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Feinwurzeln

Feinwurzeln sind die dünnen, fein verzweigten Wurzeln einer Pflanze. Sie nehmen vor allem Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf, während die dicken Wurzeln der Pflanze Halt geben und Stoffe weiterleiten.

Feinwurzeln bilden ein dichtes, zartes Geflecht im Boden. Gemeint sind Wurzeln mit bis zu 2 Millimetern Durchmesser. Wenn du eine Pflanze austopfst, siehst du sie als feines Netz, das den Wurzelballen durchzieht. Die dicken, oft verholzten Grobwurzeln bilden dagegen das Gerüst: Sie verankern die Pflanze und leiten Wasser und Nährstoffe weiter. Verwechsle Feinwurzeln nicht mit Wurzelhaaren. Das sind winzige Ausstülpungen der Wurzelhaut, die auf jungen Wurzeln sitzen und deren Oberfläche vergrößern.

Für deinen Garten heißt das: Über die Feinwurzeln trinkt und ernährt sich die Pflanze. Sie sind zart und reißen beim Umpflanzen leicht ab. Deshalb lassen frisch versetzte Pflanzen oft kurz die Blätter hängen, bis neue Feinwurzeln gewachsen sind. Auch dauerhaft nasser, verdichteter Boden schadet ihnen, weil dort Luft fehlt.

Beispiel aus dem Garten

Beim Umtopfen meiner Zimmerpflanzen schaue ich mir zuerst die Feinwurzeln am Rand des Ballens an. Ist der Ballen dicht verfilzt, lockere ich das Geflecht nur vorsichtig mit den Fingern und gieße die Pflanze danach gründlich an.

Quelle: Pflanzenforschung.de – Jünger als gedacht – Radiokarbon-Messungen machen Wurzeln älter als sie sind, Abschnitt „Die Bedeutung von Feinwurzeln“. Geprüft am .

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