Paprika von süß bis scharf: Snackpaprika, Chilis und ihre Schärfegrade
- Block-, Spitz- und Snackpaprika sind die milden Typen; Gemüsepaprika steht in einer amtlichen Beispieltabelle bei 0 bis 10 SHU.
- Für Jalapeños gilt als Beispiel eine Spanne von 2.500 bis 8.000 SHU, scharfe Habanero-Typen liegen weit darüber.
- Aus der Fruchtfarbe einer Chili lässt sich ihre Schärfe nicht zuverlässig ableiten.
- Grüne Gemüsepaprika schmeckt herber, ausgereifte rote, gelbe und orange Früchte schmecken süßer.
- Scharfe Chilis schneidest du mit Küchenhandschuhen, weil ihre Scharfstoffe Augen und Schleimhäute reizen können.

Du suchst knackig-süße Paprika zum Naschen oder eine Frucht, die richtig brennt? Die Farbe hilft dir dabei wenig, denn aus ihr lässt sich die Schärfe einer Chili nicht zuverlässig ableiten. Wenn ich Sorten für die neue Saison auswähle, lese ich deshalb zuerst die Schärfeangabe und danach Fruchtform, Reifefarbe und Wuchs.
Auf der milden Seite stehen Block-, Spitz- und Snackpaprika, dazu milde Peperoni und Chilis. Auf der scharfen Seite folgen Jalapeño, Cayenne und Habanero. Innerhalb jeder Gruppe unterscheiden sich die Sorten noch einmal in Fruchtgröße, Reifefarbe und Anbaueignung.
Paprika oder Chili: was botanisch dahintersteckt
Chilis gehören botanisch zu den Paprika-Arten. Gemüsepaprika ist Capsicum annuum und stammt aus Süd- und Mittelamerika. Zu dieser Art gehören auch Chilis, andere zählen zu Capsicum baccatum oder Capsicum chinense. Die Sorte Habanero Orange etwa gehört zu Capsicum chinense. Botanisch bilden Paprika und Chili Beeren, auch wenn ihre Früchte im Alltag Schoten heißen.
Bei der Gemüsepaprika unterscheidest du fleischige, eckige Blocktypen und Spitzpaprika. Snackpaprika ist ein weiterer Typ mit kleinen, fruchtig-süßen Früchten. Zu den kleinfrüchtigen Typen zählen Peperoni und Chilis. Beim Namen Glockenpaprika prüfst du die Art auf der Tüte, denn er wird auch für Capsicum baccatum verwendet. Worin sich Paprika und Chili unterscheiden und was sie verbindet, liest du in einem eigenen Ratgeber.
Die Typen im Überblick
| Typ | Frucht | Schärfe | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Blockpaprika | fleischig, eckig, im Hobbyanbau bis 200 g | Gemüsepaprika: 0 bis 10 SHU in einer amtlichen Beispieltabelle | Füllen, roh, gegart |
| Spitzpaprika | spitze Form, bei Corno rosso dickwandig | Gemüsepaprika: 0 bis 10 SHU in einer amtlichen Beispieltabelle | roh, geröstet, gegart |
| Snackpaprika | klein, fruchtig-süß | als fruchtig-süß beschrieben | roh als Snack, mit Dip |
| Milde Peperoni, etwa Lombardo | 10 bis 15 cm, süß-aromatisch | Schärfegrad 0 auf der Skala von 0 bis 10 | Salate, Dünsten, Einlegen |
| Jalapeño | bei Jalapeño Ruben etwa 7 cm, dickfleischig | 2.500 bis 8.000 SHU als Beispielspanne | grün gebraten bei Santiago, reif geräuchert als Chipotle |
| Habanero, etwa Habanero Orange | orange abreifend, fruchtig-aromatisch | scharfe Habanero-Typen je nach Tabelle 100.000 bis 350.000 SHU, die amtliche Tabelle reicht bis 250.000 SHU | frisch für feurige Soßen |
Schärfe lesen: Scoville-Werte und Schärfegrade
Die Schärfe von Chilis wird in Scoville-Einheiten angegeben, kurz SHU. Diese Werte stehen für den Gehalt an Capsaicin, dem Scharfstoff der Früchte.
