Nutzpflanzen für die Selbstversorgung: sechs Kulturen und was jede beiträgt
- Kartoffeln bringen Stärke als Energieträger, dazu Vitamin C und Kalium.
- Reifes Maiskorn liefert als Getreide durchschnittlich 344 kcal je 100 g, für frischen Zuckermais gilt der Wert nicht.
- Ausgereifte Bohnensamen liefern Eiweiß und sind haltbarer als junge grüne Hülsen.
- Weißkohl und Tomaten ergänzen unter anderem Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe.
- Kürbis bringt wenig Energie, gut ausgereifte Winterkürbisse lassen sich aber bei etwa 10 bis 12 °C lagern.
- Geplant wird nach dem, was du tatsächlich isst, bei ganzjähriger Versorgung auch nach dem Winterbedarf.
Ein Beet voller Tomaten füllt im Sommer die Küche und ist im Winter leer. Wer sich aus dem Garten versorgen will, braucht deshalb Nutzpflanzen mit verschiedenen Aufgaben: Energie, Eiweiß, Vitamine und einen Vorrat für die erntearme Zeit. Ich schreibe vor jeder Saatgutbestellung auf, welches Gemüse bei uns tatsächlich gegessen wird und in welcher Menge.
Kartoffel, Mais, Kohl, Kürbis, Bohne und Tomate teilen sich diese Aufgaben. Eine gesicherte Vollversorgung ergibt das nicht, und kalorienreich sind längst nicht alle sechs. Für deinen Plan zählt, was jede einzelne beiträgt.
Nutzpflanzen baust du an, um sie zu verwenden, im Garten vor allem als Lebensmittel. Zierpflanzen stehen wegen Blüte, Laub oder Duft im Beet. Manche Pflanzen sind beides: Bei der Großen Kapuzinerkresse kannst du Blätter, Blüten und Knospen essen.
Wichtige Erkenntnisse auf einen Blick: Was jede Nutzpflanze beiträgt
Die Übersicht zeigt, wofür du welche Kultur einplanst und wie aus der Ernte ein Vorrat wird.
| Nutzpflanze | Ihr Beitrag | So wird daraus Vorrat |
|---|---|---|
| Kartoffel | Stärke als Energieträger, dazu Vitamin C und Kalium | kühl, dunkel und trocken lagern |
| Mais | reifes Korn als Getreide: durchschnittlich 344 kcal je 100 g, gilt nicht für frische Zuckermaiskolben | Popcornmais stehen lassen, bis die Körner vollständig ausgehärtet sind |
| Kohl | Weißkohl: unter anderem Vitamin C, Folsäure, Kalium und Ballaststoffe | lagerfähig für die erntearme Zeit, Grünkohl und Rosenkohl erntest du bis in den Winter |
| Kürbis | wenig Energie: eine Portion Hokkaido von 150 g Rohgewicht liefert knapp 50 kcal | gut ausgereifte Winterkürbisse bei etwa 10 bis 12 °C lagern |
| Bohne | ausgereifte Samen liefern Eiweiß | Samen ausreifen lassen, sie sind haltbarer als junge grüne Hülsen |
| Tomate | geringer Energiegehalt, unter anderem Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe | frisch bei 12 bis 16 °C etwa 4 bis 5 Tage, darüber hinaus nur verarbeitet |
Energie kommt in dieser Auswahl von Kartoffeln und reifem Maiskorn, Eiweiß von ausgereiften Bohnensamen. Weißkohl und Tomate steuern Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe bei. Der Kürbis liefert wenig Energie, lässt sich aber ohne Verarbeitung lagern.
Kartoffeln: Stärke als Energieträger und ein Vorrat fürs Lager
Die Kartoffel bringt Stärke als Energieträger in die Selbstversorgung, dazu Vitamin C und Kalium. Zusammen mit reifem Mais übernimmt sie den Energieanteil dieser Auswahl.
