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Blumenzwiebeln im Jahreslauf: Was du wann tust, damit sie wiederkommen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 13 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Frühlingsblüher pflanzt du im September und Oktober, bei geeigneter Witterung auch noch im November.
  • Nach der Blüte bleibt das Laub stehen, bis es verwelkt ist; das Einziehen dauert im Mittel 6 bis 8 Wochen.
  • Rasen mit Zwiebelblumen mähst du erst, wenn ihr Laub eingezogen ist.
  • Töpfe mit Frühjahrszwiebeln überwintern kalt, ohne dass das Substrat vernässt oder durchfriert.
  • Dahlien, Gladiolen und Canna sind nicht winterhart und ziehen vor dem ersten Frost oder spätestens unmittelbar danach ins frostfreie Winterquartier.
  • Tulpen brauchen im Sommer eine Trockenphase; regelmäßige Sommerbewässerung der Nachbarpflanzen kann ruhende Zwiebeln faulen lassen.

Ob deine Tulpen und Narzissen im nächsten Frühjahr wieder blühen, hängt auch an den Wochen nach der Blüte. Dann sieht das Beet unordentlich aus, und das welkende Laub verleitet zum Abschneiden. Ich lasse es stehen, bis es von selbst verwelkt ist, und stecke neben jede Gruppe einen Stab. Die Stäbe zeigen mir im Sommer und Herbst, wo die Zwiebeln liegen, wenn oben nichts mehr zu sehen ist.

Dieser Ratgeber führt dich der Reihe nach durchs Gartenjahr: was im Herbst, im Winter, im Frühling und im Sommer ansteht. Das gilt für Frühlingsblüher in Beet und Topf ebenso wie für Dahlien, Gladiolen und andere Sommerknollen. Am Ende steht ein Terminkalender, in dem du jeden Zeitraum nachschlagen kannst.

Kommen Blumenzwiebeln jedes Jahr wieder?

Winterharte Frühlingsblüher überdauern den Winter im Boden und treiben im Frühjahr erneut aus. Dazu gehören Tulpen, Traubenhyazinthen, Sibirische Blausterne und Winterlinge. Schneeglöckchen, Blausterne und Krokusse können am passenden Standort über Jahre Blütenteppiche bilden, wenn sie ungestört wachsen dürfen. Für alle gilt eine Regel: Das Laub bleibt nach der Blüte stehen, bis es verwelkt ist. Über die Blätter baut die Zwiebel die Reserven für die nächste Blüte auf.

Bei Tulpen kommt der Sommer als Faktor dazu. Eine sommerliche Trockenphase begünstigt bei ihnen die reiche Blüte der folgenden Saison. Unter den Gartentulpen gelten Darwin-Hybriden als relativ langlebig und blühfreudig. Junge Tochterzwiebeln blühen unter Umständen erst im zweiten Jahr.

Anders sieht es bei den Sommerblühern aus. Dahlien, Gladiolen und Canna sind nicht winterhart. Wiederkommen können sie nur, wenn du ihre Knollen und Rhizome frostfrei überwinterst. Bei Freesien ist eine erneute Blüte selbst nach der Überwinterung nicht zuverlässig.

Herbst: Pflanzzeit für Frühlingsblüher

Wann pflanzt du Frühlingsblüher?

Für frühlingsblühende Blumenzwiebeln sind September und Oktober günstige Pflanzmonate, bei geeigneter Witterung geht es auch noch im November. Bis dahin lagerst du gekaufte Zwiebeln dunkel und luftig bei etwa 18 °C. Äpfel gehören nicht daneben, denn ihr Reifegas Ethylen kann einen vorzeitigen Austrieb fördern. Schritt für Schritt erklärt ein eigener Ratgeber, wie du Frühlingsblüher im Herbst auswählst und pflanzt.

Boden, Tiefe und Lagen in Kürze

Beim Boden zählt, dass Wasser abziehen kann. Auf schweren Böden kommt unter die Zwiebeln eine 3 bis 5 cm starke Drainageschicht aus Sand oder Kies. Als Faustregel setzt du Frühlingsblüher doppelt so tief, wie die Zwiebel hoch ist, mit der Spitze nach oben, und gießt sie danach gründlich an. Mehr zu Standort und Boden sowie Pflanztiefe und Abstand je nach Art steht im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Im Topf kannst du Zwiebeln auch in Lagen übereinander setzen. Größere und später blühende Zwiebeln kommen nach unten, kleinere und früher blühende nach oben, dazwischen jeweils etwas Erde. Beispiele für solche Schichtungen findest du im selben Überblick im Abschnitt Topf und Lagen.

Weitere Arbeiten im Herbstbeet

Etablierte Zwiebelbeete bekommen im Herbst jedes zweiten Jahres eine Auflage aus Kompost, Lauberde oder verrottetem Mist. Zu groß gewordene Bestände von Traubenhyazinthen kannst du jetzt teilen. Treiben sie dabei schon frische Blätter, ist das normal. Muscari armeniacum und Muscari neglectum ziehen ihr Laub im Frühsommer ein und treiben bereits im Herbst neue, wintergrüne Blätter. Weitere Wege zur Vermehrung, von Brutzwiebeln bis zu geteilten Knollen, beschreibt der Überblick im Abschnitt Vermehren.

Sommerknollen ins Winterquartier

Dahlien, Gladiolen und Canna kommen je nach Frostempfindlichkeit vor dem ersten Frost oder spätestens unmittelbar danach ins Winterquartier. Dahlienstängel schneidest du dabei etwa 10 bis 15 cm über dem Boden ab und lässt kein Wasser in den hohlen Stängeln zurück, weil es Fäulnis begünstigt. Wie du die Knollen frostfrei lagerst, beschreibt der Überblick im Abschnitt Ausgraben und Überwintern.

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Winter: Ruhezeit im Beet, Aufmerksamkeit im Topf

Im Beet ruhen winterharte Zwiebeln, und dort fällt wenig Arbeit an. Mehr Aufmerksamkeit brauchen Töpfe und Balkonkästen, weil ihr Substrat weder vernässen noch durchfrieren darf.

Töpfe kalt, aber geschützt überwintern

Herbstlich bepflanzte Töpfe mit Frühjahrszwiebeln überwintern kalt. Tulpen brauchen im Gefäß eine kühle Aufstellung, damit sie den Kältereiz für die Frühjahrsblüte bekommen. Gleichzeitig darf das Substrat nicht durchfrieren. Zusammen heißt das: Der Topf gehört an einen kalten, aber geschützten Platz und nicht in die warme Wohnung.

Bei starkem oder anhaltendem Frost stellst du die Gefäße geschützt auf. Fehlt ein solcher Platz, isolierst du sie mit Kokosmatten, Sackleinen oder Luftpolsterfolie. Breite und tiefe Balkonkästen schützen die Wurzeln im Winter besser als kleine Gefäße. Damit sich kein Wasser staut, brauchen alle Gefäße freie Abzugslöcher am Boden.

Auch im Winter prüfst du die Töpfe auf Trockenheit und gießt bei Bedarf, ohne das Substrat zu vernässen. Hast du die Kästen im Herbst mit frischer Blumenerde bepflanzt, brauchen sie über Winter keinen zusätzlichen Dünger.

Marias Erfahrung

Bei torffreier Erde verlasse ich mich nicht auf die Oberfläche. Vor dem Gießen fühle ich auch weiter unten im Topf nach, weil die Erde oben schon trocken sein kann, während der Wurzelraum noch nass ist.

Im Beet: frühe Triebe, späte Pflanzung, Rückschnitt

Treiben Tulpen und Narzissen im Freiland von selbst früh aus, verlieren sie dadurch allein nicht ihre Frostverträglichkeit. Gefährdet sind offene Blüten, die bei starkem Frost Schaden nehmen können.

Sind im Herbst Zwiebeln liegen geblieben, kannst du sie als späte Ausweichpflanzung noch im Januar oder Februar setzen. Der Boden muss dafür frostfrei sein, und bis März sollte noch ausreichend Kälte zu erwarten sein. Nimm dafür nur feste, ungeschrumpfte Zwiebeln ohne weiche Stellen oder Schimmel.

In Staudenbeeten mit Frühjahrszwiebeln muss der Winterrückschnitt erledigt sein, bevor die ersten Frühjahrsgeophyten austreiben. Ich schneide die Stauden über den markierten Zwiebelstellen deshalb zurück, solange dort noch nichts zu sehen ist.

Dahlien im Beet zu lassen, kommt nur in wintermilden Gegenden als Versuch mit Abdeckung infrage. Auch dann bleiben die Knollen durch Knollenfäule bei Nässe und durch Mäusefraß gefährdet. Der übliche Weg bleibt das frostfreie Lager, das der Überblick im Abschnitt Ausgraben und Überwintern beschreibt.

Vorkultur ab Februar

Ab Februar beginnt im Haus die Saison der Sommerknollen. Dahlien kannst du im Februar oder Anfang März hell, kühl und frostfrei in Töpfen vorziehen. Ab März im Haus vorgezogene Dahlien, die nach den letzten Frösten ins Beet kommen, können etwa 4 bis 6 Wochen früher blühen als direkt ins Freiland gepflanzte Knollen. Auch an schneckengefährdeten Plätzen ist das Vorziehen im Topf ein Weg, junge Dahlien zu schützen. Canna-Rhizome treibst du im Februar oder März hell bei etwa 18 °C vor. Innerhalb von 10 bis 12 Wochen entwickeln sie sich dabei zu Pflanzen.

Frühling: Blüte begleiten, Laub stehen lassen

Austrieb: Töpfe umstellen, Unkraut ziehen

Hast du Töpfe im Herbst im Garten eingesenkt, können sie an ihren endgültigen Platz umziehen, sobald der Austrieb sichtbar wird. Im Beet ziehst du Unkraut zwischen den Zwiebeln oder stichst es aus. Hacken stört in Mischpflanzungen aus Stauden und Zwiebeln die Entwicklung des Bestands. Beim Sibirischen Blaustern solltest du außerdem Tritt vermeiden.

Ist die obere Substratschicht im Topf 1 bis 2 cm tief abgetrocknet, ist das ein Hinweis auf Gießbedarf. Blätter und Blüten bleiben beim Gießen möglichst trocken. In Ton- und Terrakottagefäßen verdunstet zusätzlich Wasser durch die Wand, deshalb können sie häufiger Wasser brauchen als Kunststofftöpfe.

Düngen im zeitigen Frühjahr

Frühjahrszwiebeln lagern Nährstoffe ein, solange ihr Laub grün wächst. Bei gelb werdendem Laub hat eine Düngung keinen Nutzen mehr. Tulpen und Narzissen im Staudenbeet versorgst du deshalb über die Beetdüngung im zeitigen Frühjahr mit Kompost und Hornmehl. Welche Nährstoffe wann sinnvoll sind, zeigt der Ratgeber zum Düngen von Blumenzwiebeln nach Zeitpunkt und Nährstoff. Die Grundsätze zu Gießen und Düngen fasst der Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen zusammen.

Nach der Blüte: ausputzen, Laub stehen lassen

Verblühte Tulpenköpfe entfernst du, damit die Pflanze ihre Energie in die Brutzwiebeln steckt statt in Samen. Bei den übrigen Frühjahrszwiebeln kommen abgeblühte Köpfe ebenfalls weg, sofern du keine Selbstaussaat willst. Sollen sich Blaustern, Schneeglanz oder Winterling durch Samen ausbreiten, bleiben die Blütenstände stehen. Bei Wildtulpen, die sich selbst aussäen sollen, lässt du einige Fruchtstände bis zur Samenreife stehen.

Das Laub bleibt stehen, bis es vollständig gelb oder braun eingetrocknet ist. Im Mittel dauert das Einziehen 6 bis 8 Wochen. Entfernen kannst du erst die vollständig abgestorbenen Blätter.

Häufiger Fehler

Das Laub gleich nach der Blüte abschneiden, weil das Beet unordentlich wirkt. Solange die Blätter grün sind, lagert die Zwiebel darüber Reserven für die nächste Blüte ein.

Damit das vergilbende Laub weniger auffällt, setzt du Zwiebelblumen hinter später austreibende Stauden. Deren Blätter und heranwachsende Gräser verdecken dann das welkende Zwiebellaub. Zwiebeln in mobilen Töpfen räumst du nach der Blüte aus dem Blickfeld, ihr Laub zieht an einem ungestörten Platz weiter ein.

Zwiebeln im Rasen erst spät mähen

Rasenflächen mit Zwiebelblumen mähst du erst, wenn deren Laub eingezogen ist. Bei Krokussen sparst du die Pflanzstellen bis dahin beim Mähen aus. Schachbrettblumen im Gras werden erst im Juli gemäht, wenn ihre Blätter verwelkt sind. Wie Zwiebeln im Rasen verwildern und was dabei zur Pflege gehört, beschreibt der Überblick im Abschnitt Pflege.

Kontrollgang: Tulpenfeuer und Lilienhähnchen

Verformte oder verdrehte austreibende Blätter, braune Flecken und bei feuchtem Wetter grauer Pilzbelag können bei Tulpen auf Tulpenfeuer hindeuten. Zwiebeln aus einem befallenen Bestand hebst du nicht zur Wiederpflanzung auf, und die nächsten Tulpen kommen auf ein anderes Beet. An Lilien sammelst du die glänzend roten Lilienhähnchen ab und entfernst Blätter mit Eiern oder Larven. Schadbilder und Vorbeugung erklärt der Überblick im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

Sommerknollen auspflanzen

Nach den letzten Frösten, üblicherweise ab Mitte Mai, kommen vorgezogene Dahlien, Knollenbegonien, Canna und Gladiolen ins Freie. Gladiolen kannst du bis Ende Juni im Abstand von 2 Wochen in mehreren Sätzen pflanzen. Welche Zwiebelblumen in welcher Saison blühen und wann du Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblüher jeweils pflanzt, zeigt ein eigener Jahresüberblick zum Pflanzen.

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Sommer: Ruhezeit für Frühlingsblüher, Hochsaison für Dahlien

Frühlingsblüher in der Sommerruhe

Viele Frühlingsblüher sind im Sommer oberirdisch verschwunden. Beim Sibirischen Blaustern vergilben die Blätter zu Beginn des Sommers, und Puschkinien ziehen im Sommer ganz ein.

Tulpen sollten diese Zeit trocken verbringen. Eine sommerliche Trockenphase begünstigt ihre Blüte in der folgenden Saison, und botanische Tulpen brauchen sie zum Ausreifen ihrer Zwiebeln. Regelmäßige Sommerbewässerung benachbarter Pflanzen kann ruhende Tulpenzwiebeln dagegen faulen lassen. Setz Tulpen deshalb nicht zwischen Pflanzen, die du im Sommer regelmäßig gießt.

An sommertrockenen Standorten können Tulpenzwiebeln im Boden bleiben. In feuchten Lagen gräbst du sie aus, wenn der Blütenstängel eingetrocknet ist. Bis zum Herbst bewahrst du sie mitsamt dem einziehenden Laub kühl und dunkel auf. Ausgegrabene Zwiebeln kontrollierst du im Lager regelmäßig auf Schimmel oder Fäulnis.

Dahlien, Gladiolen und Canna durch den Sommer

Dahlien brauchen während des Wachstums gleichmäßige Bodenfeuchte, vertragen aber keine Staunässe. Hängen ihre Blätter in der heißen Mittagssonne, kann das normal sein und zeigt allein noch keinen zusätzlichen Gießbedarf an. Ich prüfe dann mit dem Finger die Feuchte im Boden, bevor ich zur Kanne greife.

Hohe Dahlien und Sorten mit großen Blüten stützt du mit Stäben und bindest sie an. Wind und Regen können ihre Triebe sonst niederdrücken oder abbrechen. Die Begrenzung auf 3 bis 5 Triebe kann die Blütenbildung fördern. Für kompakteren Wuchs mit mehr Verzweigung kannst du pinzieren. Hat der Hauptstängel mindestens 4 Blattpaare, entfernst du dafür die Triebspitze zwischen dem obersten Blattpaar.

Welke Blüten schneidest du zeitnah bis knapp über das nächste Blattpaar, eine Knospe oder einen Seitentrieb zurück. Dann steckt die Pflanze weniger Kraft in die Samenbildung und kann weitere Blüten bilden.

