Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Sorten

Astern für Anfänger: Pflegeleichte Sorten und typische Einsteigerfehler

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Sommerastern sind einjährig und nicht winterhart, Herbstastern wie die Raublatt-Aster wachsen als Stauden an ihrem Platz weiter.
  • Raublatt-Astern gelten als gut mehltauresistent und überstehen kurzfristige Trockenheit weit besser als Glattblatt-Astern.
  • Kissenastern wie 'Rosenwichtel' bleiben mit 20 bis 30 cm niedrig, handelsübliche Herbstastern im Topf werden im Folgejahr wesentlich höher.
  • Bei Sorge vor Asternwelke wählst du Sommerastern, die der Hersteller als welkeresistent ausweist.
  • Sommerastern setzt du nicht zweimal hintereinander auf dasselbe Beet.
Vielfalt bunter Sommerblumen in unterschiedlichen Farben
Foto: Samuel Phillips · Pexels License · Quelle ↗

Im Herbst stehen sie überall im Gartenhandel: kugelige Astern im Topf, dicht mit Blüten besetzt. Wer so eine Aster ins Beet setzt, erlebt im nächsten Jahr eine Überraschung. Handelsübliche Herbstastern im Topf sind etwa 30 bis 40 cm hoch und kugelig, im Folgejahr werden sie wesentlich höher und weniger kompakt. Ich lese deshalb vor dem Kauf zuerst das Etikett: Sortenname, Endhöhe und ob die Aster einjährig ist oder als Staude bleibt.

Mit diesen drei Angaben findest du Astern, die dir als Einsteiger wenig Arbeit machen. Ich stelle dir die passenden Sorten vor, sage dir, was jede anfängertauglich macht, und zeige dir die typischen Fehler.

Warum Astern ein guter Einstieg in den Garten sind

Astern bieten dir zwei Wege in den Garten, die sich in der Bindung unterscheiden. Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig und nicht winterhart, du probierst sie also eine Saison lang aus. Herbstastern der Gattung Symphyotrichum, etwa die Raublatt-Aster, sind dagegen mehrjährige Stauden. Wie sich diese Gruppen und weitere Arten im Einzelnen unterscheiden, zeigt der Überblick, welche Asternarten es gibt und was sie auszeichnet.

Für den Anfang zählt außerdem die späte, lange Blüte. Sommerastern blühen von Juli bis Oktober. Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost und werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht. Auch für die Vase taugen beide Gruppen, denn Sommerastern eignen sich als Schnittblumen und zahlreiche Glattblatt-Sorten ebenso.

Für sehr unterschiedliche Plätze gibt es passende Arten. Raublatt-Astern brauchen Sonne und frischen bis feuchten Boden. Die heimische Berg-Aster eignet sich für sonnige Plätze mit trockenem bis frischem, vorzugsweise kalkhaltigem Boden. Für halbschattige Gartenbereiche gibt es die Weiße Wald-Aster und Sorten der Wald-Aster.

Ganz ohne Arbeit geht es trotzdem nicht. Hohe Sommerastern brauchen eine Stütze, und Verblühtes entfernst du, um die Blüte zu verlängern. Außerdem sollen Sommerastern nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet. Weil sie einjährig sind und zugleich den Platz wechseln müssen, planst du für das zweite Asternjahr ein anderes Beet ein, während eine Staudenaster an ihrem Platz weiterwächst. Ich notiere mir dafür jedes Jahr, wo die Sommerastern standen. Wer das nicht im Kopf behalten will, trägt die Standorte in einen Plan der eigenen Beete ein.

Die pflegeleichten Astersorten für Einsteiger

Die Auswahl ordnet die Sorten danach, was sie dir als Einsteiger abnehmen. In der Tabelle stehen Höhe, Pluspunkt und typischer Fehler, darunter erkläre ich jede Sorte.

