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Blumenzwiebeln im Herbst pflanzen: Auswahl, Pflanzzeit und Anleitung für die Frühlingsblüte

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • September und Oktober sind günstige Pflanzmonate, bei geeigneter Witterung geht es auch noch im November.
  • Gesunde Pflanzzwiebeln sind trocken, fest und glatthäutig, ohne weiche oder angefressene Stellen.
  • Über der Zwiebel liegt als Faustregel Erde in etwa zwei- bis dreifacher Zwiebelstärke.
  • Zwischen den Zwiebeln hältst du 2 bis 3 Zwiebelbreiten Abstand, sofern die Art nichts anderes vorgibt.
  • Bei Wühlmausproblemen setzt du die Zwiebeln gruppenweise in Drahtkörbe.
  • Frisch gesetzte Zwiebeln gießt du gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist.

Was im März und April im Beet blüht, legst du im Herbst mit der Pflanzkelle fest. Wer jetzt kranke Zwiebeln erwischt oder zu flach setzt, merkt es erst im Frühjahr. Ich nehme mir für die Herbstpflanzung einen trockenen Tag und sortiere die Zwiebeln auf dem Gartentisch. Jede drücke ich einmal zwischen den Fingern, bevor sie in die Erde kommt. So gehst du vor: passende Arten auswählen, gesunde Zwiebeln erkennen, den Zeitpunkt treffen und Schritt für Schritt pflanzen.

Welche Blumenzwiebeln gehören in die Herbstpflanzung?

Im Herbst kommen die Frühlingsblüher in die Erde: Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse, Schneeglöckchen, Blaustern und Traubenhyazinthen, dazu Anemonen aus Knollen. Sommerblüher wie Dahlien, Canna und Gladiolen gehören nicht dazu. Vorgezogen kommen diese Arten nach den letzten Frösten ins Freie, üblicherweise ab Mitte Mai.

Tulpen und Narzissen speichern ihre Reserven in verdickten Blattteilen der Zwiebel, Dahlien dagegen in verdickten Wurzeln. Wie sich die Speicherorgane unterscheiden und wann welche Art an der Reihe ist, zeigt der Überblick über Blumenzwiebeln und Knollen mit dem Kalender je Art.

Tulpen: Gartentulpen und Wildtulpen

Bei Gartentulpen schaue ich zuerst auf die Sortengruppe. Darwin-Hybrid-Tulpen zählen zu den relativ langlebigen und blühfreudigen Gartentulpen. Wildtulpen bleiben mit etwa 10 bis 30 cm niedrig und eignen sich für den Beetvordergrund und zum Verwildern.

Tulpen bevorzugen einen etwas sandigeren Boden als die übrigen Blumenzwiebeln. Botanische Tulpen brauchen außerdem sommerliche Trockenheit, damit ihre Zwiebeln ausreifen. Für Wildtulpen heißt das: Such ihnen eine Stelle mit sandigem Boden, an die im Sommer kein Gießwasser kommt.

Narzissen: Zwiebelgröße und Sonne

Bei Narzissen hängt die Pflanztiefe an der Zwiebelgröße. Ich sortiere große und kleine Zwiebeln deshalb schon beim Auspacken in zwei Schalen. Für die Gartenkultur brauchen Narzissen mindestens einen halben Tag Sonne. Kleine Narzissen lassen sich mit Schneeglanz und spätblühenden Tulpen in Lagen übereinander kombinieren.

Achtung

Narzissen sind in allen Pflanzenteilen giftig. Die Pflanzen enthalten Amaryllidaceenalkaloide wie Lycorin, die nach dem Verschlucken schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Iss keine Teile davon. Auch Haut- oder Augenkontakt kann Reizungen verursachen, deshalb setze ich Narzissen mit Handschuhen.

Kleine Frühblüher für Bienen und Naturgarten

Für einen bienenfreundlichen Garten werden Schneeglöckchen, Winterling, Krokus, Blaustern und Traubenhyazinthe als Frühjahrsblüher empfohlen. Allein reichen diese Zwiebelblumen nicht: Der Garten braucht auch ein Blütenangebot im Sommer und Nistplätze. Für einen Naturgarten zählt zusätzlich die Herkunft.

Art Blütezeit Herkunft
Kleines Schneeglöckchen Februar und März in Deutschland heimisch
Zweiblättriger Blaustern März und April in Deutschland heimisch
Sibirischer Blaustern März bis April etablierter Neophyt

Anemonen aus Knollen

Balkan- und Kronen-Anemonen pflanzt du im Herbst ab September als Knollen. Beide wachsen an sonnigen bis leicht schattigen Plätzen mit gut durchlässigem Boden. Das Balkan-Windröschen (Anemone blanda) bleibt mit knapp 15 cm niedrig und blüht im März und April. Die Kronen-Anemone (Anemone coronaria) wird etwa 25 cm hoch.

Gesunde Zwiebeln kaufen und bis zum Pflanzen lagern

Gesunde Pflanzzwiebeln sind trocken, fest und glatthäutig. Weiche, kranke oder angefressene Stellen dürfen sie nicht haben. Bei Tulpen prüfe ich jede Zwiebel zusätzlich auf braune Flecken und Pilz-Dauerkörper. Sitzen auf den Flecken etwa 1 mm große schwarze Dauerkörper, kann das auf Tulpenfeuer hindeuten. Eine sichere Diagnose ist der Fund für sich allein nicht, ich sortiere solche Zwiebeln trotzdem aus.

Kommen die Zwiebeln nicht gleich in die Erde, lagerst du sie vorübergehend dunkel und luftig bei etwa 18 °C. Leg sie nicht neben Äpfel, denn deren Reifegas Ethylen kann einen vorzeitigen Austrieb fördern.

Wie viele Zwiebeln du brauchst

Mehrere Zwiebeln einer Art an einer Stelle wirken stärker als weit verstreute Einzelzwiebeln. Ich kaufe deshalb lieber wenige Sorten in größerer Stückzahl. Für sichtbare Gruppen und flächige Tulpenpflanzungen gelten diese Richtwerte:

Pflanzung Richtwert
Kleine Zwiebelblumen als sichtbare Gruppe mindestens 20 Stück
Tulpen und Narzissen als sichtbare Gruppe mindestens 10 Stück
Großblütige Tulpen in Staudenmischungen 12 bis 15 Zwiebeln je m²
Großblütige Tulpen in Grünanlagen 40 Zwiebeln je m²
Großblütige Tulpen in Ausstellungsbeeten 60 Zwiebeln je m²
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Wann kommen die Zwiebeln in die Erde?

Für frühlingsblühende Blumenzwiebeln sind September und Oktober günstige Pflanzmonate. Passt die Witterung, kannst du auch im November noch pflanzen. Für einige Arten gibt es eigene Angaben:

Art Pflanzzeit im Herbst
Frühlingsblühende Zwiebeln allgemein September und Oktober, bei geeigneter Witterung auch November
Tulpen einschließlich Wildtulpen Ende September bis Mitte November
Balkan- und Kronen-Anemonen als Knollen ab September
Sibirischer Blaustern September bis Dezember

Ich setze die Tulpen meist als Letzte, weil ihr Fenster bis Mitte November reicht. Pflanzt du eine fertige Mischung, erklärt dir der Ratgeber, wann Blumenzwiebelmischungen in die Erde kommen und wie sie lange blühen. Zum Aufhängen im Schuppen eignet sich der Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken.

Jetzt dran

Liegen Ende Oktober noch Zwiebeln bereit, setz zuerst die Arten ohne späteres Pflanzfenster. Tulpen haben noch Zeit bis Mitte November, für die übrigen Frühlingsblüher entscheidet ab November die Witterung.

Spät dran: Pflanzen im Winter

Liegen im Dezember noch Zwiebeln im Schuppen, kannst du ausweichen. Frühjahrszwiebeln lassen sich noch im Januar oder Februar in frostfreien Boden setzen. Die Bedingung dabei: Bis März muss noch ausreichend Kälte zu erwarten sein. Daran siehst du, worauf die Herbstpflanzung zielt, denn die Zwiebeln sollen nach dem Setzen noch eine Kältephase im Boden erleben. Was mit Zwiebeln geschieht, die in der Tüte schon austreiben, steht im Ratgeber, ob du Blumenzwiebeln noch im Januar stecken kannst.

Blumenzwiebeln pflanzen: Schritt für Schritt

Schritt 1: Pflanzstelle lockern

Bevor die erste Zwiebel in die Erde kommt, lockere ich die Pflanzstelle 20 cm tief. Für dickere Zwiebeln lockerst du 30 cm tief. Günstig ist ein humoser, durchlässiger Boden, der sich erwärmt. Auf schweren Böden wird unter den Zwiebeln eine Drainageschicht aus Sand oder Kies von 3 bis 5 cm empfohlen. Wie du das Beet nach Bodentyp, pH-Wert und Drainage herrichtest, zeigt der Ratgeber, wie du den Boden für Blumenzwiebeln vorbereitest.

Schritt 2: Tiefe bestimmen

Als Faustregel liegt über der Zwiebel eine Erdschicht von etwa der zwei- bis dreifachen Zwiebelstärke. Gibt es für die Art eine eigene Angabe, gilt diese:

Art Pflanztiefe
Tulpen 10 cm
Große Narzissenzwiebeln 15 cm
Kleinere Narzissenzwiebeln 10 cm
Hyazinthen 12 cm
Krokusse im Rasen 8 cm
Balkan- und Kronen-Anemonen als Knollen etwa 5 bis 8 cm

Auf leichten Sandböden darfst du etwas tiefer setzen, auf schweren Lehmböden etwas flacher. Ich halte die Zwiebel zur Probe ins Loch und lege den Stiel der Pflanzkelle quer darüber. So sehe ich, wie viel Erde noch darüberkommt. Mehr zur Tiefe je nach Art, Boden und Standort findest du im Ratgeber, wie tief du Blumenzwiebeln setzt.

Schritt 3: Zwiebel richtig herum einsetzen

Echte Blumenzwiebeln setzt du mit der Spitze nach oben. Bei den Knollen der Kronen-Anemone spielt die Ausrichtung keine Rolle. Diese Knollen quellen vor dem Pflanzen in Wasser vor, und die Dauer hängt von der Mischung ab.

Zahl im Blick

Für Kronen-Anemonen nennen die Hersteller Vorquellzeiten von 3 bis 24 Stunden. Bei Fountain Mix sind es 3 bis 4 Stunden, bei St. Brigid Mix 24 Stunden. Maßgeblich ist die Angabe auf deiner Packung.

Schritt 4: Abstand halten

Als allgemeine Pflanzregel für Frühlingsblüher gilt ein Abstand von 2 bis 3 Zwiebelbreiten zwischen den Zwiebeln einer Gruppe. Artangaben haben Vorrang. Beim Sibirischen Blaustern wird ein Pflanzabstand von 6 cm angegeben. Für die Kronen-Anemonen-Mischungen St. Brigid Mix und Fountain Mix sind es etwa 10 bis 15 cm. Wie du Zwiebeln einzeln, in Gruppen oder im Rasen anordnest, erklärt der Ratgeber zu Abstand und Anordnung beim Setzen von Blumenzwiebeln.

Schritt 5: Pflanztechnik wählen

Für einzelne Akzente grabe ich jeder Zwiebel ein eigenes Loch. Das dauert länger, dafür sitzt jede Zwiebel genau an ihrem Platz. Für eine Gruppe hebst du eine größere Fläche aus, setzt die Zwiebeln im passenden Abstand hinein und deckst sie gemeinsam zu. Soll die Pflanzung natürlich wirken, streust du die Zwiebeln über die Fläche und pflanzt sie dort, wo sie liegen bleiben.

Im Rasen setzt du Krokusknollen 8 cm tief. Mähen darfst du die Fläche erst, wenn das Laub der Zwiebelblumen eingezogen ist.

Bei einer Schichtpflanzung im Beet liegen spät blühende Zwiebeln unten und früh blühende oben, dazwischen kommt Erde. Wie du die Lagen nach Blütezeit und Farbe abstimmst, zeigt der Ratgeber, wie die Lasagne-Pflanzung im Beet funktioniert.

Gelbe Narzissen lassen sich als zusammenhängendes Band entlang eines Zauns pflanzen, und Blaustern passt im Frühjahrsbeet zu Narzissen. Solche Paare sind Gestaltung, kein Schutz vor Schädlingen. Weitere Muster für Gruppen, Bänder und Partner findest du im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen unter Kombinieren.

Marias Erfahrung

Ich lege die Zwiebeln einer Gruppe erst auf die gelockerte Erde und schiebe sie zurecht, bis die Abstände stimmen. Dann setze ich die Kelle an. Neben jede fertige Gruppe stecke ich einen Stab, damit ich die Stelle beim Hacken im Frühjahr wiederfinde.

Schritt 6: Drahtkorb bei Wühlmäusen

Hast du Probleme mit Wühlmäusen, setzt du die Zwiebeln gruppenweise in Drahtkörbe. Ich hebe dafür das Pflanzloch so groß aus, dass der Korb hineinpasst, und stelle ihn auf die gelockerte Sohle. Die Zwiebeln kommen in der gewohnten Tiefe und im üblichen Abstand hinein. Danach fülle ich mit Erde auf.

Schritt 7: Andrücken und angießen

Zum Schluss drückst du die Erde leicht an. Gieß frisch gepflanzte Zwiebeln gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist.

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Nach dem Pflanzen: Anwachsen, Nässe und Frost

Gießen und Düngen bis zum Winter

Bei trockenem Herbstwetter prüfe ich mit dem Finger, ob die Erde an der Pflanzstelle noch feucht ist, bevor ich nachgieße. Staunässe vermeidest du, denn das Wasser muss abziehen können. Für Beete mit Frühlingsblühern wird alle 2 Jahre im Herbst eine Auflage aus Kompost, Lauberde oder verrottetem Mist empfohlen. Wann und wie du gießt, steht im Ratgeber, wie du Blumenzwiebeln richtig gießt.

Mulch bei nassem Wetter

Eine organische Mulchdecke beschattet den offenen Boden und vermindert die Verdunstung. Bei feuchter Witterung fördert eine dicke Auflage allerdings Schnecken. In nassen Herbstwochen verzichte ich deshalb auf dicken Mulch und bringe feinen Grasschnitt nur bei Bedarf und in mehreren Durchgängen auf.

Frost: Was die Zwiebeln aushalten

Tulpen und der Sibirische Blaustern sind winterhart. Empfindlich wird es erst, wenn im Frühjahr Blüten offen stehen und starker Frost kommt.

Mythos-Check

Erfrieren Tulpen und Narzissen, wenn sie im Winter schon Spitzen zeigen? Treiben sie im Freiland von selbst aus, verlieren sie durch den Austrieb allein nicht ihre Frostverträglichkeit. Starker Frost kann aber offene Blüten schädigen.

Zwiebeln in Topf und Balkonkasten

Niedrige Tulpen, Narzissen, Anemonen, Krokusse und Schneeglöckchen lassen sich auch in herbstlich bepflanzte Balkonkästen setzen. Getopfte Zwiebeln überwintern kalt, ohne dass das Substrat vernässt oder durchfriert, und breite, tiefe Kästen schützen die Wurzeln besser als kleine Gefäße. Mehr zur Topfkultur steht im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen unter Topf und Lagen, das Schichten zeigt der Ratgeber, wie du Blumenzwiebeln im Topf schichtest.

Was nach der Blüte und bei Problemen zu tun ist

Laub nach der Blüte stehen lassen

Nach der Blüte bleibt das Laub stehen, bis es verwelkt ist, damit die Zwiebel Reserven für die nächste Blüte aufbauen kann. Das Einziehen dauert im Mittel 6 bis 8 Wochen, und Rasenflächen mit Zwiebelblumen mähst du erst danach. Welche Arbeiten über das Jahr anfallen, zeigt der Ratgeber, welche Pflege im Jahreslauf ansteht.

Krankheiten und Schädlinge

Bei Tulpen setzt der Pflanzenschutz schon beim Auslesen der Zwiebeln vor dem Setzen an. Nach Befall mit Tulpenfeuer oder Grauschimmel sollten Tulpen auf ein anderes Beet wechseln. Mehr zu Krankheiten und Schädlingen steht im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Vermehren

Der Sibirische Blaustern verwildert, und wenn er sich selbst aussäen soll, schneidest du die Blüten nicht ab. Wie die Vermehrung über Brutzwiebeln und geteilte Knollen läuft, beschreibt der Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen im Abschnitt Vermehren.

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Häufige Fragen

Wann ist die richtige Zeit für die Herbstpflanzung von Blumenzwiebeln?
Für frühlingsblühende Blumenzwiebeln sind September und Oktober günstige Pflanzmonate. Bei geeigneter Witterung kannst du auch im November noch pflanzen. Tulpen einschließlich Wildtulpen setzt du von Ende September bis Mitte November. Hast du den Herbst verpasst, kannst du im Januar oder Februar in frostfreien Boden ausweichen, sofern bis März noch ausreichend Kälte zu erwarten ist.
Welche Blumenzwiebeln eignen sich für die Herbstpflanzung?
Im Herbst kommen die Frühlingsblüher in die Erde, etwa Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse, Schneeglöckchen, Blaustern und Traubenhyazinthen. Balkan- und Kronen-Anemonen kannst du als Knollen ab September pflanzen. Für einen bienenfreundlichen Garten werden Schneeglöckchen, Winterling, Krokus, Blaustern und Traubenhyazinthe empfohlen. Sommerblüher wie Dahlien, Canna und Gladiolen kommen dagegen erst nach den letzten Frösten ins Freie.
Welche Pflanztiefe ist für verschiedene Blumenzwiebeln richtig?
Als Faustregel liegt über der Zwiebel eine Erdschicht von etwa der zwei- bis dreifachen Zwiebelstärke. Große Narzissenzwiebeln kommen 15 cm tief in die Erde. Für Tulpen und kleinere Narzissenzwiebeln werden 10 cm angegeben. Auf leichten Sandböden kannst du etwas tiefer setzen, auf schweren Lehmböden etwas flacher.
Wie bereitet man den Boden für Zwiebelpflanzen vor?
Lockere die Pflanzstelle vor dem Setzen 20 cm tief. Für dickere Zwiebeln lockerst du 30 cm tief. Günstig ist ein humoser, durchlässiger Boden, schwere Böden lockerst du mit beigemischtem Sand oder Kompost auf. Auf schweren Böden kommt unter die Zwiebeln eine Drainageschicht aus Sand oder Kies von 3 bis 5 cm.
Wie pflegt man Blumenzwiebeln in Töpfen richtig?
Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit sich keine Staunässe bildet. Über Winter stehen getopfte Frühjahrszwiebeln kalt, ohne dass das Substrat vernässt oder durchfriert. Breite, tiefe Kästen schützen die Wurzeln besser als kleine Gefäße, und mit frischer Blumenerde musst du über Winter nicht düngen. Nach der Blüte räumst du mobile Töpfe aus dem Blickfeld und lässt das Laub an einem ungestörten Platz einziehen.
Stimmt es, dass alle Blumenzwiebeln winterhart sind?
Nein: Tulpen und der Sibirische Blaustern sind winterhart, Dahlien und Canna dagegen nicht. Dahlienknollen überwintern dunkel bei etwa 4 bis 8 °C. Canna-Rhizome lagern bei etwa 8 bis 15 °C, ohne dass der anhaftende Erdballen ganz austrocknet. Gladiolenknollen gräbst du aus, bevor der Boden durchfriert, und überwinterst sie luftig bei etwa 8 bis 12 °C.
Warum entwickeln manche Zwiebeln keine Blüten trotz korrekter Pflanzung?
Dafür kommen mehrere Ursachen infrage. Wird das Laub nach der Blüte entfernt, bevor es verwelkt ist, kann die Zwiebel weniger Reserven für die nächste Blüte aufbauen. Bei Tulpen begünstigt eine Trockenphase im Sommer die reiche Blüte der nächsten Saison, Narzissen brauchen mindestens einen halben Tag Sonne. Ausbleibende Blüten können also auf zu frühes Abschneiden des Laubs, einen feuchten Sommerplatz oder zu wenig Licht hindeuten.
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