Alle Fachwörter im Glossar

Strukturstabilität

Strukturstabilität beschreibt, wie dauerhaft eine Blumenerde oder ein Substrat locker bleibt. Strukturstabile Erde gibt den Wurzeln Halt, ohne mit der Zeit zusammenzusacken oder zu verdichten.

Wie strukturstabil eine Erde ist, hängt von ihren Bestandteilen ab. Torf und Kokos gelten als sehr strukturstabil: Eine Zimmerpflanzenerde mit hohem Torf- oder Kokosanteil verliert auch nach mehreren Jahren im Topf kaum an Volumen. Erden mit viel Kompost und Rindenhumus, etwa Hochbeeterden, sacken dagegen innerhalb einer Saison deutlich nach, weil Mikroorganismen diese Bestandteile zersetzen. Dabei werden Nährstoffe und Wärme frei, was im Hochbeet sogar erwünscht ist.

Ist die Strukturstabilität gering, sinkt der Erdspiegel im Gefäß, und die Erde wird dicht. Das spielt vor allem eine Rolle, wenn eine Pflanze lange im selben Gefäß bleibt. Blumenerden mit RAL-Gütezeichen müssen strukturstabil sein. Die Bodenstruktur, etwa eine Krümelstruktur, beschreibt dagegen, wie eine Erde gerade aufgebaut ist; die Strukturstabilität sagt, ob dieser Aufbau mit der Zeit erhalten bleibt.

Beispiel aus dem Garten

Sinkt der Erdspiegel im Topf einer Zimmerpflanze ab und wird die Erde dicht, ist das ein Zeichen geringer Strukturstabilität. Für Zimmerpflanzen, die lange im selben Topf bleiben, achte ich beim Kauf auf Erde mit RAL-Gütezeichen. Im Hochbeet rechne ich dagegen damit, dass die Erde nachsackt, und fülle bei Bedarf auf.

Quelle: Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e.V. (GGS) – Hochwertige Blumenerde – eine Wissenschaft für sich, Abschnitte „Hochwertige Blumenerde ist strukturstabil“ und „Verbrauchertipp: Qualitativ hochwertige Blumenerden mit RAL-Gütezeichen“. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe