Hochbeet bepflanzen nach Jahreszeit: Kalender und Themenbeete für die ganzjährige Ernte
- Ab Ende März säst du Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola direkt ins Hochbeet.
- Tomaten, Paprika und Zucchini kommen erst ab Mitte Mai nach den letzten Frösten ins Beet.
- Für eine fortlaufende Salaternte säst oder pflanzt du etwa alle 10 bis 14 Tage nach.
- Von Juni bis August folgen Endivien und Feldsalat als Nachkultur.
- Im ersten Jahr einer klassischen Füllung aus Reisig, Kompost und Gartenerde passen starkzehrende Kohlarten und Sellerie.
Ende März ist das Hochbeet oft noch leer, im Juli ist jede Ecke belegt, und im November steht kaum noch etwas darin. Wer die Flächen nach Jahreszeiten plant, setzt jede frei werdende Reihe gleich wieder ein und erntet vom Frühjahr bis in den Winter. Ich plane mein Hochbeet deshalb im Winter auf Papier: Fläche für Fläche, mit Saattermin, Pflanztermin und der Kultur, die danach folgt.
Ein Hochbeet erwärmt sich schneller als ein Beet auf Bodenhöhe, und eine organische Füllung setzt beim Verrotten zusätzlich Wärme frei. Das begünstigt wärmeliebende Pflanzen. Wie Höhe, Füllung und Standort zusammenspielen, steht im Kurzporträt des Hochbeets mit den Grundlagen zum Anlegen und Bepflanzen.
Pflanzkalender fürs Hochbeet: was wann in die Erde kommt
Nach dieser Übersicht richte ich meinen Jahresplan aus. Die Termine sind Richtwerte, denn die Witterung deiner Region kann sie verschieben. Bei Feldsalat, Winterporree und Endivien handelt es sich um Beispieltermine aus konkreten Belegungsplänen, nicht um feste Regeln.
| Zeitraum | Säen | Pflanzen | Worauf du achtest |
|---|---|---|---|
| ab Ende März | Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola als Direktsaat | Pflücksalate | ein kaltes Frühjahr verschiebt den Start |
| ab Mitte Mai | Bohnen, sobald der Boden wärmer als 10 °C ist, meist bis Mitte Juli | Tomaten, Paprika, Zucchini, Kürbis | erst nach den letzten Frösten |
| Mai bis Juli | Basilikum Balkonstar im Freiland | Samen nur 0 bis 0,5 cm tief | |
| Juni bis August | Radieschen, Spinat, Rettich | Endivien, Feldsalat | Salat steht im Sommer besser halbschattig |
| Anfang Juli bis Anfang August | Winterporree | Ernte von Anfang Januar bis Mai | |
| Ende Juli bis Anfang September | Feldsalat | Ernte ab Anfang November | |
| ab August | Endivien auf die Fläche der Roten Bete | NachkulturEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen. statt leerer Fläche | |
| Herbst und Winter | Gründüngung auf Flächen, die bis zum Frühjahr frei bleiben | Endivien, Chinakohl, Zuckerhut und Feldsalat bleiben, solange ihre Frosthärte reicht |
Frühjahr: die ersten Saaten ab Ende März
Direktsaat: Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola
Ab Ende März säst du Radieschen, Möhren, Rettich und Rucola direkt ins Hochbeet. Bringt das Frühjahr in deiner Region noch Kälte, kann sich der Termin nach hinten verschieben. Ich stecke an jede Reihe ein Etikett mit Kultur und Saatdatum, damit ich Ernte und nächsten Satz planen kann.
Radieschen legst du je nach Bodenart 0,5 bis 1 cm tief. Für den Abstand wählst du eines der beiden Raster aus dem Kasten und gießt danach langsam mit feiner Brause an.
Für Radieschen gibt es zwei Raster: 15 cm Reihenabstand mit 5 cm Abstand in der Reihe oder 10 bis 15 cm Reihenabstand mit 3 cm Abstand in der Reihe. Nach der Saat bringst du etwa 5 bis 10 l/m² Wasser langsam mit feiner Brause aus. Je nach Jahreszeit sind Radieschen etwa 3 bis 7 Wochen nach der Aussaat erntereif. Bei üblichen Sorten beginnt die Ernte ungefähr bei 3 cm Knollendurchmesser, großknollige Sondertypen ausgenommen.
