Mikroklima
Mikroklima ist das besondere Klima eines kleinen Areals in den bodennahen Luftschichten. Es hängt stark von Untergrund, Bewuchs und Bebauung ab und kann sich schon auf engem Raum deutlich unterscheiden.
Der Deutsche Wetterdienst ordnet dem Mikroklima Vorgänge mit einer Ausdehnung von wenigen Millimetern bis einigen hundert Metern zu. Unterschiede in der Geländeform oder im Pflanzenbewuchs können dabei auf engem Raum große Unterschiede bei Temperatur und Windgeschwindigkeit verursachen. An einem Sommertag kann es über einer Asphaltfläche mehrere Grad wärmer sein als über einer benachbarten feuchten Wiese. Auch in klaren Nächten entstehen auf kleinem Raum deutliche Temperaturunterschiede, weil die Flächen unterschiedlich ausstrahlen.
Für den Garten zählt das Mikroklima, weil es vor allem die Pflanzen und Tiere eines Areals betrifft. Am ausgeprägtesten zeigt es sich bei ruhigem Hochdruckwetter mit schwachem Wind. Zwei Beete im selben Garten können deshalb unterschiedlich warm oder windig sein. Ein Sonderfall ist das Bestandsklima, also das Klima innerhalb eines Pflanzenbestands.
Beispiel aus dem Garten
Das Beet neben der Asphaltfläche meiner Einfahrt ist an Sommertagen spürbar wärmer als das Beet an der feuchten Wiese, obwohl beide im selben Garten liegen. Jedes hat sein eigenes Mikroklima, und bei ruhigem Hochdruckwetter mit schwachem Wind ist der Unterschied am größten.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) ↗ – Wetter- und Klimalexikon, Glossareintrag „Mikroklima“. Geprüft am .
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