Toleranz
Bei Pflanzensorten bedeutet Toleranz: Die Pflanze wird von einer Krankheit oder einem Schaderreger zwar befallen, verkraftet das aber so gut, dass in der Regel keine Ertragseinbußen zu befürchten sind.
Den Begriff findest du auf Samentüten und in Sortenbeschreibungen, oft als „tolerant gegen …“. Anders als im Alltag, wo Toleranz Duldsamkeit meint, geht es hier um eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schaderregern. Eine tolerante Sorte bleibt dabei nicht verschont: Der Erreger kann sie befallen. Die Pflanze verkraftet den Befall aber so gut, dass in der Regel keine Ertragseinbußen zu befürchten sind.
Abgrenzen solltest du Toleranz von Resistenz: Resistente Pflanzen werden von dem betreffenden Erreger nicht befallen, tolerante schon. Allerdings wird „Resistenz“ nicht ganz einheitlich verwendet: Gemeint sein kann auch eine hohe, aber nicht vollständige Widerstandsfähigkeit. Für deine Sortenwahl heißt das: Tolerant bedeutet nicht befallsfrei, und ein regelmäßiger Blick auf die Pflanzen bleibt sinnvoll.
Beispiel aus dem Garten
Steht in der Sortenbeschreibung einer Tomate oder Kartoffel eine Toleranz gegen eine bestimmte Krankheit, halte ich Befall trotzdem für möglich. Ich kontrolliere die Blätter genauso regelmäßig wie bei anderen Sorten und notiere mir, wie die Pflanzen den Befall verkraften.
Quelle: Umweltbundesamt ↗ – Resistenz, Glossar. Geprüft am .
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