Wunderblumen vermehren: Samen säen, pikieren und Stecklinge ziehen
- Im Haus ab März oder April vorziehen, im Mai direkt ins Beet säen.
- Samen einzeln 0,5 bis 1 cm tief in frische Aussaaterde legen.
- Zum Keimen 18 bis 22 °C und gleichmäßige Feuchte ohne Nässe.
- In Schalen gesät wird pikiert, sobald die ersten echten Blätter da sind.
- Erst abhärten, dann im Mai auspflanzen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.
- Stecklinge erhalten die Eigenschaften der Mutterpflanze.
- Samen und Wurzeln sind giftig, Saatgut deshalb beschriftet und für Kinder unerreichbar lagern.

Wunderblumensamen sind groß und lassen sich gut greifen, und trotzdem bleibt manche Anzuchtschale leer. Mögliche Gründe sind zu kühle oder zu nasse Erde und fehlende Geduld. Ich ziehe meine Wunderblumen jedes Frühjahr auf der Fensterbank vor und lege dafür jedes Korn in einen eigenen kleinen Topf. Vom Korn bis zur Jungpflanze im Beet sind es überschaubare Schritte, und für eine ausgewählte Pflanze gibt es zusätzlich den Weg über StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze..
Die Wunderblume, botanisch Mirabilis jalapa, ist eine mehrjährige, nicht winterharte Knollenpflanze, die häufig einjährig kultiviert wird. Die duftenden Blüten öffnen sich am späten Nachmittag, schließen sich am nächsten Morgen und erscheinen von Juli bis Oktober. Was Sommerblumen allgemein auszeichnet, steht im Ratgeber Sommerblumen im Kurzporträt mit Lebensdauer und Herkunft.
Wunderblume Samen: groß, giftig und lagerfähig
Wunderblumensamen haben ein hohes Tausendkorngewicht und gehören damit zu den großen Samen. Im Lagerverhalten gelten sie als orthodox, das heißt: Gut getrocknet lassen sie sich aufbewahren. Beim Umgang mit dem Saatgut zählt vor allem Vorsicht, weil die Samen giftig sind.
Das Tausendkorngewicht gibt an, wie viel 1000 Samen wiegen. Bei der Wunderblume sind es für Wild- und GenbankmaterialGenbankmaterial ist Saat- oder Pflanzgut aus dem Bestand einer Genbank, etwa einer Sammlung von Kulturpflanzen und ihren wilden Verwandten. Es wird nur in kleinen Mengen abgegeben und ist keine Ware eines kommerziellen Saatgutlieferanten. 63,42 bis 116,2 g. Zum Vergleich: Bei der Lobelie wiegen 1000 Samen nur 0,03 bis 0,04 g.
Samen und Wurzeln der Wunderblume sind giftig, eingestuft in eine geringe Giftigkeitsstufe. Der Umgang mit den Wurzeln kann Hautentzündungen auslösen. Bewahre das Saatgut beschriftet und für Kinder unerreichbar auf, und beaufsichtige kleine Kinder im Garten. Wurden Samen verschluckt, entferne Reste aus dem Mund, ruf ein Giftinformationszentrum oder ärztliche Hilfe an und löse kein Erbrechen aus.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Ein vollsonniger Standort ist geeignet; vor kalten, austrocknenden Winden schützen.
- Bodenart
Kalkhaltige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Kübel ziehen.
Aussaat und Vermehrung
- Saattiefe
Das angebotene Saatgut etwa 0,5 - 1 cm tief säen.
Pflege
- Pflege
Vor kalten, austrocknenden Winden schützen; vor dem Herausnehmen der Knollen im Herbst zurückschneiden.
- Düngung
Für gutes Wachstum gelegentlich düngen und mäßig mit Wasser versorgen.
Lebensform und Verwendung
- Verwendung
Die Pflanze eignet sich für Terrassen- und Gefäßbepflanzung, Blumenrabatten und Beete.
Wann säst du Wunderblumen aus?
