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Skabiosen-Arten im Vergleich: Tauben-, Gelbe und Dunkelrote Skabiose und ihre Wildbienen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Skabiosen (Scabiosa) und Witwenblumen (Knautia) sind getrennte Gattungen, die Acker-Skabiose ist eine Witwenblume.
  • Die Tauben-Skabiose wird meist 20 bis 50 cm hoch und blüht von Juli bis Oktober.
  • Die Gelbe Skabiose blüht blassgelb und mag wie die Tauben-Skabiose sonnige, magere Standorte.
  • Die ‚Mammuth Mischung‘ der Dunkelroten Skabiose ist einjährig und nicht winterhart.
  • Knautien-Sandbiene und Skabiosen-Sandbiene nutzen die Tauben-Skabiose als Nahrungspflanze.
  • Für die Samenernte lässt du Köpfe ausreifen, erntest bei trockenem Wetter und lagerst kühl, dunkel und trocken.
Eine hellviolette Skabiosenblüte vor unscharfem Hintergrund
Foto: Andy Lee · Pexels License · Quelle ↗

Unter dem Namen Skabiose bekommst du ganz verschiedene Pflanzen: eine einjährige Gartenform, eine ausdauernde Art der Magerrasen oder eine Witwenblume aus einer anderen Gattung. Davon hängt ab, ob deine Pflanze im nächsten Jahr wiederkommt und welche Wildbienen an ihr Pollen sammeln. Ich schaue beim Kauf deshalb zuerst auf den botanischen Namen und erst danach auf die Blütenfarbe.

Welche Skabiosen-Arten gibt es?

Echte Skabiosen gehören zur Gattung Scabiosa. Unter ihrem Namen laufen aber auch Witwenblumen der Gattung Knautia, etwa die Acker-Skabiose. Die Tabelle stellt beide Gruppen und einige Sorten nebeneinander.

Art oder Sorte Botanischer Name Höhe Blüte und Besonderheit
Tauben-Skabiose Scabiosa columbaria meist 20 bis 50 cm, ausnahmsweise 80 cm blauviolett bis lila, Juli bis Oktober, bei der Unterart columbaria bis November; mehrjährig
‚Butterfly Blue‘ Scabiosa columbaria etwa 30 bis 40 cm mehrjährige Sorte, Ausputzen fördert die Nachblüte
Gelbe Skabiose, Grindkraut Scabiosa ochroleuca meist 20 bis 60 cm, ausnahmsweise 80 cm blassgelb, Juli bis Oktober
Wohlriechende Skabiose Scabiosa canescens 20 bis 50 cm hellblau, duftend
Dunkelrote Skabiose Scabiosa atropurpurea 60 bis 90 cm ‚Mammuth Mischung‘ einjährig, nicht winterhart
Kaukasus-Skabiose Gattung Scabiosa etwa 60 bis 80 cm hohe Form für frische Sträuße
Acker-Skabiose, Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis 30 bis 80 cm blauviolett, ausdauernd
Witwenblume Knautia macedonica etwa 80 cm rot bis dunkelrot, Juli bis August
‚Red Knight‘ Knautia macedonica etwa 60 bis 80 cm rubinrot, Juli bis September
‚Mars Midget‘ Knautia macedonica etwa 40 cm kompakt, Juni bis Oktober

Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)

Die Tauben-Skabiose wächst in der Natur unter anderem in Kalkmagerrasen. Sie bevorzugt sonnige Plätze mit relativ trockenem, schwach basischem Boden und verträgt Nässe im Winter schlecht. Ihre blauvioletten bis lila Köpfe stehen meist auf 20 bis 50 cm hohen Stängeln. Sie blühen von Juli bis Oktober, in der Unterart columbaria bis in den November.

Im Garten begegnet dir die Art zum Beispiel als ‚Butterfly Blue‘. Die mehrjährige Sorte bleibt mit etwa 30 bis 40 cm kompakt. Empfohlen wird sie für volle Sonne und humusreichen, neutralen, gut drainierten Boden. Schneidest du verblühte Köpfe ab, fördert das eine erneute Blüte. ‚Butterfly Blue‘ gehört zur Tauben-Skabiose und ist keine Knautia macedonica.

Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca)

Die Gelbe Skabiose, auch Grindkraut genannt, trägt von Juli bis Oktober blassgelbe Blüten. Meist wird sie 20 bis 60 cm hoch. In Ausnahmen erreicht sie 80 cm. Wie die Tauben-Skabiose eignet sie sich für sonnige, magere Standorte. Weil beide denselben Platz mögen und bis in den Oktober blühen, kannst du sie zusammen pflanzen und hast Gelb neben Blauviolett.