Sorte Gruppe Höhe Was Einsteigern hilft Typischer Fehler
‘Standy Mischung’ Sommeraster keine Angabe Hersteller weist Resistenz gegen Asternwelke aus für Insekten gekauft, beim Hersteller aber nicht als Bienenweide eingestuft
‘Riesen-Prinzess-Mischung’ Sommeraster 70 bis 80 cm vom Hersteller als welkeresistente Schnittaster beschrieben hohe Pflanzen ohne Stütze
‘Prinzess Mischung’ Sommeraster 60 bis 80 cm große, dicht gefüllte Kissenblüten für die Vase Sämlinge nicht rechtzeitig vereinzelt
Raublatt-Aster ‘Rudelsburg’ Herbstaster 120 bis 140 cm Raublatt-Astern gelten als gut mehltauresistent zu nährstoffreicher Boden
Glattblatt-Aster ‘Zauberspiel’ Herbstaster 80 bis 100 cm zahlreiche Glattblatt-Sorten sind gute Schnittblumen trockener Stand, danach häufig Mehltau
Kissenaster ‘Rosenwichtel’ Herbstaster 20 bis 30 cm niedriger Wuchs als Sortenangabe namenlose Topfware statt Sorte gekauft
Myrtenaster ‘Herbstmyrte’ Herbstaster 90 bis 130 cm gilt als gut standfest nach Topfgröße statt Endhöhe eingeplant
Mini-Checkliste

Beim Asternkauf prüfe ich zuerst den Sortennamen, nicht die Kugelform im Topf. Danach schaue ich, ob die Aster einjährig ist oder als Staude bleibt, wie hoch sie wird und ob sie eine Stütze braucht. Sind dir Insekten wichtig, achtest du auf ungefüllte Blüten. Bei Sommerastern lohnt die Resistenzangabe des Herstellers, bei Glattblatt-Astern die Frage, ob der Boden gleichmäßig feucht bleibt.

Sommerastern: eine Saison zum Ausprobieren

Sommerastern passen zu dir, wenn du dich erst einmal nur für ein Jahr festlegen willst. Weil sie einjährig sind, entscheidest du jedes Frühjahr neu über Sorte und Beet.

‘Standy Mischung’ und ‘Riesen-Prinzess-Mischung’: Sorten mit Welke-Angabe

Bei Sommerastern spielt die Asternwelke eine besondere Rolle. Nach einem Befall ist am betroffenen Standort eine Anbaupause für Astern von 5 bis 7 Jahren einzuhalten. Für die ‘Standy Mischung’ weist ihr Hersteller eine Resistenz gegen Asternwelke aus. Die ‘Riesen-Prinzess-Mischung’ beschreibt ihr Hersteller als welkeresistente Schnittaster. Eine Resistenzangabe bleibt eine Herstellerangabe und keine Garantie, deshalb kommen auch diese Sorten nicht zweimal hintereinander auf dasselbe Beet.

Die ‘Riesen-Prinzess-Mischung’ wird 70 bis 80 cm hoch. Die dicht gefüllten Blüten erreichen bis zu 15 cm Durchmesser und erscheinen von August bis Oktober. Bei dieser Höhe ist der typische Fehler die fehlende Stütze, denn hohe Sommerastern brauchen Halt.

Bei der ‘Standy Mischung’ liegt der Haken woanders. Mit ihren dicht gefüllten Kissenblüten ist sie beim Hersteller nicht als Bienenweide eingestuft. Wer mit Sommerastern vor allem Insekten füttern will, greift hier daneben.

Marias Erfahrung

Bei hohen Sommerastern stecke ich den Stab gleich beim Pflanzen mit in die Erde. Wenn die Triebe wachsen, binde ich sie locker nach und schaue dabei unter die Blätter.

‘Prinzess Mischung’: gefüllte Schnittaster für die Vase

Die ‘Prinzess Mischung’ wird 60 bis 80 cm hoch und blüht von Juli bis Oktober. Dabei trägt sie große, dicht gefüllte Kissenblüten mit heller Mitte. Prinzess-Astern gibt es unter anderem in Blau, Gelb, Feuerrot und Weiß sowie als Farbmischung. Für die Vase schneidest du Sommerastern, wenn sich zwei bis drei Blütenkreise geöffnet haben.

Der typische Einsteigerfehler passiert hier schon im Saatbeet: Die Sämlinge bleiben zu dicht stehen. Nach der Keimung vereinzelst du sie deshalb rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand. Ausreichender Pflanzabstand verbessert die Luftzirkulation und das Abtrocknen der Blätter, wodurch das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt. Rechtzeitig verzogen wird auch die Sommeraster ‘Strahlen Mischung’; wie du Strahlen-Astern über Gießen und Düngen bis zur Blüte begleitest, steht in einem eigenen Ratgeber.