Gladiolen gießt du bei Trockenheit regelmäßig, an sehr windigen Standorten bekommen sie zusätzlich eine Stütze. Canna im Kübel brauchen wegen des begrenzten Wurzelraums den ganzen Sommer über regelmäßig Wasser und Dünger. Schneidest du ihre verblühten Blütenstände zurück, kann das weitere Blüten fördern.

Herbstblüher und Pflanzungen im Spätsommer

Im Hochsommer beginnt schon die nächste Pflanzzeit. Die Empfehlungen für Herbstzeitlose und Herbstkrokusse reichen je nach Art und Anleitung von Juli bis Mitte September. Madonnenlilien kommen im August in die Erde. Kaiserkronen lassen sich im August oder September über Tochterzwiebeln vermehren, die du gleich wieder einpflanzt.

Die Herbstzeitlose blüht im Spätsommer oder Herbst ohne Blätter. Blätter und Samenkapseln bildet sie erst im folgenden Frühjahr. Weil diese Blätter mit Bärlauch verwechselt werden können, pflanzt du Herbstzeitlose nicht in die Nähe von Bärlauch und markierst die Stelle.

Achtung

Bei der Herbstzeitlose sind alle Pflanzenteile giftig, besonders Samen und Knolle; sie enthalten das Alkaloid Colchicin. Werden ihre Blätter mit Bärlauch verwechselt und gegessen, kann das tödlich enden. Der Knoblauchgeruch allein ist kein verlässlicher Nachweis für Bärlauch, weil Geruch an den Händen die nächste Blattprobe verfälschen kann. Bei der Kaiserkrone ist vor allem die Zwiebel giftig. Iss nichts davon, und bei unsicherer Bestimmung kommen selbst gesammelte Pflanzen nicht auf den Teller.

Planen für die nächste Saison

Der Sommer ist meine Zeit für Notizen. Ich gehe an den Stäben entlang und schreibe auf, wo Gruppen dicht standen und wo Lücken blieben. Die Stellen übertrage ich mit dem Beetplaner in einen Plan meines Gartens, damit ich im Herbst weiß, wo noch Platz ist. Für die Bestellung plane ich die Lieferung so, dass ich die Zwiebeln gleich pflanzen kann.

Mehrere Zwiebeln derselben Art an einer Stelle wirken stärker als weit verstreute Einzelzwiebeln. Ich plane deshalb in Gruppen statt in Einzelstücken. Wie du Gruppen, Bänder und Partnerpflanzen kombinierst, beschreibt der Überblick im Abschnitt Kombinieren.

Für den Beetvordergrund eignen sich niedrige Arten. Viele Wildtulpen bleiben mit etwa 10 bis 30 cm niedrig und eignen sich auch zum Verwildern. Das Balkan-Windröschen erreicht knapp 15 cm und blüht im März und April.

Kombinierst du Zwiebelpflanzen mit unterschiedlichen Blühterminen, verlängert das die Blütezeit auf kleiner Fläche. Schneeglöckchen beginnen im Februar, Hyazinthen im April und Zierlauch im Mai. Ein eigener Ratgeber zeigt, wie du winterharte Mischungen für eine lange Blütenfolge zusammenstellst. Ein weiterer erklärt, wann solche Mischungen in die Erde kommen. Wer nach Duft plant, findet Anregungen für ein Beet mit duftenden Zwiebelblumen.

Bei Lilien achtest du auf die Dichte. Lässt ein dichter Bestand nach etwa 3 bis 4 Jahren im Wachstum nach, kannst du die kräftigsten Zwiebeln herausnehmen und an anderer Stelle neu pflanzen.

Dein Blumenzwiebel-Terminkalender

Hinter dem Kalender stehen drei Rhythmen. Frühlingsblüher kommen im Herbst in die Erde und verbringen den Winter im kalten Boden; bei Tulpen gehört der Kältereiz zur Frühjahrsblüte. Nach der Blüte speichern sie über das grüne Laub Reserven und ruhen dann durch den Sommer. Tulpen und Narzissen legen diese Reserven in verdickten Blattteilen der Zwiebel an, Dahlien dagegen in verdickten Wurzeln.