Wohlriechende Skabiose (Scabiosa canescens)

Die Wohlriechende Skabiose bleibt mit 20 bis 50 cm niedrig und bildet hellblaue Blüten, die duften. Ich setze duftende Arten an Stellen, an denen ich oft vorbeigehe, damit ich den Duft auch mitbekomme.

Dunkelrote Skabiose (Scabiosa atropurpurea)

Die Dunkelrote Skabiose, auch Gartenskabiose genannt, wird 60 bis 90 cm hoch und braucht einen sonnigen Platz. Die Saatgutmischung ‚Mammuth Mischung‘ ist einjährig und nicht winterhart. Du ziehst sie also jedes Jahr neu aus Samen heran.

Kaukasus-Skabiose

Die Kaukasus-Skabiose gehört mit etwa 60 bis 80 cm zu den hohen Formen. Für frische Sträuße schneidest du sie im Knospenstadium bis halb geöffnet. Wie du Skabiosen im Staudenbeet nach Wuchsform platzierst und als Schnittblume nutzt, steht im Ratgeber dazu.

Acker-Skabiose und andere Witwenblumen (Knautia)

Die Acker-Skabiose heißt botanisch Knautia arvensis und ist eine Witwenblume, keine echte Skabiose. Sie wird 30 bis 80 cm hoch, blüht blauviolett und ist ausdauernd. In der Natur wächst sie auf frischen bis mäßig trockenen Wiesen und Halbtrockenrasen, im Garten mag sie trockene, sonnige Plätze. An sonnigen, etwas nährstoffreicheren Stellen passt Wiesen-Salbei zu ihr.

Knautia macedonica wird etwa 80 cm hoch und blüht rot bis dunkelrot. Sie braucht gut durchlässigen Boden, der trocken bis frisch sein darf. Die Sorte ‚Red Knight‘ trägt rubinrote Blüten und gilt als trockenheitstolerant. Kompakt bleiben ‚Mars Midget‘ und ‚Midget Mauves‘ mit etwa 40 cm. ‚Midget Mauves‘ eignet sich auch als blühende Topfpflanze. Anders die Wald-Witwenblume: Sie gilt als Halbschattenpflanze und zeigt frische bis feuchte Böden an.

Skabiose oder Witwenblume: woran du sie erkennst

Skabiosen der Gattung Scabiosa und Witwenblumen der Gattung Knautia sind botanisch getrennte Gattungen. Ihre Blütenköpfe ähneln sich, deshalb lohnt der Blick auf eine einzelne Blüte. Bei der Wiesen-Witwenblume ist die Blütenkrone vierzipflig. Skabiosen haben fünf Kronzipfel.

Kurz erklärt

Kronzipfel sind die freien Spitzen einer verwachsenen Blütenkrone. Was bei Skabiose und Witwenblume wie eine einzige Blüte aussieht, ist ein Köpfchen aus vielen solchen Einzelblüten.

Marias Erfahrung

Ich zupfe bei einer unbekannten Pflanze eine Einzelblüte aus dem Köpfchen und zähle die Kronzipfel mit der Lupe. Das Ergebnis schreibe ich gleich mit dem botanischen Namen auf das Pflanzschild.

Auch der Name Witwenblume gehört eigentlich zur Gattung Knautia. Eine volkstümliche Deutung leitet ihn aus diesem Unterschied bei den Kronzipfeln ab. Für die Dunkelrote Skabiose ist der englische Gartenname ‚Poor Widow‘ überliefert. Eine französische Sage lässt Skabiosen aus den Tränen einer Witwe entstehen, sie bleibt aber eine Sage und kein historisches Ereignis.

Botanisch werden Skabiosen heute zu den Geißblattgewächsen gezählt. Dass ein Gartenname mehrere Gattungen umfasst, kennst du vielleicht vom Sonnenhut, unter dem Echinacea und Rudbeckia laufen. Solche Gartennamen und die Lebensläufe von Stauden ordnet das Kurzporträt im Überblick zu Stauden und Ziergräsern ein.

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Was die Arten verbindet und was sie trennt

Höhe und Lebensdauer

Die Höhen liegen weit auseinander. Kompakte Formen wie ‚Butterfly Blue‘ bleiben bei etwa 30 bis 40 cm. Die Dunkelrote Skabiose wird dagegen 60 bis 90 cm hoch. Auch bei der Lebensdauer gibt es zwei Gruppen: Tauben-Skabiose und Acker-Skabiose sind ausdauernd, die ‚Mammuth Mischung‘ der Dunkelroten Skabiose ist einjährig. Soll eine Pflanzung über Jahre am selben Platz bleiben, nimmst du deshalb eine der ausdauernden Arten.

