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Korbblütler erkennen: Merkmale, Gemüse und Sorten für deinen Garten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Korbblütler (Asteraceae, auch Compositae) tragen Blütenkörbe aus vielen Einzelblüten.
  • Ein Blütenkorb enthält je nach Art nur Röhrenblüten, nur Zungenblüten oder beide Typen.
  • Zur Familie gehören Gartensalat, Endivie, Chicorée, Radicchio, Schwarzwurzel, Artischocke und Sonnenblume.
  • Hitze, Trockenheit und zu enge Pflanzung können Gartensalat vorzeitig schossen lassen.
  • Chicoréewurzeln treiben völlig dunkel bei 12 bis 18 °C und werden nur einmal beerntet.

Salat, Endivie, Schwarzwurzel und Sonnenblume sehen im Beet nicht nach einer Familie aus. Lässt du einen Salat schießen und blühen, zeigt er aber den Blütenkorb, den alle Korbblütler tragen. Für deinen Anbau ist das mehr als Botanik. Wer die Familie kennt, setzt ihre Gemüse in der Fruchtfolge nicht direkt hintereinander. Ich notiere deshalb in meiner Beetskizze neben jeder Kultur auch ihre Pflanzenfamilie.

Was sind Korbblütler?

Korbblütler bilden die Pflanzenfamilie Asteraceae, die auch unter dem Namen Compositae bekannt ist. Die meisten Arten wachsen als krautige ein-, zwei- oder mehrjährige Pflanzen. Verholzende Arten kommen in der Familie nur selten vor. Gemeinsam ist allen der Blütenstand: viele kleine Einzelblüten, zusammengefasst in einem Korb. Im Garten begegnen dir Korbblütler als Blatt-, Wurzel- und Knospengemüse, als Ölpflanze und als Sommerblume.

Woran erkennst du Korbblütler?

Das Erkennungsmerkmal der Familie ist der Blütenstand. Was auf den ersten Blick wie eine einzelne Blüte aussieht, ist ein gemeinsamer Blütenkorb aus vielen Einzelblüten. Je nach Art enthält dieser Korb nur Röhrenblüten, nur Zungenblüten oder beide Typen. Die Körbe stehen einzeln oder auf mehr oder weniger blattlosen Blütenstandsschäften. Die Laubblätter sind vielgestaltig und stehen je nach Art gegenständig, wechselständig oder als Rosette.

Kurz erklärt

Zungenblüten sind die auffälligen Einzelblüten, die bei vielen Korbblütlern am Rand des Korbs stehen und wie Blütenblätter wirken. Röhrenblüten füllen bei Körben mit beiden Typen die Mitte und sind eher unscheinbar. Manche Arten tragen nur einen der beiden Typen im Korb.

Wenn ich mir bei einer Pflanze unsicher bin, schaue ich mir einen geöffneten Blütenkorb mit der Lupe an. Die vielen Einzelblüten lassen sich dann gut voneinander unterscheiden.

Korbblütler oder Doldenblütler?

Auch Doldenblütler wie Möhre, Petersilie oder Sellerie tragen viele kleine Blüten. Typische Doldenblütler ordnen sie aber in Doppeldolden an, nicht in einem Korb. Dazu kommen zweiteilige Spaltfrüchte und meist gefiederte, wechselständige Blätter mit Blattscheiden.

Mini-Checkliste

So prüfst du, ob ein Korbblütler vor dir steht.

  • Die vermeintliche Einzelblüte besteht aus vielen kleinen Einzelblüten.
  • Im Korb stehen Röhrenblüten, Zungenblüten oder beide Typen.
  • Am Rand sitzen oft auffällige Zungenblüten.
  • Doppeldolden fehlen, sie deuten auf einen Doldenblütler hin.
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Welche Gemüse gehören zu den Korbblütlern?

Bei den meisten Korbblütler-Gemüsen erntest du Blätter, Wurzeln oder Knospen, bevor die Pflanze blüht. Nur selten lässt jemand Salat, Endivie oder Schwarzwurzel einmal zur Blüte kommen. Dann zeigt sich, wie nah diese Gemüse miteinander verwandt sind. Die Termine der einzelnen Kulturen siehst du hier im Überblick.