Für Möhren nehme ich im Hochbeet eine kompakte Sorte wie Pariser Markt 5. Sie wird 1 bis 2 cm tief gesät. Weil ihr Saatfenster von März bis Juli reicht, lege ich über den Sommer weitere Sätze nach.
Zur Direktsaat pflanzt du Pflücksalate. Sorten wie Eichblatt oder Lollo gelingen im Hochbeet oft schneller und zuverlässiger als kopfbildende Salate. Im Frühjahr stehen sie am besten sonnig.
Frühgemüse, Kohl und Blumen für den Frühling
Erbsen säe ich in zwei Reihen. In die Lücke dazwischen kommt eine Reihe Radieschen, eine platzsparende Mischkultur für den Frühling.
Kohlrabi und anderen Kohl deckst du gleich nach Saat oder Pflanzung mit einem Kulturschutznetz ab. Die Kleine KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge. tritt gewöhnlich ab Mitte April auf, mit 2 bis 3 Generationen im Jahr. Welche Maschenweite gegen welchen Schädling passt, steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Schädlinge.
Blumen plane ich von Anfang an mit ein, denn offene Blüten und eine gestaffelte Blütezeit verbessern das Nahrungsangebot für verschiedene Insekten. Die einjährige Ringelblume Daisy säst du von April bis Juni direkt 1 bis 2 cm tief. Vorziehen kannst du sie von April bis Mai. Sie wird 20 bis 30 cm hoch und wächst sonnig bis halbschattig.
Die einjährige Zinnie Liliput braucht einen sonnigen Platz und erreicht 50 bis 60 cm Höhe. Du ziehst sie von März bis April vor oder säst sie im Mai direkt. Die Samen bedeckst du dabei nur 0 bis 0,5 cm hoch mit Erde.
Vorkultur für die Sommerpflanzen
Bei Tomaten, Paprika und Zucchini richtet sich der Plan nach dem Pflanztermin: Sie kommen ab Mitte Mai ins Beet. Den Anzuchttermin nehme ich von der Samentüte und rechne vom Pflanztermin zurück. So steht die Jungpflanze bereit, wenn die Fläche im Hochbeet frei ist.
Ein Frühbeetaufsatz schafft auf dem Hochbeet Gewächshausbedingungen in angenehmer Arbeitshöhe. Darunter lüftest du ausreichend, besonders im Sommer. Temperaturen über 25 °C können Wachstum und Ertrag beeinträchtigen.
Im warmen Hochbeet dürfen Tomaten früher raus? Ein Hochbeet erwärmt sich zwar schneller als ein Bodenbeet, ein fester Temperatur- oder Erntevorsprung folgt daraus aber nicht. Tomaten, Paprika und Zucchini pflanzt du deshalb auch hier erst ab Mitte Mai, wenn die letzten Fröste vorbei sind.
Sommer: wärmeliebende Kulturen ab Mitte Mai
Tomaten, Paprika, Zucchini und Bohnen
Ab Mitte Mai, nach den letzten Frösten, pflanzt du Tomaten, Paprika und Zucchini. Kürbis kommt zum selben Termin dazu.
Fürs Hochbeet eignen sich Busch- und Hängetomaten, die du anders als Stabtomaten nicht ausgeizt. Bei Gurken und Paprika greifst du zu kleinfruchtigen Snacktypen. Was jede Art im Einzelnen braucht, zeigt der Ratgeber dazu, welche Pflanzen sich fürs Hochbeet eignen und was jede Art braucht.
Bohnen säst du, sobald der Boden wärmer als 10 °C ist, im Freiland meist zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Die Samen legst du 2 bis 3 cm tief. Bohnen mögen einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz. Während Blüte und Fruchtbildung brauchen sie eine gute Wasserversorgung. Vor der Saat stecke ich ein Erdthermometer ins Beet und lese die Bodentemperatur ab.
Kräuter für die Sommerküche
Basilikum Balkonstar ist ein kompaktes Beispiel für Hochbeet und Gefäß. Im Freiland säst du es von Mai bis Juli. Die Samen kommen nur 0 bis 0,5 cm tief in die Erde.
Thymian bekommt einen sonnigen, trockenen Platz mit durchlässigem Boden. Seine Samen drückst du nur an, statt sie mit Erde zu bedecken. Petersilie zählt wie Sellerie zu den lange stehenden Kulturen, für die später eine Anbaupause auf derselben Fläche gilt.
Basilikum säe ich in die Lücken am Rand der Tomaten. So ernte ich beides beim selben Gang für die Küche.