Blütezeit

Tauben-Skabiose und Gelbe Skabiose blühen ab Juli bis in den Oktober. Bei Knautia macedonica hängt das Blühfenster an der Sorte. ‚Red Knight‘ blüht von Juli bis September, ‚Mars Midget‘ von Juni bis Oktober.

Wurzel und Nässe

Die Tauben-Skabiose bildet eine tiefe Pfahlwurzel, die ihre Trockenheitsverträglichkeit unterstützt. Auch eingewachsene ‚Butterfly Blue‘ vertragen gelegentliche Trockenheit. Empfindlich reagieren beide auf übermäßige Nässe, vor allem im Winter. Die Pfahlwurzel ist ein Merkmal der Tauben-Skabiose und gilt nicht automatisch für jede Skabiose.

Warum Skabiosen für Wildbienen und Landschaft zählen

Zwei Sandbienen zeigen, was Skabiosen und Witwenblumen für Wildbienen bedeuten. Beide finden an der Tauben-Skabiose Nahrung, und beide brauchen außerdem einen passenden Nistplatz.

Knautien-Sandbiene und Skabiosen-Sandbiene

Die Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) ist eine spezialisierte Art. Sie sammelt den Pollen für ihre Nachkommen an Witwenblumen und an der Tauben-Skabiose. Pollen ist für Bienen die Aufbaunahrung, Nektar liefert ihnen Energie. Die Skabiosen-Sandbiene (Andrena marginata) nutzt die Tauben-Skabiose ebenfalls. Daneben ist für sie der Gewöhnliche Teufelsabbiss eine wichtige Nahrungspflanze.

Mythos-Check

„Die Skabiosen-Sandbiene sammelt fast nur an Skabiosen.“ Das greift zu kurz. Neben der Tauben-Skabiose ist für sie auch der Gewöhnliche Teufelsabbiss eine wichtige Nahrungspflanze, für die Biene zählen also beide Pflanzen.

Für stabile Wildbienenbestände braucht es neben Blütennahrung auch Nistmöglichkeiten. Die Knautien-Sandbiene legt ihre Nester in offenem Boden an. Die Skabiosen-Sandbiene baut Erdnester in sandigen oder lösshaltigen Böden, die nur schütter bewachsen sind. Ein Beet mit Tauben-Skabiosen, in dem jede Lücke bepflanzt oder gemulcht ist, liefert also Pollen, aber keinen Nistplatz. Lass deshalb eine Stelle mit offenem oder lückig bewachsenem Boden frei.

Blüten bis in den Herbst

Eine artenreiche Staudenpflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten verlängert das Blütenangebot für Insekten. Tauben-Skabiose und Gelbe Skabiose decken mit ihrer Blüte bis in den Oktober den späten Teil dieses Angebots ab. Eine insektenfreundliche Pflanzung sollte Blüten vom frühen Frühjahr bis zum Spätherbst anbieten. Da beide Skabiosen erst im Juli beginnen, brauchst du für das Frühjahr andere Pflanzen. Bei Sorten achtest du auf offene, ungefüllte Blüten, denn vollständig gefüllte Blüten können ihr Pollenangebot verlieren.

Samenstände und Stängel nach der Blüte

Auch nach der Blüte haben die Pflanzen Abnehmer. Stieglitze fressen die noch grünen samen.liver Wiesen-Witwenblume. Ameisen verbreiten deren Früchte, weil sie das nahrhafte Anhängsel nutzen. Verblühte Staudenstängel, die länger als ein Jahr stehen bleiben, können manchen Wildbienenarten als Nistplatz dienen. Samenstände bieten bis zum Frühjahr Nahrung und eine Struktur zum Überwintern. Ich lasse deshalb einen Teil der verblühten Stängel über den Winter und bis ins nächste Jahr stehen und schneide nur den Rest zurück.

Skabiosen in Magerrasen und Wildblumenwiese

In der Landschaft gehört die Tauben-Skabiose zu kalkreichen Trocken- und Halbtrockenstandorten, die Acker-Skabiose zu Wiesen und Halbtrockenrasen. Für naturnahe Blühmischungen werden Wildpflanzen aus regionaler Herkunft empfohlen, weil sie an die örtlichen Bedingungen angepasst sind. Gebietseigenes Saatgut hilft zudem, die regionale genetische Vielfalt zu erhalten. Zuchtsaatgut gilt fachlich nicht als gebietseigen.