Kultur Termin oder Kulturschritt Hinweis
Kopfsalat ‘Analena’ Vorkultur März bis Juli, Direktsaat April bis Juli hitzebeständig und schossfest, nicht trockenheitstolerant
Kopfsalat ‘Larissa’ Saat Ende September bis Anfang Oktober, Pflanzung Mitte Oktober bis Anfang November geschützte Kultur, Ernte im Februar und März
Endivie für den Herbst Vorkultur Juni bis Mitte Juli, Pflanzung Mitte Juli bis Mitte August Pflanzabstand 40 × 30 cm, Pflanzung bis Ende August möglich
Radicchio Direktsaat Mitte Juni bis Mitte Juli früh im Jahr gesetzt neigt er eher zum Schossen
Chicorée Treiben der Wurzeln völlig dunkel bei 12 bis 18 °C jede Wurzel wird einmal beerntet
Schwarzwurzel Direktsaat im April kann bis März im Beet überwintern
Artischocke, einjährig etwa 20 Wochen von der Aussaat bis zum Erntebeginn ernten, solange die Knospen geschlossen sind

Gartensalat Lactuca sativa

Gartensalat wächst einjährig und bildet zuerst eine Rosette aus Grundblättern. Die meisten Züchtungen formen daraus feste Köpfe. Solange der Salat nicht schießt, bleiben die Blätter zart und mild. Hitze, Trockenheit und zu enge Pflanzung können ihn vorzeitig in die Höhe treiben, er bildet dann Blüten. Die Samen bedeckst du nur leicht mit Erde und befeuchtest sie vorsichtig mit der Sprühflasche. Liegt verfrühter Salat unter Vlies, nimmst du es ab, sobald die Temperaturen anhaltend 20 bis 22 °C erreichen. Bei Salat wähle ich die Sorte nach der Jahreszeit, weil nicht jede Sorte in jede Saison passt.

Sortentipps: Analena, Larissa und Maikönig

‘Analena’ ist ein hitzebeständiger und schossfester Kopfsalat für die warme Jahreszeit. Als trockenheitstolerant gilt die Sorte allerdings nicht, und Trockenheit kann Salat zum Schossen bringen. Die Schossfestigkeit nimmt dir das Gießen in trockenen Phasen also nicht ab.

‘Larissa’ baust du geschützt für eine Ernte im Februar und März an. Gefrorene Blätter fasst du dabei nicht an und schneidest sie erst, wenn sie vollständig aufgetaut sind.

‘Maikönig’ ist eine Sorte für den Anbau im Frühsommer. Sie bildet große grüne Köpfe mit zartem, nussig-buttrigem Geschmack.

Endivie Cichorium endivia

Endivien gehören in die Herbst- und Winterküche. Man unterscheidet zwei Typen. Frisée hat stark geschlitzte, gekrauste und gefiederte Blätter, die sich gut als Rohkost im Salat machen. Escariol trägt dicke, ganzrandige Blätter und gilt als robuster Typ. Er passt zu Gerichten der traditionellen Winterküche wie „Endivien Untereinander“. Außen sind die Blätter grün, innen liegen zarte, gelbe Herzblätter.

Bei modernen Sorten werden die Innenblätter häufig von selbst hell. Wer zusätzlich bleichen will, setzt etwa eine Woche vor der Ernte eine Haube auf. Bei feuchtem Wetter erhöht das die Gefahr von Fäulnis. Endivien vertragen als Richtwert Kälte bis etwa −4 °C, je nach Standort, Sorte und Zustand der Pflanzen. Vor starken Frösten holst du sie aus dem Beet.

Sortentipp: Eros

‘Eros’ ist eine Endivie vom Typ Escariol mit leicht krausen Blättern. Die Sorte gilt als robust und schossfest.

Chicorée Cichorium intybus var. foliosum

Chicorée ist ein typisches Wintergemüse, das in zwei Etappen entsteht. Den Sommer über wächst die Pflanze im Beet und bildet eine dicke, fleischige Wurzel. Im Herbst gräbst du die Wurzeln vorsichtig aus und entfernst die grünen Blätter. Sie schmecken sehr bitter und taugen als Mulch oder Tierfutter. Die Wurzeln lagerst du ein und holst sie nach und nach zum Treiben.

Zum Treiben stellst du die Wurzeln nebeneinander in einen Topf und schlämmst sie mit Erde ein. Ob zusätzlich eine Deckerde nötig ist, hängt von der Sorte ab. Getrieben wird völlig dunkel bei 12 bis 18 °C. Ich hole dafür nie alle Wurzeln auf einmal aus dem Lager, sondern immer nur einen Topf voll.

Mythos-Check

Bringt eine Chicoréewurzel mehrere Ernten? Nein, eine getriebene Wurzel wird nur einmal beerntet. Für jede Ernte brauchst du also eine eigene Wurzel.

Sortentipp: Zoom F1

‘Zoom F1’ ist eine Hybridsorte zum Treiben. Sie bildet große, schwere Knospen mit feinem, bitterem Geschmack.

Radicchio Cichorium intybus var. foliosum

Radicchio ist ein traditionelles italienisches Gemüse und eng mit Chicorée und Endivie verwandt. Er fällt durch eine leicht bittere Note auf. Gesät wird er von Mitte Juni bis Mitte Juli direkt ins Freiland. So wachsen die Köpfe in den Herbst hinein, und im Herbstanbau werden sie schön und groß. Früh im Jahr gesetzter Radicchio neigt eher zum Schossen und bildet kleinere Köpfe.

Sortentipp: Indigo F1

‘Indigo F1’ bildet große, rot gefärbte Köpfe und eignet sich für den Sommer- und den Herbstanbau. Die Sorte gilt als recht schossfest.

Kurz erklärt

F1 im Sortennamen kennzeichnet eine Hybridsorte. Aus selbst gewonnenem Saatgut solcher Sorten entstehen keine zuverlässig sortenechten Nachkommen, weil ihre Eigenschaften aufspalten können. Willst du Samen nachbauen, greifst du zu samenfesten Sorten, deren Merkmale im Nachbau erhalten bleiben.

Schwarzwurzel Scorzonera hispanica

Bei der Schwarzwurzel erntest du die langen Wurzeln, ein Gemüse für den Winter. Eine Korkschicht lässt sie fast schwarz erscheinen, vor der Zubereitung schälst du sie. Zieh dabei Handschuhe an, denn die Wurzeln sondern einen färbenden Milchsaft ab. Gesät wird im April direkt ins Beet. Über Winter können die Wurzeln im Beet bleiben und dort bis März überwintern. Ich lasse die Reihe stehen und grabe immer nur so viele Wurzeln aus, wie ich gerade brauche.

Sortentipp: Hoffmanns schwarze Pfahl

‘Hoffmanns schwarze Pfahl’ bildet lange, dicke und unverzweigte Wurzeln. Die weißen Samen säst du direkt ins Beet, die Pflanzen werden nicht verpflanzt.

Artischocke Cynara cardunculus

Bei der Artischocke isst du die noch unreifen Blütenknospen. Deckschuppen und Stroh entfernst du, bis das feine Artischockenherz frei liegt. Die distelartige Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum, braucht viel Platz und ist hierzulande nur bedingt frostfest. Im milden Weinbauklima kann sie als ausdauernde Staude bis zu 1,5 m hoch werden. Wird sie einjährig angebaut, vergehen etwa 20 Wochen von der Aussaat bis zum Erntebeginn. Ihr Nährstoffbedarf gilt als mittel.

Geerntet wird, solange die Knospen geschlossen sind und die Hüllblätter eng anliegen. Ich drücke vor dem Schneiden leicht auf die Knospe und prüfe, ob die Hüllblätter noch fest sitzen. Verpasst du diesen Zeitpunkt, lässt du die Köpfe blühen. Die großen Blüten sind dekorativ und bei Insekten beliebt.

Sortentipp: Vert de Provence

‘Vert de Provence’ passt als Solitärpflanze in Stein- oder Bauerngärten. Weil einjährig angebaute Artischocken etwa 20 Wochen bis zum Erntebeginn brauchen, ziehst du die Samen früh im Jahr an. Die Sorte ist nur bedingt frosthart. Mit gutem Winterschutz kann sie im nächsten Jahr neu austreiben.

Löwenzahn Taraxacum officinale

Löwenzahn kennen viele als lästiges Unkraut, dabei lässt er sich im Garten vielseitig nutzen. Die Blätter kommen in den Salat, aus den Blüten wird Sirup hergestellt, und auch die Wurzel ist essbar. Für gebleichte Blätter gräbst du im Herbst kräftige Wurzeln aus. Du schlägst sie in feuchten Sand ein und treibst sie wie Chicorée.

Sortentipp: Lyonell

‘Lyonell’ ist eine Zuchtsorte für den Gemüsegarten. Sie wächst kräftig und bildet große, zarte Blätter.

Sonnenblume: Kerne, Blüten und Gründüngung

Die Sonnenblume Helianthus annuus ist eine alte Nutzpflanze. Du baust sie für Öl, für ihre Kerne oder als Zierpflanze an. Neben gelben Sorten gibt es Varianten mit roten, orangefarbenen oder weißen Blüten. Sie wächst einjährig und ist nicht winterhart. Ihr Platz ist vollsonnig, der Boden mäßig nährstoffreich, humusreich, feucht und gut durchlässig. Neutrale bis alkalische Böden sagen ihr zu, hohe Sorten stützt du bei Bedarf. Für die frühe Anzucht im Gewächshaus lege ich zwei bis drei Samen in jeden Topf und lasse später nur den kräftigsten Sämling stehen.

Merkmal Sonnenblume
Aussaat April bis Mai, direkt oder als frühe Gewächshausanzucht
Saattiefe 0,5 bis 4 cm
Keimdauer 7 bis 20 Tage
Abstand Pflanzabstand 20 bis 50 cm, Reihenabstand 20 bis 50 cm, hohe Sorten bei Bedarf stützen
Wuchshöhe und Breite 30 bis 500 cm hoch, 20 bis 60 cm breit
Kulturdauer 56 bis 154 Tage
Blütezeit Juni bis Oktober
Erntezeit August bis Oktober
Boden Kalk-, Ton-, Lehm- oder Sandboden, neutral bis alkalisch
Fruchtwechselpause 4 Jahre

Sortentipps: Snack und Sunsation

‘Snack’ trägt große, gelbe Blüten, die schon von Weitem leuchten. Im Herbst reifen zahlreiche große, weiche Kerne, die du selbst knabberst oder als Vogelfutter nutzt.

Für Kübel und Topf gibt es kompakte Sorten wie die Topf-Sonnenblume ‘Sunsation’. Sie wird während der Blüte regelmäßig gedüngt.

Für die Vase gibt es Sorten ohne Pollen, damit der Tisch sauber bleibt. Insekten finden an diesen Blüten allerdings keinen Pollen.

Feld-Sonnenblume als Gründüngung

Die als Feld-Sonnenblume angebotene Gründüngung ist keine eigene Art, sondern ebenfalls Helianthus annuus. Sie wird ungefähr 150 bis 200 cm hoch. Je nach Angebot säst du sie von Mai bis August. Als tiefwurzelnde Gründüngung kann sie dazu beitragen, untere Bodenschichten zu lockern. Unmittelbar vor oder nach Salat baust du Sonnenblumen als Gründüngung nicht an.

Für Sonnenblumen gilt eine Fruchtwechselpause von 4 Jahren, und die Feld-Sonnenblume ist dieselbe Art. Trag die Gründüngung deshalb im Beetplaner zusammen mit Vor- und Nachkulturen ein, sonst fehlt sie dir bei der nächsten Planung.

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Welche Korbblütler blühen im Ziergarten?

Viele Korbblütler stehen wegen ihrer Blüten im Garten. Cosmeen, Zinnien, Margeriten und Dahlien gehören ebenso zur Familie wie die Sonnenblume. Zinnien kannst du bis Anfang Mai vorziehen. Ausgepflanzt werden sie danach Ende Mai. Dahlien lagerst du über Winter nach dem Abtrocknen dunkel und kühl, nebeneinander gelegt.

Ungefüllte Korbblüten bieten erwachsenen Schwebfliegen und anderen Blattlausfeinden Pollen und Nektar, an die sie gut herankommen. Die Larven der Schwebfliegen fressen Blattläuse. Bei Sommerblumen für den Gemüsegarten achte ich deshalb auf ungefüllte Sorten.

Wie planst du Korbblütler in Fruchtfolge und Mischkultur?