SHU steht für Scoville Heat Units. Ursprünglich wurde ein alkoholischer Extrakt mit Zuckerwasser verdünnt, bis Testpersonen keine Schärfe mehr wahrnahmen. Bei der HPLC-Methode werden die Scharfstoffe analytisch bestimmt und anschließend in Scoville-Werte umgerechnet.
| Typ oder Sorte | Scoville-Angabe |
|---|---|
| Gemüsepaprika | 0 bis 10 SHU in einer amtlichen Beispieltabelle |
| Jalapeño | 2.500 bis 8.000 SHU als Beispielspanne |
| Hungarian Hot Wax | 5.000 bis 10.000 SHU, als mittelscharf beschrieben, einzelne Früchte noch schärfer |
| De Cayenne | etwa 50.000 SHU |
| Piri-Piri | 50.000 bis 100.000 SHU in einer amtlichen Beispieltabelle |
| Scharfe Habanero-Typen | je nach Tabelle 100.000 bis 350.000 SHU, die amtliche Tabelle reicht bis 250.000 SHU |
Nach Konvention entsprechen 16 SHU einem Capsaicingehalt von rund 1 mg/kg. Reines Capsaicin dient mit rund 16 Millionen SHU als Referenz für sehr hohe Schärfe.
Eine Scoville-Zahl beschreibt einen Gehalt, keine Verzehrmenge. Eine allgemein sichere Menge lässt sich aus ihr nicht ableiten.
In Sortenbeschreibungen begegnet dir außerdem eine Schärfeskala von 0 bis 10. Ich vergleiche Sorten nur innerhalb derselben Skala und rechne nicht zwischen den beiden um.
| Sorte | Typ | Schärfegrad auf der Skala von 0 bis 10 |
|---|---|---|
| Lombardo | milde Peperoni | 0 |
| NuMex Suave Red | Chili mit Habaneroaroma | 0 bis 2 |
| Santiago | milde Jalapeño | 0 bis 2 |
| Jalapeño Ruben | Jalapeño | 3 bis 5 |
| Habanero Orange | Capsicum chinense | 9 bis 10 |
Je röter die Chili, desto schärfer? Aus der Fruchtfarbe lässt sich die Schärfe nicht zuverlässig ableiten. Sie hängt von der genetischen Anlage der Sorte ab und von Bedingungen wie Temperatur, Wasserversorgung, Sonne und Reifegrad. Sogar Früchte derselben Pflanze können unterschiedlich scharf ausfallen.
Milde Gemüsepaprika: Block, Spitz und Snack
Blockpaprika
Blockpaprika trägt fleischige, eckige Früchte mit großem Hohlraum und stabiler Form. Das macht sie zu dem Typ, den ich zum Füllen anbaue. Im Hobbyanbau können ihre Früchte bis 200 g wiegen. Die Sorten unterscheiden sich in Reifefarbe, Fruchtgewicht und Anbaueignung:
- Yolo Wonder: blockige Früchte von 100 bis 150 g, die von Grün nach Rot reifen.
- Yellow California Wonder: reift von Grün nach Gelb und entwickelt dabei ein feinsüßes Aroma.
- Violetta: dickwandig, reift von Tiefviolett über Grün nach Rot.
- Milena: orangefarben und fruchtig-süß.
- Bendigo F1: früh, für geschütztes FreilandFreiland ist die offene Anbaufläche unter freiem Himmel, im Garten also das normale Beet. Anders als im Gewächshaus oder im begehbaren Folientunnel wachsen die Pflanzen dort ohne feste Schutzhülle., Gewächshaus, HochbeetEin Hochbeet ist ein erhöhtes, stabil eingefasstes Beet, das mit Erde gefüllt wird, etwa aus Holz, Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Es erlaubt rückenschonendes Gärtnern auf wenig Grundfläche. und Kübel, resistent gegen das Tabakmosaikvirus.
- Jubilandska: samenfest und als biologisch erzeugtes Saatgut angeboten.
Grüne Gemüsepaprika ist unreifer und schmeckt herb bis leicht bitter. Ausgereifte rote, gelbe oder orangefarbene Früchte entwickeln mehr Zucker und schmecken süßer. Einen Teil der Früchte erntest du trotzdem grün, denn eine teilweise Grünernte entlastet die Pflanze.
