Alle Fachwörter im Glossar

Honigtau

Honigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, die die Blätter verklebt. Auf ihm können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln, außerdem fressen Ameisen ihn.

Honigtau zeigt dir, dass Blattläuse an der Pflanze sitzen. Die Tiere halten sich meist an jungen Trieben oder an der Unterseite der Blätter auf, die sich bei starkem Befall krümmen oder einrollen. Ihre zuckerhaltigen Ausscheidungen verkleben die Blätter, und auf diesem Belag können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln. Klebrige oder schwarz überzogene Blätter sind deshalb ein guter Anlass, nach Läusekolonien zu suchen.

Wichtig ist Honigtau auch wegen der Ameisen: Sie verspeisen ihn und verteidigen die Läuse dafür gegen räuberische Insekten wie Florfliegen und Marienkäfer. An Obstbäumen helfen im Frühjahr Leimringe um den Stamm, die Ameisen als „Blattlaushelfer“ fernzuhalten. Achte darauf, dass zwischen Ring und Stamm kein Spalt frei bleibt.

Beispiel aus dem Garten

Fühlen sich Blätter klebrig an oder sind schwarz überzogen, ist das Honigtau, die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, oft schon mit Rußtaupilzen darauf. Ich suche dann an den jungen Trieben und an den Blattunterseiten nach den Läusekolonien.

Quelle: „Natur im Garten“ (Land Niederösterreich) ↗ – Blattläuse (Infoblatt, März 2024), Abschnitte „Vom Leben der Blattläuse“, „Ameisen: den Läusen auf der Spur“ und „Vorbeugende Maßnahmen“. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe