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Feuchtezahl

Die Feuchtezahl ist eine botanische Kennzahl (Zeigerwert nach Ellenberg) dafür, wie feucht der Boden ist, auf dem eine Pflanzenart in der Natur typischerweise wächst: von 1 (trocken) bis 9 (nass), bei Wasserpflanzen bis 12.

Die Feuchtezahl gehört zu den Zeigerwerten, mit denen sich beschreiben lässt, unter welchen Bedingungen eine Pflanzenart in der Natur wächst; weitere sind etwa die Temperatur-, Reaktions- und Stickstoffzahl. Die Werte beruhen auf den Erfahrungen vieler Botaniker und auf Messungen. Niedrige Werte von 1 bis 3 kennzeichnen Arten trockener Standorte, Werte ab 7 Arten feuchter bis nasser Standorte; Wasserpflanzen erhalten Werte bis 12.

Für deinen Garten ist die Feuchtezahl vor allem bei Wildblumen und Wildstauden eine Orientierung: Wo sie für eine Art angegeben ist, siehst du schnell, ob die Pflanze eher an einen trockenen oder einen feuchten Platz gehört. Wichtig ist die Abgrenzung: Die Feuchtezahl beschreibt die Pflanze, nicht deinen Boden. Sie ist also weder ein Messwert für die Bodenfeuchte noch eine Gießanleitung, sondern ein Hinweis darauf, wo eine Art von Natur aus wächst.

Beispiel aus dem Garten

Bevor ich Wildstauden für die trockene Böschung am Zaun auswähle, schlage ich bei jeder Art die Feuchtezahl nach. Für die Böschung kommen nur Arten mit niedriger Feuchtezahl in die engere Wahl, für den nassen Rand am Teich suche ich gezielt nach hohen Werten.

Quelle: Bundesamt für Naturschutz (BfN), FloraWeb ↗ – FloraWeb - Auswertung nach Zeigerwerten. Geprüft am .

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