Blumen · Stauden & Ziergräser · Wissen

Altaischer Mohn kombinieren: Begleitpflanzen nach Höhe, Gartentyp und Jahreszeit

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Partner brauchen wie der Mohn volle Sonne und einen frischen, gut durchlässigen Boden.
  • Der Altaische Mohn wird 15 bis 60 cm hoch und blüht von Mai bis Juli.
  • Gämswurz, Storchschnabel 'Giuseppii' und Myrten-Aster 'Pink Star' blühen nacheinander von April bis Oktober.
  • Sein Laub zieht ein, deshalb füllen Nachbarn die Lücke, ohne den kleinen Horst zu überwachsen.
Zwei leuchtend gelbe Blüten des Island-Mohns (Papaver croceum) mit zahlreichen Staubblättern.
Foto: Hectonichus · CC BY-SA 3.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Neben dem Altaischen Mohn entscheidet die Nachbarschaft, ob im Beet eine kahle Stelle bleibt, sobald er sein Laub einzieht. Er bildet kleine Horste, bleibt mit 15 bis 60 cm eher niedrig und braucht volle Sonne. Ich wähle seine Partner deshalb zuerst nach Licht und Boden aus, erst danach nach Höhe und Blütezeit.

Was zum Altaischen Mohn passt, lässt sich kurz sagen: Pflanzen für sonnige Plätze mit frischem, gut durchlässigem Boden, die den Horst nicht überwachsen. Im Frühjahr blüht vor ihm die Gämswurz. Zur Mohnblüte kommt der niedrige Storchschnabel Geranium cinereum ‘Giuseppii’ dazu, im Herbst die Myrten-Aster ‘Pink Star’. Je nach Gartentyp ergänzen Gräser, Wiesenblumen oder Steppenstauden das Bild.

Kurz erklärt

Wer Partner für Mohnblumen sucht, meint oft auch den Türkenmohn (Papaver orientale). Er wird 70 bis 100 cm hoch, steht in der Beetmitte oder im Hintergrund und legt im Sommer eine Laubruhe ein. Seine Nachbarn sollen die Sommerlücke verdecken, ohne ihn zu überwuchern. Der Altaische Mohn (Papaver croceum) bleibt niedriger und gehört weiter nach vorn.

Was der Altaische Mohn von seinen Nachbarn verlangt

Für die Planung zählen beim Mohn vor allem Wuchs, Höhe und Standort. Die Werte, mit denen ich Partner abgleiche, stehen in der Tabelle.

Merkmal Altaischer Mohn
Wuchs krautig, horstbildend, Laub zieht ein
Lebensdauer mehrjährig, winterhart
Höhe 15 bis 60 cm
Breite 15 bis 20 cm
Blüte Mai bis Juli
Licht sonnig, volle Sonne
Boden frisch bis feucht, gut durchlässig
Pflanzabstand 15 cm in der Reihe, 15 cm Reihenabstand

In den Denver Botanic Gardens wächst der Altaische Mohn im Steppengarten sowie im Fels- und Alpengarten. Für deinen Garten heißt das: Er passt ins sonnige Staudenbeet, in die Steppenpflanzung, in den Steingarten und an den sonnigen Rand einer Wiese. Schattige Ecken scheiden aus, weil er volle Sonne braucht.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Papaver
Hund
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Ein sonniger Standort ist geeignet.

Substrat

Geeignet ist feuchter, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Die Pflanze passt in Steppen- sowie Fels- und Alpengärten.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die krautige Pflanze bildet Horste und zieht ihr Laub ein.

Aussaatkalender Altaischer Mohn
GartenkalenderVorkultur: Februar, März; Aussaat: Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte: Mai, Juni, JuliJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustAussaat: SeptemberBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliVorkulturAussaatBlüte

Warum sich eine Mischpflanzung mit Altaischem Mohn lohnt

Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffversorgung und Licht haben. Das ist mein erster Filter bei jeder Partnerwahl. Ein Partner, der Schatten will, kommt nicht neben den Mohn, auch wenn er noch so schön blüht.

Der zweite Grund ist das einziehende Laub. Steht der Horst allein, bleibt danach eine kahle Stelle im Beet. Ein Nachbar daneben kann diese Lücke füllen. Ich setze solche Füller so, dass sie bis an den Mohn heranreichen, aber nicht über ihn hinwegwachsen.

Dazu kommt das Leben im Beet. Die Margerite gilt als Nahrungsquelle für Nützlinge und Insekten. Glockenblumen kannst du gezielt als Nahrungspflanzen für Scherenbienen einsetzen. Lässt du einen Teil der dürren Stängel stehen, finden Insekten dort Unterschlupf.

Auch die Pflege ändert sich mit der Mischung. In einer eingewachsenen Staudenpflanzung wird nicht gehackt, weil das die obere Wurzelschicht zerstört und den Flächenschluss stört. Eine Mischpflanzung unterstützt, sie garantiert aber nichts. Gegen Echten Mehltau helfen vorbeugend ausreichende Abstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Häufiger Fehler

Ausläufer treibende Nachbarn direkt an den Mohn zu setzen. Sein Horst wird nur 15 bis 20 cm breit. Das Gewöhnliche Leinkraut eignet sich zwar für sonnige Standorte, breitet sich aber auch durch Ausläufer aus und kann den kleinen Horst bedrängen. Gib solchen Pflanzen einen eigenen Platz im Beet.

Mini-Checkliste

Bevor ein Partner neben den Mohn kommt, prüfe ich fünf Punkte.

  • Verträgt er volle Sonne?
  • Passt er zu frischem, gut durchlässigem Boden?
  • Bleibt er niedriger als der Mohn, oder steht er dahinter?
  • Blüht er vor, mit oder nach dem Mohn?
  • Füllt er die Lücke, ohne den Horst zu überwachsen?
Anzeigen

Begleitpflanzen nach Höhe staffeln

In einseitig betrachteten Staudenbeeten stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorn. Der Altaische Mohn braucht volle Sonne und bleibt mit 15 bis 60 cm im unteren bis mittleren Bereich. Zusammen heißt das: Er steht vor den hohen Partnern und nie dahinter, wo sie ihn beschatten würden.

Vorn: niedrige Partner und Bodendecker

Der Storchschnabel Geranium cinereum ‘Giuseppii’ wird 15 bis 20 cm hoch und blüht von Juni bis August. Er wächst auf trockenen bis frischen Böden in Sonne bis Halbschatten und teilt damit den Platz des Mohns. Blaukissen der ‘Superbissima Mischung’ bleiben mit etwa 10 bis 20 cm ähnlich niedrig und blühen im April und Mai. Sie sind winterhart und eignen sich für sonnige Standorte sowie für Beet- und Wegeinfassungen.

Kriechender Thymian passt als Bodendecker zu sonnigen, leichten Böden. Bodendecker unterscheiden sich in ihren Ansprüchen aber stark: Bodendeckerrosen etwa brauchen nährstoffreiche Verhältnisse. Prüf deshalb auch bei den niedrigen Partnern Licht und Boden.

Für die Lücke nach dem Einziehen nehme ich gern Duft-Steinrich. Er wird meist einjährig gezogen, bleibt 10 bis 20 cm hoch und blüht von Juni bis Oktober. Auch er mag leichten, gut durchlässigen Boden in voller Sonne. Ich säe ihn direkt an seinen endgültigen Platz neben die Mohnhorste, weil er sich gut am Standort aussäen lässt.

Mitte: auf Augenhöhe mit dem Mohn

Die Gämswurz Doronicum orientale wird 15 bis 40 cm hoch. Sie blüht im April und Mai an sonnigen Standorten mit trockenem bis frischem Boden, also kurz vor dem Mohn. Die Tauben-Skabiose ‘Butterfly Blue’ erreicht als Richtwert etwa 30 bis 40 cm. Sie braucht gut drainierten Boden und Schutz vor Winternässe. Die Sorte gehört zu Scabiosa columbaria und nicht zu Knautia macedonica, das hilft beim Einkauf.

Die Kokardenblume Gaillardia aristata ‘Maxima Aurea’ eignet sich für gut durchlässige, trockene bis frische und nährstoffarme Böden. Kokardenblumen blühen typischerweise von Juni bis September und überbrücken so die Zeit nach dem Mohn. Zur Gattung Gaillardia gehören einjährige Sommerblumen und mehrjährige Stauden. Achte deshalb darauf, welche Form du bekommst.

Hinten: Leitstauden und Gräser

Die Myrten-Aster ‘Pink Star’ wird 100 bis 130 cm hoch und blüht im September und Oktober an sonnigen Standorten mit frischem Boden. Astern lassen sich in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen wirkungsvoll anordnen. Die Margerite erreicht 60 bis 80 cm und wächst auf mäßig nährstoffreichem, feuchtem, gut drainiertem Boden in Sonne oder Halbschatten. Das Riesen-Federgras bildet bis zu 2 m hohe Blütenhalme und gehört deshalb ganz nach hinten.

Partner Höhe Blüte Standort und Hinweis
Blaukissen ‘Superbissima Mischung’ etwa 10 bis 20 cm April und Mai sonnig, winterhart
Duft-Steinrich 10 bis 20 cm Juni bis Oktober volle Sonne, leichter Boden, meist einjährig gezogen
Storchschnabel ‘Giuseppii’ 15 bis 20 cm Juni bis August Sonne bis Halbschatten, trocken bis frisch
Gämswurz 15 bis 40 cm April und Mai sonnig, trocken bis frisch
Altaischer Mohn 15 bis 60 cm Mai bis Juli volle Sonne, frisch, gut durchlässig
Margerite 60 bis 80 cm Mai bis Oktober Sonne bis Halbschatten, feucht, gut drainiert
Myrten-Aster ‘Pink Star’ 100 bis 130 cm September und Oktober sonnig, frisch
Riesen-Federgras Blütenhalme bis zu 2 m Juli und August Zierwirkung bis in den Winter
Zahl im Blick

Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Die konkrete Dichte hängt vom Standort und von der Wirkung ab, die du erreichen willst.

Marias Erfahrung

Ich stecke im Frühjahr neben jeden Mohnhorst einen dünnen Stab. So finde ich die Stelle auch nach dem Einziehen wieder und setze keinen neuen Nachbarn auf den Horst.

Bevor ich pflanze, zeichne ich die Reihen grob auf. Das kannst du auch im Beetplaner mit Höhen und Abständen durchspielen.

Altaischer Mohn in der Wildblumenwiese

Für eine Blumenwiese wählst du die Saatgutmischung passend zum vorhandenen Boden. Einen nährstoffreichen Gartenboden behandelst du nicht ungeprüft als Magerstandort. Vor der Aussaat schaffst du eine ebene, feinkrümelige Fläche ohne problematische Wurzelunkräuter. Stellst du Rasen auf Wiese um, lässt du die Stickstoffdüngung weg, damit die Gräser nicht stärker wachsen als Kräuter und Blumen.

Als Partner bieten sich Wiesenarten an, die frische bis mäßig trockene Standorte mögen. Die Margerite ist in Deutschland heimisch und blüht von Mai bis Oktober. Düngung kann Wiesen-Margeriten allerdings aus dem Bestand verdrängen. Die Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis wird 30 bis 80 cm hoch und trägt blauviolette Blüten. Sie wächst auf frischen bis mäßig trockenen Wiesen und Halbtrockenrasen.

Bei den Glockenblumen hast du die Wahl nach Boden. Die Wiesen-Glockenblume Campanula patula wächst an frischen, meist extensiv genutzten Wiesenstandorten. Die Rundblättrige Glockenblume kommt unter anderem in Sand- und Halbtrockenrasen sowie in mäßig trockenen bis mäßig frischen Silikatmagerrasen vor. Die Gemeine Schafgarbe stellt im Garten keine besonderen Ansprüche an den Boden.

