Kohlenstoff
Kohlenstoff ist ein chemisches Element und der Hauptbestandteil des Humus. Pflanzen holen ihn als Kohlendioxid aus der Luft und bilden daraus bei der Photosynthese Zucker.
Pflanzen beziehen ihren Kohlenstoff nicht aus dem Humus, sondern aus dem Kohlendioxid der Luft. Deshalb entzieht die Ernte dem Humusvorrat im Beet keinen Kohlenstoff. Über ihre Wurzeln geben Pflanzen sogar bis zu 30 Prozent des gebildeten Zuckers an Pilze und Bakterien im Boden ab, die mit ihnen in Symbiose leben.
Der organische Kohlenstoff im Boden steckt größtenteils im Humus. Bodenorganismen bauen organische Dünger und Erntereste ab und bilden daraus, zusammen mit ihrer eigenen abgestorbenen Biomasse, neuen Humus. Beim Abbau von Humus machen Pilze und Bakterien die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Schwefel für Pflanzen verfügbar. Diese Nährstoffe nehmen Pflanzen aus dem Boden auf, den Kohlenstoff dagegen aus der Luft.
Beispiel aus dem Garten
Die Strünke und äußeren Blätter meiner Salaternte hacke ich klein und arbeite sie flach ins Beet ein. Den Kohlenstoff darin hat der Salat bei der Photosynthese aus der Luft geholt; jetzt dient er den Bodenorganismen als Ausgangsmaterial für neuen Humus.
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ↗ – Humus – Bedeutung und Funktion, Abschnitt „Humus und Kohlenstoff“. Geprüft am .
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