Willst du Skabiosen in eine Wildblumenwiese bringen, wählst du eine Mischung, die zu deinem vorhandenen Boden passt. Wildpflanzensaatgut kommt obenauf, wird nicht eingearbeitet und angewalzt. Danach braucht die Ansaat mindestens 4 bis 5 Wochen durchgehend Feuchtigkeit. Den Mähzeitpunkt richtest du nach der Samenbildung der Pflanzen, die du fördern willst. Jährlich wechselnde, ungemähte Altgrasstreifen auf 5 bis 10 % der Fläche können Rückzugsräume und Überwinterungsplätze erhalten. Ein Beispiel für eine wiesenartige Mischung ist ‚Veitshöchheimer Ganz in Rosa‘ mit Tauben-Skabiose, Sonnenhut (Echinacea purpurea) und einjähriger Doldiger Schleifenblume.

Tipp

Kaufst du Tauben-Skabiosen für eine naturnahe Fläche, frag nach gebietseigenem Saatgut aus deiner Region statt nach einer Zuchtsorte.

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Skabiosen-Samen ernten und lagern

Für eigene Samen lässt du ausgewählte Blütenköpfe bis zur Samenreife an der Pflanze. Dabei musst du abwägen: Bei ‚Butterfly Blue‘ fördert das Ausputzen verblühter Köpfe die Nachblüte, und Samenbildung kann weitere Blüten vermindern. Ich markiere deshalb im Sommer die kräftigsten Köpfe mit einem Faden für die Ernte und putze die übrigen aus.

Geerntet wird bei trockenem Wetter, sobald die Samen ausgereift sind und sich leicht aus ihrer Hülle lösen. Danach trocknest du sie auf Papier nach und beschriftest die Tüte gleich. Gelagert wird kühl, dunkel und trocken. Günstig ist eine Lagerung unter Luftabschluss bei weniger als 10 °C. Als Orientierung bleiben die meisten selbst gesammelten Blumen- und Staudensamen so etwa 3 Jahre keimfähig, eine Garantie für jede Art ist das nicht. Bei Resten mit fraglicher Keimfähigkeit machst du etwa 4 Wochen vor der geplanten Aussaat eine Keimprobe.

Stammt deine Pflanze aus einer Hybridsorte, können die Nachkommen aus den samen.liveutlich von ihr abweichen. Einen Teil der Köpfe lasse ich ungeerntet stehen, weil Samenstände Tieren über den Winter Nahrung und Struktur bieten können. Wann welche Art gesät wird, schlägst du im druckbaren Aussaatkalender für Stauden nach.

Standort, Aussaat und Pflege in Kürze

Die meisten hier vorgestellten Arten wollen Sonne und einen gut drainierten Boden. Die Tauben-Skabiose kommt mit relativ trockenem, schwach basischem Boden zurecht, ‚Butterfly Blue‘ wird für neutralen, humusreichen Boden empfohlen. Licht, Boden und das Gießen in der Anwachszeit behandeln die Grundlagen zu Standort, Pflege, Schnitt und Vermehrung von Skabiosen ausführlich.

Die Dunkelrote Skabiose säst du von April bis Juni direkt ins Beet. Die Tauben-Skabiose lässt sich aus Samen ziehen und durch Teilung unterirdischer Pflanzenteile vermehren. Aussaat, Pikieren und Teilen Schritt für Schritt findest du ebenfalls im Einsteiger-Ratgeber.

Die Gartenskabiose braucht im Garten keine zusätzliche Düngung. Bei Stauden aus nährstoffarmen Lebensräumen wie der Tauben-Skabiose kann übermäßige Düngung untypisch starkes Wachstum und eine geringere Winterhärte verursachen. Wann Kompost passt und wann gar nicht gedüngt wird, steht im Düngen-Abschnitt des Stauden-Überblicks.

Bei ‚Butterfly Blue‘ gelten Blattläuse und Milben als mögliche kleinere Probleme, und guter Wasserabzug beugt Wurzelfäule vor. Schnitt, Winterschutz und Pflanzenschutz im Detail beschreibt der Einsteiger-Ratgeber.

