Alle Fachwörter im Glossar

Nematoden

Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer im Boden. Verschiedene Gattungen können viele Pflanzenarten schädigen; bestimmte andere Arten werden dagegen gezielt als Nützlinge gegen Schädlingslarven im Boden eingesetzt.

Mit bloßem Auge siehst du Nematoden nicht, schädliche Arten fallen erst durch kümmernde Pflanzen auf. Werden ihre Wirtspflanzen häufig auf derselben Fläche angebaut, vermehren sich die Nematoden stark. Gegen diese Bodenschädlinge hilft deshalb vor allem eine weit gestellte Fruchtfolge. Den Befall mit bestimmten freilebenden Nematoden kannst du außerdem durch einen Zwischenanbau von Tagetes (Studentenblume) verringern. Nematoden sind auch an der sogenannten Bodenmüdigkeit bei Rosengewächsen beteiligt, deshalb pflanzt man Rosen nicht wieder an denselben Standort.

Nicht jeder Fadenwurm ist ein Schädling. Bestimmte Arten gibt es als Nützlinge zu kaufen, etwa gegen die Larven von Dickmaulrüssler oder Trauermücken. Sie suchen die Schädlingslarven im Boden aktiv auf und befallen sie.

Beispiel aus dem Garten

Kümmert Gemüse auf einem Beet, auf dem immer wieder dieselben Kulturen standen, können schädliche Nematoden dahinterstecken: mikroskopisch kleine Fadenwürmer im Boden. Ich stelle die Fruchtfolge dort weiter und säe Tagetes als Zwischenanbau.

Quelle: Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Pflanzenschutzdienst ↗ – Fruchtfolge im Garten (Merkblatt, PDF), S. 1. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe