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Geraniendünger und Bodenleben: Was Mikroorganismen im Kasten mit deinem Dünger machen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Organisch gebundene Nährstoffe müssen erst mineralisiert werden, bevor Geranienwurzeln sie aufnehmen können.
  • Bei Trockenheit oder Staunässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei, eine weitere Gabe hilft dann nicht zuverlässig.
  • In torffreier Erde mit Holzfasern können Mikroorganismen Stickstoff vorübergehend binden, obwohl die Erde vorgedüngt ist.
  • Pelargonien ohne Langzeitdünger bekommen nach dem Einwurzeln und bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger, immer auf feuchte Erde.
  • Gießwasser mit organischem Flüssigdünger brauchst du im selben Gießgang auf, sonst kann es gären.

Deine Geranien stehen frisch im Balkonkasten, du düngst organisch, und die Blätter bleiben trotzdem blass. Das kann daran liegen, dass organischer Dünger nicht sofort ankommt. Seine Nährstoffe müssen im Boden erst umgesetzt werden, bevor die Wurzeln sie aufnehmen können. Pelargonien gehören dabei zu den Starkzehrern und brauchen mehr Nährstoffe als viele andere Balkonpflanzen. Ich schaue deshalb bei jeder Düngung auch auf die Erde: Ist sie nass, trocken, frisch gekauft oder schon länger in Gebrauch?

Warum organischer Geraniendünger erst über das Bodenleben wirkt

Organisch gebundene Nährstoffe müssen erst mineralisiert werden, bevor Pflanzenwurzeln sie aufnehmen können. Humus und organische Substanz ernähren die Bodenorganismen, und deren Tätigkeit setzt Nährstoffe frei. Welche Bodenlebewesen dabei mitwirken und was Humus sonst im Boden leistet, erklärt der Überblick zu Humus, Bodenleben und Bodenanalyse.

Für deine Geranien bedeutet das: Wann organischer Dünger wirkt, hängt vom Zustand der Erde ab. Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei. Feuchtwarme Witterung kann dagegen starke Freisetzungsschübe auslösen. Niedrige Temperaturen verzögern die Wirkung organischer und mineralischer Langzeitdünger zusätzlich.

Auch der Dünger selbst bestimmt mit, wie schnell der Stickstoff frei wird. Fein vermahlenes Hornmehl wird schneller umgesetzt als gröbere Hornspäne.

Organischer Dünger Stickstoffgehalt Umsetzung im Boden
Hornmehl typischerweise 10 bis 14 % Gesamtstickstoff, nicht vollständig sofort verfügbar vollständig in etwa 6 Wochen
Hornspäne typischerweise 10 bis 14 % Gesamtstickstoff, nicht vollständig sofort verfügbar mehrere Monate
reines Schafwollgranulat 10 % Stickstoff im Pelargonienversuch für die kurze Kulturzeit zu langsam

Ein hoher Stickstoffgehalt auf der Packung sagt deshalb noch nicht, wann der Stickstoff bei der Pflanze ankommt. Das Schafwollgranulat enthielt 10 % Stickstoff und gab ihn im Pelargonienversuch trotzdem zu langsam ab.

Als Beispiel für eine organische Grunddüngung von Pelargonien beim Umtopfen gelten 4 g Hornspäne je Liter Substrat. Ich wiege die Menge einmal mit der Küchenwaage ab und markiere die Füllhöhe an einem Messbecher, weil Dünger unterschiedlich schwer sind.

Häufiger Fehler

Die Geranien im nassen Kasten bleiben blass, also kommt noch eine Portion Hornspäne dazu. Staunässe hemmt aber die Freisetzung organischer Dünger, sodass eine weitere Gabe das akute Problem nicht zuverlässig behebt. Solange die Wurzeln noch nicht faulen, lässt du die Erde ohne Gießen und Düngen abtrocknen. Prüfe außerdem, ob das Wasser aus dem Kasten ablaufen kann, denn Staunässe kann bei Pelargonien die Wurzeln faulen lassen.