Ungefüllte Sommerastern für Insekten

Auch die ‘Prinzess Mischung’ stuft ihr Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Für einen bienenfreundlichen Blumengarten sind ungefüllte Blüten mit zugänglichem Pollen zu bevorzugen, und Sommerasternmischungen mit ungefüllten Blüten gibt es in verschiedenen Farben. Weil beide gefüllten Mischungen nicht als insektenfreundlich eingestuft sind, entscheidest du dich für Bienen also schon beim Saatgutkauf für eine ungefüllte Mischung. Pauschal wertlos sind gefüllte Blüten für Bienen allerdings nicht, denn auch gefüllt blühende Pflanzen können Staubgefäße mit sichtbarem Pollen oder Nektar bilden.

Herbstastern (Symphyotrichum): Stauden für einen festen Platz

Herbstastern pflanzt du einmal und lässt sie an ihrem Platz wachsen. Für Einsteiger entscheidet vor allem die Wahl zwischen Raublatt- und Glattblatt-Aster, dazu kommen niedrige Kissenastern und die hohe Myrtenaster.

Raublatt-Aster: gilt als mehltauresistent und verträgt kurze Trockenheit

Die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) stammt aus Nordamerika. Im Beet wächst sie horstig ohne Ausläufer. Als Pluspunkt für Einsteiger gilt sie als gut mehltauresistent, und kurzfristige Trockenheit übersteht sie weit besser als die Glattblatt-Aster. Je nach Sorte wird die Raublatt-Aster 60 bis 150 cm hoch. ‘Rudelsburg’ erreicht 120 bis 140 cm und blüht in hellem Magentarot. ‘Herbstschnee’ blüht reinweiß, ‘Violetta’ dunkellila.

Bevorzugt steht die Raublatt-Aster in der Sonne auf nährstoffreichen, frischen Lehmböden. Der typische Einsteigerfehler ist zu viel Dünger, denn auf zu nährstoffreichem Boden kann sie an Standfestigkeit verlieren. Ich streue nach dem Frühjahrsschnitt Kompost als Grunddünger und schaue im Sommer, ob die Triebe aufrecht stehen. Verkahlt die Aster unten, verdecken hohe Fetthennen davor die kahlen Stängelbereiche.

Glattblatt-Aster: gute Schnittblume mit hohem Wasseranspruch

Die Glattblatt-Aster (Symphyotrichum novi-belgii) gehört ebenfalls zu den Stauden. ‘Zauberspiel’ wird 80 bis 100 cm hoch und blüht reinweiß, beim Abblühen mit einem rosa Hauch. Die Sorte ‘Dauerblau’ erreicht etwa 150 cm. Zahlreiche Glattblatt-Sorten liefern gute Schnittblumen für die Vase.

Für Einsteiger hat diese Aster einen Haken. Für gesundes Wachstum braucht sie gleichmäßig feuchten Boden und verträgt Trockenheit nur kurzfristig. Trockenheit hat bei Glattblatt-Astern häufig Mehltaubefall zur Folge. Wer nicht regelmäßig gießen kann, nimmt also besser die Raublatt-Aster, die kurzfristige Trockenheit weit besser übersteht und als gut mehltauresistent gilt.

Achtung

Die Glattblatt-Aster kommt in Deutschland als etablierte neophytische Art vor und steht als invasive Art auf der Managementliste. In der freien Natur ist das Ausbringen gebietsfremder Pflanzen genehmigungspflichtig, Gärten an Gebäuden zählen nicht zur freien Natur.

Kissenastern: niedrig nach Sortenname

Kissenastern sind die niedrigen Herbstastern in dieser Auswahl. ‘Rosenwichtel’ wird 20 bis 30 cm hoch und blüht lilarosa von Ende September bis Ende Oktober. ‘Apollo’ und ‘Herbstgruß vom Bresserhof’ erreichen 30 bis 50 cm. Die blaue Kissenaster ‘Blauer Gletscher’ wird etwa 25 bis 35 cm hoch.

Bei Kissenastern hilft der Blick aufs Etikett ganz direkt. Die Höhe von ‘Rosenwichtel’ ist eine Sortenangabe, handelsübliche Herbstastern im Topf werden dagegen im Folgejahr wesentlich höher und weniger kompakt. Wer dauerhaft niedrige Astern will, kauft deshalb nach Sortenname und nicht nach der Kugelform im Topf.

Myrtenaster ‘Herbstmyrte’: hoch und standfest

Die weiß blühende Myrtenaster ‘Herbstmyrte’ wird 90 bis 130 cm hoch. Trotz dieser Höhe gilt sie als gut standfest. Myrten-Astern ergänzen das Blütenangebot für Bienen im Oktober. Bei der Staudenbeetgestaltung stehen hohe Leitstauden eher im Hintergrund, kleinere Begleitpflanzen davor. Plane die ‘Herbstmyrte’ deshalb nach ihrer Endhöhe ein und nicht nach der Größe im Verkaufstopf.

