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Krankheiten und Schädlinge der Indianernessel: Mehltau und Co. erkennen und eindämmen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion

Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Echter Mehltau zeigt sich als weißer, abwischbarer Belag vor allem auf der Blattoberseite.
  • Trocken-warmes Wetter ist keine Entwarnung: Der Pilz braucht keine nassen Blätter.
  • Ein nicht abwischbarer Belag auf der Blattunterseite spricht eher für Falschen Mehltau.
  • In einer Sichtung war keine geprüfte Indianernessel vollständig widerstandsfähig gegen Mehltau und Blattflecken.
  • Kranke Blätter und Triebe gehören in den Haus- oder Biomüll, nicht auf den Kompost.
  • Welken Triebe trotz feuchter Erde, prüfe Stängelgrund und Wurzeln auf Fäule.
Ein Kolibri saugt Nektar aus den leuchtend roten Blüten einer Indianernessel (Monarda didyma) in einem Garten.
Foto: Chris F · Pexels License · Quelle ↗

Weiße Flecken auf den Blättern, mitten in einem trockenen, warmen Sommer: Bei der Indianernessel (Monarda) spricht das zuerst für Echten Mehltau. Sie gehört zu den Stauden, die für diesen Pilz besonders anfällig sind, und trocken-warme Witterung begünstigt ihn. Wenn ich im Hochsommer durch mein Staudenbeet gehe, drehe ich bei den Indianernesseln deshalb einige Blätter um und schaue auch an den Stängelgrund.

Mehltau ist nicht das einzige Problem. Falscher Mehltau, Blattflecken, Fäulen am Stängelgrund und saugende Schädlinge sehen anfangs ähnlich unscheinbar aus. Wer sie auseinanderhält, setzt die Maßnahme an der richtigen Stelle an.

Welche Krankheiten und Schädlinge treffen die Indianernessel?

Das Hauptproblem ist Echter Mehltau. In einer vergleichenden Sichtung war keine geprüfte Indianernessel vollständig widerstandsfähig gegen Echten Mehltau oder Blattflecken. Dazu kommen Falscher Mehltau, Fäulen an Stängelgrund und Wurzeln sowie Schädlinge, die an den Blättern saugen oder fressen. Die Übersicht zeigt dir, wo du zuerst hinschaust.

Problem Erstes Zeichen Wo du nachsiehst
Echter Mehltau weiße Flecken, die zu einem mehlartigen, abwischbaren Belag werden Blattoberseite, Triebe
Falscher Mehltau gelbe bis braune Flecken oben, nicht abwischbarer weißlicher bis grauvioletter Belag unten Blattunterseite
Blattflecken Flecken auf dem Laub, unter anderem durch Phyllosticta monardicola Blätter
Stängelgrund- und Wurzelfäule welkende Triebe Stängelgrund, Wurzeln, Bodenfeuchte
Blattläuse Kolonien, gekräuselte Blätter, klebriger Honigtau Triebspitzen, Blattunterseiten
Spinnmilben weißlich gelbe Sprenkel, feine Gespinste Blattunterseiten
Thripse silbrig graue Flecken, verformte junge Blätter junge Blätter, Blüten
Weiße Fliege weiß gepuderte Tiere, Honigtau Blattunterseiten

Jedes Zeichen in der Tabelle ist ein Hinweis, keine sichere Diagnose. Erst der Blick auf mehrere Merkmale grenzt die Ursache ein.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Geeignet ist ton- oder humusreicher Boden.

Bodenreaktion

Saure bis neutrale Böden sind geeignet.

Substrat

Der Boden sollte feucht und gut durchlässig sein.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich als Rabattenpflanze sowie in Bauerngärten und Gärten für Schmetterlinge und andere Bestäuber.

Aussaat und Vermehrung

Saattiefe

Samen nur dünn abdecken.

Pflege

Pflege

Der Pflegeaufwand ist mittel.

Düngung

Indianernessel im Garten im Frühjahr mit Kompost versorgen. Bei Bedarf im Juni mit einem organischen Langzeitdünger nachdüngen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich für Solitärpflanzung und Rabatten.

Aussaatkalender Goldmelisse
GartenkalenderVorkultur: Februar, März; Aussaat: Mai, Juni, Juli, August, September; Blüte: Juli, August, SeptemberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: FebruarVorkultur: MärzAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliAussaat: AugustAussaat: SeptemberBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberVorkulturAussaatBlüte

Echter Mehltau an der Indianernessel

So erkennst du Echten Mehltau

Echter Mehltau beginnt häufig mit einzelnen weißen Flecken auf den Blättern. Sie können sich zu einem mehlartigen Belag ausweiten, der vor allem auf der Blattoberseite sitzt. Typisch ist, dass sich dieser Belag abwischen lässt. Neben den Blättern können auch die Triebe befallen sein.

Marias Erfahrung

Bei einem weißen Fleck wische ich mit dem Finger darüber. Geht der Belag ab und sitzt er oben auf dem Blatt, behandle ich die Pflanze als verdächtig auf Echten Mehltau. Haftet er dagegen fest auf der Unterseite, prüfe ich auf Falschen Mehltau.

Warum trockenes Sommerwetter den Pilz nicht bremst

Bei Pilzen denkt man zuerst an Regen. Echter Mehltau kann Indianernesseln aber gerade bei trocken-warmer Witterung befallen und ist nicht auf feuchte Blätter angewiesen. In sommerwarmen, trockenen Regionen können Indianernessel-Sorten sogar trotz Bewässerung krankheitsanfälliger und weniger vital bleiben als in feuchteren Gegenden.

Mythos-Check

„Bei trockenem Wetter bekommt die Indianernessel keinen Mehltau.“ Für Echten Mehltau stimmt das nicht. Für die Keimung der Pilze kann bereits eine relative Luftfeuchte von 70 % ausreichen, trockenes Wetter ist also keine Entwarnung.

Vorbeugen: Abstand, Licht und maßvolle Düngung

Ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung beugen Echtem Mehltau vor. Abstand, Licht und Durchlüftung fördern das Abtrocknen der Pflanzen. Zu viel Stickstoff lässt Pflanzen dagegen mastig wachsen und macht sie anfälliger für Krankheiten. Ich versorge meine Indianernesseln im Frühjahr mit Kompost und dünge nur bei Bedarf im Juni nach.

Zahl im Blick

Für die Goldmelisse (Monarda didyma) sind 30 cm Abstand in der Reihe und 30 cm Reihenabstand angegeben, gepflanzt als Gruppe im Staudenbeet. Setzt du enger, kommt weniger Luft an das Laub.

Wie viele Pflanzen auf deine Fläche passen, zeichnest du vorab im Beetplaner ein. Gegossen wird morgens und direkt im Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. Morgendliches Gießen lässt die Blätter schneller abtrocknen und verringert gegenüber abendlicher Blattbenässung die Gefahr von Blattkrankheiten.

Die Goldmelisse bevorzugt feuchten, gut durchlässigen Boden und volle Sonne, etwas Schatten verträgt sie. In warmen, sommertrockenen Regionen können dagegen helle, absonnige Plätze Indianernesseln eine gesündere Entwicklung ermöglichen. Weil trocken-warme Lagen die Pflanzen anfälliger machen können, wählst du dort eher einen hellen, absonnigen Platz als einen Platz in voller Sonne.

Kurz erklärt

Absonnig ist ein Platz, der hell liegt, aber keine direkte Sonne bekommt, etwa vor einer Nordwand mit offenem Himmel darüber.

Wenn der Belag da ist: abpflücken, zurückschneiden, entsorgen

Bei beginnendem Befall pflückst du erkrankte Blätter ab und schneidest befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück. Das kann die Ausbreitung eindämmen, schützt aber nicht vor neuem Befall. Pilzbefallene Blätter entfernst du auch im Herbst, statt sie über Winter an der Pflanze zu lassen. Gesundes altes Laub darf dagegen bis April oder Mai stehen bleiben.

Häufiger Fehler

Mehltaukrankes Laub landet auf dem Kompost. Im Gartenkompost entstehen möglicherweise keine Temperaturen, die die Erreger abtöten. Ich sammle kranke Blätter beim Schneiden gleich in einem Eimer und gebe sie in den Bio- oder Hausmüll.

Einen sehr frühen Rückschnitt nach der Blüte setze ich nicht als Routine ein. Er wird bei Indianernesseln als mögliche Ursache für eine geschwächte Überwinterung diskutiert, bewiesen ist das allerdings nicht.

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Falscher Mehltau: Der Belag sitzt unten

Falscher Mehltau verursacht häufig einen weißlichen bis grauvioletten Belag auf der Blattunterseite, der sich nicht abwischen lässt. Auf der Blattoberseite erscheinen dazu gelbe bis braune Flecken. Beim Echten Mehltau ist es umgekehrt: Der weiße Belag sitzt vor allem oben und geht beim Wischen ab. Dreh deshalb jedes verdächtige Blatt um und vergleiche beide Seiten.

Falscher Mehltau ist an verschiedenen Stauden dokumentiert, etwa an Glockenblumen und Mädchenaugen. Bei Verdacht an der Indianernessel gehst du vor wie beim Echten Mehltau. Du nimmst befallene Blätter ab, entsorgst sie über den Haus- oder Biomüll und benetzt die Blätter beim Gießen möglichst wenig.

Passt dazu

Mehltau ist auch an Mädchenaugen und Witwenblumen ein Thema. Lies nach, wie du bei Mädchenaugen Krankheiten vorbeugst und welche Krankheiten und Schädlinge Witwenblumen treffen.

Blattflecken: Pilz, Bakterie oder Mangel?

Für Indianernesseln sind Blattflecken durch den Pilz Phyllosticta monardicola beschrieben. Auch gegen Blattflecken war in der vergleichenden Sichtung keine geprüfte Form vollständig widerstandsfähig. Pilzliche und bakterielle Blattflecken an Stauden können sich äußerlich so ähneln, dass erst eine Laboruntersuchung die Ursache unterscheidet. Im Garten bleibt die Hygiene in beiden Fällen dieselbe: befleckte Blätter abnehmen, nicht kompostieren und morgens an die Wurzeln gießen.

Nicht jeder Fleck geht auf einen Erreger zurück. Bei Magnesiummangel vergilben vorwiegend ältere Blätter zwischen zunächst grün bleibenden Blattadern. Braune Ränder an älteren Blättern können auf Kaliummangel hindeuten, aber auch auf Trockenschäden. Eisenmangel zeigt die Vergilbung dagegen zuerst an den Triebspitzen.

Die Goldmelisse gilt als Pflanze für sauren bis neutralen Boden, und bei einem pH-Wert über 7,0 kann die Verfügbarkeit von Eisen stark eingeschränkt sein. Vergilben auf kalkreichem Boden die jungen Triebspitzen, kann das deshalb eher auf Eisenmangel hindeuten als auf einen Pilz. Bei Verdacht auf ein Virus kann eine Pflanzenschutzdienststelle die Symptome abklären.

Stängelgrundfäule und Wurzelfäule: wenn Triebe trotz feuchter Erde welken

Woran du Fäule erkennst

Welkende Staudentriebe können durch Wurzel- oder Stängelgrundfäulen entstehen. Die Erreger finden günstige Bedingungen, wenn der Boden anhaltend feucht und schlecht durchlüftet ist. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Welkt deine Indianernessel, schaust du deshalb zuerst an den Stängelgrund: Ist er faulig verfärbt, liegt der Verdacht auf Stängelgrundfäule nahe.

Schlappe Triebe bedeuten nicht automatisch Durst. Bevor du zusätzlich gießt, prüfst du die Feuchte auch unter der Oberfläche, statt dich auf die trockene Oberfläche zu verlassen. Ich steche dafür neben der Pflanze eine Bodenscholle aus und prüfe an Farbe und Gefühl, ob die Erde im Wurzelraum nass ist.

Die Goldmelisse braucht feuchten, aber gut durchlässigen Boden, und Staunässe begünstigt Stammgrundfäule. Feucht heißt bei ihr deshalb nie nass: Überschüssiges Wasser muss abziehen können.

Was du bei Fäulnisverdacht tust

Kranke Triebe schneidest du bodennah heraus. Ist die ganze Pflanze betroffen, gräbst du sie aus und schaust dir die Wurzeln an. Braune, faule oder vermorschte Wurzeln sind ein Hinweis auf eine Wurzelkrankheit. Befallene Pflanzenteile entsorgst du über den Haus- oder Biomüll.

Werkzeuge, Schuhe und Pflanzenstützen, an denen kranke Erde haftet, reinige ich, bevor ich weiterarbeite. Das begrenzt die Verschleppung der Erreger im Garten.

Am Standort setzt du beim Boden an. Wurzelunkräuter kommen heraus, verdichteter Boden wird gelockert, bei Staunässe auch in tieferen Schichten. Tonige Böden können durch Zuschläge aus Splitt, Quarzsand oder Lava durchlässiger werden. Pflanzt du nach, nimmst du nur gesundes Pflanzgut, auch aus eigener Teilung.

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Schädlinge an der Indianernessel: Schadbild und erster Handgriff

Saugende Schädlinge hinterlassen Sprenkel, Flecken oder klebrige Beläge. Blattläuse sitzen häufig in Kolonien an Triebspitzen und Blattunterseiten, Spinnmilben und Weiße Fliegen überwiegend an den Blattunterseiten.

Schädling Woran du ihn erkennst Erster Handgriff
Blattläuse Kolonien, gekräuselte Blätter, klebriger Honigtau schwachen Befall mit dem Wasserstrahl abspritzen
Spinnmilben punktartige weißlich gelbe Sprenkel, später bronzefarbene Blätter, feine Gespinste Blattunterseiten kontrollieren, stark besprenkelte Blätter abnehmen
Thripse silbrig graue Flecken, verformte junge Blätter, aufgehellte Streifen auf Blütenblättern befallene Triebspitzen und Blüten abschneiden
Weiße Fliege weiß gepuderte Tiere an Blattunterseiten, Honigtau, später Rußtau Blattunterseiten kontrollieren, befallene Blätter abnehmen
Schnecken Fraßstellen am Laub in der Dämmerung, am frühen Morgen oder bei feuchtem Wetter absammeln

Spinnmilben werden im Freiland vor allem in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem, und genau diese Witterung begünstigt auch den Echten Mehltau. In solchen Phasen prüfst du deshalb beide Blattseiten: den Belag oben, die Sprenkel und Gespinste unten. Erwachsene Spinnmilben sind nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß, deshalb nehme ich eine Lupe mit.

Auf dem Honigtau von Blattläusen und Weißen Fliegen können sich Rußtaupilze ansiedeln. Bei schwachem Blattlausbefall reicht es meist, die Läuse mit einem Wasserstrahl abzuspritzen. Ich mache das morgens, damit das Laub tagsüber abtrocknet.

Ein Schneckenzaun schützt das Beet nur zuverlässig, wenn du innerhalb der Umzäunung weiter Schnecken absammelst. Kaffeesatz wird eine abschreckende Wirkung nachgesagt, verlassen würde ich mich darauf nicht. Weinbergschnecken stehen unter Schutz und werden nicht bekämpft.

Welche Indianernesseln sind weniger anfällig?

Auf eine Sorte, die sicher mehltaufrei bleibt, kannst du nicht bauen. In der vergleichenden Sichtung war keine geprüfte Indianernessel vollständig widerstandsfähig gegen Echten Mehltau und Blattflecken. Viele Garten-Indianernesseln sind Hybriden, an denen Monarda didyma und Monarda fistulosa beteiligt sind.

Die Sorte ‘Mohikaner’ stammt aus Monarda fistulosa var. menthifolia und ist an Trockenheit angepasst. Vollständig mehltaufrei bleibt aber auch sie nicht. Monarda didyma ‘Jacob Cline’ erhielt in einer vergleichenden Staudensichtung die Bewertung gut. Eine Garantie gegen Mehltau ist auch das nicht.

Keine geprüfte Form war vollständig widerstandsfähig, und trocken-warme Lagen können Indianernesseln zusätzlich anfälliger machen. Die Sortenwahl ersetzt deshalb weder den passenden Standort noch Abstand und Kontrolle, sie ergänzt diese Maßnahmen. Teilst du eine bewährte Pflanze, nimmst du nur gesunde Teilstücke. Wie du eine Indianernessel auswählst, pflanzt und später teilst, liest du im Ratgeber, wie Einsteiger die Indianernessel gesund ziehen.

