Halbtrockenrasen
Ein Halbtrockenrasen ist eine spezielle Form des Magerrasens auf ungedüngten Standorten. Er bleibt nur durch Mahd oder Beweidung offen, sonst würde dort Wald wachsen, und ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten.
Ein Halbtrockenrasen ist eine spezielle Variante des Magerrasens und wächst auf ungedüngten Standorten. Typisch ist, dass er vom Menschen abhängt: Ohne Mahd oder Beweidung würde auf solchen Flächen mit der Zeit Wald wachsen. Damit unterscheidet er sich vom Volltrockenrasen, der an von Natur aus waldfreien Stellen vorkommt, zum Beispiel auf Felsbänken.
Halbtrockenrasen bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum, darunter Wildorchideen wie Fliegen-Ragwurz und Helm-Knabenkraut, und gelten in Deutschland als stark gefährdet. Für deinen Garten ist der Begriff wichtig, wenn du Wildblumen ansiedeln oder eine Rasenfläche weniger intensiv pflegen möchtest: Am Halbtrockenrasen siehst du, dass diese Vielfalt ohne Dünger besteht, aber auf Mahd oder Beweidung angewiesen ist.
Beispiel aus dem Garten
Blühen auf einer gemähten oder beweideten, mageren Wiese Orchideen wie die Fliegen-Ragwurz, kann das ein Halbtrockenrasen sein. Meine Wildblumenecke dünge ich nicht, und ich mähe sie regelmäßig; der Halbtrockenrasen ist mir dabei Vorbild.
Quelle: Georg-August-Universität Göttingen, Experimenteller Botanischer Garten ↗ – Der Halbtrockenrasen. Geprüft am .
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