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Voranzucht

Voranzucht heißt, Pflanzen aus Samen in Schalen oder Töpfen unter geschützten Bedingungen heranzuziehen, etwa am Fenster, im Gewächshaus oder im Frühbeet. Die Jungpflanzen setzt du später ins Beet.

Bei der Voranzucht säst du in Saatschalen, pikierst die Sämlinge oder topfst sie einzeln und pflanzt die Jungpflanzen später ins Freie. Typisch ist das für wärmebedürftige Arten wie Tomaten, Paprika und Gurken, die Mitte Mai ins Beet kommen. Das Gegenstück ist die Direktsaat an Ort und Stelle. Vorkultur meint oft dasselbe, kann aber auch eine Kultur bezeichnen, die vor der Hauptkultur auf dem Beet steht.

Entscheidend sind Licht und Temperatur. Ist das Fenster nicht hell genug oder der Raum nach dem Pikieren zu warm, werden die Jungpflanzen bleich, dünn und weich; sie brauchen im Beet dann länger, um Fuß zu fassen. Blumenkohl, Frühkohl, Kohlrabi und Sellerie sollten nicht unter 14 bis 16 °C angezogen werden, sonst droht frühzeitiges Schossen. Weil im zeitigen Frühjahr nur Gewächshaus oder Frühbeet genug Licht bieten, rät die Bayerische Gartenakademie, die ersten Anzuchten wie frühen Kopfsalat der Gärtnerei zu überlassen.

Beispiel aus dem Garten

Für die Voranzucht meiner Tomaten säe ich Mitte März in eine Saatschale und stelle sie ans hellste Fenster. Danach topfe ich die Sämlinge einzeln in kleine Töpfe, und Mitte Mai pflanze ich sie ins Beet.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift Jungpflanzen – selbst anziehen oder kaufen? 2110. Geprüft am .

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