Vorbeugung, Nützlinge und Chemie: was für alle Stauden gilt

Im Staudenbeet folgt Pflanzenschutz einer Stufenfolge: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Wie das für alle Stauden aussieht, steht im Stauden-Ratgeber im Abschnitt zu Krankheiten und Schädlingen bei Stauden und Ziergräsern; Rückschnitt, Winter und Mulch behandelt dort der Abschnitt Pflege im Jahreslauf.

Nützlinge finden in den Zwischenräumen von Gräsern ein Winterquartier, wenn du die Halme über den Winter stehen lässt. Selbst angesetzten Jauchen und Brühen oder Milch gegen Mehltau wird viel nachgesagt; eine Wirkung verspricht dir das nicht, und jedes Besprühen macht das Laub nass.

Chemische Mittel sind die letzte Stufe und kommen nur mit Zulassung für Haus- und Kleingarten infrage, angewendet nach Gebrauchsanweisung und mit Schutzkleidung. Wartezeit und sachgerechte Entsorgung der Reste gehören dazu, gegen Viruskrankheiten richten solche Mittel nichts aus. Sie können Nützlinge treffen, und die Bayerische Gartenakademie zählt die Indianernessel zu den sommerblühenden Bienenpflanzen; mehr dazu, was die Indianernessel für Bienen und andere Insekten leistet.

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Häufige Fragen

Warum bekommt die Indianernessel so oft Echten Mehltau?
Indianernesseln gehören zu den Stauden, die für Echten Mehltau besonders anfällig sind, und trocken-warme Witterung begünstigt den Erreger. Der Pilz ist dabei nicht auf nasse Blätter angewiesen, denn für seine Keimung kann schon eine relative Luftfeuchte von 70 % reichen. Enger Stand, wenig Licht und zu viel Stickstoff können das Risiko zusätzlich erhöhen.
Woran unterscheide ich Echten und Falschen Mehltau an der Indianernessel?
Echter Mehltau bildet einen weißen Belag vor allem auf der Blattoberseite, den du abwischen kannst. Falscher Mehltau zeigt sich häufig als nicht abwischbarer, weißlicher bis grauvioletter Belag auf der Blattunterseite, oben erscheinen gelbe bis braune Flecken. In beiden Fällen nimmst du befallene Blätter ab und entsorgst sie über den Haus- oder Biomüll statt über den Kompost.
Wie erkenne ich Spinnmilben an der Indianernessel?
Erste Zeichen sind punktartige, weißlich gelbe Sprenkel auf den Blättern, später können sich die Blätter bronzefarben verfärben. Die Tiere sitzen überwiegend an den Blattunterseiten und hinterlassen dort feine Gespinste. Erwachsene Spinnmilben sind nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß und werden im Freiland vor allem in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem.
Was unterscheidet Stängelgrundfäule von Mehltau an der Indianernessel?
Mehltau sitzt als Belag auf dem Laub, Stängelgrund- und Wurzelfäulen setzen dagegen am Stängelgrund und an den Wurzeln an und lassen die Triebe welken. Braune, faule oder vermorschte Wurzeln sind ein Hinweis auf eine Wurzelkrankheit. Die Erreger finden bei anhaltender Bodenfeuchte und schlecht durchlüftetem Boden günstige Bedingungen, deshalb setzt die Vorbeugung bei einem durchlässigen Boden ohne Staunässe an.
Gibt es Indianernesseln, die keinen Mehltau bekommen?
Darauf verlassen kannst du dich nicht: In einer vergleichenden Sichtung war keine geprüfte Indianernessel vollständig widerstandsfähig gegen Echten Mehltau und Blattflecken. Auch die an Trockenheit angepasste Sorte 'Mohikaner' aus Monarda fistulosa var. menthifolia bleibt nicht völlig mehltaufrei. Die Sortenwahl ersetzt deshalb weder einen passenden Standort noch ausreichenden Abstand und die Kontrolle der Blätter.
Welcher Standort beugt Mehltau und Blattflecken an der Indianernessel vor?
Günstig ist ein gut belichteter, durchlüfteter Platz mit ausreichendem Abstand zu den Nachbarn, an dem das Laub rasch abtrocknet. In warmen, sommertrockenen Regionen kann ein heller, absonniger Platz Indianernesseln eine gesündere Entwicklung ermöglichen. Gieß morgens direkt an die Wurzeln, damit die Blätter trocken bleiben.
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