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Stickstoffangebot

Das Stickstoffangebot ist die Menge an Stickstoff, die den Pflanzen im Boden tatsächlich zur Verfügung steht. Fachleute bestimmen diesen pflanzenverfügbaren Stickstoff mit einer Bodenanalyse, der sogenannten Nmin-Methode.

Bestimmen lässt sich das Stickstoffangebot mit einer Bodenanalyse nach der Nmin-Methode. Im Erwerbsgartenbau ist sie Standard, im Hobbygarten eher unüblich, weil die Proben teuer sind und die Entnahme aufwendig ist. Eine Standard-Bodenuntersuchung erfasst dagegen Kalium, Phosphor und die Kalkversorgung. Als Faustregel gilt: Versorgst du den Boden regelmäßig mit organischer Substanz wie Kompost, Mist oder Gründüngung, ist das Stickstoffangebot meist ausreichend.

Mehr ist dabei nicht besser: Ein zu hohes Stickstoffangebot kann zu einer Nitratanreicherung in der Pflanze führen und macht sie empfindlicher für Krankheiten und Schädlinge. Stickstoff, den die Pflanzen nicht benötigen, wird leicht in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und belastet das Grundwasser. Viele Gartenböden sind laut bundesweiten Untersuchungen bereits überversorgt, auch mit Stickstoff. Nicht verwechseln solltest du das Angebot mit dem Stickstoffbedarf: Der beschreibt, wie viel eine Kultur dem Boden voraussichtlich entzieht.

Beispiel aus dem Garten

Bevor ich ein Gemüsebeet dünge, schätze ich das Stickstoffangebot ab: Hat das Beet regelmäßig Kompost, Mist oder eine Gründüngung bekommen, lasse ich zusätzlichen Stickstoffdünger meist weg. Fehlt diese organische Versorgung, plane ich eine maßvolle Düngergabe ein.

Quelle: Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL/BLE) ↗ – Richtig Düngen im Gemüsegarten, Abschnitte „Wie viel Düngung ist nötig?“ und „Sonderfall Stickstoff“. Geprüft am .

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