Blockpaprika grün pflücken und in der Küche auf Süße warten. Gemüsepaprika reift nicht nach, und mehr Zucker bilden erst ausgereifte Früchte: Wer süße Paprika will, lässt sie an der Pflanze in der sortentypischen Farbe ausreifen.
Spitzpaprika
Spitzpaprika ist neben der Blockpaprika der zweite Formtyp der Gemüsepaprika. Corno rosso reift von Dunkelgrün nach Leuchtendrot und hat festes, dickwandiges Fruchtfleisch mit süßem Aroma. Corno giallo erreicht die beste Fruchtqualität beim Farbumschlag von Grün auf Gelb, also erntest du sie genau dann. Für den Kübel eignet sich die milde Zlata, die etwa 80 bis 100 cm hoch wird.
Snackpaprika
Snackpaprika trägt kleine, fruchtig-süße Früchte und bildet sie den Sommer über. Tribelli hat wenige Kerne, die am Stielansatz sitzen. Salma-Mini Orange F1 reift orange ab und bringt Früchte von 30 bis 50 g. Radja wächst niedrig und stabil und trägt leuchtend gelbe Früchte von etwa 7 bis 8 cm Länge. Die orangefrüchtige Hamik eignet sich für Kübel und Töpfe auf Balkon und Terrasse.
Scharfe Snackpaprika? Kleine Früchte mit Schärfe
Snackpaprika steht für kleine, fruchtig-süße Früchte. Suchst du kleine Früchte mit Schärfe, wirst du bei den Chilis fündig. Pimientos de Padrón tragen kleine grüne Früchte, die häufig mild sind, aber scharf ausfallen können. Mit zunehmender Reife werden sie schärfer.
Jalapeño Ruben bildet dickfleischige, etwa 7 cm lange Früchte mit fruchtiger Schärfe. Sie reifen rot ab und zeigen sortentypische Verkorkungen. Auf der Schärfeskala liegt Jalapeño Ruben im mittleren Bereich, Habanero Orange dagegen am oberen Ende.
Padrón ist häufig mild und kann trotzdem scharf ausfallen, und auch Früchte derselben Pflanze schwanken in ihrer Schärfe. Eine milde Sorte sagt dir deshalb nichts Sicheres über jede einzelne Frucht.
Soll es ganz ohne Schärfe gehen, nimmst du eine Sorte mit Schärfegrad 0 wie die Peperoni Lombardo. Auch Sweet Banana hat fast keine Schärfe.
Beim PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. beschrifte ich jeden Topf mit Sortenname und Schärfeangabe von der Tüte. So weiß ich beim Auspflanzen und Ernten, welche Pflanze mild und welche scharf sein soll.
Milde Peperoni und Chilis mit Aroma
Chili umfasst auch milde Sorten, und manche Peperoni haben gar keine Schärfe. Diese Sorten bleiben mild:
- Lombardo: Peperoni mit 10 bis 15 cm langen, süß-aromatischen Früchten ohne Schärfe.
- Sweet Banana: fast ohne Schärfe, die Früchte erntest du gelb oder rot.
- Santiago: eine milde Jalapeño, deren Früchte traditionell grün als Bratpfefferoni auf den Tisch kommen.
- Poblano Ancho San Luis: mild, mit etwa 10 cm langen Früchten.
- NuMex Suave Red: verbindet tropisch-fruchtiges Habaneroaroma mit milder Schärfe.
Etwas mehr Würze bringt die Demre-Paprika Mertina. Grün geerntet schmeckt sie würzig, rot ausgereift pikant-fruchtig.
Scharfe Sorten von Jalapeño bis Habanero
Für Jalapeños wird als Beispiel eine Spanne von 2.500 bis 8.000 SHU genannt. Geräucherte reife Jalapeño-Früchte heißen in Mexiko Chipotle. Deutlich schärfer ist die Sorte De Cayenne mit einem angegebenen Wert von etwa 50.000 SHU. Cayennepfeffer im Gewürzregal besteht aus gemahlenen Chilis. Produkte namens Chilipulver enthalten dagegen häufig weitere Gewürze und fallen milder aus.
