden Astern gibt es niedrige Sorten wie die Kissenaster ‘Rosenwichtel’ und hohe wie die Raublattaster ‘Rudelsburg’. Wie sich die Gruppen in Merkmalen, Blütezeit und Verwendung unterscheiden, zeigt der Ratgeber, welche Asternarten es gibt und was sie auszeichnet. Für den Einstieg hilft die Auswahl, welche Astersorten Einsteigern wenig Arbeit machen.

Der Pflegekalender für Astern auf einen Blick

Die Tabelle trennt die beiden Gruppen, weil sich ihre Pflege über das Jahr deutlich unterscheidet. Termine für die Anzucht trage ich mir in den Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken ein.

Pflegeschritt Sommerastern (einjährig) Staudenastern (mehrjährig)
Anzucht Vorkultur im März oder April im Haus, 1 cm tief säen (Mischung 505082); Keimung bei 15 bis 20 °C in 7 bis 20 Tagen Sorten der Raublatt-Aster über Teilung oder Stecklinge; Kissenastern als grober Richtwert im Herbst oder Frühjahr säen
Jungpflanzen pikieren 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat (Mischung 505082), vor dem Auspflanzen abhärten ausgetrocknete Topfballen vor dem Pflanzen wässern, verfilzte Wurzelballen aufreißen
Pflanzen Raster 30 × 15 cm (Mischung 505082) oder 20 × 30 cm (Straußenfelder Prachtmischung) Ende März bis Mitte Mai oder Mitte September bis Ende Oktober, frostfrei und bei nicht nassem Boden
Gießen morgens im Wurzelbereich, vorher die Bodenfeuchte prüfen Glattblatt-Astern gleichmäßig feucht halten
Düngen nach dem Ergebnis der Bodenuntersuchung Kompost im Frühjahr nach dem Rückschnitt, Raublatt-Astern kalibetont
Schnitt Blätter mit Mehltau früh abpflücken dürre Vorjahresstängel im Frühjahr entfernen
Saisonende Beet räumen, im Folgejahr ein anderes Beet wählen Stängel bis zum Frühjahrsschnitt stehen lassen
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Von der Keimung zur Jungpflanze in Kurzform

Für die Vorkultur säst du Sommerastern im Haus aus und hältst die Aussaat feucht, denn Saatgut darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Nach dem Auflaufen brauchen die Sämlinge ausreichend Licht und etwas weniger Wärme, weil viel Wärme bei Lichtmangel lange, weiche Triebe begünstigt. Den Weg vom Befüllen der Schale bis zum Pikieren beschreibt die Anleitung, wie du Astern Schritt für Schritt aussäst. Wann du Sommer- und Herbstastern säst und wie der Termin die Blüte steuert, klärt ein eigener Ratgeber.

Welchen Abstand brauchen Astern beim Pflanzen?

Vorgezogene Sommerastern härtest du vor dem Auspflanzen ab, an milden Tagen zuerst geschützt im Schatten und danach schrittweise in der Sonne. Bei niedrigen Nachttemperaturen holst du sie wieder in den Schutz. Den Abstand geben die Saatgutpackungen als Raster an, das Reihenabstand und Abstand in der Reihe gemeinsam nennt.

Aster Raster gilt für
Sommerastern, Mischung 505082 30 × 15 cm Auspflanzen oder Vereinzeln im Beet
Sommerastern, Straußenfelder Prachtmischung 20 × 30 cm Auspflanzen oder Vereinzeln im Beet
Staudenastern Angabe der Gärtnerei zur Sorte Pflanzung im Frühjahr oder im Herbst

Direkt gesäte Sommerastern wie die Prinzess Mischung vereinzelst du nach der Keimung rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand. Bei Staudenastern liegen die Wuchshöhen der Sorten weit auseinander, deshalb nimmst du den Wert, den die Gärtnerei für deine Sorte nennt. Gepflanzt werden sie bei frostfreiem, nicht heißem Wetter in Boden, der nicht nass ist.

Ausreichender Abstand verbessert die Luftzirkulation und lässt die Blätter schneller abtrocknen, sodass das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt. Gleichzeitig gehört er zur Vorbeugung gegen Echten Mehltau, der an Astern bei trocken-warmer Witterung auftreten kann. Abstand hilft also bei nassem wie bei trocken-warmem Wetter, Pilzproblemen vorzubeugen.

Standort und Boden: Was Astern brauchen

Astern stellen je nach Gruppe eigene Ansprüche an den Boden. Glattblatt-Astern wollen einen gleichmäßig feuchten Boden, Raublatt-Astern dagegen keinen zu nährstoffreichen, weil darunter ihre Standfestigkeit leiden kann. Licht, Platz im Garten und pH-Wert behandelt der Sommerblumen-Überblick im Abschnitt Standort und Boden für Sommerblumen.

Wie gießt du Astern richtig?

Glattblatt-Astern brauchen gleichmäßig feuchten Boden und vertragen Trockenheit nur kurzfristig. Einen festen Gießrhythmus gibt es trotzdem nicht, weil der Bedarf von Bodenart, Temperatur und Niederschlägen abhängt. Ich prüfe die Erde deshalb mit dem Finger, bevor ich zur Kanne greife. Gegossen wird vorzugsweise morgens im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. So geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren, und Pflanzen und Boden trocknen tagsüber wieder ab. Hängen die Blätter, prüfst du zuerst die Bodenfeuchte, denn Welke kann auch auf beginnende Wurzelfäule hinweisen.

Marias Erfahrung

Beim morgendlichen Gießen schaue ich in trocken-warmen Wochen auf die Blattoberseiten meiner Astern. Echter Mehltau beginnt dort häufig mit einzelnen weißen Flecken, und diese Blätter pflücke ich gleich ab.

Eine dünne Mulchdecke schützt offenen Boden vor Verdunstung und Verkrustung. Grasschnitt lässt du dafür anwelken und bringst ihn in dünnen Schichten aus, damit er nicht verklebt oder schimmelt. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du Mulch nur dünn aus.

Häufiger Fehler

Roher, nicht kompostierter Rindenmulch ist für Beete mit Einjahresblumen wie Sommerastern ungeeignet. Stroh, Holz und Rinde können außerdem bei ihrer Zersetzung Stickstoff im Boden binden.

Wie du Astern auch in trockenen Sommern richtig gießt, beschreibt ein eigener Ratgeber ausführlich.

Wie düngst du Astern?

Wie viel Dünger deine Astern brauchen, zeigt der Boden und nicht der Kalender. Eine Bodenuntersuchung macht sichtbar, ob Kalk und Nährstoffe fehlen oder im Überschuss vorhanden sind. Vorgesehen ist sie vor der Neuanlage eines Beets und danach alle 3 bis 5 Jahre. Vor der Probenahme düngst du nicht.

Staudenastern: Kompost nach dem Frühjahrsschnitt

Bei Staudenastern streue ich im Frühjahr nach dem Rückschnitt Kompost als Grunddünger auf den abgetrockneten Boden und arbeite ihn leicht ein. Als allgemeine Faustzahl im Garten gelten etwa 3 l Kompost je m² und Jahr. Eine Düngeberechnung für die einzelne Art ersetzt diese Faustzahl nicht. Sind Phosphor- oder Kaliumwerte stark überhöht, bringst du weniger Kompost aus.

Raublatt-Astern versorgst du ausgewogen und kalibetont. Zu nährstoffreiche Böden können ihre Standfestigkeit beeinträchtigen. Außerdem unterstützt das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Wer bei hohen Raublatt-Astern mit Stickstoff zurückhaltend bleibt, unterstützt also Standfestigkeit und Blattgesundheit zugleich.

Hornspäne liefern langsam verfügbaren Stickstoff und kommen auf Zierbeete schon im Frühjahr. Für eine Herbstgabe taugen sie ebenso wenig wie mineralische Depotdünger, weil beide ihre Nährstoffe verzögert freisetzen. Dünger gibst du möglichst auf feuchten Boden, damit die Nährstoffe gleich wirksam werden können. Bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe setzen organische Dünger nur wenig frei.

Sommerastern im Beet und Astern im Kübel

Für Sommerastern im Beet richtest du die Düngung ebenfalls nach dem Ergebnis der Bodenuntersuchung. Helles Laub und zuerst gelbe ältere Blätter können auf allgemeinen Nährstoffmangel oder Stickstoffmangel hinweisen. Am Aussehen allein lassen sich beide kaum unterscheiden.

Im Kübel verzichtest du nach dem Einsetzen in vorgedüngte Blumenerde zunächst 4 bis 6 Wochen auf Zusatzdünger. Flüssigdünger kommt danach nur auf feuchte Erde, und die Menge richtet sich nach der Dosierungsanweisung des Produkts. Kranke Pflanzen bekommen erst nach ihrer Erholung wieder Dünger. Was Astern im Gefäß sonst brauchen, zeigt der Ratgeber, wie du Astern im Topf auf Balkon und Terrasse kultivierst.

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Wann und wie schneidest du Astern?

Bei Staudenastern beginnt das Schnittjahr im Frühjahr. Dann entfernst du die dürren vorjährigen Stängel, damit der neue Austrieb Platz bekommt. Ich schaue dabei genau hin, damit ich die jungen Triebe nicht verletze.

Mini-Checkliste

Dürre Vorjahresstängel entfernen. Kompost auf den abgetrockneten Boden streuen und leicht einarbeiten. Neue Staudenastern zwischen Ende März und Mitte Mai setzen. Schere und Handschuhe nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigen.

Im Sommer greifst du zur Schere, wenn Mehltau auftritt. Sind ganze Triebe befallen, schneidest du sie bis ins gesunde Gewebe zurück. Bei Sommerastern schneide ich welke Blütenköpfe ab, wenn ich keine Samen ernten will. Für eigene Samen lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen und erntest sie bei trockenem, sonnigem Wetter. Danach trocknest du die Samen auf Papier nach und lagerst sie beschriftet kühl, dunkel und trocken.

Die Raublattaster ‘Rudelsburg’ erreicht eine Wuchshöhe von 120 bis 140 cm. Bei so hohen Sorten stecke ich früh einen Stab dazu und binde die Triebe locker an.

Mehltau, Asternwelke, Schnecken: Wie schützt du Astern?

Echter Mehltau

Echter Mehltau kann an Astern bei trocken-warmer Witterung auftreten. Er beginnt häufig mit weißen Blattflecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten. Typisch für Echten Mehltau ist ein Belag auf der Blattoberseite, der sich abwischen lässt. Einzelne kranke Blätter pflückst du früh ab, befallene Triebe schneidest du bis ins gesunde Gewebe zurück. Danach reinige ich Schere und Handschuhe, bevor ich an gesunde Pflanzen gehe. Ausreichender Abstand, gute Belichtung und Durchlüftung sowie das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung unterstützen die Vorbeugung. Ausschließen lässt sich ein Befall damit nicht, aber das Risiko lässt sich senken.

Asternwelke

Welke allein ist kein sicheres Zeichen für eine Krankheit, denn auch Trockenstress oder beginnende Wurzelfäule lassen Pflanzen welken. Prüfe deshalb zuerst die Bodenfeuchte. Bleibt bei kümmernden Pflanzen die Ursache unklar, kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären.

Achtung

Von Asternwelke befallene Pflanzen gehören nicht auf den Gartenkompost. Die Erreger können dort überdauern und mit dem Kompost im Garten verbreitet werden.

Blattläuse und Schnecken

Bei schwachem Blattlausbefall genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl. Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten im Garten fördern Nützlinge, die Blattläuse dezimieren. Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken, die du zuerst absammelst. Kommen neue nach, kann ein Schneckenzaun die Zuwanderung einschränken. Wie du Sommerblumen insgesamt vorbeugend schützt und von Hand eingreifst, beschreibt der Sommerblumen-Überblick im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

Wie überwintern Astern?

Sommerastern: Saisonende und Beetwechsel

Sommerastern sind einjährig und überdauern den Winter nicht. Sie sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen. Weil die Pflanzen mit der Saison vergehen und im nächsten Jahr ein anderes Beet brauchen, legst du ihren neuen Platz am besten schon beim Abräumen fest. Ich trage ihn dafür in den Beetplaner für deine Gartenbeete ein. Das geräumte Beet kann über Winter eine Grüneinsaat tragen, die es vor Abschwemmung und Nährstoffauswaschung schützt.

Staudenastern: stehen lassen, im Frühjahr aufräumen

Staudenastern bleiben im Beet und treiben im Frühjahr neu aus. Ihre dürren Stängel nimmst du erst im Frühjahr heraus. Mit Mehltau befallene Teile entfernst du dagegen aus dem Beet, und Pflanzen mit Asternwelke kommen nicht auf den Kompost. Kompost streust du nicht als pauschale Herbstgabe, sondern im Spätwinter oder Frühjahr, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Neue Staudenastern kannst du noch von Mitte September bis Ende Oktober pflanzen, solange das Wetter frostfrei und der Boden nicht nass ist.

Astern in Kasten und Kübel

Zwergastern sind einjährige Topf- und Balkonpflanzen, für sie gilt das Saisonende der Sommerastern. In frei stehenden Gefäßen friert der Wurzelballen schneller durch als im Gartenboden. Breite und tiefe Kästen schützen die Wurzeln winterharter Herbstpflanzen besser als kleine Gefäße. Bei stärkerem Frost oder Dauerfrost umwickelst du die Gefäße mit Kokosmatten, wenn du sie nicht geschützter aufstellen kannst. Auch im Winter brauchen die Pflanzen bei frostfreiem Wetter nach Bedarf Wasser. Dünger benötigt eine winterharte Herbstbepflanzung in frischer Blumenerde über den Winter dagegen nicht. Die Abzugslöcher bleiben offen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Allgemeines zu Gefäßen im Winter steht im Sommerblumen-Überblick unter Topf, Überwintern und Stecklinge.