Sommerblüher wie Dahlien, Gladiolen und Canna sind nicht winterhart. Nach den letzten Frösten kommen sie ins Beet, Dahlien und Canna blühen dann ab Juli, und im Herbst ziehen alle drei ins frostfreie Lager. Herbstblüher wie die Herbstzeitlose kommen im Hochsommer in die Erde, blühen im Spätsommer oder Herbst ohne Blätter und treiben ihr Laub erst im folgenden Frühjahr.

Zeitraum Frühlingsblüher in Beet und Topf Sommer- und Herbstblüher
Januar und Februar Töpfe kalt halten, ohne Nässe und ohne Durchfrieren, und auf Trockenheit prüfen. Bei starkem Frost geschützt stellen oder einpacken. Liegen gebliebene Zwiebeln in frostfreien Boden setzen, wenn bis März noch Kälte zu erwarten ist. Stauden zurückschneiden, bevor die ersten Zwiebeln austreiben. Dahlien im Februar oder Anfang März hell, kühl und frostfrei in Töpfen vorziehen. Canna im Februar oder März hell bei etwa 18 °C vortreiben. Im Haus vorgezogene Ananasblumen ab Februar wieder gießen. Den Erdballen lagernder Canna nicht völlig austrocknen lassen.
März und April Eingesenkte Töpfe beim Austrieb an ihren Platz stellen. Unkraut ziehen statt hacken. Tulpen und Narzissen im Staudenbeet im zeitigen Frühjahr mit Kompost und Hornmehl versorgen. Verblühtes ausputzen, Laub stehen lassen. Austreibende Tulpen auf Anzeichen von Tulpenfeuer ansehen. Die meisten Gartenlilien von März bis Mai pflanzen. Balkan- und Kronen-Anemonen ab März setzen; Kronen-Anemonen je nach Mischung 3 bis 24 Stunden vorquellen. Ranunkeln im März oder April pflanzen.
Mai Laub einziehen lassen, das dauert im Mittel 6 bis 8 Wochen nach der Blüte. Rasen mit Zwiebelblumen erst danach mähen. Gruppen mit Stäben markieren. Nach den letzten Frösten, üblicherweise ab Mitte Mai, vorgezogene Dahlien, Knollenbegonien, Canna und Gladiolen ins Freie setzen, sommerblühende Callas ebenfalls ab Mitte Mai. Gladiolen bis Ende Juni im Abstand von 2 Wochen in Sätzen pflanzen. Dahlien im Freiland vor der Pflanzung organisch düngen.
Juni und Juli Erst vollständig abgestorbenes Laub entfernen. Tulpen trocken halten, in feuchten Lagen nach dem Eintrocknen des Blütenstängels ausgraben und kühl und dunkel lagern. Schachbrettblumen im Gras im Juli mähen. Dahlien gleichmäßig feucht halten, stützen, auf 3 bis 5 Triebe begrenzen und ausputzen. Canna im Kübel regelmäßig gießen und düngen. Herbstzeitlose und Herbstkrokusse ab Juli pflanzen.
August Gelagerte Zwiebeln auf Schimmel und Fäulnis kontrollieren. Notizen und Gartenplan für die Herbstbestellung nutzen. Madonnenlilien pflanzen. Kaiserkronen im August oder September über Tochterzwiebeln vermehren. Herbstblüher je nach Art bis Mitte September setzen.
September und Oktober Hauptpflanzzeit für Frühlingsblüher. Zwiebeln bis zum Pflanzen dunkel und luftig bei etwa 18 °C lagern, getrennt von Äpfeln. Traubenhyazinthen teilen. Etablierte Beete alle 2 Jahre mit Kompost, Lauberde oder verrottetem Mist abdecken. Die meisten Gartenlilien von September bis Mitte Oktober pflanzen. Herbstzeitlose blüht im September und Oktober. Nicht winterharte Knollen vor dem ersten Frost oder spätestens unmittelbar danach ausgraben, Gladiolen vor dem Durchfrieren des Bodens, Dahlien vor dem ersten Nachtfrost bis kurz nach dem ersten leichten Frost. Dahlienstängel etwa 10 bis 15 cm über dem Boden abschneiden.
November und Dezember Im November bei geeigneter Witterung noch pflanzen, Tulpen bis Mitte November. Töpfe bis Dezember bepflanzen, solange noch kein Frost da ist, und kalt aufstellen. Im Winterlager Dahlienknollen dunkel bei etwa 4 bis 8 °C halten, Gladiolen luftig bei etwa 8 bis 12 °C, Canna bei etwa 8 bis 15 °C.