Der Mohn braucht volle Sonne, die Margerite wird 60 bis 80 cm hoch. Mitten im Bestand kann sie ihn also überragen und beschatten. Ich setze ihn deshalb an den sonnigen Wiesenrand.

Für naturnahe Gärten ist noch etwas wichtig: Der Altaische Mohn ist in Deutschland nicht heimisch, es gibt nur unbeständige neophytische Vorkommen. In einer Wiese aus heimischen Arten pflanze ich ihn deshalb nur am Übergang zum Beet. Wie er sich im naturnahen Garten aussät und verwildert, liest du im Beitrag zu Blütezeit, Selbstaussaat und ökologischem Wert des Mohns. Beim Mähzeitpunkt berücksichtigst du die Samenbildung der Wiesenpflanzen, die du fördern willst.

Trockene Staudenbeete und Steppenpflanzungen

Ein sonniges Staudenbeet nach dem Vorbild der Steppe ist ein guter Platz für den Altaischen Mohn, denn in Denver wächst er in einem Steppengarten. Eine reine Trockenpflanze ist er aber nicht. Er braucht einen frischen, gut durchlässigen Boden.

Das Frühlings-Adonisröschen eignet sich als Begleitstaude in einer vollsonnigen Pflanzung nach dem Vorbild heimischer Steppenheiden. Es blüht im April und Mai gelb und reagiert empfindlich auf Beschattung. Das Pracht-Federgras Stipa pulcherrima will sonnige, trockene und kalkhaltige Standorte. Blau- und Schafschwingel eignen sich für warme, eher trockene, durchlässige Sand- bis Steinböden.

Für den Sommer kommen trockenheitstolerante Stauden dazu. Knautia macedonica passt in Staudenmischungen für sonnige, trockene Standorte, ihre Sorte ‘Red Knight’ blüht von Juli bis September. Tanacetum coccineum ‘Robinson Mischung’ ist ebenfalls trockenheitstolerant, mehrjährig und winterhart. Ein Pflanzbeispiel kombiniert Tauben-Skabiose mit Federgras, Steppen-Salbei, Katzenminze und Traubenhyazinthe. So ergänzen sich Stauden, Gräser und Zwiebelblumen in einer sonnigen Pflanzung.

Der Mohn braucht frischen, gut durchlässigen Boden, Blauschwingel reagiert empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchte. Gemeinsam ist beiden die Durchlässigkeit, nicht die Trockenheit. Ich setze den Mohn deshalb in den etwas frischeren Teil des Beets und den Schwingel an die trockenste Stelle.

Für Staudenpflanzungen der trockenen Freifläche, Felssteppe und Steppenheide hat sich mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt bewährt. Rindenmulch eignet sich für trockenheitsliebende Pflanzen im Kiesbeet wegen des feucht-sauren Milieus nicht.

Achtung

Beim Frühlings-Adonisröschen sind alle Pflanzenteile giftig. Es enthält herzwirksame Glykoside und darf nicht zur Selbstmedikation verwendet werden. Besteht der Verdacht, dass jemand Pflanzenteile gegessen hat, wende dich an ein Giftinformationszentrum oder hol ärztliche Hilfe und löse kein Erbrechen aus. In Deutschland ist die Art zudem besonders geschützt.

Anzeigen

Im Steingarten: kurz und mit Verweis

Auch im Fels- und Alpengarten der Denver Botanic Gardens wächst der Altaische Mohn. Als Nachbarn im Steingarten kommen Polsterstauden wie Blaukissen und Polsterphlox sowie der Blauschwingel infrage. Wie du den Mohn im Steingarten mit Farbkontrasten, Gruppen und passenden Steingartenpflanzen gestaltest, beschreibt der eigene Beitrag dazu.

Begleiter durch das Jahr

Wer die Partner nach Blütezeit auswählt, hat neben dem Mohn vom Frühjahr bis in den Herbst etwas in Blüte. Die Tabelle zeigt, wer wann an der Reihe ist.

