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Gartenkalender Juni: Tomaten ausgeizen, richtig gießen, Lücken nachsäen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Geize Stabtomaten während des Wachstums alle 1 bis 2 Wochen aus, Buschtomaten behalten ihre fruchttragenden Verzweigungen.
  • Gieß morgens direkt in den Wurzelbereich, lieber seltener und durchdringend als oft und wenig.
  • Früh gesetzte Kartoffeln häufelst du drei bis vier Wochen nach dem ersten Mal erneut an.
  • Bei etabliertem Rhabarber endet die reguläre Ernte gegen Ende Juni, rund um den Johannistag.
  • Blumenkohl und Brokkoli für die Herbsternte ziehst du Anfang bis Mitte Juni vor.
  • Rosenkohl gehört bis spätestens Anfang Juni ins Beet, Grünkohl kannst du ab Anfang Juni pflanzen.
Eine Hand schneidet mit einer Gartenschere einen vertrockneten Trieb einer jungen Tomatenpflanze
Foto: Anna Tarazevich · Pexels License · Quelle ↗

Im Juni wächst alles gleichzeitig: Tomaten schieben Geiztriebe, Unkraut blüht, die ersten Beeren reifen, und nach der Salaternte liegen Reihen leer. Wenn ich im Juni morgens in den Garten gehe, sehe ich zuerst nach den Tomaten und prüfe dann, welche Beete Wasser brauchen. Danach schaue ich, wo eine Reihe frei geworden ist, denn dort kommt die nächste Saat hinein. Hier findest du die Juni-Arbeiten für Gemüsebeet, Blumen und Gewächshaus mit den Terminen, die jetzt zählen.

Mini-Checkliste

Deine Juni-Arbeiten auf einen Blick

  • Stabtomaten ausgeizen und bei Bedarf nachdüngen
  • früh gesetzte Kartoffeln erneut anhäufeln
  • morgens und durchdringend gießen, direkt an die Wurzeln
  • Unkraut jäten, bevor es Samen bildet
  • Verblühtes ausputzen
  • Rhabarberernte gegen Ende Juni beenden
  • frei werdende Reihen neu besäen und Herbstkohl vorziehen
  • im Gewächshaus Schädlinge kontrollieren und lüften

Tomaten ausgeizen und düngen

Tomaten legen im Juni kräftig zu, und mit ihnen die Geiztriebe. Das sind Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, also zwischen Blatt und Haupttrieb.

Welche Tomaten du ausgeizt

Bei Stabtomaten entfernst du die Seitentriebe aus den Blattachseln. Großfrüchtige Sorten am Stab behandelst du genauso. Kompakte Buschtomaten behalten dagegen ihre fruchttragenden Verzweigungen. Auch bei Wild- und Zwergtomaten kannst du auf das Ausgeizen verzichten.

Stabtomaten geizt du während des Wachstums alle 1 bis 2 Wochen aus. Die Geiztriebe nimmst du vorzugsweise heraus, wenn sie 5 bis 10 cm lang sind. Junge, weiche Triebe knipse ich mit Daumen und Zeigefinger ab. Ältere Triebe schneide ich mit einer scharfen, sauberen Schere, damit der Stängel nicht einreißt. Untere und krank aussehende Blätter nimmst du im selben Durchgang mit ab.

Häufiger Fehler

Buschtomaten genauso ausgeizen wie Stabtomaten. Ihre Verzweigungen tragen die Früchte; wer sie entfernt, nimmt der Pflanze Fruchttriebe. Schau vor dem ersten Schnitt auf dem Etikett nach, welche Wuchsform deine Sorte hat.

Tipp

Aus einem größeren Geiztrieb ziehst du eine neue Tomatenpflanze. Stell ihn in ein Glas mit sauberem Wasser und setz ihn in lockere Gartenerde, sobald sich Wurzeln zeigen.

Tomaten düngen

Tomaten gehören beim Stickstoffbedarf zur Gruppe mit hohem Bedarf, zusammen mit Kopfkohl. Was Kompost, Mist oder eingearbeitete Gründüngung schon geliefert haben, zählt dabei als Nährstoffquelle mit. Ist der ermittelte Bedarf höher, verteilst du ihn auf mehrere Gaben, denn eine einzelne Stickstoffgabe soll 10 g N/m² nicht überschreiten. Wie du den Düngebedarf aus Bodenprobe und Kultur ableitest, erklärt der Ratgeber zur Gartenplanung im Abschnitt Düngen.

Zahl im Blick

Pflanzenjauche kannst du als Dünger selbst ansetzen. Auf 10 l Wasser kommt 1 kg frisches Kraut. Bei Wärme vergärt der Ansatz etwa 14 Tage. Vor dem Gießen an die Wurzeln verdünnst du die Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser.

Kartoffeln anhäufeln

Früh gesetzte Kartoffeln häufelst du im Juni erneut an, drei bis vier Wochen nach dem ersten Durchgang. Hast du erst im Mai gepflanzt, steht jetzt das erste Anhäufeln an, sobald die ersten Blätter zu sehen sind. Wie du dabei vorgehst, zeigen die Arbeiten im Mai rund ums Auspflanzen und Anhäufeln.

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Richtig gießen

In trockenen Juniwochen brauchen Gemüsebeete zusätzliches Wasser. Gieß lieber seltener und durchdringend als oft und wenig, damit das Wasser auch tiefere Bodenschichten erreicht.

Zahl im Blick

Für durchdringendes Gießen im Gemüsebeet reichen die Orientierungswerte von 10 bis 15 l/m², in mehreren Schritten gegeben, bis zu etwa 20 bis 25 l/m² je Gießgang. Die etwa 20 bis 25 l/m² gelten, solange der Unterboden noch leicht feucht ist. Wo du innerhalb der Spanne landest, richtest du nach Bodenfeuchte und Witterung.

Ich gieße früh am Morgen, dann haben die Blätter den Tag zum Abtrocknen. Abends gegossene Beete bleiben bis in die Dunkelheit nass, und auf feuchtem Boden fühlen sich Schnecken wohl. Das Wasser gehört direkt in den Wurzelbereich, damit die Blätter möglichst trocken bleiben.

Bei Tomaten zählt das doppelt: Tropfnasse Blätter ermöglichen die Sporenbildung und Sporenkeimung der Kraut- und Braunfäule. Wer Tomaten am Fuß gießt, hält die Blätter trocken und nimmt dem Erreger damit eine seiner Bedingungen. Wie du sie zusätzlich mit Regendach und Abstand zu Kartoffeln schützt, steht im Ratgeber zur Gartenplanung unter Krankheiten und Schädlinge.

Bei Gartenbohnen ist eine ausreichende Wasserversorgung vor allem während Blüte und Fruchtbildung wichtig. Angewelkten Grasschnitt kannst du als Mulch zwischen die Reihen legen. Bring ihn so aus, dass der Boden noch leicht durchscheint, und erneuere die Lage bei Bedarf. Dicke Schichten können zusammenkleben.

Marias Erfahrung

Ich drücke vor dem Gießen einen Finger in die Erde meiner Kübel. Torffreie Erde trocknet an der Oberfläche rasch ab, deshalb prüfe ich die Feuchte darunter. Ist sie dort noch feucht, warte ich mit dem Gießen.

Erntezeit

Im Mai gab es das erste junge Gemüse, im Juni geht die Ernte richtig los. Rote, Weiße und Schwarze Johannisbeeren reifen, dazu Himbeeren und Stachelbeeren. Auch frühe Kirschsorten wollen gepflückt werden.

Im Gemüsebeet sind Salate, Erbsen, Dicke Bohnen, Radieschen, Navetten, Spinat und Kohlrabi erntereif. Dazu kommen die ersten zarten Möhren und Rote Bete. Spinat, Salat und Radieschen erntest du zügig, sobald sie reif sind. Bei Hitze und Trockenheit gehen sie schnell in die Blüte, und dann ist ihre Erntezeit vorbei.

Beim Mangold schneidest du nur die äußeren Blätter samt Stielen und lässt die Herzblätter stehen. Aus ihnen treibt die Pflanze weiter aus. Sobald beim Knoblauch die Blätter vergilben, erntest du ihn an einem trockenen Tag und lässt ihn nachtrocknen.

Bei Zucchini beginnt die erste Ernte etwa 4 bis 6 Wochen nach der Pflanzung. Längliche Früchte erntest du üblicherweise bei etwa 20 bis 25 cm Länge.