Astern für trockene, kalkige und halbschattige Plätze

Neben Sommer- und Herbstastern gibt es Arten der Gattung Aster, die besondere Plätze füllen. Die heimische Berg-Aster (Aster amellus) eignet sich für sonnige Plätze mit trockenem bis frischem, vorzugsweise kalkhaltigem Boden. Kompakte Bergastern lassen sich dort mit Salbei und Lavendel kombinieren. Weil die Glattblatt-Aster gleichmäßig feuchten Boden braucht und die Berg-Aster auch trockenen Boden verträgt, ist die Berg-Aster die passende Wahl für den sonnigen Platz, an dem die Glattblatt-Aster zu trocken stünde.

Die wilde Alpen-Aster (Aster alpinus) wird nur 5 bis 15 cm hoch und blüht anders als Herbstastern von Juni bis August. Wild wächst sie mit blauvioletten Zungenblüten an trockenen bis frischen, basenreichen Felsfluren. Die Goldhaar-Aster (Aster linosyris) blüht von Ende August bis Anfang Oktober auf sommerwarmen, oft flachgründigen Kalkböden. Die Pyrenäen-Aster ‘Lutetia’ blüht von Mitte August bis Anfang Oktober und lässt sich in trockenen bis frischen Freiflächen einsetzen, sogar am sonnigen Gehölzrand.

Im Halbschatten setzt du auf die Weiße Wald-Aster oder eine Sorte der Wald-Aster. Welche Astern darüber hinaus in einen naturnahen Garten passen, beschreibt der Ratgeber über heimische und wilde Astern für den Naturgarten.

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Standort, Pflege und Gesundheit kurz gefasst

Sommerastern wünschen sich einen geschützten, vollsonnigen Platz mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. Bewahre sie vor zu nassen Bodenverhältnissen und übermäßiger Stickstoffdüngung. Wie du Licht und Boden grundsätzlich einschätzt, steht im Abschnitt Standort und Boden unseres Sommerblumen-Ratgebers.

Bei der Pflege entfernst du Verblühtes, um die Blüte zu verlängern, und stützt hohe Sorten. An Staudenastern schneidest du die dürren vorjährigen Stängel im Frühjahr ab, damit der neue Austrieb Platz erhält; über Winter bieten sie Insekten Quartiere. Den ganzen Ablauf mit Schnitt, Pflanzenschutz und Überwinterung beschreibt der Ratgeber, wie du Astern durch das Gartenjahr pflegst.

Echter Mehltau kann an Astern bei trocken-warmer Witterung auftreten und beginnt häufig mit weißen Blattflecken. Kranke Blätter pflückst du frühzeitig ab, befallene Triebe schneidest du bis ins gesunde Gewebe zurück. Bei pilzbedingter Asternwelke kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben, und solche Pflanzen gehören nicht auf den Kompost, weil die Erreger dort überdauern und weiterverbreitet werden können.

Sorten der Raublatt-Aster werden durch Teilung oder Stecklinge vermehrt, über Stecklinge bleiben die Eigenschaften der Mutterpflanze erhalten. Sommerastern ziehst du jedes Jahr aus Samen; da Insekten sie bestäuben, können sie sich mit anderen Sorten verkreuzen. Im Jahreslauf säst du Sommerastern im Frühjahr, ab Juli blühen sie, und im Herbst setzen die Herbstastern bis zum Frost die Blütenakzente.

Aussaat und Pflanzung in Kürze

Bei einer hohen Sommerasternmischung ist Direktsaat im Mai und Juni vorgesehen, sodass du ohne Anzucht auf der Fensterbank auskommst. Herbstastern pflanzt du als Stauden von Ende März bis Mitte Mai oder von Mitte September bis Ende Oktober, bei frostfreiem, nicht heißem Wetter und nicht nassem Boden. Wie du Astern säst, pikierst und auspflanzt, zeigt eine eigene Anleitung, und wann du Sommer- und Herbstastern säst, erklärt der Ratgeber zum Zeitpunkt.

Astern im Beet, im Topf und für Insekten

Im Staudenbeet lassen sich spät austreibende Prärieastern mit Blumenzwiebeln, Türkenmohn und Tränendem Herz kombinieren, deren einziehendes Laub sie später überdecken. Hohe Ziergräser eignen sich als Begleiter von Raublatt- und Glattblatt-Astern. Wie du ein Staudenbeet mit Astern nach Höhen und Farben aufbaust, erklärt ein eigener Ratgeber, weitere Begleiter findest du bei den Ideen, mit welchen Pflanzpartnern du Astern kombinierst.