Im Haus beginnt die Anzucht im März oder April. Direkt ins Beet säst du im Mai. Vorgezogene Pflanzen kommen ebenfalls im Mai hinaus, aber erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.
| Schritt | Angabe für die Wunderblume |
|---|---|
| Anzucht im Haus | März oder April |
| Aussaat direkt ins Beet | Mai |
| Saattiefe | 0,5 bis 1 cm |
| Keimtemperatur | 18 bis 22 °C |
| Keimdauer | 7 bis 14 Tage, einzelne Samen bis 84 Tage |
| Auspflanzen | Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht |
| Blütezeit | Juli bis Oktober |
Welcher Weg passt, hängt von deinem Platz und deiner Zeit ab. Bei der Vorkultur hast du die Keimtemperatur selbst in der Hand, und die Pflanzen starten früher. Dafür kommen PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. oder Umtopfen und das AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten. als Arbeitsschritte dazu. Die Direktsaat im Mai spart dir diese Schritte. Nötig sind dafür ein gut vorbereitetes Saatbeet und Aufmerksamkeit beim Jäten, weil du die Keimlinge sicher von Unkraut unterscheiden musst. Ich ziehe die meisten Pflanzen vor und lege im Mai zusätzlich einzelne Samen in die Lücken im Beet.
Welche Arbeit bei Wunderblumen wann ansteht, vom Aussaattermin bis zur Knollenüberwinterung, zeigt der Jahresplan für die Wunderblumen-Pflege. Die Termine weiterer Arten hast du im druckbaren Aussaatkalender für Sommerblumen im Blick.
Vorbereitung: Erde, Töpfe und ein warmer Platz
Für die Vorkultur nimmst du frische Erde, die ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnet ist. Geeignet ist hygienische, nährstoffarme, humose und gut durchlässige Erde. Der Salzgehalt sollte unter 0,5 g je Liter liegen. Töpfe und Schalen müssen sauber sein und einen Wasserabzug haben, damit keine Staunässe entsteht.
Feine Samen säst du breitwürfig in Schalen, größere Samen einzeln in kleine Töpfe. Weil Wunderblumensamen zu den großen Samen gehören, bekommt bei mir jedes Korn seinen eigenen Topf. Das spätere Pikieren entfällt damit.
frische Aussaaterde · saubere kleine Töpfe mit Abzugsloch · Etikett mit Sorte und Datum · Platz mit 18 bis 22 °C · durchsichtige Haube, die nicht luftdicht schließt
So säst du Wunderblumen im Haus
Fülle die Töpfe mit Aussaaterde und feuchte sie an. Lege in jeden Topf ein Korn und bedecke es so, dass es 0,5 bis 1 cm tief liegt. Drücke die Erde leicht an und stelle die Töpfe an einen Platz mit 18 bis 22 °C.
Eine durchsichtige Haube hält die Feuchte im Topf. Luftdicht schließen darf sie nicht, und bis zur Keimung lüftest du täglich. Sobald die Keimlinge da sind, nimmst du die Haube ab. Halte die Erde die ganze Zeit gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Die ersten Keimlinge zeigen sich nach 7 bis 14 Tagen.
Ich schaue jeden Morgen unter die Hauben, bevor ich lüfte. Hängen dicke Tropfen innen am Deckel, wische ich sie ab, bevor ich ihn wieder auflege.
Direktsaat im Beet: so säst du vor Ort
Im Mai kannst du Wunderblumen direkt an ihren späteren Platz säen. Bereite dafür ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes Saatbeet vor. Lege die Samen einzeln 0,5 bis 1 cm tief ab, und zwar gleich mit dem Abstand, den die Pflanzen später brauchen. Die Werte dafür findest du beim Auspflanzen.
Bis zum Auflaufen darf die Saat nicht austrocknen. Für einen frühen Blühbeginn gießt du Sommerblumenansaaten während der Auflaufphase in Trockenzeiten täglich. Stehen Sämlinge zu dicht, ziehst du die schwächeren rechtzeitig heraus.
Markiere die Saatstellen mit kleinen Stäben. Beim Jäten unterscheidest du die Keimlinge der Wunderblume dann leichter von Unkraut.