In der Fruchtfolge folgen Kulturen derselben Familie nicht direkt aufeinander, damit bodenbürtige Krankheiten weniger Gelegenheit bekommen. Wie lang die Pause ausfällt, hängt von Familie und Boden ab. Wie du Pflanzenfamilien in der Fruchtfolge wechselst, zeigt der Ratgeber zur Gartenplanung. Mangold, Rote Bete und Spinat bilden dabei eine eigene Fruchtfolgegruppe, welche Gemüse zu den Gänsefußgewächsen gehören, erklärt ein eigener Ratgeber.

In der Mischkultur erntest du kurzlebige Zwischenkulturen, bevor sie den Hauptkulturen Platz nehmen, und die Endgröße der Hauptkultur planst du schon bei der Aussaat ein. Weil zu enge Pflanzung Salat vorzeitig schossen lassen kann, gibst du ihm dabei seinen eigenen Platz im Plan. Welche Beetnachbarn zusammenpassen, zeigt dir der Mischkultur-Planer. Pauschale Schutzwirkungen einzelner Nachbarschaften sind häufig nicht ausreichend belegt, Mischkultur unterstützt deinen Garten nur.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich Korbblütler?
Korbblütler erkennst du am Blütenkorb: Was wie eine einzelne Blüte aussieht, besteht aus vielen Einzelblüten. Je nach Art enthält der Korb nur Röhrenblüten, nur Zungenblüten oder beide Typen. Am Rand stehen oft auffällige Zungenblüten, die inneren Blüten sind eher unscheinbar. Die meisten Arten wachsen krautig, verholzende Arten sind in der Familie selten.
Wie unterscheiden sich Korbblütler von Doldenblütlern?
Korbblütler bündeln viele Einzelblüten in einem gemeinsamen Blütenkorb. Typische Doldenblütler wie Möhre, Petersilie oder Sellerie tragen ihre Blüten dagegen in Doppeldolden und bilden zweiteilige Spaltfrüchte. Ihre Blätter stehen wechselständig, sind meist gefiedert und haben Blattscheiden.
Welche Korbblütler eignen sich als Gemüse und als Zierpflanzen?
Zu den Gemüsen der Familie gehören Gartensalat, Endivie, Chicorée, Radicchio, Schwarzwurzel und Artischocke, auch Löwenzahn lässt sich nutzen. Die Sonnenblume liefert Kerne und Öl und schmückt zugleich den Garten. Zu den Zierpflanzen der Familie zählen Cosmeen, Zinnien, Margeriten und Dahlien. Ungefüllte Korbblüten bieten erwachsenen Schwebfliegen zugängliche Pollen- und Nektarnahrung.
Welche botanischen Namen tragen die bekannten Korbblütler-Gemüse?
Gartensalat heißt Lactuca sativa, die Endivie Cichorium endivia. Chicorée und Radicchio werden beide als Cichorium intybus var. foliosum geführt und sind eng verwandt. Die Schwarzwurzel heißt Scorzonera hispanica, die Artischocke Cynara cardunculus und die Sonnenblume Helianthus annuus. Auch die als Gründüngung angebotene Feld-Sonnenblume gehört zu Helianthus annuus und ist keine eigene Art.
Wann werden Korbblütler-Gemüse gesät oder gepflanzt?
Schwarzwurzeln säst du im April direkt ins Beet. Kopfsalat wie die Sorte 'Analena' kann von April bis Juli direkt gesät werden. Radicchio kommt von Mitte Juni bis Mitte Juli als Direktsaat ins Freiland. Herbstendivien pflanzt du von Mitte Juli bis Mitte August.
Was unterscheidet Radicchio von anderen Korbblütler-Salaten?
Radicchio ist eng mit Chicorée verwandt und hat eine leicht bittere Note. Gesät wird er von Mitte Juni bis Mitte Juli direkt ins Freiland, sodass die Köpfe im Herbst heranwachsen. Früh im Jahr gesetzte Pflanzen neigen eher zum Schossen und bilden kleinere Köpfe. Sorten wie 'Indigo F1' bilden große, rot gefärbte Köpfe.
Welche Korbblütler-Gemüse vertragen Frost?
Schwarzwurzeln können im Winter im Beet bleiben und dort bis März überwintern. Endivien vertragen als Richtwert Temperaturen bis etwa −4 °C, abhängig von Standort, Sorte und Zustand der Pflanzen. Gefrorene Salatblätter fasst du nicht an und schneidest sie erst, wenn sie vollständig aufgetaut sind. Sonnenblumen sind dagegen nicht winterhart.
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