Wie vermehrst du Astern?

Sommerastern ziehst du jedes Jahr neu aus Samen, wobei eigene Samen von Hybridsorten Pflanzen bringen können, die anders aussehen als die Mutterpflanze. Sorten der Raublatt-Aster werden durch Teilung oder Stecklinge vermehrt, und über Stecklinge bleiben die Eigenschaften der Mutterpflanze erhalten. Wie du Stecklinge auswählst und bewurzelst, steht ebenfalls im Sommerblumen-Überblick unter Topf, Überwintern und Stecklinge.

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Astern im Beet und in der Vase

Sommerastern eignen sich als Lückenfüller im Staudenbeet, während hohe Stauden bei der Gestaltung eher im Hintergrund stehen. Wie du ein Staudenbeet mit Astern nach Höhe und Farbe planst und welche Pflanzpartner zu Astern passen, zeigen zwei eigene Ratgeber. Für die Vase schneidest du frühmorgens und stellst die Stiele sofort ins Wasser. Wie Astern danach in der Vase lange frisch bleiben, erklärt der Schnittblumen-Ratgeber.

Passt dazu

Dicht gefüllte Sorten wie die Sommeraster Prinzess Mischung stuft der Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Für Insekten eignen sich ungefüllte und halbgefüllte Blüten als Pollen- und Nektarquellen. Ein eigener Ratgeber zeigt, welche Astern in den Naturgarten passen.

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Häufige Fragen

Wann ist die richtige Zeit für die Astern-Aussaat?
Sommerastern ziehst du im Haus vor, Saatguthersteller nennen dafür zum Beispiel März oder April. Samen von Sommerastern-Mischungen keimen bei 15 bis 20 °C. Bis die Keimlinge erscheinen, vergehen 7 bis 20 Tage. Kissenastern kannst du als groben Richtwert im Herbst oder im Frühjahr säen.
Welchen Pflanzabstand brauchen Astern, und warum ist er für ihre Gesundheit wichtig?
Sommerastern der Mischung 505082 pflanzt oder vereinzelst du im Raster von 30 × 15 cm. Für die Straußenfelder Prachtmischung ist ein Raster von 20 × 30 cm angegeben. Bei Staudenastern liegen die Wuchshöhen der Sorten weit auseinander, deshalb richtet sich ihr Abstand nach der Sorte. Ausreichender Abstand verbessert die Luftzirkulation, die Blätter trocknen schneller ab, und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt.
Wie schützt du Astern vor Mehltau und anderen Krankheiten?
Echter Mehltau kann an Astern bei trocken-warmer Witterung auftreten und beginnt häufig mit weißen Blattflecken. Einzelne kranke Blätter pflückst du früh ab, befallene Triebe schneidest du bis ins gesunde Gewebe zurück. Ausreichender Abstand, gute Belichtung und Durchlüftung sowie das Vermeiden von Stickstoffüberdüngung unterstützen die Vorbeugung. Pflanzen mit Asternwelke gehören nicht auf den Gartenkompost, weil die Erreger dort überdauern und verbreitet werden können.
Welche besonderen Pflegemaßnahmen brauchen Herbstastern?
Herbstastern wie die Raublatt-Astern sind mehrjährige Stauden, bei ihnen beginnt die Pflege im Frühjahr. Dann entfernst du die dürren vorjährigen Stängel, damit der neue Austrieb Platz bekommt. Anschließend streust du Kompost als Grunddünger auf den abgetrockneten Boden und arbeitest ihn leicht ein. Raublatt-Astern versorgst du ausgewogen und kalibetont, denn zu nährstoffreiche Böden können ihre Standfestigkeit beeinträchtigen.
Worin unterscheiden sich Sommerastern von Herbstastern?
Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig und werden jedes Jahr neu aus Samen gezogen. Herbstastern wie die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) sind mehrjährige Stauden, die im Frühjahr neu austreiben. Für Sommerastern gilt außerdem, dass sie nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet kommen. Staudenastern bleiben am Platz, ihre dürren Stängel entfernst du im Frühjahr.
Wie lassen sich Astern vermehren und teilen?
Sorten der Raublatt-Aster werden durch Teilung oder Stecklinge vermehrt. Über Stecklinge bleiben die Eigenschaften der Mutterpflanze erhalten, dafür nimmst du feste, noch unverholzte Triebe gesunder, kräftiger Pflanzen. Sommerastern sind einjährig und werden über Samen vermehrt. Eigene Samen von Hybridsorten können Pflanzen bringen, die anders aussehen als die Mutterpflanze.
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