Blumen · Wildblumen · Anbau

Blumensamen-Mischungen aussäen: Wann du welche Mischung säst

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Einjährige Sommerblumenmischungen säst du ab Mitte April; unter passenden Bedingungen blühen sie etwa 6 bis 8 Wochen später.
  • Mehrjährige Wildblumen-Wildgräser-Mischungen haben zwei Fenster: Februar bis Mai und August bis Oktober.
  • Wiesensaaten gehören vor eine feuchte Wetterphase, denn die Samen brauchen mindestens drei Wochen durchgehende Feuchtigkeit zum Keimen.
  • Zweijahresblumen wie Wald-Vergissmeinnicht säst du im Sommer; sie blühen im zweiten Jahr nach der Aussaat.
  • Einen Schattsaum für Gehölzränder säst du vorzugsweise im Spätsommer.

Auf der Tüte steht Blumenmischung, doch wann du säst, hängt davon ab, was in der Tüte steckt. Eine einjährige Sommerblumenmischung kommt ab Mitte April in die Erde und beginnt unter passenden Bedingungen etwa 6 bis 8 Wochen später zu blühen. Eine mehrjährige Wiesenmischung säst du im Frühjahr oder im Spätsommer, und manche Arten darin, etwa die Wiesenmargerite b519, blühen erst im Jahr nach der Aussaat. Ich lese deshalb vor jeder Aussaat zuerst, ob eine Mischung einjährig, zweijährig oder mehrjährig angelegt ist. Danach plane ich Termin und Vorbereitung.

Welche Blumenmischung säst du wann?

Die Tabelle ordnet die Termine nach Mischungstyp. Jede Angabe gilt für die genannte Mischung oder Artengruppe, nicht für jede Tüte mit ähnlichem Namen. Steht auf deiner Packung ein eigener Termin, richte dich nach ihm.

Mischung Saattermin Gut zu wissen
Einjährige Sommerblumenmischung ab Mitte April Blüte unter passenden Bedingungen etwa 6 bis 8 Wochen später, jedes Jahr neu einsäen
Mehrjährige Wildblumen-Wildgräser-Mischung Februar bis Mai oder August bis Oktober Fenster für eine dauerhafte Wiese
Wildblumenwiese, bevorzugte Termine Anfang März bis Ende April oder Mitte August bis Ende September jeweils vor beginnender feuchter Witterung
Blumenwiese Schwäbische Alb (regional, mehrjährig) Ende März bis Ende Mai oder Ende August bis Ende September Beispiel für eine regionale Wiesenmischung
Blumen aus dem Biosphärengebiet für trockene Standorte Ende März bis Ende Mai oder Ende August bis Mitte Oktober Herbstfenster reicht bis Mitte Oktober
Schattsaum für Gehölzränder vorzugsweise im Spätsommer manche Arten erst nach 3 bis 4 Jahren blühreif
Wald-Vergissmeinnicht als Zweijahresblume Mitte Juni bis Mitte Juli in der Freilandanzucht Blüte im zweiten Jahr nach der Aussaat
Gänseblümchen, zweijährig geführt Ende Juli bis Anfang August erst Rosette, Blüte ab dem folgenden Frühjahr
Klatschmohn der Mischung „Roter Sommermohn“ Spätsommer überwintert, Blüte im folgenden Frühsommer

Warum der Saattermin so viel ausmacht

Am Termin hängt, wann deine Fläche blüht und ob die Samen genug Feuchtigkeit zum Keimen bekommen. Bei einjährigen Sommerblumen bestimmt der Saattag direkt den Blühbeginn. Bei mehrjährigen Wiesen zählt vor allem ein Start vor feuchter Witterung. Bei Zweijährigen entscheidet der Termin sogar, in welchem Jahr du die ersten Blüten siehst. Deshalb findest du hier nicht ein Datum für alle, sondern ein Fenster je Mischungstyp.

Marias Erfahrung

Für jede Fläche führe ich eine Notiz mit Mischungstyp, Saattag und dem Wetter der ersten Wochen. Im nächsten Jahr sehe ich daran, in welchem Fenster ich gesät habe.