Keimlinge pflegen: Wasser, Licht und Wärme
Gießen ohne Staunässe
Während und unmittelbar nach der Keimung darf die Erde nicht austrocknen. Stehendes Wasser begünstigt dagegen Wurzelfäulnis, deshalb brauchen alle Anzuchtgefäße einen Abzug. In torffreier Erde trocknet die Oberfläche schneller ab als die Schicht darunter. Prüfe die Feuchte deshalb mit dem Finger tiefer im Topf. Ich hebe die kleinen Töpfe zusätzlich morgens kurz an und gieße nur die, die sich leicht anfühlen.
Licht und Temperatur nach dem Auflaufen
Nach dem Auflaufen brauchen die Keimlinge viel Licht. Bei Lichtmangel werden Jungpflanzen lang, instabil und hellgrün. Senke nach der Keimung außerdem die Temperatur, denn viel Wärme bei wenig Licht begünstigt lange, weiche Triebe.
Pikieren: Sämlinge in eigene Töpfe setzen
Hast du in eine Schale gesät, pikierst du, sobald nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. die ersten echten Blätter erscheinen. Halte den Sämling dabei ohne Zug an den Keimblättern. Setze die Wurzel gerade und nicht umgebogen ins neue Pflanzloch. Dann schließt du das Loch seitlich, gießt an und drückst die Erde leicht an.
Als PikiererdePikiererde ist ein humoses, nur schwach gedüngtes Substrat, in das du Sämlinge beim Pikieren einzeln umsetzt. Sie kommt nach der Aussaat zum Einsatz, wenn die Jungpflanzen aus der Aussaatschale in eigene Töpfe wandern. eignet sich Erde mit etwas Dünger, die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt. Bei genug Platz setzt du die Sämlinge zunächst in 8-cm-Töpfe. Später ziehen sie bei Bedarf in größere Töpfe um.
Liegt jedes Korn von Anfang an im eigenen Topf, entfällt das Pikieren. Wird der Topf zu eng, setzt du die Jungpflanze mit dem ganzen Ballen in einen größeren.
Als allgemeine Orientierung für den Salzgehalt gelten unter 0,5 g/l für Aussaaterde, bis 1,5 g/l beim Pikieren und 2,5 bis 3 g/l für Kübel- und Balkonkastenerde. Für Aussaat und Pikieren ist Balkonkastenerde deshalb zu salzreich.
Abhärten: Jungpflanzen behutsam an draußen gewöhnen
Bevor deine Wunderblumen ins Beet ziehen, gewöhnst du sie ans Freiland. Schon drinnen helfen eine niedrigere Temperatur und mehr Belüftung. An milden Tagen stellst du die Töpfe dann tagsüber hinaus, zuerst geschützt in den Schatten und an einen windgeschützten Platz. Nach einigen Tagen dürfen sie auch in die Sonne. Sinken die Nachttemperaturen, holst du sie wieder herein.
Wunderblumen schützt du dabei besonders vor kalten, austrocknenden Winden. Ich stelle die Töpfe für das Abhärten in eine flache Kiste, die ich abends komplett hereintrage.
Die Jungpflanzen gleich am ersten Tag in die volle Sonne stellen. Ungewohnt starke Sonne kann Schäden verursachen. Gewöhne sie zuerst im Schatten an draußen und erst nach einigen Tagen an die Sonne.
Auspflanzen: Zeitpunkt, Abstand und Handgriffe
Wann die Wunderblumen hinaus dürfen
Ins Beet oder im Gefäß nach draußen kommen Wunderblumen erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Pflanzzeit ist der Mai. Bereit sind kräftige Jungpflanzen, deren Topfballen sichtbar durchwurzelt ist. Auch im Kübel oder im Hochbeet lässt sich die Wunderblume ziehen, und für das Hinausstellen gilt dieselbe Frostregel.
Der passende Platz
Die Wunderblume bevorzugt volle Sonne, wächst aber auch im Halbschatten. Gut passt ein mäßig nährstoffreicher, feuchter und gut durchlässiger Boden an einem Platz ohne kalte, austrocknende Winde. Wie du Licht, Platz und pH-Wert für Sommerblumen einschätzt, erklärt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden.
Abstände für das Beet
| Maß | Wert |
|---|---|
| Abstand in der Reihe | 20 bis 50 cm |
| Abstand zwischen den Reihen | 20 bis 40 cm, in Saatgutangaben auch 50 cm |
| Wuchsbreite | 30 bis 50 cm |
| Wuchsform | frei wachsend, hohe Pflanzen bei Bedarf stützen |
Plane den Abstand in der Reihe und den Reihenabstand immer zusammen, denn erst beides ergibt die Fläche, die jede Pflanze bekommt. Reihen und Abstände kannst du vorab im Planer für dein Beet festlegen.
Pflanzen und angießen
Ich wässere die Töpfe vor dem Pflanzen gründlich. Dann setze ich jede Pflanze mit dem ganzen Ballen ein, drücke die Erde rundum an und gieße an. Eine Mulchdecke vermindert danach die Verdunstung aus dem Boden. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du sie nur dünn aus.
Nach dem Auspflanzen: Pflege, Knollen und Winter im Überblick
Für gutes Wachstum düngst du Wunderblumen gelegentlich und gießt mäßig. Wie du Sommerblumen nach Phase und Bedarf gießt und düngst, beschreibt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen.
Wie du ausgepflanzte Wunderblumen stützt, schneidest und ausputzt, damit sie standfest bleiben und reich blühen, steht in einem eigenen Ratgeber.
Nennenswerte Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten hat die Wunderblume nicht. Die großen, kartoffelartigen Knollen kannst du vor dem ersten Frost ausgraben und frostfrei überwintern, und gut überwinterte Pflanzen werden mit den Jahren größer. Wie du Knollen vortreibst, überwinterst und typische Anbaufehler vermeidest, erklärt der Ratgeber zur Knollenkultur.
Stecklinge: eine ausgewählte Pflanze gezielt vermehren
Wann sich ein Steckling lohnt
Aus einer Samentüte ziehst du viele Pflanzen auf einmal. Mischungen blühen in Gelb, Lila, Orange, Pink, Rot und mehrfarbig. Stecklinge erhalten dagegen die Eigenschaften der Mutterpflanze. Gefällt dir in einer bunten Mischung eine Pflanze besonders, vervielfältigst du genau sie also über Stecklinge. Dafür verlangt der Steckling mehr Betreuung als ein Samenkorn: eine gesunde, kräftige Mutterpflanze, eine Haube und eine tägliche Kontrolle.
So schneidest und steckst du
Der richtige Moment ist da, wenn die Mutterpflanze feste, noch unverholzte Triebe ohne Blütenknospen trägt. Für Kopfstecklinge krautiger Pflanzen wie Geranien gelten das Frühjahr und der Herbst bis zum Abräumen der Sommerbepflanzung als Schnittzeiten.
Ein Kopfsteckling ist die abgeschnittene Triebspitze. Für Stecklinge von Zimmer- und Kübelpflanzen gilt allgemein: etwa 10 cm lang, mit 2 bis 4 Blattpaaren und ohne Blütenknospen. Erste Wurzeln bilden sich bei Kopfstecklingen von Balkon-, Kübel- und Zimmerpflanzen nach etwa drei bis vier Wochen. Bei der Wunderblume nehme ich diese allgemeine Regel als Ausgangspunkt.
Der Stiel muss so lang sein, dass du ihn gut in die Erde stecken kannst, ohne dass Blätter die Erde berühren. Blätter in der Erde faulen sehr schnell, deshalb zupfst du die unteren ab. Ich stecke die Triebe in Aussaaterde, gieße sie gut an und stülpe eine durchsichtige Plastiktüte darüber. Der Topf steht dann warm und hell, aber nicht in praller Sonne.