Gießen und Pflege im Sommer
Bei sommerlichem Hochdruckwetter gilt für ein Hochbeet mit hoch stehendem Bewuchs die Faustregel von 3 l/m² täglich. Wärmeliebende Kulturen wie Tomaten, Kürbis und Bohnen mulchst du erst ab Mai oder Juni, damit sich der Boden vorher erwärmen kann. Welche Arbeiten im Sommer sonst anstehen, zeigt der Ratgeber zur saisonalen Pflege des Hochbeets.
Nachkultur und Ernteplanung
Sobald eine Reihe abgeerntet ist, wartet die nächste Kultur. Von Juni bis August säst du Radieschen, Spinat und Rettich und pflanzt Endivien und Feldsalat. Salat steht im Sommer besser halbschattig, im Frühjahr und Herbst dagegen sonnig. Ich setze die Sommersätze deshalb an die Stelle im Beet, die nachmittags Schatten bekommt.
Für eine fortlaufende Salaternte säst oder pflanzt du etwa alle 10 bis 14 Tage einen neuen Satz. Bei Pflücksalat erntest du die äußeren Blätter und lässt das Herz stehen, damit weitere Blätter nachwachsen.
Die ganze Salatfläche an einem Tag säen. Dann wird alles zur selben Zeit erntereif, und danach steht die Fläche leer. Teilst du sie in Sätze und säst etwa alle 10 bis 14 Tage nach, bleibt die Ernte fortlaufend.
Ein Beispielplan setzt Endivien ab August auf die Fläche, auf der vorher Rote Bete stand. Nach den Gurken kommt dort Feldsalat zwischen die Kulturen, die noch stehen.
Winterporree pflanzt du von Anfang Juli bis Anfang August und erntest ihn von Anfang Januar bis Mai. Weil er bis in den Mai steht und die Direktsaat schon Ende März beginnt, braucht der Porree eine eigene Fläche, die du für die Frühjahrssaat nicht einplanst.
Für Nachkulturen gilt beim Düngen ein letzter Termin: HorndüngerHorndünger ist der Oberbegriff für organische Dünger aus gemahlenen Hörnern und Hufen von Rindern, etwa Hornmehl und Hornspäne. Sie liefern vor allem Stickstoff und geben ihn je nach Körnung schneller oder langsamer ab. bringst du auch bei Herbstkulturen nicht später als Ende August aus. Wie viel Kompost und Horngrieß zu welcher Füllung passt, steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Düngen.
Schmeckt eine Zucchini ungewöhnlich bitter, iss sie nicht und verarbeite sie auch nicht weiter, denn sie kann giftige Cucurbitacine enthalten. Samen und Hülsen grüner Gartenbohnen isst du nie roh: Sie enthalten Phasin und müssen ausreichend erhitzt werden. Mangold und Spinat enthalten Oxalsäure, die bei Nierenerkrankungen problematisch sein kann; BlanchierenBlanchieren heißt, gewaschenes und klein geschnittenes Gemüse für wenige Minuten in sprudelnd kochendes Wasser zu geben und sofort in Eiswasser abzukühlen. So bereitest du die meisten Gemüsesorten auf das Einfrieren vor. oder Kochen vermindert sie. Gekochten Spinat kühlst du rasch ab und bewahrst ihn luftdicht im Kühlschrank auf, damit Bakterien möglichst wenig Nitrat zu Nitrit umwandeln. Sellerie und Möhren können bei sensibilisierten Menschen eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie auslösen; wer betroffen ist, meidet sie. Gemüse, Salat und Kräuter wäschst du vor dem Essen sorgfältig, am besten unter fließendem Wasser.
Herbst: Spätsommergemüse und Herbstsalate
Im Herbst ernten sich die Sommerkulturen leer, und die Nachkulturen übernehmen das Beet. Feldsalat säst du zum Beispiel von Ende Juli bis Anfang September, dann beginnt die Ernte ab Anfang November. Endivien aus der Sommerpflanzung stehen jetzt im Beet, und Salat bekommt im Herbst wieder einen sonnigen Platz.
Ich räume abgeerntete Reihen sofort und trage im Plan ein, was auf der Fläche stand. Was bis zum Frühjahr frei bleibt, bekommt eine Gründüngung.