Habanero Orange gehört zu Capsicum chinense und trägt sehr scharfe, fruchtig-aromatische Früchte, die orange abreifen. Die Sorte eignet sich für den geschützten Anbau. Wie hoch scharfe Habanero-Typen auf der Scoville-Skala liegen, zeigt die Tabelle im Abschnitt zum Schärfelesen.
Beim Schneiden scharfer Chilis trage ich Küchenhandschuhe, weil ihre Scharfstoffe Augen und Schleimhäute reizen können. Hohe Capsaicin-Aufnahmen aus sehr scharfen Speisen oder Konzentraten können Magen-Darm- und Kreislaufbeschwerden auslösen. Kinder reagieren besonders empfindlich auf scharfe Chili-Produkte, und schwere Vergiftungen nach Chilizubereitungen sind beschrieben. Mutproben mit sehr scharfen Sorten haben deshalb in keiner Küche Platz.
Willst du ein Gericht milder halten, entfernst du vor allem die inneren Scheidewände und die Samen. Im Plazentagewebe, an dem die Samen sitzen, steckt besonders viel Capsaicin.
Welche Sorte passt in Kübel, Beet oder Gewächshaus?
Vor dem Saatgutkauf klärst du den Platz. Im Kübel braucht Paprika ein standfestes Gefäß mit mindestens 10 Litern Volumen. Der Durchmesser sollte bei etwa 30 cm liegen, und ein Wasserablauf verhindert StaunässeStaunässe entsteht, wenn der Boden Regenwasser nicht schnell genug aufnehmen kann und sich das Wasser im Boden staut. Den Wurzeln fehlt dann Sauerstoff, und die Pflanzen werden geschwächt..
| Sorte | Typ | Hinweis zum Anbau |
|---|---|---|
| Hamik | orangefrüchtige Snackpaprika | Kübel und Töpfe auf Balkon und Terrasse |
| Radja | Snackpaprika, gelb | wächst niedrig und stabil |
| Zlata | milde Spitzpaprika | Kübel, etwa 80 bis 100 cm hoch |
| Lombardo | milde Peperoni | Freiland, Gewächshaus und Topf |
| Bendigo F1 | frühe Blockpaprika | geschütztes Freiland, Gewächshaus, Hochbeet, Kübel |
| Neusiedler Ideal | mittelfrühe Gemüsepaprika | warme, sonnige, windgeschützte Freilandlagen |
| Albaregia | frühe Freilandpaprika | gute Standfestigkeit, reift von Hellgelb nach Orangerot |
| Thai Chili | Chili | niedrig und buschig, Früchte 3 bis 4 cm |
| Jamaican Scotch Bonnet rot | Chili | je nach Standort etwa 60 bis 80 cm hoch |
| Habanero Orange | Chili, Capsicum chinense | geschützter Anbau |
Bei großfrüchtiger Gemüsepaprika kann das Entfernen der Königsblüte Blatt- und Triebwachstum sowie den weiteren FruchtansatzFruchtansatz ist das Entstehen einer Frucht aus einer Blüte, besonders bei Obstbäumen, aber auch bei Fruchtgemüse. Außerdem nennt man die junge, sich gerade entwickelnde Frucht selbst so. fördern. Sie sitzt in der ersten Gabelung zwischen Haupt- und Seitentrieb, und ich breche sie mit den Fingern seitlich heraus. Bei kleinfrüchtigen Peperoni und Chilis ist das nicht nötig.
Paprika und Chili säst du wegen der langen Anzuchtphase im Februar im Haus aus. Gehört deine Chili zu einer anderen Art als Capsicum annuum, etwa Habanero Orange, richtest du dich bei der Keimung nach der Angabe auf ihrer Saatguttüte. Die Termine hast du mit dem Aussaatkalender für Paprika und Chili zum Ausdrucken im Blick. Wie du Paprika und Chili vorziehst, abhärtest, pflegst und erntest, steht Schritt für Schritt im großen Ratgeber zu Paprika und Chili.
Gemüsepaprika erntest du grün oder in der sortentypischen Reifefarbe und schneidest sie mit Messer oder Schere ab. Die verbliebenen Chilis erntest du vor dem ersten Frost ab.