Achtung

Schmeckt eine Zucchini bitter, spuck den Bissen aus und entsorge die Frucht. Die giftigen Cucurbitacine werden auch durch Erhitzen nicht zerstört. Das gilt genauso für bittere Kürbisse.

Unkraut jäten

Viele Unkräuter wie Disteln blühen im Juni bereits, haben aber noch keine Samen gebildet. Wer sie jetzt entfernt, lässt sie nicht mehr aussamen. Wurzelunkräuter wie Disteln und Quecke ziehst du möglichst mit den Wurzeln heraus, weil zurückbleibende Wurzelstücke erneut austreiben können. Für Disteln nehme ich einen schmalen Unkrautstecher und lockere die Erde rund um die Wurzel, bevor ich ziehe.

Zwischen den Reihen hackst du flach. Das entfernt junge Unkräuter und vermindert zugleich Wasserverluste.

Blütezeit verlängern

Schneide abgeblühte Blütenstände ab, bevor die Pflanze Samen ansetzt. Bei Geranien, Petunien und Fuchsien fördert das Ausputzen weitere Blüten. Rittersporn und öfterblühende Rosen schneidest du nach dem ersten Flor zurück, dann können sie ein zweites Mal blühen.

Beim Lavendel entfernst du nach der Blüte vor allem die verblühten Blütenstängel. Den kräftigen Rückschnitt hebst du dir für das Frühjahr auf.

Johannistag: Ende der Spargel- und Rhabarbersaison

Am 24. Juni ist Johannistag, der Namenstag von Johannes dem Täufer. Im Garten gilt er traditionell als Stichtag für das Ende der Rhabarber- und Spargelernte. Bei etabliertem Rhabarber endet die reguläre Ernte gegen Ende Juni. So kann die Pflanze Reservestoffe für das Folgejahr einlagern.

Ob Rhabarber und Spargel danach Dünger brauchen, zeigt dir eine Bodenuntersuchung mit Düngeempfehlung. Sie hilft, die Nährstoffzufuhr auf deinen Gartenboden abzustimmen.

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Aussaaten im Juni

Auch wenn das Beet gerade voll wirkt: Jetzt säst du schon für den Herbst. Dazu kommen schnell wachsende Kulturen für Reihen, die eben frei geworden sind. Ich trage jedes frei werdende Beet mit seiner Nachkultur in meinen Beetplan ein. Belegungszeiten samt Vor- und Nachkulturen kannst du auch im Beetplaner eintragen.

Diese Gemüsearten kannst du im Juni säen

Rote Bete, Zwiebeln, Buschbohnen, Salat, Endivien, Radieschen, Winterlauch, Knollenfenchel, Rettich, Kohlrabi, Zuckerhut, Radicchio, Sprossenbrokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Rotkohl und Erbsen.

Für einige Kulturen gibt es feste Zeitfenster:

Kultur Aussaat Wie es weitergeht
Blumenkohl und Brokkoli für die Herbsternte Anfang bis Mitte Juni vorziehen Anfang bis Mitte Juli auspflanzen
Endivien Vorkultur im Juni bis Mitte Juli pflanzen bis Ende August
Buschbohnen bis Anfang Juli direkt ins Beet Ernte im September
Radieschen ‘Sora’ Direktsaat von März bis September, 1 bis 2 cm tief vereinzeln auf 3 bis 5 cm in der Reihe bei 15 cm Reihenabstand

Radieschen passen gut als Lückenfüller: Zwischen zwei Erbsenreihen lässt sich eine Reihe als kurzlebige Zwischenkultur einplanen. Sie werden geerntet, bevor sie der länger stehenden Hauptkultur Platz nehmen. Wie du Nachbarn planst, steht im Ratgeber zur Gartenplanung unter Mischkultur, und einzelne Paare kannst du im Mischkultur-Werkzeug nachschlagen.

Gründüngung für Beete, die länger frei bleiben

Bleibt ein Beet länger frei, kannst du eine Gründüngung säen. Die als Gründüngung angebotene Feld-Sonnenblume wird von Mai bis August gesät. Die Saattiefe liegt bei 3 bis 5 cm. Sie wurzelt tief und kann so zur Lockerung unterer Bodenschichten beitragen. Plane ein, dass sie ungefähr 150 bis 200 cm hoch wird.

Sonnenblumen sollen als Gründüngung nicht unmittelbar vor oder nach Salat stehen. Auf ein Salatbeet, das du im Juni gerade abgeerntet hast, säst du sie also nicht.

Einjährige Blumen

Ringelblume, Wicken, Schleierkraut, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse, Schmuckkörbchen und Kalifornischer Mohn kannst du jetzt säen.

Wähle ungefüllte Sorten: Ungefüllte Korbblüten und Doldenblüten bieten erwachsenen Schwebfliegen Pollen und Nektar. Die Larven der Schwebfliegen fressen Blattläuse. Von der Großen Kapuzinerkresse kannst du Blätter, Blüten und Knospen essen, als Würzkraut oder Blütendeko. Duftwicken entfalten ihren Duft besonders am Abend.

Zweijährige Blumen und winterharte Stauden

Zweijährige bilden im ersten Jahr Blätter und blühen im zweiten. Deshalb säst du jetzt Vergissmeinnicht, Silberblatt, Goldlack, Gänseblümchen, Stockrose, Fingerhut, Marienglockenblume und Bartnelke für die Blüte im nächsten Jahr.

Pflanzen im Juni

Was der Mai-Kalender zum Auspflanzen nennt, von Tomaten und Paprika über Gurken und Zucchini bis zu Bohnen und Mais, steht bis spätestens Anfang Juni an seinem Platz. Bis dahin gehören auch Brokkoli, Knollenfenchel, Salat und Rosenkohl ins Beet. Danach beginnt die Pflanzzeit für das Wintergemüse.

Kultur Pflanzen Hinweis
Rosenkohl Ende April bis spätestens Anfang Juni Ernte von Oktober bis Februar
Brokkoli bis spätestens Anfang Juni Brokkoli für den Herbst ziehst du jetzt vor
Knollenfenchel bis spätestens Anfang Juni lässt sich im Juni auch noch säen
Salat bis spätestens Anfang Juni Nachsaaten füllen frei werdende Reihen
Grünkohl Anfang Juni bis Anfang August Ernte ab Ende Oktober
Winterporree Anfang Mai bis Anfang August, je nach Sorte und Ernteziel frühe Pflanzungen wie ‘Blaugrüner Winter’ für November bis März, Juli-Pflanzungen für Januar bis Mai
Wirsing ‘Winterfürst 2’ Ende Juni bis Anfang Juli Freilandernte von November bis Februar

Blumenzwiebeln für den Sommer und Herbst

Sommerblüher wie Dahlien, Gladiolen, Lilien und Blumenrohr kannst du jetzt noch pflanzen. Für die Blüte im Herbst setzt du Herbstzeitlose, Herbstkrokusse, Herbstgoldbecher und Alpenveilchen.

Blumenkohl pflegen

Früh gesetzter Blumenkohl beginnt im Juni mit der Kopfbildung. Bei weißen Sorten ohne ausreichende Selbstdeckung knickst du Blätter über der Blume ein. Das schützt sie vor Sonne und Verfärbung. Ich knicke dafür die inneren Blätter so, dass sie die Blume ganz bedecken. Hält das Knicken nicht, bindest du die Blätter zusammen.

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Das ist im Gewächshaus zu tun

Im Gewächshaus kannst du im Juni oft schon die ersten Tomaten, Paprika und Auberginen ernten. Die Wärme dort kommt aber auch Weißen Fliegen, Blattläusen und Spinnmilben entgegen, Spinnmilben vor allem an Gurken. Sieh dir deshalb die Blattunterseiten regelmäßig an.

Gegen Weiße Fliegen wird im Gewächshaus die Schlupfwespe Encarsia formosa eingesetzt. Gegen Spinnmilben kommen geeignete Raubmilben infrage.

Lass die Gewächshaustür tagsüber offen, damit Insekten zu den Blüten finden. Vorsichtiges Rütteln kann bei Tomaten die Selbstbestäubung unterstützen, weil dadurch Pollen auf die Narbe gelangen. Ich rüttle dafür zur Blütezeit sacht am Stab. Auf gekaufte Hummelvölker verzichtest du im Kleingewächshaus besser, denn eingeschleppte Krankheiten können wilde Hummeln gefährden.

Treibgurken, die du am Draht aufleitest, ziehst du mit dem Regenschirmschnitt. Dabei entfernst du die Seitentriebe unterhalb des Drahtes. Oben führst du zwei bis vier Triebe weiter.

