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Grüneinsaat

Grüneinsaat ist die Aussaat einer Gründüngung, etwa Gelbsenf, Phacelia oder Ackerbohne, auf einem abgeernteten Beet. Die Pflanzen halten den Boden über Herbst und Winter bedeckt, schützen ihn und verbessern seine Struktur.

Von Grüneinsaat spricht man, wenn du auf ein freies Beet Gründüngungspflanzen säst, statt dort noch Gemüse anzubauen. Die Pflanzen beschatten den Boden und schützen ihn vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Sie unterdrücken Unkraut und nehmen noch vorhandene Nährstoffe auf, die sonst ausgewaschen werden könnten. Tiefwurzelnde Arten wie Ölrettich, Ackerbohne oder Gelbsenf lockern den Boden langfristig auch in der Tiefe.

Bei der Wahl der Grüneinsaat zählt die Fruchtfolge: Senf, Ölrettich und Raps sind Kreuzblütler wie Kohl, Rettich und Radies. Baust du viel davon an, nimmst du besser andere Gründüngungspflanzen. Auch Herbstsalate, Feldsalat oder Spinat begrünen ein leeres Beet, sie werden aber geerntet. Bei der Grüneinsaat geht es dagegen um den Boden.

Beispiel aus dem Garten

Ist ein Beet abgeerntet und will ich dort nichts mehr ernten, mache ich eine Grüneinsaat; wo später Kohl oder Radies wachsen sollen, verzichte ich dabei auf Senf und Ölrettich. Für ganz späte Lücken säe ich bis in den November noch Winterroggen. Im Frühherbst arbeite ich nichts ein: Ich lasse die Pflanzen stehen und grabe kurz vor dem Durchfrieren des Bodens um oder warte bis zum Frühjahr.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Gartentipp Nachnutzung der Beete, Abschnitt „Aussaat von Gründüngung“. Geprüft am .

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