Geiztriebe
Als Geiztriebe bezeichnet man bei Tomaten die Seitentriebe. Bei Stabtomaten, deren Haupttrieb immer weiter wächst, brichst du sie beim Ausgeizen regelmäßig aus.
Die meisten Tomaten sind Stabtomaten: Ihr Haupttrieb wächst immer weiter, und ihre Seitentriebe, die Geiztriebe, werden regelmäßig ausgebrochen. So bleibt die Pflanze bei einem Haupttrieb. Das Ausbrechen selbst heißt Ausgeizen. Der Unterschied ist also einfach: Geiztriebe sind die Triebe, Ausgeizen ist die Arbeit daran.
Wichtig ist das auch für die Pflanzengesundheit. Bei viel Regen kann Kraut- und Braunfäule auftreten, deshalb sollen Tomaten luftig wachsen, damit die Blätter schnell wieder abtrocknen. Wer die Geiztriebe konsequent entfernt, sorgt dafür, dass das Blattwerk nicht zu dicht steht. Anders bei Buschtomaten: Diese Sorten beenden ihr Wachstum von selbst, ein Ausgeizen ist bei ihnen nicht nötig.
Beispiel aus dem Garten
Im Sommer gehe ich meine Stabtomaten regelmäßig durch und breche die Geiztriebe aus, also die Seitentriebe neben dem Haupttrieb. In regenreichen Wochen achte ich dabei besonders darauf, dass das Blattwerk luftig bleibt. Meine Buschtomaten geize ich nicht aus.
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Gartentipp Die Tomatenernte beginnt, Abschnitt Tomatenvielfalt. Geprüft am .
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