Die Monate in der Tabelle sind Richtwerte. Bei den Sommerknollen richtest du dich nach den letzten Frösten im Frühjahr und dem ersten Frost im Herbst, nicht nach dem Datum. Ich hänge mir den Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken in den Schuppen und trage meine eigenen Termine dazu ein.

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Häufige Fragen

Wann pflanzt man Blumenzwiebeln im Herbst?
Frühlingsblühende Blumenzwiebeln setzt du vorzugsweise im September und Oktober, bei geeigneter Witterung auch noch im November. Für Tulpen reicht das empfohlene Fenster von Ende September bis Mitte November. Töpfe mit Frühlingsblühern kannst du bis Dezember bepflanzen, solange der erste Frost noch nicht da ist.
Kann man Blumenzwiebeln nur im Herbst pflanzen?
Nein, der Herbst ist die Pflanzzeit der Frühlingsblüher wie Tulpen und Narzissen. Sommerblüher wie Dahlien und Gladiolen kommen erst nach den letzten Frösten im Frühjahr in die Erde, vorgezogene Knollen üblicherweise ab Mitte Mai. Herbstzeitlose und Herbstkrokusse pflanzt du je nach Art schon zwischen Juli und Mitte September. Verpasste Frühlingsblüher lassen sich notfalls noch im Januar oder Februar in frostfreien Boden setzen, wenn bis März noch ausreichend Kälte zu erwarten ist.
Welchen Winterschutz brauchen empfindliche Blumenzwiebeln?
Nicht winterharte Knollen wie Dahlien, Gladiolen und Canna gräbst du im Herbst aus und überwinterst sie frostfrei. Winterharte Arten wie Tulpen und Traubenhyazinthen bleiben im Beet. Töpfe mit Frühlingsblühern stehen kalt, das Substrat darf aber weder vernässen noch durchfrieren. Bei starkem oder anhaltendem Frost stellst du die Töpfe geschützt auf oder hüllst sie in Kokosmatten, Sackleinen oder Luftpolsterfolie.
Warum blühen manche Blumenzwiebeln nach dem Pflanzen nicht?
Ein möglicher Grund ist Laub, das im Vorjahr zu früh entfernt wurde, denn über die grünen Blätter lagert die Zwiebel Reserven für die nächste Blüte ein. Tulpen in Töpfen brauchen im Winter eine kühle Aufstellung, damit sie den Kältereiz für die Frühjahrsblüte bekommen. Junge Tochterzwiebeln von Tulpen blühen unter Umständen erst im zweiten Jahr. Schwaches Wachstum kann außerdem auf Lichtmangel, Bodenvernässung oder Wurzelfäule hindeuten und beweist allein keinen Nährstoffmangel.
Wie sieht ein Pflegekalender für Blumenzwiebeln aus?
Im Herbst pflanzt du Frühlingsblüher und holst nicht winterharte Knollen wie Dahlien vor dem Frost oder spätestens unmittelbar danach ins Winterquartier. Im Winter prüfst du Töpfe auf Nässe und Trockenheit und ziehst Dahlien im Februar oder Anfang März im Haus vor. Im Frühling putzt du Verblühtes aus und lässt das Laub stehen, bis es verwelkt ist; nach den letzten Frösten kommen die Sommerknollen ins Beet. Im Sommer ruhen die Frühlingsblüher trocken, während du Dahlien stützt, ausputzt und Herbstzeitlose pflanzt.
Worin unterscheiden sich Tulpen und Narzissen in der Pflege?
Tulpen reagieren empfindlicher auf nasse Böden als Narzissen, und eine sommerliche Trockenphase begünstigt ihre Blüte in der folgenden Saison. Narzissen brauchen im Garten mindestens einen halben Tag Sonne. Bei beiden bleibt das Laub nach der Blüte stehen, bis es verwelkt ist. Verblühte Tulpenköpfe entfernst du, damit die Pflanze ihre Kraft in die Brutzwiebeln statt in Samen steckt.
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