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Nachlieferung

Beim Düngen meint Nachlieferung die Nährstoffe, vor allem Stickstoff, die der Boden selbst für die Pflanzen freisetzt: aus dem Bodenvorrat, aus organischer Düngung der Vorjahre und aus Vorfrüchten oder Gründüngung. Diese Menge zieht man vom Düngebedarf ab.

Pflanzen leben nicht nur vom Dünger, den du ausbringst. Ein Teil der Nährstoffe, vor allem Stickstoff, wird im Boden selbst verfügbar; Fachleute nennen diesen Vorgang Mineralisierung. Die Menge, die so voraussichtlich hinzukommt, heißt in der Düngeplanung Nachlieferung. Sie stammt aus dem Bodenvorrat, aus organischer Düngung früherer Jahre sowie aus Vorfrüchten, also dem, was zuvor auf dem Beet stand, und aus Zwischenfrüchten wie Gründüngung. Bei sehr humusreichen Böden wird die Nachlieferung aus dem Bodenvorrat eigens angerechnet.

Wichtig ist das, weil eine möglichst genaue Bedarfsrechnung hilft, die Pflanzen passend zu versorgen und zugleich Umwelt und Gewässer zu schützen. Deshalb zieht man die Nachlieferung vom Düngebedarf ab. Nicht verwechseln solltest du sie mit dem Stickstoff, der den Pflanzen schon zur Verfügung steht und sich per Bodenprobe messen lässt: Das ist, was jetzt schon bereitsteht; die Nachlieferung kommt erst noch hinzu.

Beispiel aus dem Garten

Auf dem Beet, auf dem im Vorjahr Gründüngung stand und ich Kompost eingearbeitet habe, rechne ich mit Nachlieferung aus dem Boden. Bevor ich dort für den Kohl dünge, ziehe ich diesen Anteil gedanklich vom Bedarf ab und gebe zunächst lieber weniger.

Quelle: Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL), praxis-agrar.de ↗ – Düngebedarfsermittlung für Stickstoff, Abschnitt „Vorgaben der DüV zur DBE“. Geprüft am .

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