Anzeigen

Frühjahrsaussaat: Sommerblumen ab Mitte April, Wiesen schon früher

Einjährige Sommerblumenmischungen

Einjährige Sommerblumenmischungen kannst du ab Mitte April säen. Für einzelne Sommerblumen liegen die Fenster ähnlich: Klatsch-Mohn, Schmuckkörbchen, Großblütiger Lein und Malope säst du von April bis Juni. Die Gemeine Sonnenblume hat ihr Fenster von April bis Mai. Eine Sommerblumenfläche legst du jedes Jahr neu an: Im Spätherbst wird sie abgemäht, im folgenden Frühjahr säst du wieder. Den Saattag schreibe ich auf ein Etikett am Beetrand, damit ich den Blühbeginn abschätzen kann.

Mehrjährige Wiesenmischungen im Frühjahr

Für mehrjährige Wildblumen-Wildgräser-Mischungen öffnet sich das Frühjahrsfenster schon im Februar und reicht bis Mai. Bevorzugt säst du Wildblumenwiesen von Anfang März bis Ende April, und zwar bevor feuchte Witterung einsetzt. Regionale Mischungen haben eigene Termine, die Blumenwiese Schwäbische Alb etwa Ende März bis Ende Mai. Einzelne Wiesenarten haben längere Fenster: Die Margerite säst du von März bis Juli. Rechne mit einer Wartezeit, denn bei der LUX-Blumenwiese zeigen sich die ersten Keimlinge unter feuchter Witterung nach etwa 2 bis 3 Wochen.

Häufiger Fehler

Die Gewöhnliche Nachtkerze im März oder April säen und noch im selben Sommer Blüten erwarten. Die Nachtkerze wächst zweijährig: Sie bildet zuerst eine Blattrosette, blüht im zweiten Jahr und stirbt nach der Samenreife ab.

Sommeraussaat: die Zeit der Zweijährigen

Die Fenster der Wiesenmischungen in meiner Übersicht enden spätestens Ende Mai und öffnen sich erst im August wieder. Im Hochsommer sind dafür die Zweijahresblumen an der Reihe. Wald-Vergissmeinnicht säst du in der Freilandanzucht von Mitte Juni bis Mitte Juli. Gänseblümchen für die zweijährige Kultur säst du Ende Juli bis Anfang August, direkt ins Beet oder zur Anzucht in Kisten und Balkonkästen. Aus dieser Saat entsteht zunächst eine Rosette, die ab dem folgenden Frühjahr blüht.

Auch einzelne Wildblumen lassen sich im Sommer säen. Die Wegwarte hat ihr Fenster von Juni bis Juli, Margerite und Gänseblümchen gehen bis in den Juli.

Kurz erklärt

Zweijahresblumen blühen im zweiten Jahr nach der Aussaat und sterben nach der anschließenden Samenbildung meist ab. Eine Sommersaat zielt bei ihnen also auf die Blüte im kommenden Jahr.

Herbstaussaat: Wiesen, Schattsaum und Mohn für das nächste Jahr

Spätsommer und Frühherbst bilden das zweite große Fenster für mehrjährige Mischungen. Für Wildblumen-Wildgräser-Mischungen reicht es von August bis Oktober. Bevorzugt säst du Wildblumenwiesen von Mitte August bis Ende September, wieder vor beginnender feuchter Witterung. Die Blumenwiese Schwäbische Alb kommt Ende August bis Ende September in die Erde, die regionale Mischung für trockene Standorte sogar bis Mitte Oktober. Einen Schattsaum für Gehölzränder säst du vorzugsweise im Spätsommer.

Auch ein Einjähriger kann im Spätsommer starten. Klatschmohn der Mischung „Roter Sommermohn“ lässt sich dann säen, überwintert und blüht im folgenden Frühsommer. Die Kornrade säst du im Frühjahr oder im Herbst. Hainblume und Gemeine Nachtviole haben neben ihrem Frühjahrsfenster einen zweiten Termin im September.

Phacelia lässt sich von April bis September säen. Bei stärkeren Frösten von etwa −7 bis −6 °C friert sie ab. Eine Septembersaat plane ich deshalb als Kultur bis zum ersten stärkeren Frost, nicht als Bestand für das nächste Jahr.

Achtung

Die Kornrade gilt als giftig für Menschen, Vögel und Nutztiere. Setz sie als Zierpflanze ein und nie als Futter- oder Nahrungspflanze.

Kann man Blumenmischungen das ganze Jahr über säen?

Ein ganzjähriges Fenster hat keine der Mischungen in meiner Übersicht. Zwischen November und Januar liegt bei keiner von ihnen ein Saattermin, und die Wiesenmischungen pausieren zusätzlich im Hochsommer. Lange Fenster haben einzelne Arten: Gewöhnlichen Löwenzahn säst du von März bis September, Phacelia von April bis September.

Wenn du Blüten vom Frühjahr bis in den Spätherbst möchtest, achte bei der Auswahl auf ein zeitlich gestaffeltes Blütenangebot. In den Monaten ohne Saattermin bereite ich Flächen vor. Selbst geerntetes Saatgut lagere ich vollständig nachgetrocknet in beschrifteten Tüten, trocken, kühl und dunkel bis zur Aussaat.

Anzeigen

Spezielle Mischungen und ihre Termine

Vor dem Termin steht die Wahl der Mischung: Kläre zuerst, welche Blumenmischung zu Beet, Kübel und Gartentyp passt. Hier geht es um die Termine einiger besonderer Mischungen.

Bienen- und insektenfreundliche Mischungen

Insektenfreundliche Mischungen sollten ungefüllte Blüten und ein Blütenangebot bieten, das vom Frühjahr bis in den Spätherbst gestaffelt ist. Für den Saattermin zählt bei ihnen vor allem, ob die Mischung einjährig oder mehrjährig angelegt ist. Einjährige säst du ab Mitte April, mehrjährige im Frühjahrs- oder Spätsommerfenster der Wiesen. Die Bezeichnung Wildblumen allein garantiert keine heimischen Arten, deshalb prüfst du für eine dauerhafte heimische Wiese die Artenliste und die Angaben heimisch und mehrjährig.

Mischungen für trockene Standorte

Die regionale Mischung Blumen aus dem Biosphärengebiet für trockene Standorte hat zwei Fenster: Ende März bis Ende Mai und Ende August bis Mitte Oktober. Einzelne Arten bringen Trockenheitsverträglichkeit mit. Der Gewöhnlichen Nachtkerze wird eine hohe Trockenheitstoleranz zugeschrieben, und die Kranz-Lichtnelke verträgt trockene bis sehr trockene Bedingungen. Bei der Kornrade gilt zeitweilige Trockenheit als verträglich.

Mischungen für Schatten und Gehölzränder

Stark beschattete Flächen eignen sich nicht für die übliche mehrjährige Blumenwiese, wohl aber für schattenverträgliche Stauden oder passende Saummischungen. Ein Schattsaum passt an wenig betretene, voll- bis teilschattige Gehölzränder mit trockenem, nährstoffärmerem bis mäßig nährstoffreichem Boden. Gesät wird er vorzugsweise im Spätsommer. Die Mischung für das Ursprungsgebiet 11 enthält unter anderem Frühlings-Platterbse, Nesselblättrige Glockenblume und Rote Lichtnelke, dazu Hain-Rispengras, Waldzwenke und Wald-Segge. Der Saum erreicht 60 bis 120 cm Höhe. Manche Arten darin werden erst nach 3 bis 4 Jahren blühreif.

Mischungen für Nachtfalter

Die Saatmischung „Fledermaus & Nachtfalter“ kombiniert die Gemeine Nachtkerze unter anderem mit Gewöhnlicher Nachtviole und Weißer Lichtnelke. Die Nachtkerze macht darin 5 % aus. Für die Planung lohnt der Blick auf die Arten: Die Nachtkerze säst du von März bis April, die Nachtviole von April bis Juni oder im September. Weil die Nachtkerze zweijährig wächst, blüht sie erst im zweiten Jahr. Nach der Blüte lässt du die Pflanzen Fruchtstände ausbilden.

Welche Faktoren den Termin bestimmen

Der Lebenszyklus der Mischung

Einjährige Mischungen säst du jedes Jahr neu, und der Saattag bestimmt den Blühbeginn. Zweijahresblumen säst du für die Blüte im zweiten Jahr nach der Aussaat. Mehrjährige Garten-Blühmischungen können 10 Jahre und länger bestehen. Bei ihnen planst du den Start für einen Bestand über viele Jahre.