Phacelia, bis Anfang September gesät, kann bei einem langen milden Herbst noch blühen, und Winterroggen lässt sich noch bis Oktober säen. Wo Kohl, Radieschen oder Rettich wachsen, meidest du Senf, Ölrettich und Raps, weil sie ebenfalls Kreuzblütler sind. Mehr dazu steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Gründüngung.
Bei angekündigten Frostnächten legst du Vlies über Herbst- und Wintergemüse; ist der Boden vorher feucht, bildet sich an der Vliesunterseite eine isolierende Eisschicht. Gegen übermäßige Nässe hilft ein Folientunnel mit offenen Enden, damit die Luft zirkuliert. Den Winterschutz im Einzelnen beschreiben die Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Winterschutz.
Winter: was im Hochbeet stehen bleiben darf
Kälterobustes Gemüse darf im Beet bleiben, bis du es brauchst. Wie lange das gutgeht, entscheidet die Frosthärte der jeweiligen Art. Endivien und Chinakohl vertragen als Richtwert Frost bis etwa −4 °C. Zuckerhut hält als Orientierungswert Fröste bis etwa −8 °C aus. Witterung, Sorte und Pflanzenzustand beeinflussen bei beiden, was die Pflanzen tatsächlich vertragen, und beschrieben sind die Werte für Herbst- und Wintergemüse im Garten allgemein.
Ich ernte Endivien und Chinakohl deshalb, bevor stärkere Fröste angekündigt sind, und lasse Zuckerhut länger stehen. Winterporree liefert ab Anfang Januar. Feldsalat ist winterhart, kann bei Kahlfrost aber Schäden erleiden und profitiert dann von einer Vliesauflage. Was die Pflanzen im Winter an Pflege brauchen, steht im Ratgeber zur saisonalen Pflege.
Bei jeder Winterernte notiere ich, welche Reihe ich geräumt habe. Die Fläche trage ich gleich im Plan fürs Frühjahr ein, damit ich im März weiß, wo die erste Direktsaat hinkommt.
Themenbeete: vier Pläne mit passenden Kombinationen
Ein Themenbeet bündelt Kulturen, die du gemeinsam planst und erntest. Bei jeder Kombination achtest du auf genug Abstand: Stehen Pflanzen zu eng, nehmen sie sich Licht und Luft, bilden schwache verlängerte Triebe und werden anfälliger für Krankheiten. Mischkultur unterstützt die Planung, sie garantiert nichts. Eine bekannte Kombination plane ich bewusst nicht ein: Möhren und Zwiebeln haben unterschiedliche Wasser- und Nährstoffansprüche, und sie halten sich die Fliegen gegenseitig nicht verlässlich fern. Ob deine Wunschnachbarn zusammenpassen, kannst du mit dem Planer für Mischkultur prüfen.
Salatbeet
Für das Salatbeet kombiniere ich Pflücksalate, Rucola, Spinat und Radieschen. Rucola und Radieschen säst du ab Ende März direkt, Spinat im Sommerplan von Juni bis August. Radieschen füllen die Lücken zwischen den Salatreihen und sind je nach Jahreszeit etwa 3 bis 7 Wochen nach der Saat erntereif.
Die Pflücksalate erntest du von außen und lässt das Herz stehen. Neue Sätze kommen etwa alle 10 bis 14 Tage dazu. Im Sommer setzt du sie an eine halbschattige Stelle, im Frühjahr und Herbst sonnig.
Kräuterbeet
Das Kräuterbeet plane ich um Thymian, Basilikum und Petersilie. Steht das Beet von Beginn an vorwiegend mit SchwachzehrernSchwachzehrer sind Gemüse und Kräuter mit geringem Stickstoffbedarf, etwa Feldsalat, Radieschen, Rucola, Bohnen und Erbsen. Sie sind die genügsamste der drei Gruppen, nach denen man Kulturen für die Fruchtfolge einteilt., kann die oberste Schicht aus Feinkompost, Gartenerde und Sand im Verhältnis 1:1:2 bestehen. Thymian setzt du an den sonnigsten, trockenen Rand, weil er durchlässigen Boden bevorzugt.
Basilikum Balkonstar säst du ab Mai dazu. Am Rand blüht die Ringelblume Daisy. Entfernst du ihre verblühten Blüten, kann das die Bildung neuer Knospen fördern.
Tomatenbeet
Ins Tomatenbeet setze ich Busch- oder Hängetomaten, weil sie nicht ausgegeizt werden. Ohne Regenschutz wählst du krautfäuletolerante Sorten. Daneben passen kleinfruchtige Snackpaprika, die zum selben Termin ab Mitte Mai ins Beet kommen.