Partner Blüte Platz im Beet
Gämswurz Doronicum orientale April und Mai Mitte
Blaukissen ‘Superbissima Mischung’ April und Mai vorn
Frühlings-Adonisröschen April und Mai Steppenpflanzung
Altaischer Mohn Mai bis Juli vorn bis Mitte
Storchschnabel ‘Giuseppii’ Juni bis August vorn
Kokardenblumen Juni bis September Mitte
Knautia macedonica ‘Red Knight’ Juli bis September Steppenpflanzung
Purpur-Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ Juli bis Oktober Staudenbeet
Myrten-Aster ‘Pink Star’ September und Oktober hinten

Gämswurz, Mohn, Storchschnabel und Myrten-Aster vertragen alle sonnige Plätze. Ihre Blütezeiten schließen von April bis Oktober aneinander an, sodass du schon mit vier Arten eine durchgehende Blühfolge bekommst.

Frühjahr: bevor der Mohn blüht

Gämswurz, Blaukissen und Frühlings-Adonisröschen blühen im April und Mai. Sie bringen Farbe ins Beet, bevor der Mohn im Mai mit der Blüte beginnt. Ich setze die Frühjahrsblüher so, dass ihr Laub den Mohn später nicht beschattet. Beim Adonisröschen achte ich zusätzlich darauf, dass kein höherer Nachbar über ihn wächst.

Sommer: Partner zur Mohnblüte

Zur Mohnblüte von Mai bis Juli passen Partner, deren Blüte sich überschneidet oder direkt anschließt. Der Storchschnabel ‘Giuseppii’ blüht ab Juni und steht vorn neben dem Mohn. Die Margerite blüht schon ab Mai und noch bis in den Oktober. Die Wiesen-Witwenblume bringt blauviolette Blüten dazu, Kokardenblumen übernehmen von Juni bis September die Mitte.

Welche Farbvarianten der Altaische Mohn selbst hat und wie du sie miteinander kombinierst, findest du bei den Farbvarianten des Altaischen Mohns und ihren Kombinationen.

Spätsommer und Herbst

Wenn der Mohn verblüht ist, übernehmen späte Partner. Knautia macedonica ‘Red Knight’ blüht von Juli bis September. Der Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea ‘Roter Leuchtstern’ blüht von Juli bis Oktober an sonnigen Standorten. Er bevorzugt frische und nährstoffreiche Böden und passt deshalb besser ins frische Staudenbeet als in die trockene Steppenpflanzung. Den Abschluss macht die Myrten-Aster ‘Pink Star’ im September und Oktober.

Winter: Struktur statt Blüte

Im Winter tragen Gräser und Samenstände das Bild. Das Riesen-Federgras behält seine Zierwirkung bis in den Winter. Beim Purpur-Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ bleiben die Samenstände als Winterschmuck und Vogelnahrung stehen und werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten. Standfeste Stängel und Fruchtstände sommergrüner Stauden schneidest du erst im Spätwinter.

Wann du die einzelnen Partner säst, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Anzeigen

Pflege der Kombination in Kürze

Standort und Boden: Mohn und Partner brauchen einen sonnigen Platz mit frischem, gut durchlässigem Boden. Vor der Pflanzung beseitigst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger Pflanzboden entsteht.

Gießen: Neu gepflanzte Stauden gießt du in den ersten ein bis zwei Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend. Das gilt auch für trockenheitsverträgliche Partner.

Düngen: Gedüngt wird nach Bodenuntersuchung und Pflanzenbedarf, Kompostgaben rechnest du dabei mit. Stauden nährstoffarmer Standorte können auf zu viel Dünger mit untypisch starkem Wachstum und geringerer Winterhärte reagieren.

Pflanzenschutz: Ein Schneckenzaun schützt das Beet nur zuverlässig, wenn du innerhalb der Umzäunung weiter Schnecken absammelst. Weinbergschnecken stehen unter Schutz und werden nicht gezielt bekämpft.

Selbstaussaat und Winter: Das rechtzeitige Entfernen verwelkter Blüten kann bei vielen Stauden unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Der Altaische Mohn selbst gilt als winterhart.

Ausführlich findest du Standort und Boden, Gießen und die Pflege im Jahreslauf im Stauden-Ratgeber.

Beliebt im Shopaus dem samen.live Shop
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Zum Shop
ReNatura Blumenwiese
ReNatura Blumenwiese
Zum Shop
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Zum Shop
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Zum Shop

Häufige Fragen

Was für eine Pflanze ist der Altaische Mohn?
Der Altaische Mohn (Papaver croceum) ist eine mehrjährige, winterharte Staude. Er wächst krautig, bildet Horste und zieht sein Laub ein. Mit 15 bis 60 cm Höhe bleibt er eher niedrig und blüht von Mai bis Juli. In Deutschland ist er nicht heimisch und kommt nur unbeständig als Neophyt vor.
Welche Standortansprüche hat Papaver croceum im Garten?
Papaver croceum braucht einen Platz in voller Sonne und einen frischen bis feuchten, gut durchlässigen Boden. In den Denver Botanic Gardens wächst er im Steppengarten sowie im Fels- und Alpengarten. Begleitpflanzen suchst du mit denselben Ansprüchen an Licht und Boden aus, denn solche Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter.
Wie kann man Altaischen Mohn in Steingärten und Wildblumenwiesen integrieren?
Im Steingarten passen Polsterstauden wie Blaukissen und Polsterphlox sowie Blauschwingel zu ihm, solange der Mohn selbst volle Sonne und frischen, durchlässigen Boden bekommt. In der Wiese setzt du ihn an den sonnigen Rand, weil Partner wie die Margerite 60 bis 80 cm hoch werden und ihn beschatten können. Für eine Wiese aus heimischen Arten solltest du wissen, dass der Altaische Mohn in Deutschland nicht heimisch ist und nur unbeständig als Neophyt auftritt.
Wie plant man mit Altaischem Mohn eine Blühfolge über die Jahreszeiten?
Die Gämswurz Doronicum orientale blüht im April und Mai vor dem Mohn, der von Mai bis Juli folgt. Der Storchschnabel Geranium cinereum 'Giuseppii' schließt mit seiner Blüte von Juni bis August an. Im September und Oktober übernimmt die Myrten-Aster 'Pink Star', die mit 100 bis 130 cm Höhe hinter den Mohn gehört. Alle vier vertragen sonnige Plätze.
Wie verhält sich Altaischer Mohn im Vergleich zu anderen Trockenstandort-Pflanzen?
Der Altaische Mohn ist keine reine Trockenpflanze, er braucht einen frischen, gut durchlässigen Boden. Blauschwingel reagiert dagegen empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchte, und Pracht-Federgras will sonnige, trockene, kalkhaltige Standorte. Gemeinsam ist ihnen der durchlässige Boden. Im Trockenbeet setzt du den Mohn deshalb in den etwas frischeren Bereich.
Wie unterscheiden sich Bodendecker von anderen Begleitpflanzen?
Bodendecker bilden die niedrige vordere Ebene: In einseitig betrachteten Beeten stehen sie vorn, höhere Leitstauden hinten. Ihre Ansprüche gehen weit auseinander, denn kriechender Thymian eignet sich für sonnige, leichte Böden, während Bodendeckerrosen nährstoffreiche Verhältnisse brauchen. Neben dem Altaischen Mohn passen deshalb niedrige Partner für die Sonne, etwa kriechender Thymian.
Welche Vorteile hat eine Mischpflanzung mit Altaischem Mohn?
Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Beim Altaischen Mohn kommt hinzu, dass sein Laub einzieht und Nachbarn die entstehende Lücke füllen können. Partner wie die Margerite dienen außerdem als Nahrungsquelle für Nützlinge und Insekten. Eine Garantie gegen Krankheiten gibt dir eine Mischpflanzung aber nicht.
Zuletzt geprüft:
↑