Schärfeangabe lesen und nur innerhalb einer Skala vergleichen. Fruchttyp nach der Verwendung wählen. Platz klären: Kübel, Beet oder Gewächshaus. Art auf der Tüte prüfen. Für eigenes Saatgut eine samenfeste Sorte nehmen.
Eigenes Saatgut von milden und scharfen Sorten
Paprika befruchtet sich selbst, Fremdbefruchtung ist aber möglich. Werden Chilis von anderen Paprikasorten bestäubt, ist die Fruchtqualität der Pflanzen aus ihren Samen ungewiss. Ziehst du milde und scharfe Sorten nebeneinander, weißt du bei eigenem Saatgut also nicht sicher, welche Früchte die Nachkommen tragen.
Für den Nachbau eignen sich samenfeste Sorten, weil die Nachkommen von F1-HybridenF1-Hybriden sind Sorten, deren Saatgut aus der gezielten Kreuzung zweier ausgewählter Elternlinien stammt. Die Pflanzen dieser ersten Nachkommengeneration (F1) wachsen häufig sehr einheitlich, ihre eigenen Samen bringen die Sorte aber nicht zuverlässig wieder hervor. uneinheitlich ausfallen können. Die Samen nehme ich nur aus voll ausgereiften Früchten und streife sie mit einem Messer aus der geöffneten Frucht. Bei scharfen Sorten trage ich dabei Küchenhandschuhe. Getrocknet werden die Samen auf einer trockenen Unterlage an einem warmen Ort.
Küche: ein Anriss je Sorte
Für die Küche reicht hier je Typ ein kurzer Hinweis, die Rezepte stehen in eigenen Ratgebern.
- Blockpaprika: Mit Käse, Reis oder Hackfleisch gefüllt und gebacken nutzt du ihren großen Hohlraum; mehr dazu, wie du Blockpaprika zubereitest und haltbar machst.
- Spitzpaprika: Ihr geröstetes, abgekühltes Fruchtfleisch pürierst du mit Knoblauch, Feta, Olivenöl, Zitronensaft und Chili zu einer Creme; weitere Ideen findest du bei den Ratgebern, was du mit Spitzpaprika kochen kannst.
- Snackpaprika: Roh passt sie zu einem cremigen Dip aus Frischkäse und Schmand. Gefüllte Snacks mit leicht verderblicher Füllung bleiben bis zum Servieren bei höchstens 7 °C im Kühlschrank.
- Milde Peperoni: Lombardo kommt in Salate, zum Dünsten oder zum Einlegen, Sweet Banana füllst und grillst du.
- Poblano: Frisch füllst du die Früchte, getrocknet heißen rote Poblano-Früchte Ancho.
- Scharfe Chilis: Habanero Orange verwendest du frisch für feurige Soßen, Thai Chili frisch oder getrocknet in der asiatischen Küche. Getrocknete scharfe Gewürzpaprika zerreibst du im Mörser zu Chilipulver.
Paprika oder Chili in Öl setzt du nicht auf Vorrat an, weil selbst hergestellte Ansätze ein Botulismusrisiko bergen können. Das Glas kommt in den Kühlschrank und wird spätestens am Folgetag gegessen. Sortenübergreifende Gerichte findest du bei den Paprikagerichten für die eigene Ernte, von der Suppe bis zum Wrap.
Nährwerte, Einkauf, Lagern und Saison in Kürze
Paprika und Chili sind Lebensmittel, keine Medizin. Die Tabellenwerte der LWG Bayern zu Vitamin C, Ballaststoffen und Kalium in roher grüner und roter Paprika stehen im Abschnitt Küche, Nährwerte und sicheres Verarbeiten des großen Ratgebers zu Paprika und Chili. Bei einer Beifußpollenallergie sind Kreuzreaktionen auf rohe Paprika möglich.
Beim Einkauf achte ich auf eine feste, glatte Schale und einen festen Stiel. Bei Zimmertemperatur halten sich frische Paprika und Chili etwa 2 bis 3 Tage. Wie du sie kühl, aber nicht zu kalt lagerst, erklärt der Abschnitt Lagern im selben Ratgeber.
Aus dem eigenen Anbau erntest du Capsicum annuum von Juni bis Oktober. Den Jahreslauf von der Aussaat bis zur Ernte zeigt das Kurzporträt im großen Ratgeber.