Für Topf und Balkon gibt es eine Zwergastern-Mischung der Sommeraster, die als einjährige Topf- und Balkonpflanze geführt wird. Jedes Gefäß braucht dafür einen Wasserabzug. Wie Astern in Töpfen auf Balkon und Terrasse gedeihen, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Ungefüllte Herbstastern können das Blütenangebot für Bienen über die Saison ergänzen. Welchen Wert Astern als späte Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten haben, liest du im Ratgeber zum Insektengarten.

SORTENEMPFEHLUNG
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Häufige Fragen

Warum eignen sich Astern besonders gut für Gartenneulinge?
Astern lassen dich wählen, wie lange du dich bindest: Sommerastern sind einjährig und nicht winterhart, Herbstastern wie die Raublatt-Aster wachsen als Stauden an ihrem Platz weiter. Die Blüte kommt spät im Jahr, bei Sommerastern von Juli bis Oktober, bei Raublatt- und Glattblatt-Astern bis zum ersten Frost. Für sonnige, trockene, feuchte und halbschattige Plätze gibt es jeweils passende Arten.
Welche Astern-Sorten gelten als besonders robust und pflegeleicht?
Raublatt-Astern gelten als gut mehltauresistent und überstehen kurzfristige Trockenheit weit besser als Glattblatt-Astern. Bei den Sommerastern weist der Hersteller die 'Standy Mischung' als resistent gegen Asternwelke aus, die 'Riesen-Prinzess-Mischung' beschreibt er als welkeresistente Schnittaster. Die Myrtenaster 'Herbstmyrte' gilt trotz 90 bis 130 cm Höhe als gut standfest. Kissenastern wie 'Rosenwichtel' bleiben mit 20 bis 30 cm niedrig.
Was ist der Unterschied zwischen Glattblatt-Astern und Raublatt-Astern?
Die Raublatt-Aster heißt botanisch Symphyotrichum novae-angliae, die Glattblatt-Aster Symphyotrichum novi-belgii, und beide wachsen als Stauden. Raublatt-Astern überstehen kurzfristige Trockenheit weit besser und gelten als gut mehltauresistent. Glattblatt-Astern brauchen gleichmäßig feuchten Boden, bei Trockenheit folgt häufig Mehltau, dafür liefern zahlreiche Sorten gute Schnittblumen. In Deutschland steht die Glattblatt-Aster als invasive Art auf der Managementliste.
Stimmt es, dass Astern winterharte Pflanzen sind?
Das hängt von der Gruppe ab. Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig und nicht winterhart, du säst sie jedes Jahr neu. Raublatt- und Glattblatt-Astern wachsen dagegen als mehrjährige Stauden; bei ihnen entfernst du im Frühjahr die dürren vorjährigen Stängel, damit der neue Austrieb Platz hat.
Wann ist die beste Pflanzzeit für Astern in mitteleuropäischen Gärten?
Herbstastern pflanzt du als Stauden von Ende März bis Mitte Mai oder von Mitte September bis Ende Oktober, jeweils bei frostfreiem, nicht heißem Wetter und auf nicht nassem Boden. Bei einer hohen Sommerasternmischung beginnt die Vorkultur im März oder April im Haus, ausgepflanzt wird im Mai und Juni. Wer nicht vorziehen will, sät dieselbe Mischung im Mai und Juni direkt ins Beet.
Welche Standortansprüche haben Astern im Garten?
Das hängt von der Art ab. Raublatt-Astern brauchen Sonne und frischen bis feuchten Boden, die Berg-Aster sonnige Plätze mit trockenem bis frischem, vorzugsweise kalkhaltigem Boden. Für halbschattige Bereiche eignen sich die Weiße Wald-Aster und Sorten der Wald-Aster. Sommerastern mögen einen geschützten, vollsonnigen Platz mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden, der nicht zu nass ist.
Was macht Astern zu wertvollen Insektenweiden im Spätsommer?
Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost und werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht. Myrten-Astern ergänzen das Blütenangebot für Bienen im Oktober. Bei Sommerastern zählt die Blütenform: Die dicht gefüllte 'Standy Mischung' ist beim Hersteller nicht als Bienenweide eingestuft, ungefüllte Blüten bieten dagegen zugänglichen Pollen.
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