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Nmin-Wert

Der Nmin-Wert gibt an, wie viel mineralischer Stickstoff (Nitrat und Ammonium) im Boden steckt und damit den Pflanzen zur Verfügung steht. Er wird per Bodenprobe im Labor bestimmt und hilft dir, Stickstoff bedarfsgerecht zu düngen.

Pflanzen nehmen Stickstoff nur in mineralischer Form auf, also als Nitrat oder Ammonium. Organisch gebundener Stickstoff im Boden ist für sie noch nicht verfügbar. Mikroorganismen im Boden wandeln ihn nach und nach um; wie aktiv sie sind, hängt unter anderem von Bodentemperatur, Wassergehalt, Bodenart und Vorfrucht ab. Der Nmin-Wert erfasst nur den bereits umgewandelten, pflanzenverfügbaren Anteil. Verwechsle ihn deshalb nicht mit dem gesamten Stickstoff, der im Boden steckt.

Im Garten hilft dir der Wert, die Stickstoffdüngung am tatsächlichen Bedarf auszurichten und Überdüngung zu vermeiden. Die Probe wird mit einem Bohrstock gezogen. Weil die Mikroorganismen auch in der entnommenen Erde weiterarbeiten, muss sie direkt nach der Entnahme bei 4 °C gekühlt ins Labor; sonst ist das Ergebnis verfälscht.

Beispiel aus dem Garten

Bevor ich ein Gemüsebeet neu bepflanze, ziehe ich mit dem Bohrstock eine Probe und bringe sie gekühlt direkt ins Labor. Den Nmin-Wert aus dem Ergebnis nehme ich als Grundlage, wenn ich entscheide, ob und wie viel Stickstoff das Beet noch bekommt.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LUFA NRW) ↗ – Nmin / Smin, LUFA NRW – Boden- und Substratanalysen. Geprüft am .

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