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Humus

Humus ist die tote organische Substanz im Boden. Er entsteht, wenn Bodenlebewesen abgestorbene Pflanzenteile, tote Tiere und Pilze zersetzen; der Humusgehalt gibt an, wie viel davon ein Boden enthält.

Humus erkennst du an der Farbe: Huminstoffe färben humusreiche Böden und Kompost meist braun bis schwarz. Solche Böden erwärmen sich in der Sonne stärker als humusarme. Fachleute unterscheiden Nährhumus und Dauerhumus. Den Nährhumus bauen Bodenlebewesen zügig ab, dabei werden Nährstoffe frei, die deine Pflanzen nutzen können. Der Dauerhumus ist sehr stabil, gibt Nährstoffe nur langsam ab und gleicht Schwankungen im Säuregrad aus.

Im Garten verklebt Humus die Mineralteilchen zu stabilen, hohlraumreichen Krümeln, die Wurzeln besser durchdringen. Außerdem speichert er Wasser und hält Nährstoffe fest, die sonst gerade aus sandigen Böden ausgewaschen würden. Mit jeder Ernte und jedem Jäten nimmst du organische Substanz aus dem Beet; bringst du sie nicht zurück, sinkt der Humusgehalt langfristig. Kompost ist nicht dasselbe wie Humus, sondern humusreiches Material, mit dem du den Humusgehalt hältst oder erhöhst.

Beispiel aus dem Garten

Wenn die Erde in meinem Gemüsebeet braun bis schwarz ist und locker krümelt, deutet das auf viel Humus hin. Nach der Ernte bringe ich regelmäßig reifen Kompost aus und arbeite ihn ein, um dem Beet die entnommene organische Substanz zurückzugeben.

Quelle: Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) ↗ – Humus - das Multitalent, Einleitung sowie Abschnitte „Nährhumus und Dauerhumus“, „Humus schafft Bodenstruktur“ und „Humus entsteht in einem stetigen Kreislauf“. Geprüft am .

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