Pflanze die Knollen ab 8 °C Bodentemperatur, gewöhnlich von Mitte April bis Anfang Mai. Je nach Lage und Witterung reicht das Pflanzfenster von März bis Mai, frühe Märzpflanzungen bleiben milden Gegenden vorbehalten. Zum Vorkeimen stellst du die Pflanzkartoffeln hell auf, aber nicht in die volle Sonne.
Häufle die Reihen handhoch an, sobald die ersten Blätter erscheinen, und wiederhole das nach drei bis vier Wochen. Ich trage mir den ersten Durchgang in den Gartenkalender ein, damit ich den zweiten nicht verpasse.
Lagerkartoffeln erntest du erst etwa zwei Wochen nach dem Absterben des Laubes. Wähle dafür trockenes Wetter und geh schonend mit den Knollen um.
Grüne oder stark keimende Kartoffeln isst du nicht. Kochen hilft dabei nicht, denn Hitze zerstört Solanin nicht. Lagere deine Ernte zur Vorbeugung kühl, dunkel und trocken.
Mais: Frischgemüse oder Korn, das entscheidet die Sorte
Beim Mais legst du mit der Sortenwahl fest, was du erntest. Zuckermais ist ein süßes Frischgemüse, Popcorn braucht dagegen spezielle harte, kleinkörnige Maissorten.
Als Getreide gerechnet liefert reifes Maiskorn durchschnittlich 344 kcal je 100 g. Für frische Zuckermaiskolben gilt dieser Wert nicht.
Zuckermais erntest du als Frischgemüse, der Energiewert gilt aber für reifes Korn. Wer Mais als Energievorrat einplant, braucht also Sorten, deren Körner ausreifen.
Gib Zuckermais einen sonnigen, warmen Platz mit tiefgründigem Boden, der humus- und nährstoffreich ist. Säe ab Mitte Mai aus, wenn die Bodentemperatur über 10 °C liegt. Die Körner kommen 5 cm tief in die Erde. Lege das Beet als Block an statt als einzelne lange Reihe, weil die Windbestäubung im Block zuverlässiger gelingt.
Den Erntezeitpunkt prüfst du am Korn. Zuckermais ist zur Milchreife erntereif: Ritze ein Korn vorsichtig an, dann tritt milchiger Saft aus. Popcornmais bleibt stehen, bis die Körner vollständig ausgehärtet sind, damit sie bei der Ernte möglichst unbeschädigt bleiben. Für gutes Aufpoppen wird ein Wassergehalt der Körner von 14 bis 15 % angegeben.
Vor dem Mais kannst du das Beet schon nutzen: Anfang März unter Vlies gesäter Spinat kann als ZwischenkulturEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht. bis Mitte Mai geerntet werden.
Kohl: Vitamine und Ernte bis in den Winter
Weißkohl steuert unter anderem Vitamin C, Folsäure, Kalium und Ballaststoffe zur Gemüseversorgung bei. Für die Selbstversorgung zählt außerdem der Zeitpunkt, denn Kohl gehört zum lagerfähigen Gemüse für die erntearme Zeit. Weißkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Blumenkohl und Brokkoli sind Kulturformen derselben Art, genutzt werden jeweils andere Pflanzenteile.
Die Pflanztermine liegen je nach Kohlart weit auseinander.
| Kohlart | Pflanzung | Ernte |
|---|---|---|
| Rosenkohl | Ende April bis Anfang Juni | Oktober bis Februar |
| Weißkohl, Winterformen | Ende Mai bis Ende Juni | Ende Oktober bis Ende November |
| Grünkohl | Anfang Juni bis Anfang August | ab Ende Oktober |
Die Winterernte planst du also schon im Frühjahr und Frühsommer ein. Bis etwa −10 °C halten Grünkohl und Rosenkohl häufig aus. Sorte, Pflanzenzustand, Standort und Witterung beeinflussen diese Frosthärte.
Für einen milderen Geschmack muss kein Frost über den Grünkohl gehen. Die Zuckeranreicherung wird auch durch eine längere Reifezeit bei niedrigen Temperaturen begünstigt.
Kopfkohl gehört beim Stickstoffbedarf in die hohe Gruppe, gib ihm deshalb ein gut versorgtes Beet. Decke frühe Kohlkulturen vorbeugend mit Vlies ab, denn Kohlfliegen können ab Anfang bis Mitte April auftreten. Ein Kulturschutznetz mit 1,35 mm Maschenweite kann unter anderem Gemüsefliegen und Raupen abhalten. Ich lege Vlies direkt nach dem Pflanzen locker auf und sichere die Ränder mit Brettern.
In der Küche landet Kohl roh im Krautsalat oder gekocht im Eintopf.
Kürbis: wenig Energie, aber ein Gemüse fürs Lager
Gib Speisekürbissen einen vollsonnigen, nährstoffreichen Platz und halte die Wasserversorgung gleichmäßig. Ziehe die Pflanzen etwa vier Wochen vor dem geplanten Auspflanzen vor. Ins Freiland kommen sie abgehärtet im Mai nach den EisheiligenDie Eisheiligen sind die Namenstage von fünf Heiligen vom 11. bis 15. Mai. Bauernregeln zufolge häufen sich dann späte Frostnächte, deshalb gelten sie im Garten als Merkdatum für die Spätfrostgefahr.. Wie viel Fläche du dafür freihältst, steht in der Platzübersicht weiter unten.
Hole die Früchte ins Haus, bevor Frostnächte angesagt sind. Mit Vlies lassen sich Kürbisse in herbstlichen Frostnächten meist nicht zuverlässig schützen.
Nährwert und Vielseitigkeit von Kürbissen
Viel Energie liefert der Kürbis nicht, das zeigt der Wert für Hokkaido in der Übersicht oben. Sein Beitrag zur Selbstversorgung ist ein anderer: Gut ausgereifte Winterkürbisse lassen sich ohne Verarbeitung lagern. Wähle dafür Früchte mit harter, unverletzter Schale und intaktem Stiel. Sie liegen luftig, dunkel und trocken bei etwa 10 bis 12 °C.
Hokkaido zählt zu Cucurbita maxima, Butternut zu Cucurbita moschata und Zucchini zu Cucurbita pepo. In der Küche reicht die Verwendung von Suppe und Eintopf bis zum Dessert, die Kerne kannst du rösten. Zucchini liefern schon im Sommer: Die erste Ernte beginnt etwa 4 bis 6 Wochen nach der Pflanzung. Längliche Früchte nimmst du üblicherweise bei etwa 20 bis 25 cm Länge ab.
Schmeckt ein Kürbis oder eine Zucchini bitter, spuckst du den Bissen aus und entsorgst die Frucht. Erhitzen zerstört die giftigen Cucurbitacine nicht.
Bohnen: Eiweiß, wenn die Samen ausreifen dürfen
Bei Bohnen bestimmt der Erntezeitpunkt den Beitrag. Reifen die Samen aus, liefern sie Eiweiß und sind nahrhafter und haltbarer als junge grüne Hülsen. Wer nur grün pflückt, erntet Frischgemüse; den Eiweißvorrat gibt es erst, wenn ein Teil der Hülsen ausreift. Ich markiere dafür ein Stück der Reihe mit einem Stab und pflücke dort nicht.
Buschbohnen säst du ab etwa 10 °C Bodentemperatur, gewöhnlich ab Mitte Mai bis Anfang Juli. Bedecke die Samen höchstens 2 bis 3 cm mit Erde. Stangenbohnen klettern 2 bis 3 m hoch und brauchen eine Rankhilfe, belegen dafür aber wenig Grundfläche. Achte während Blüte und Fruchtbildung besonders auf ausreichend Wasser.
Wie andere Leguminosen können Bohnen mithilfe von Wurzelbakterien Luftstickstoff binden, beim Stickstoffbedarf stehen sie in der niedrigen Gruppe. Arbeitest du die Erntereste ein, zählen sie bei der Düngeplanung der FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. als Nährstoffquelle mit. Buschbohnen folgen weder direkt auf Buschbohnen noch auf andere Hülsenfrüchtler.
Gartenbohnen isst du nur ausreichend gegart, das gilt für Samen und Hülsen. Schonendes Dünsten oder Dämpfen ist keine verlässliche Zubereitung. Selbst hergestellte Gemüsekonserven sind außerdem nicht sicher, nur weil sie unauffällig aussehen, riechen und schmecken.
Tomaten: Frischgemüse für den Sommer
Bei geringem Energiegehalt bringen Tomaten unter anderem Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe mit. Im Selbstversorgerplan sind sie Frischgemüse und kein Lagervorrat. Außerhalb des Kühlschranks lagerst du sie bei 12 bis 16 °C, getrennt von anderen Früchten. So halten sie sich etwa 4 bis 5 Tage. Für einen Vorrat musst du Tomaten verarbeiten, zum Beispiel trocknen.
Säe Mitte bis Ende März auf der Fensterbank aus. Die Jungpflanzen kommen in 8 bis 10 cm große Anzuchttöpfe. Danach stehen sie bei 16 bis 18 °C. Ins Freie ziehen die Pflanzen gewöhnlich ab Mitte Mai, sobald keine Kälte mehr droht. Stell sie zuerst an bewölkten Tagen hinaus, damit sie sich an die Sonne gewöhnen.
Miss vor dem Pflanzen die Bodentemperatur, sie sollte mindestens 15 °C betragen. Bleibt es anhaltend kälter als 12 °C, können die Blüten abfallen. Ein früher Pflanztermin lohnt sich also erst, wenn Boden und Wetter beständig warm sind.
Der Platz muss sonnig sein, denn im Halbschatten sind Tomaten wegen ihres hohen Lichtbedarfs ungeeignet. Ein Regendach und gute Durchlüftung halten das Laub trockener und helfen, der Kraut- und BraunfäuleDie Kraut- und Braunfäule, kurz Braunfäule oder Krautfäule, ist eine Pilzkrankheit vor allem an Tomaten und Kartoffeln, ausgelöst durch Phytophthora infestans. Sie verursacht braune Flecken an Blättern, Stängeln und Früchten. vorzubeugen. Setze die Tomaten außerdem möglichst weit entfernt von den Kartoffeln.
Stabtomaten geizt du während des Wachstums alle 1 bis 2 Wochen aus. Entferne die GeiztriebeAls Geiztriebe bezeichnet man bei Tomaten die Seitentriebe. Bei Stabtomaten, deren Haupttrieb immer weiter wächst, brichst du sie beim Ausgeizen regelmäßig aus. vorzugsweise, wenn sie 5 bis 10 cm lang sind. Buschtomaten musst du nicht ausgeizenAusgeizen ist das Entfernen der Geiztriebe, also der Seitentriebe, die bei Tomaten in den Blattachseln wachsen. Ohne Ausgeizen bildet die Pflanze sehr viel Blattmasse und trägt später Früchte., sie eignen sich wie Hängetomaten besonders für Gefäße.
Ernte die Früchte ausgereift. Tomatin findet sich besonders in grünen, unreifen Früchten; während der Fruchtreife wird es weitgehend abgebaut.
Ich rüttle meine Tomaten beim Durchgehen vorsichtig am Stab. Das kann die Selbstbestäubung unterstützen, weil dabei Pollen auf die Narbe gelangen.
Wie du die sechs Nutzpflanzen in einen Plan bringst
Plane nach dem, was bei euch tatsächlich gegessen wird, und nach den Mengen dazu. Wer sich das ganze Jahr versorgen will, rechnet den Winterbedarf mit ein. Für die erntearme Zeit eignet sich lagerfähiges Gemüse, neben Kohl zum Beispiel Möhren, Schwarzrettich und Pastinaken.
Danach verteilst du die Fläche. Zum Platzbedarf gehören immer drei Angaben: der Abstand in der Reihe, der Reihenabstand und die Wuchsform.
| Kultur | Abstand und Wuchsform |
|---|---|
| Zuckermais | Pflanzschema 40 × 30 cm, als Block angelegt |
| Kürbis | PflanzrasterDas Pflanzraster ist das Abstandsmuster, nach dem du Pflanzen auf ein Beet setzt. Es besteht aus zwei Maßen: dem Abstand zwischen den Reihen (Reihenabstand) und dem Abstand der Pflanzen innerhalb einer Reihe. 150 × 150 cm, die Ranken wachsen in die Fläche |
| Kürbis ‘Amazonka’ | etwa 100 cm Reihenabstand und 80 cm zwischen den Pflanzen |
| Zucchini | 200 × 90 bis 100 cm, der größere Wert gilt zwischen den Reihen, etwa 2 m² Beetfläche je Pflanze |
| Buschbohnen | Horstsaat mit 5 bis 10 Körnern je Stelle, 25 bis 30 cm in der Reihe, 60 cm Reihenabstand |
| Stangenbohnen | klettern 2 bis 3 m hoch, mit Rankhilfe |
| Stabtomate im Gefäß | 35 bis 40 l Substratvolumen gelten bis zur Herbsternte als optimal, an langen Stäben aufgeleitet |
| Mais, Stangenbohnen und Kürbis als Mischkultur | mindestens 4 m², der Kürbis kann darüber hinauswachsen |
Mit diesen Maßen kannst du deine Beete im Beetplaner aufteilen, bevor du Saatgut bestellst. Bei Kartoffeln und Kohl richtest du dich nach den Abstandsangaben zu deiner Sorte.
Über die Jahre wechselst du die Plätze. Kreuzblütler wie Kohl sollten zur Vorbeugung gegen Kohlhernie nur alle drei bis fünf Jahre am selben Platz stehen, und Radieschen, Rettich und Gartenkresse zählen als Verwandte mit. Wie du die Fruchtfolge über mehrere Beete planst, zeigen die Grundlagen zur Gartenplanung.
Mais, Stangenbohnen und Kürbis lassen sich als Mischkultur auf einer gemeinsamen Fläche planen. Verlass dich dabei nicht auf eine Schutzwirkung: Dass Nachbarn einander schützen oder fördern, ist als pauschale Regel häufig nicht ausreichend belegt. Welche Beetnachbarn zueinander passen, kannst du vor dem Pflanzen nachschlagen.
Eigenes Saatgut: samenfest, mit einer Ausnahme
Wer sein Saatgut selbst gewinnen will, wählt samenfeste Sorten, weil bei ihnen die Sortenmerkmale im Nachbau erhalten bleiben. Die Nachkommen von F1-HybridenF1-Hybriden sind Sorten, deren Saatgut aus der gezielten Kreuzung zweier ausgewählter Elternlinien stammt. Die Pflanzen dieser ersten Nachkommengeneration (F1) wachsen häufig sehr einheitlich, ihre eigenen Samen bringen die Sorte aber nicht zuverlässig wieder hervor. können in ihren Eigenschaften aufspalten. Beim Kürbis genügt samenfest allein nicht: Nach einer Einkreuzung von Zierkürbissen wird die bestäubte Frucht nicht unmittelbar giftig, ihre Samen können aber in der nächsten Generation bittere und giftige Früchte hervorbringen. Kürbis-Saatgut kaufe ich deshalb jedes Jahr neu.
Fazit: Jede Kultur hat ihre eigene Aufgabe
Keine der sechs Nutzpflanzen versorgt dich allein, und zusammen sichern sie keine Vollversorgung. Ihr Wert liegt in der Aufteilung: Energie von Kartoffel und reifem Mais, Eiweiß von ausgereiften Bohnen, Gemüse über Sommer, Herbst und Winter von Tomate, Kürbis und Kohl.
Prüfe vor der Mengenplanung deinen Lagerplatz. Kartoffeln brauchen es kühl, dunkel und trocken, Winterkürbisse liegen bei etwa 10 bis 12 °C. Miss in Keller und Abstellraum die Temperatur nach und plane danach, wie viel du von welcher Kultur anbaust.
Ich beginne jedes Gartenjahr mit drei Listen: was wir essen, was ich lagern kann und was davon auf die Fläche passt.