Keimtemperatur und Keimdauer der Arten

Die Arten einer Mischung brauchen zum Keimen sehr unterschiedliche Wärme. Die Tabelle zeigt einige Wild- und Sommerblumen mit Aussaatzeit, Keimtemperatur und Keimdauer.

Art Aussaatzeit Keimtemperatur (min) Keimtemperatur (max) Keimdauer
Wilde Karde April bis Mai 5 °C 5 °C 10 bis 14 Tage
Gewöhnliche Nachtkerze März bis April 9 °C 23 °C 14 bis 21 Tage
Klatsch-Mohn April bis Juni 10 bis 15 °C 18 bis 20 °C 5 bis 14 Tage
Büschelschön (Phacelia) April bis September 10 bis 12 °C 20 °C 7 bis 14 Tage
Hainblume April bis Juni, September 10 bis 15 °C 18 bis 20 °C 7 bis 14 Tage
Wegwarte Juni bis Juli 14 bis 18 °C 20 bis 25 °C 7 bis 21 Tage
Margerite März bis Juli 15 °C 18 bis 20 °C 10 bis 21 Tage
Großblütiger Lein April bis Juni 15 °C 20 °C 10 bis 21 Tage
Schmuckkörbchen April bis Juni 15 bis 18 °C 18 bis 25 °C 7 bis 21 Tage
Blaue Rasselblume Mai bis Juni 18 °C 22 °C 7 bis 14 Tage
Garten-Fuchsschwanz April bis Mai 26 °C 26 °C 7 bis 14 Tage

Weil sich Keimtemperatur und Keimdauer so deutlich unterscheiden, erwarte ich nicht, dass eine Mischung auf einen Schlag aufläuft. Den Termin richte ich trotzdem nach dem Mischungstyp und nicht nach der wärmebedürftigsten Art.

Klimafaktoren: Feuchte, Wärme und Frost

Bei Wiesensaaten richte ich mich nach dem Wetterbericht und säe, wenn eine feuchte Phase angekündigt ist. Die Samen brauchen mindestens drei Wochen durchgehende Feuchtigkeit, um zu quellen und zu keimen. Säst du außerhalb einer feuchten Phase, musst du diese Feuchtigkeit über Wochen selbst liefern. Die Wärme steuert dagegen, wann die einzelnen Arten keimen. Frost begrenzt manche Herbstsaat: Klatschmohn der Mischung „Roter Sommermohn“ überwintert nach einer Spätsommersaat, Phacelia friert bei stärkeren Frösten ab.

Vorlauf: Saatbett und Vorfrucht

Nach dem Umgraben lässt du das Saatbett für eine Wildwiese etwa 2 bis 4 Wochen setzen. Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch entfernst du vorher mitsamt den Wurzeln. Alles Weitere dazu, wie du ein Beet für ein- oder mehrjährige Mischungen vorbereitest, steht in einer eigenen Anleitung.

Stand vorher eine Gründüngung wie Phacelia auf dem Beet, wartest du nach dem Einarbeiten meist etwa 2 bis 3 Wochen bis zur nächsten Aussaat. Die Belegung danach plane ich mit dem Werkzeug zur Beetplanung.

Mini-Checkliste

Lebenszyklus der Mischung klären. Fenster für den Mischungstyp heraussuchen. Saatbett rechtzeitig vorbereiten und setzen lassen. Auf eine angekündigte feuchte Phase achten. Saattag notieren.

Direktsaat, Vorkultur und Saatmenge kurz gefasst

Wiesenmischungen säst du direkt auf die Fläche: Feines Kräutersaatgut verteilst du auf der Bodenoberfläche und walzt es an. Margerite und Klatsch-Mohn sind zum Beispiel Lichtkeimer. Die Technik im Einzelnen, also wie du Blumenwiesensamen ausbringst und andrückst, hat einen eigenen Ratgeber.

Willst du Wildblumen in Saatschalen vorziehen, nimmst du sterile Aussaaterde und härtest die Jungpflanzen vor dem Auspflanzen ab. Manche Stauden keimen innerhalb von 14 Tagen, andere erst nach mehreren Wochen oder einem Jahr. Das Sommer-Adonisröschen lässt sich wegen seiner Pfahlwurzel schlecht verpflanzen, deshalb säst du es im März und April direkt ins Freiland.

Wie viel Saatgut je Quadratmeter du brauchst, gibt die konkrete Mischung vor. Wie du die Saatmenge für deine Blumenwiese berechnest und anpasst, steht gesondert.

Anzeigen

Nach der Aussaat: Wasser und Pflege

Eine frisch gesäte Blumenwiese hältst du etwa 6 Wochen gleichmäßig feucht. Bei einjährigen Sommerblumen wird in trockenen Phasen der Auflaufphase täglich gegossen, wenn die Blüte früh beginnen soll. Etablierte Blumenwiesen brauchen im Sommer normalerweise kein zusätzliches Wasser; wie es danach mit Schröpfschnitt und Mähen weitergeht, findest du bei den Wildblumen-Grundlagen zu Gießen, Witterung und Pflege im Jahreslauf.

Beliebt im Shopaus dem samen.live Shop
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Zum Shop
ReNatura Regio Blütenzauber Ost 275 g
ReNatura Regio Blütenzauber Ost 275 g
Zum Shop
ReNatura Regio Blütenzauber West 275 g
ReNatura Regio Blütenzauber West 275 g
Zum Shop
ReNatura Blumenwiese
ReNatura Blumenwiese
Zum Shop

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt, Blumenmischungen auszusäen?
Das hängt vom Mischungstyp ab. Einjährige Sommerblumenmischungen säst du ab Mitte April, mehrjährige Wildblumenwiesen bevorzugt von Anfang März bis Ende April oder von Mitte August bis Ende September, jeweils vor beginnender feuchter Witterung. Zweijahresblumen wie Wald-Vergissmeinnicht säst du im Sommer, etwa von Mitte Juni bis Mitte Juli, und sie blühen im zweiten Jahr nach der Aussaat.
Welche Faktoren beeinflussen den Aussaatzeitpunkt von Sommerblumen?
Einjährige Sommerblumenmischungen kannst du ab Mitte April säen, und unter passenden Bedingungen beginnt die Blüte etwa 6 bis 8 Wochen später. Außerdem zählt die Keimtemperatur der enthaltenen Arten, denn der Garten-Fuchsschwanz braucht zum Beispiel 26 °C zum Keimen. Die Fläche legst du jedes Jahr neu an: Im Spätherbst wird sie abgemäht, im folgenden Frühjahr säst du wieder.
Welche Besonderheiten bietet die Herbstaussaat von Blumenmischungen?
Im Spätsommer und Herbst säst du vor allem mehrjährige Mischungen: Für Wildblumen-Wildgräser-Mischungen reicht das Fenster von August bis Oktober, für eine regionale Mischung für trockene Standorte von Ende August bis Mitte Oktober. Ein Schattsaum für Gehölzränder wird vorzugsweise im Spätsommer gesät. Klatschmohn der Mischung „Roter Sommermohn“ kann im Spätsommer gesät werden, überwintern und im folgenden Frühsommer blühen. Phacelia dagegen friert bei stärkeren Frösten von etwa −7 bis −6 °C ab.
Wie unterscheiden sich bienenfreundliche Mischungen von herkömmlichen Wildblumen?
Eine bienen- und insektenfreundliche Mischung sollte ungefüllte Blüten und ein Blütenangebot haben, das vom Frühjahr bis in den Spätherbst gestaffelt ist. Die Bezeichnung Wildblumen allein garantiert dagegen noch keine heimischen Arten, deshalb prüfst du für eine dauerhafte heimische Wiese die Artenliste und die Angaben heimisch und mehrjährig. Für den Saattermin zählt bei beiden vor allem, ob die Mischung einjährig oder mehrjährig angelegt ist.
Welche Rolle spielt die Keimtemperatur beim Aussaattermin einer Blumenmischung?
Die Arten einer Mischung keimen bei sehr unterschiedlicher Wärme: Die Wilde Karde hat eine Keimtemperatur von 5 °C. Beim Garten-Fuchsschwanz sind es 26 °C. Rechne deshalb nicht damit, dass alle Arten gleichzeitig auflaufen, und richte den Termin nach dem Mischungstyp, bei einjährigen Sommerblumen also ab Mitte April.
Zuletzt geprüft:
↑