Basilikum setze ich an den Rand, weil ich es mit den Tomaten zusammen ernte. An den sonnigen Rand passen Zinnien Liliput. Die Begleiter setzt du so, dass die größeren Tomaten sie nicht bedrängen.
Reife Tomaten lagerst du luftig und schattig, idealerweise bei 12 bis 16 °C. Weil sie ein ReifegasReifegas ist die gängige Bezeichnung für Ethylen, ein Gas, das manches Obst selbst bildet, besonders Äpfel. Es lässt Obst und Gemüse in der Nähe schneller reifen, welken oder austreiben. abgeben, liegen sie getrennt von anderem Obst und Gemüse.
Beet im ersten Jahr: Kohl und Sellerie
Im ersten Jahr setzt eine klassische Füllung aus Reisig, Kompost und Gartenerde erhöht Stickstoff frei. Dazu passen starkzehrende Kohlarten und Sellerie. Brokkoli Ramoso calabrese braucht in der Reihe 40 cm Platz. Zwischen den Reihen planst du 50 cm ein. Geerntet wird er, bevor sich die Blütenknospen öffnen. Auch hier kommt das Kulturschutznetz gleich nach der Pflanzung drauf.
Herbstkohl und Sellerie brauchen danach auf derselben Fläche eine Anbaupause von 3 Jahren gegenüber ihrer Pflanzenfamilie. Wer im ersten Jahr mit ihnen startet, legt deshalb schon jetzt fest, welche Familie im zweiten Jahr folgt. Legst du dein Beet gerade neu an, zeigt der Ratgeber, wie du ein Hochbeet für den Gemüseanbau anlegst, von der Planung bis zur ersten Ernte.
Planung für das kommende Gartenjahr
Den Plan für das nächste Jahr mache ich im Winter, wenn im Beet nur noch Porree und Feldsalat stehen. Ich zeichne jede Fläche ein, notiere die Kultur des Vorjahres und trage die Termine aus dem Kalender ein.
Bei der Fruchtfolge zählt, welche Pflanzenfamilie zuletzt auf derselben Fläche stand. Für lange stehende Kulturen wie Herbstkohl, Sellerie und Petersilie planst du eine Anbaupause von 3 Jahren gegenüber derselben Familie ein. Die übrigen Regeln, auch den Sonderfall KohlhernieKohlhernie ist eine Wurzelkrankheit von Kohl und anderen Kreuzblütlern, verursacht durch den Schleimpilz Plasmodiophora brassicae. Befallene Pflanzen welken und kümmern, an den Wurzeln bilden sich knötchenartige Verdickungen oder fingerförmige Wucherungen., findest du in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur.
Ist dein Hochbeet mit Gartenboden gefüllt, lässt du ihn etwa alle 3 bis 5 Jahre untersuchen. In einem saisonalen Plan liegt die Bodenprobe im November und die Auswertung der Aufzeichnungen im Dezember, statt routinemäßig weiter zu düngen. Wie du die Probe ziehst, steht in den Hochbeet-Grundlagen im Abschnitt Boden.
Eine im Vorjahr neu eingefüllte, krankheitsfreie Erde verwendest du weiter und füllst nur das abgesackte Volumen auf. Was im Frühjahr sonst am Beet zu tun ist, beschreibt der Ratgeber zur saisonalen Pflege.
Die Flächen lassen sich auch digital aufteilen: Im Beetplaner, in dem du Flächen und Kulturen einteilst, legst du Saat- und Pflanztermine je Fläche fest. Reicht der Platz nicht, ist der Winter auch die Zeit für ein zweites Beet. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selberbauen führt vom Untergrund über Rahmen und Nagetierschutz bis zur DrainageDrainage bedeutet, dass überschüssiges Wasser aus der Erde abfließen kann, damit keine Staunässe entsteht. Im Pflanzgefäß sorgen dafür Abzugslöcher und eine grobe Drainageschicht, etwa aus Tonscherben oder Blähton..
So steht der Plan fürs nächste Jahr.
- Beetskizze mit allen Flächen anlegen
- Pflanzenfamilie des Vorjahres je Fläche eintragen
- Direktsaat ab Ende März und Sommerpflanzung ab Mitte Mai einplanen
- für jede Frühjahrsfläche die Nachkultur festlegen
- eigene Fläche für Winterporree reservieren
- Saatgut sortieren und fehlende Sorten notieren