Pflege bis zur Bewurzelung
Kontrolliere die abgedeckten Stecklinge täglich und lüfte kurz. Das senkt das Risiko, dass hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser Pilzerkrankungen begünstigen. Sobald ein Steckling neue kleine Blättchen bildet, ist er eingewurzelt. Danach behandelst du ihn wie einen vorgezogenen Sämling: Er bleibt frostfrei, wird abgehärtet und kommt erst ohne Frostgefahr hinaus.
Selbstaussaat: Nachwuchs nutzen oder bremsen
Wunderblumen können sich kräftig selbst aussäen und dabei unkrautartig ausbreiten. Ob du das nutzt oder bremst, entscheidest du am Beet.
Willst du den Nachwuchs nutzen, lass einige Samenstände ausreifen. Halte den Boden darunter offen, denn Samen brauchen zum Keimen direkten Bodenkontakt, den eine dicke Mulchschicht verhindert. Laufen mehr Sämlinge auf, als Platz da ist, dünnst du im Frühjahr aus und ziehst einzelne Pflanzen heraus. Beim Jäten musst du die Keimlinge sicher von Unkraut unterscheiden.
Soll die Ausbreitung kleiner bleiben, schneide welke Blüten sofort ab, denn das begrenzt die Samenbildung. Soll sich die Wunderblume an einer Stelle gar nicht mehr vermehren, jätest du dort im Frühjahr gründlich. Danach deckst du den Boden mit einer dicken Mulchschicht ab, die die Keimung bremsen kann.
Samen selbst ernten und lagern
Für eigenes Saatgut lässt du einzelne Blüten bis zur SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. stehen. Jede welke Blüte, die du abschneidest, fällt für die Samenbildung aus. An Pflanzen, von denen du ernten willst, putzt du deshalb nicht alles aus.
Geerntet wird bei trockenem, sonnigem Wetter. Dunkle, trockene Körner zeigen häufig die Erntereife an. Unreif geerntete Samen keimen nicht, deshalb lässt du sie lieber ganz ausreifen.
Trockne die Samen auf Papier nach und trenne sie von Pflanzenresten. Beschrifte das Gefäß mit Sortenname und Erntedatum. Gelagert wird kühl, dunkel und trocken, am besten bei 4 bis 15 °C. Die meisten Samen bleiben so etwa drei Jahre keimfähig. Stammt deine Wunderblume aus Hybridsaatgut, können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze.
Ich bewahre meine Wunderblumensamen in einem beschrifteten, dicht schließenden Glas auf, getrennt von allem, was in die Küche gehört.
Was tun, wenn die Samen nicht keimen?
Bleibt der Topf leer, lohnt vor dem Nachsäen ein Blick auf die möglichen Ursachen. Die erste ist die Wärme, denn Wunderblumen keimen bei 18 bis 22 °C. Die zweite ist die Feuchte: Die Erde darf während der Keimung nicht austrocknen, und stehendes Wasser begünstigt Wurzelfäulnis. Auch die Saattiefe zählt, die Körner gehören 0,5 bis 1 cm tief in die Erde.
Schließlich kann es am Saatgut selbst liegen. Unreif geerntete Samen keimen nicht. Bei Samen aus Vorjahren hilft eine KeimprobeDie Keimprobe ist ein einfacher Test vor der Aussaat: Du legst eine abgezählte Zahl Samen auf feuchtes Küchenpapier und zählst nach der Keimdauer, wie viele gekeimt sind. So siehst du, ob sich älteres Saatgut noch lohnt.: Lege abgezählte Körner auf feucht gehaltenes, nicht nasses Küchenpapier und decke es gegen Austrocknen ab. Zähle später, wie viele gekeimt sind. Für die Art liegt die Keimrate bei 75 %, rechne also nicht mit jedem Korn.
Was nach der üblichen Keimzeit nicht da ist, kommt nicht mehr? Unter guten Bedingungen keimen Wunderblumen nach 7 bis 14 Tagen, die Keimdauer kann aber bis zu 84 Tage betragen. Weil Saatgut während der Keimung nicht austrocknen darf, hältst du die Töpfe so lange weiter feucht, statt sie auszuleeren.


