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Gründüngung

Gründüngung ist eine Bodenpflegemaßnahme: Auf freie Beete säst du Pflanzen, die den Boden schützen und verbessern sollen. Sie werden meist nicht geerntet, sondern abgemäht, als Mulch liegen gelassen oder flach eingearbeitet.

Die Pflanzendecke bremst Regentropfen, nimmt dem Wind die Angriffsfläche und schützt den Boden vor Austrocknung und Verschlämmung. Gründüngungspflanzen nehmen überschüssige Nährstoffe auf und geben sie beim Verrotten an die Folgekultur ab. Ihre Wurzeln können verdichtete Bereiche lockern, und aus der Pflanzenmasse entsteht Humus. Leguminosen wie Klee, Wicken oder Lupinen binden mit Knöllchenbakterien zusätzlich Stickstoff aus der Luft.

Am besten säst du auf Beete, die nach der Hauptkultur frei werden, im Spätsommer vor allem von August bis September. Achte auf die Fruchtfolge: Gelbsenf und Ölrettich sind Kreuzblütler wie Kohl, Leguminosen sind mit Bohnen und Erbsen verwandt. Phacelia und Buchweizen sind mit den gängigen Gemüsen nicht verwandt. Eine Gründüngung ersetzt die Düngung nicht automatisch.

Beispiel aus dem Garten

Wird im Spätsommer ein Beet frei, säe ich dort Phacelia, die ich nicht ernte, sondern später abmähe und als Mulch liegen lasse. Diese Aussaat für den Boden statt für die Küche ist eine Gründüngung.

Quelle: Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) ↗ – Gründüngung im Garten: Boden schützen und verbessern (letzte Aktualisierung 01.06.2026). Geprüft am .

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