Passt dazu

Im Juli säst du Chinakohl direkt ins Beet und pflanzt den jetzt vorgezogenen Herbstbrokkoli aus. Was sonst ansteht, zeigt der Überblick, was im Juli in Beet und Gewächshaus ansteht. Danach geht es mit den Ernte-, Nachsaat- und Pflegearbeiten im August weiter.

Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Gartenarbeiten im Juni?
Im Juni geizt du Stabtomaten aus, gießt morgens durchdringend und jätest Unkraut, bevor es Samen bildet. Früh gesetzte Kartoffeln werden ein zweites Mal angehäufelt. Gleichzeitig beginnt die Ernte von Johannisbeeren, Himbeeren, Salat, Erbsen und Radieschen. In frei gewordene Reihen kommen Nachsaaten, und Blumenkohl und Brokkoli für den Herbst werden vorgezogen.
Wie pflegt man Tomaten richtig im Juni?
Stabtomaten geizt du während des Wachstums alle 1 bis 2 Wochen aus und entfernst dabei die Seitentriebe aus den Blattachseln. Die Geiztriebe nimmst du vorzugsweise heraus, wenn sie 5 bis 10 cm lang sind. Tomaten haben einen hohen Stickstoffbedarf, den du auf mehrere Gaben verteilst, denn eine einzelne Stickstoffgabe soll 10 g N/m² nicht überschreiten. Gegossen wird direkt im Wurzelbereich, damit die Blätter möglichst trocken bleiben.
Welche Gemüsesorten kann man im Juni aussäen?
Im Juni kannst du unter anderem Buschbohnen, Radieschen, Salat, Erbsen, Kohlrabi, Rote Bete, Knollenfenchel, Rettich und Endivien säen. Blumenkohl und Brokkoli für die Herbsternte werden Anfang bis Mitte Juni vorgezogen und Anfang bis Mitte Juli ausgepflanzt. Buschbohnen kannst du für eine Ernte im September noch bis Anfang Juli direkt ins Beet säen. Dazu kommen Grünkohl, Rotkohl und Sprossenbrokkoli sowie Zuckerhut, Radicchio, Zwiebeln und Winterlauch.
Welche besondere Bedeutung hat der Johannistag für Gärtner?
Der Johannistag am 24. Juni gilt im Garten traditionell als Ende der Rhabarber- und Spargelernte. Bei etabliertem Rhabarber endet die reguläre Ernte gegen Ende Juni, damit die Pflanze Reservestoffe für das Folgejahr einlagern kann. Ob Rhabarber und Spargel danach Dünger brauchen, zeigt dir eine Bodenuntersuchung mit Düngeempfehlung.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen im Garten?
Gieß am frühen Morgen und direkt im Wurzelbereich, damit die Blätter möglichst trocken bleiben und über den Tag abtrocknen. Bei Tomaten ermöglichen tropfnasse Blätter die Sporenbildung der Kraut- und Braunfäule. Gieß lieber seltener und durchdringend: Für einen durchdringenden Gießgang im Gemüsebeet sind etwa 20 bis 25 l/m² vorgesehen, solange der Unterboden noch leicht feucht ist.
Wie erkennt man den optimalen Erntezeitpunkt bei verschiedenen Gemüsesorten?
Das hängt von der Gemüseart ab. Längliche Zucchini werden üblicherweise bei etwa 20 bis 25 cm Fruchtlänge geerntet. Bei Speisezwiebeln zeigt von selbst umknickendes und eintrocknendes Laub die beginnende Erntereife an, Knoblauch erntest du nach dem Vergilben der Blätter bei trockenem Wetter. Beim Mangold nimmst du nur die äußeren Blätter und lässt die Herzblätter für den weiteren Austrieb stehen.
Worin liegt der Unterschied zwischen Jäten und Hacken bei der Unkrautbekämpfung?
Beim Jäten ziehst du Unkraut mitsamt Wurzel heraus. Das ist bei Wurzelunkräutern wie Disteln und Quecke wichtig, weil zurückbleibende Wurzelstücke erneut austreiben können. Flaches Hacken entfernt dagegen junge Unkräuter zwischen den Reihen und vermindert zugleich Wasserverluste. Im Juni lohnt beides, solange die Unkräuter noch keine Samen gebildet haben.
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