Im Pflanzbild passt die Tauben-Skabiose zu Federgras, Steppen-Salbei und Katzenminze. In welchen Gartentypen du Skabiosen einsetzt, zeigt der Ratgeber zu Skabiosen vom Steingarten bis zum Kiesbeet. Eigene Kombinationen skizzierst du vorab im Beetplaner für dein Staudenbeet.

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Häufige Fragen

Warum werden Skabiosen auch als Witwenblumen bezeichnet?
Witwenblume ist eigentlich der Name der Gattung Knautia, die botanisch von den Skabiosen der Gattung Scabiosa getrennt ist. Eine volkstümliche Deutung verbindet den Namen mit der vierzipfligen Krone der Witwenblume. Skabiosen haben dagegen fünf Kronzipfel. Für die Dunkelrote Skabiose ist außerdem der alte englische Gartenname ‚Poor Widow‘ überliefert.
Wie kann man Skabiosen von Knautien unterscheiden?
Zähle die Kronzipfel einer Einzelblüte aus dem Blütenkopf: Bei der Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis ist die Krone vierzipflig. Skabiosen der Gattung Scabiosa haben fünf Kronzipfel. Botanisch sind beide getrennte Gattungen, auch wenn Knautia arvensis als Acker-Skabiose bezeichnet wird. Die Sorte ‚Butterfly Blue‘ gehört zur Tauben-Skabiose Scabiosa columbaria und ist keine Knautia.
Wie unterscheiden sich Acker-Skabiose und Tauben-Skabiose voneinander?
Die Acker-Skabiose ist botanisch eine Witwenblume (Knautia arvensis), wird 30 bis 80 cm hoch und wächst auf frischen bis mäßig trockenen Wiesen und Halbtrockenrasen. Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) bleibt meist bei 20 bis 50 cm und bevorzugt kalkreiche Trocken- und Halbtrockenstandorte. Sie blüht blauviolett bis lila von Juli bis Oktober, in der Unterart columbaria bis November. An der Einzelblüte erkennst du die Acker-Skabiose an ihrer vierzipfligen Krone.
Was sind die Unterschiede zwischen Grindkraut und anderen Skabiosen-Arten?
Das Grindkraut, auch Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca) genannt, fällt durch blassgelbe Blüten auf, während etwa Tauben-Skabiose und Acker-Skabiose blauviolett blühen. Es blüht von Juli bis Oktober und wird meist 20 bis 60 cm hoch. Wie die Tauben-Skabiose eignet es sich für sonnige, magere Standorte, sodass beide gut zusammen in ein Beet passen.
Welche ökologische Bedeutung haben Skabiosen für Insekten?
Die Tauben-Skabiose ist Nahrungspflanze für zwei Sandbienen: Die spezialisierte Knautien-Sandbiene sammelt dort Pollen für ihre Nachkommen, die Skabiosen-Sandbiene nutzt sie neben dem Gewöhnlichen Teufelsabbiss. Pollen dient Bienen als Aufbaunahrung, Nektar liefert Energie. Tauben- und Gelbe Skabiose blühen bis in den Oktober und tragen so zum späten Blütenangebot bei. Für ihre Nester brauchen beide Sandbienen zusätzlich offene oder nur schütter bewachsene Bodenstellen.
Warum gilt die Tauben-Skabiose als trockenheitsverträglich?
Die Tauben-Skabiose bildet eine tiefe Pfahlwurzel, die ihre Trockenheitsverträglichkeit unterstützt. Natürlicherweise wächst sie an sonnigen Plätzen mit relativ trockenem, schwach basischem Boden. Empfindlich ist sie dagegen gegen Nässe im Winter, deshalb braucht sie einen gut drainierten Platz. Auch trockenheitsverträgliche Stauden musst du in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend gießen.
Welchen pH-Wert sollte der Boden für Skabiosen haben?
Das hängt von der Art ab. Die Tauben-Skabiose wächst auf schwach basischem Boden und auf kalkreichen Trocken- und Halbtrockenstandorten, die Sorte ‚Butterfly Blue‘ wird für neutralen Boden empfohlen. Miss den pH-Wert deines Bodens, bevor du etwas änderst, denn gekalkt wird nur, wenn der gemessene Wert für die Bodenart zu niedrig ist.
Wann ist die beste Zeit für die Aussaat von Skabiosen?
Die Dunkelrote Skabiose säst du von April bis Juni direkt ins Beet. Die ‚Mammuth Mischung‘ kannst du auch von März bis Mai vorziehen und ab Mitte Mai auspflanzen. Ihre Samen bedeckst du nur dünn mit Erde. Zum Keimen empfiehlt sich ein Bereich von 15 bis 20 °C.
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