Torffreie Erde im Kasten: wenn Mikroorganismen Stickstoff binden

In torffreier Erde kann Stickstoff knapp werden, obwohl sie vorgedüngt ist. Kompostreiche torffreie Substrate können viel Phosphor und Kalium enthalten. Bei Holzfaseranteilen können sie zugleich an pflanzenverfügbarem Stickstoff verarmen, weil Mikroorganismen ihn binden. Zu Kulturbeginn oder Kulturende kann in organisch vorgedüngter torffreier Erde trotz vorhandenen Düngers zu wenig verfügbarer Stickstoff vorliegen.

Kurz erklärt

Beim Abbau der organischen Bestandteile torffreier Erde wird Stickstoff gebunden. Er steckt dann zwar in der Erde, steht der Pflanze aber vorübergehend nicht zur Verfügung. Deshalb kann eine angepasste Stickstoffversorgung nötig werden.

Vorgedüngte Blumenerde reicht nach dem Umtopfen häufig für 4 bis 6 Wochen ohne zusätzlichen Dünger. In torffreier Erde ist diese Faustregel aber keine Garantie, weil gerade zu Kulturbeginn Stickstoff gebunden sein kann. Ich achte dort nach dem Umtopfen auf die Farbe der jungen Blätter und verlasse mich nicht allein auf den Kalender.

Wie gut die Versorgung gelingt, hängt auch davon ab, woran du die Düngung ausrichtest. In den HOT-Reallaboren verbesserte eine an Gefäß und Substrat angepasste Nährstoffgabe die Versorgung gegenüber einer Düngung, die allein an das Gießwasser gekoppelt war.

Torffreie Erde kann an der Oberfläche trocken sein, während sie weiter unten noch nass ist. Ich stecke deshalb vor dem Gießen und Düngen einen Finger tief in die Erde.

Sichtbare Pilze auf der Blumenerde können Zersetzer abgestorbener organischer Bestandteile sein. Sie bedeuten nicht automatisch, dass deine Geranie krank ist. Finde ich Pilze auf der Erde, sehe ich mir zuerst die Pflanze an, bevor ich etwas an der Erde ändere.

Länger gelagerte Blumenerde kann sich in Salzgehalt, pH-Wert und Struktur verändern. Reste mischst du deshalb frischer Erde bei.

Kompost im Geraniensubstrat

Kompost und Mist können neben der Nährstoffzufuhr auch Bodenstruktur und Bodenleben verbessern. Für Pelargonien, die dem Regen ausgesetzt sind, eignet sich trotzdem ein leichtes Substrat mit höchstens 30 % Kompost. Ich mische Kompost deshalb als Anteil unter die Erde und pflanze nicht in reinen Kompost.

Achtung

Erde aus Gefäßen mit wurzelfaulen Pflanzen verwendest du nicht wieder. Gibst du sie auf den Kompost, verlass dich nicht darauf, dass die Rotte die Erreger beseitigt: Gartenkompost tötet Krankheitserreger nicht zuverlässig ab, weil ausreichende Rottetemperaturen oft nicht durchgehend erreicht werden.

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Welcher Dünger passt zu Geranien und zum Bodenleben?

Organische Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material, Mineraldünger liefern Nährstoffe meist als Salze. Mineralische Dünger enthalten meist leicht lösliche Nährstoffe und decken einen kurzfristigen Bedarf deshalb rasch. Wie du beide Düngerarten grundsätzlich gegeneinander abwägst, zeigt der Vergleich organischer und mineralischer Dünger im Gemüsebeet, einen Überblick über Düngerarten und Düngerformen findest du im Bereich Düngen, Boden und Kompost.

Was Dünger auf Dauer mit Bodenleben, Bodenstruktur und pH-Wert machen, ist kein reines Geranienthema, sondern betrifft jede Düngung. Das beschreibt der Ratgeber, wie mineralische und organische Universaldünger auf Bodenmikroorganismen wirken. Für deine Geranien zählen drei Dinge: was auf dem Etikett steht, wie Dünger und Gießwasser den pH-Wert verändern und wie frisch organischer Flüssigdünger ist.

Das Etikett zählt, nicht der Name

Auf der Packung steht Geraniendünger, Blumendünger oder Tomatendünger? Ein für eine Pflanzengruppe benannter Dünger kann auch für andere Pflanzen passen, wenn Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung zu deren Bedarf passen. Ich lese deshalb zuerst die Nährstoffangaben, dann die gesondert aufgeführten Spurennährstoffe und zuletzt die Dosierungsanweisung. Dosiert wird nach Packungsangabe, auch bei organischen Düngern, denn auch sie können in zu hoher Menge ausgebracht werden.

Kurz erklärt

Die Zahlenfolge auf dem Etikett nennt Stickstoff, Phosphat und Kalium in Prozent. NPK 12-12-17 mit 2 % Magnesiumoxid bedeutet 12 % Stickstoff, 12 % Phosphat als P₂O₅, 17 % Kaliumoxid und 2 % Magnesiumoxid. Spurennährstoffe wie Eisen oder Mangan stehen gesondert auf dem Etikett.

Mythos-Check

Mehr Phosphat für mehr Blüten? Eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Bei Pelargonien zählt außerdem die Temperatur: Bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C bilden sie keine neuen Blütenanlagen.

pH-Wirkung und Gießwasser

Dünger und Gießwasser verändern den pH-Wert der Erde mit. Manche Mineraldünger wirken bodenversauernd, andere können den pH-Wert erhöhen. Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen, sodass ein Mangel entstehen kann, obwohl sie in der Erde vorhanden sind. Einen einheitlichen pH-Zielbereich für alle Blühpflanzen gibt es nicht, der passende Wert richtet sich nach Bodenart und Pflanzengruppe.

Hartes Gießwasser kann den pH-Wert im Topf erhöhen und dadurch Eisenchlorosen begünstigen. Geranien vertragen weiches Regenwasser häufig besser als hartes Leitungswasser. Ich fange Regenwasser für die Kästen auf, aber nicht von Kupfer- oder Zinkdächern, weil solches Wasser für die Bewässerung ungeeignet oder nur eingeschränkt geeignet ist.

Organischen Flüssigdünger frisch verbrauchen

Gießwasser mit organischem Flüssigdünger brauchst du bei Pelargonien im selben Gießdurchgang auf, sonst kann es gären. Ich rühre die Kanne erst an, wenn ich direkt zu den Kästen gehe, und gieße sie dann leer.

Selbst angesetzte Pflanzenjauche braucht etwa 2 bis 3 Wochen Gärzeit. Bei Wärme ist sie nach etwa 14 Tagen fertig, erkennbar an dunkler Farbe und beendetem Schäumen. Für die Wurzeldüngung verdünnst du die fertige Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser. Eine allgemeingültige Menge oder Häufigkeit gibt es nicht, weil Pflanzenbedarf und Nährstoffvorrat in der Erde verschieden sind. Wie du Geraniendünger aus Pflanzen selbst ansetzt, beschreibt ein eigener Ratgeber.

So dünge ich Geranien im Kasten bodenschonend

Bodenschonend heißt für mich: bedarfsgerecht geben und den Vorrat, der schon in der Erde steckt, mitrechnen. So gehe ich vor:

  1. Beim Umtopfen: In ausreichend vorgedüngter Blumenerde reicht der Vorrat häufig für 4 bis 6 Wochen. Die vorhandene Grunddüngung rechnest du bei jeder späteren Gabe an.
  2. Mit Langzeitdünger: Für Kübelpflanzen geeigneten Langzeitdünger mischst du ins Substrat oder streust ihn gleichmäßig auf, bedeckst ihn leicht mit Erde und gießt von oben an. Er wirkt nur in Verbindung mit Wasser, und seine Freisetzung hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab. Vor einer flüssigen Nachdüngung rechnest du diesen Vorrat an.
  3. Ohne Langzeitdünger: Pelargonien erhalten nach dem Einwurzeln und bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger.
  4. Nur auf feuchte Erde: Flüssigdünger kommt auf bereits feuchte Erde, damit hohe Salzkonzentrationen die Wurzeln nicht schädigen.
  5. Bei Hitze und Trockenheit: Ist dann eine Flüssigdüngung nötig, feuchtest du den Wurzelbereich vorher an und gießt den Dünger niedrig konzentriert auf die Erde, nicht über die Blätter.
  6. Pausen einhalten: Kranke Pflanzen regst du nicht mit Dünger zum Wachstum an. Kühl und frostfrei überwinterte Pelargonien brauchen in der Ruhephase keinen Dünger.
Zahl im Blick

Für Topferde in Kübeln und Blumenkästen wird ein Salzgehalt von 2,5 bis 3 g/l angegeben. Umhüllte Depotdünger können bei hoher Bevorratung den Salzgehalt zeitweise über den Optimalbereich heben. Ein durch Überdüngung erhöhter Salzgehalt kann die Wasseraufnahme der Pflanze beeinträchtigen.

Marias Erfahrung

Für jeden Kasten notiere ich auf einem Zettel am Balkonschrank die Erdsorte, das Umtopfdatum und ob Langzeitdünger drin ist. Bevor ich flüssig dünge, schaue ich dort nach, was schon in der Erde steckt.

Wann im Jahr du beginnst und wie du die Dosis auf die Blüte abstimmst, steht im Ratgeber, wann und wie viel du Geranien für eine reiche Blüte düngst.

Achtung

Feste Dünger lagerst du trocken und verpackt oder abgedeckt. Hat ein Kind vermutlich eine größere Menge Blumendünger aufgenommen, ruf ein Giftinformationszentrum oder die Kinderarztpraxis an.

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Bringen zugesetzte Mikroorganismen etwas?

In einem vierjährigen biologischen Feldversuch brachte die Zugabe effektiver Mikroorganismen keinen zusätzlichen Nutzen für Ertrag oder Bodenqualität. Beobachtete Wirkungen der Bokashi- und Mistgaben gingen dort auf das organische Material und die Nährstoffzufuhr zurück. Ein Feldversuch ist kein Balkonkasten, doch ich setze im Kasten deshalb auf organische Substanz und bedarfsgerechte Düngung statt auf zugekaufte Mikroben.

Blass, gelb oder blühfaul: erst die Ursache einordnen

Vergilbende Blätter mit Blattfall können außer auf Nährstoffmangel auch auf Lichtmangel, Temperaturschwankungen oder Wasserstress hindeuten. Bei Salzschäden durch Überdüngung stellst du das Düngen ein und topfst gegebenenfalls unter teilweisem Austausch der alten Erde um. Wie du Über- und Unterversorgung bei Geranien im Einzelnen erkennst und behebst, behandelt der oben verlinkte Ratgeber zur Geranienblüte.

Bodenschonend düngen heißt auch: an Wasser und Umwelt denken

Was die Pflanze nicht aufnimmt, kann ausgewaschen werden, und auch organische Dünger können bei übermäßiger Anwendung Pflanzen und Umwelt belasten. Übermäßige Phosphoreinträge fördern in Gewässern das Wachstum von Algen und Wasserpflanzen, deren Abbau anschließend Sauerstoff verbraucht. Mehr dazu, wie du Geranien umweltschonend düngst, steht in einem eigenen Ratgeber; die Ursachen von Mangel und Überdüngung ordnet der Bereich Düngen, Boden und Kompost ein.

Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich organische und mineralische Geraniendünger in ihrer Wirkung?
Organisch gebundene Nährstoffe müssen im Boden erst mineralisiert werden, bevor Geranienwurzeln sie aufnehmen können, deshalb wirken organische Dünger verzögert und abhängig von der Witterung. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen sie kaum Nährstoffe frei. Mineralische Dünger enthalten meist leicht lösliche Nährstoffe und decken einen kurzfristigen Bedarf rasch. Zu hohe Mengen können bei beiden Düngerarten schaden, bei sofort wirksamen Düngern bis hin zu Salzschäden an den Wurzeln.
Welche Rolle spielen Mikroorganismen im Boden für die Nährstoffversorgung von Geranien?
Humus und organische Substanz ernähren die Bodenorganismen, und deren Tätigkeit setzt Nährstoffe frei. Organischer Geraniendünger wird deshalb erst pflanzenverfügbar, wenn seine Nährstoffe mineralisiert sind. In torffreier Erde mit Holzfaseranteil können Mikroorganismen Stickstoff aber auch vorübergehend binden, sodass er der Pflanze trotz Vordüngung fehlen kann.
Führt häufiges Düngen automatisch zu mehr Blüten bei Geranien?
Nein. Pelargonien sind zwar Starkzehrer und brauchen eine ausreichende Versorgung, doch zu hohe Gaben sofort wirksamer Dünger können Salzschäden bis zum Absterben von Wurzeln verursachen. Auch eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C bilden Pelargonien keine neuen Blütenanlagen.
Worin unterscheiden sich Pelargonien-Dünger von gewöhnlichen Blumendüngern?
Entscheidend ist nicht der Name auf der Packung, sondern was drin ist. Ein für eine Pflanzengruppe benannter Dünger kann auch für andere Pflanzen passen, wenn Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung zu deren Bedarf passen. Vergleiche deshalb die Nährstoffangaben und die gesondert aufgeführten Spurennährstoffe auf dem Etikett und dosiere nach der Packungsanweisung.
Was ist der Unterschied zwischen Langzeitdünger und Flüssigdünger für Geranien?
Bei umhüllten Langzeitdüngern verzögert eine Hüllschicht die Freisetzung der Nährstoffe, und wie schnell sie frei werden, hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab. Flüssiger Volldünger wird mit dem Gießwasser gegeben: Pelargonien ohne Langzeitdünger erhalten ihn nach dem Einwurzeln und bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage. Steckt bereits Langzeitdünger in der Erde, rechnest du diesen Vorrat an, bevor du zusätzlich flüssig düngst.
Wie häufig sollten Geranien während der Wachstumsperiode gedüngt werden?
Pelargonien ohne Langzeitdünger erhalten nach dem Einwurzeln und bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger, und zwar auf bereits feuchte Erde. Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde reicht deren Vorrat häufig für 4 bis 6 Wochen, in torffreier Erde kann Stickstoff zu Kulturbeginn trotzdem knapp sein. Kühl und frostfrei überwinterte Pelargonien brauchen in dieser Ruhephase keinen Dünger.
Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens die Nährstoffaufnahme von Geranien?
Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen, sodass ein Mangel entstehen kann, obwohl die Nährstoffe in der Erde vorhanden sind. Bei Topfpflanzen kann hartes Gießwasser den pH-Wert des Substrats erhöhen und Eisenchlorosen begünstigen. Geranien vertragen weiches Regenwasser häufig besser als hartes Leitungswasser.
Was sind die Vorteile von Kompost als organischer Geraniendünger?
Kompost kann neben der Nährstoffzufuhr auch Bodenstruktur und Bodenleben verbessern. Für Pelargonien, die dem Regen ausgesetzt sind, eignet sich trotzdem ein leichtes Substrat mit höchstens 30 % Kompost. Erde aus Gefäßen mit wurzelfaulen Pflanzen verwendest du nicht wieder, und Gartenkompost tötet Krankheitserreger nicht zuverlässig ab.
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