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Herbstkrokusse: Arten, Pflanzung und Unterschied zur giftigen Herbstzeitlose

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 14 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Herbstblühende Krokusse pflanzt du meist von Ende August bis Mitte September.
  • Neu gesetzt blühen sie ab Oktober, eingewachsen schon ab September.
  • Für Crocus speciosus und Crocus sativus werden 6 bis 8 cm Pflanztiefe angegeben.
  • Krokusse brauchen lockeren, humosen und durchlässigen Boden ohne Staunässe.
  • Die gleichzeitig blühende Herbstzeitlose ist in allen Teilen giftig, ihr Verzehr kann tödlich enden.
  • Safran besteht aus den getrockneten Narbenästen von Crocus sativus.

Wenn im September lila Kelche aus dem Rasen kommen, schaue ich genau hin: Herbstkrokus oder Herbstzeitlose? Beide blühen zur selben Zeit, doch bei der Herbstzeitlose sind alle Pflanzenteile giftig. Darum beginnt mein Herbstkrokus-Beet schon beim Einkauf. Ich kaufe nur Knollen, die mit ihrem botanischen Namen angeboten werden. Der Rest ist Gartenhandwerk, denn die Knollen kommen im Spätsommer in die Erde und blühen noch im selben Herbst.

Was sind Herbstkrokusse?

Herbstkrokusse sind Arten der Gattung Crocus, die im Herbst statt im Frühjahr blühen. Dazu gehören Crocus speciosus, Crocus kotschyanus, Crocus pulchellus, Crocus nudiflorus und der Safrankrokus Crocus sativus. Gepflanzt werden sie als Knollen, und sie bleiben niedrig. Crocus speciosus und Crocus sativus werden etwa 8 bis 15 cm hoch. Crocus pulchellus und Crocus nudiflorus erreichen etwa 10 cm.

Ihr Gartenjahr beginnt im Spätsommer. Herbstblühende Krokusse kommen von Ende August bis Mitte September in die Erde. Frisch gesetzte Knollen blühen ab Oktober, eingewachsene Bestände öffnen sich in den Folgejahren schon ab September.

Eine Besonderheit ist die Fruchtbildung. Bei Krokussen liegt der Fruchtknoten unter der Erde. Erst nach der Befruchtung schiebt sich die Fruchtkapsel an die Oberfläche und gibt dort die reifen Samen frei. Außerdem bilden Krokusse Brutknollen, über die sich ein Bestand vergrößern kann.

Verwechseln kannst du Herbstkrokusse mit der Herbstzeitlose, die zur selben Zeit blüht. Die Herbstzeitlose ist kein Krokus, sondern gehört zu einer anderen Familie, den Zeitlosengewächsen.

Aussaatkalender Krokusse (Gartenformen)
GartenkalenderBlüte: Februar, März, April, Oktober, November; Pflanzung: August, September, Oktober, November, DezemberJFMAMJJASONDBlüteBlüte: FebruarBlüte: MärzBlüte: AprilBlüte: OktoberBlüte: NovemberPflanzungPflanzung: AugustPflanzung: SeptemberPflanzung: OktoberPflanzung: NovemberPflanzung: DezemberBlütePflanzung

Ist der Herbstkrokus giftig? Vorsicht vor der Herbstzeitlose

Im Herbstbeet liegt die Gefahr in der Verwechslung. Die Herbstzeitlose Colchicum autumnale blüht im September und Oktober, also zur selben Zeit wie die Herbstkrokusse. Die Blüten erscheinen ohne Blätter. Laub und Samenkapseln bildet die Pflanze erst im folgenden Frühjahr, im Hochsommer zieht das Laub wieder ein.

Achtung

Bei der Herbstzeitlose sind alle Pflanzenteile giftig, besonders Samen und Knolle. Alle Teile enthalten das Alkaloid Colchicin. Die Blätter können mit Bärlauch verwechselt werden, und ihr Verzehr kann tödliche Vergiftungen auslösen. Nach dem Verzehr von Blättern können Vergiftungssymptome erst nach mehreren Stunden auftreten. Besteht ein Verdacht, kontaktierst du sofort ein Giftinformationszentrum oder ärztliche Hilfe und löst kein Erbrechen aus.

Am Blütenkelch allein verlasse ich mich nicht. Hinweise liefert eher der Jahreslauf: Belaubt kann die Herbstzeitlose im Frühjahr bis zu 40 cm hoch werden und trägt dann auch ihre Samenkapseln. Beim Bärlauchsammeln hilft die Geruchsprobe nicht zuverlässig, denn Bärlauchgeruch an deinen Händen verfälscht die Probe am nächsten Blatt. Bei Herbstzeitlosen gibt es außerdem gefüllte Gartenformen wie die pinke ‘Waterlily’ und die weiße ‘Album Flora Plena’. Achte beim Kauf deshalb auf den botanischen Namen auf dem Etikett.

Und die Krokusse selbst? Herbstkrokusse pflanzt du als Zierpflanzen. Einzige Ausnahme für die Küche ist Safran, also die getrockneten Narbenäste von Crocus sativus. Bei unsicherer Bestimmung kommt gar nichts aus dem Beet auf den Teller.

Pflanzen mit mittelschwerem oder schwerem Vergiftungsrisiko gehören nicht an Spiel- und Aufenthaltsorte von Kindern. Herbstzeitlosen setze ich deshalb nicht in die Nähe von Sandkasten und Spielwiese. Auch neben Bärlauch haben sie in meinem Garten keinen Platz.

Marias Erfahrung

Ich stecke beim Pflanzen an jede Gruppe ein Etikett mit dem botanischen Namen und trage die Stelle in meine Beetskizze ein. Damit kann ich im Frühjahr jedes austreibende Laub einer Pflanze zuordnen.

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Wie unterscheiden sich Herbstkrokusse von Frühjahrskrokussen?

Beide gehören zur Gattung Crocus, doch Pflanzung und Blüte liegen in anderen Monaten. Herbstkrokusse setzt du bis Mitte September. Neu gepflanzte Knollen öffnen sich ab Oktober. Zwischen Pflanzung und Blüte liegt bei ihnen also kein Winter, denn was du im Spätsommer setzt, blüht im selben Herbst.

Auch die Pflanztiefe hat eigene Werte. Für herbstblühende Krokusse reichen die Herstellerangaben von 6 bis 10 cm. Frühjahrskrokusse wie Crocus chrysanthus blühen dagegen im Februar und März; welche Krokusarten vom Frühling bis zum Herbst blühen, zeigt ein eigener Ratgeber.

Welche Rolle spielen Herbstkrokusse im Herbstgarten?

Mit Herbstkrokussen hört das Zwiebeljahr nicht im Sommer auf. Die Zwiebelblüte kann mit Winterlingen und Schneeglöckchen im Januar oder Februar beginnen. Späte Tulpen und Zierlauch setzen sie im Mai und Juni fort. Die Hauptblütezeit vieler Gartenlilien liegt im Juli und August. Danach kommen die Herbstkrokusse, und Crocus pulchellus blüht bis in den November.

Für ein Blütenangebot über die ganze Saison kombinierst du Gehölze, Stauden und Zwiebelblumen. Im Sommer übernehmen das zum Beispiel Dahlien, im Herbst Crocus speciosus, der eine Zwiebelpflanzung als Herbstblüher ergänzt. Davon haben auch Insekten etwas. Eine Pflanzenauswahl mit Blüten vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst verlängert ihr Nahrungsangebot.

Damit die späten Blüten wirken, pflanze ich sie in Gruppen. Zwiebel- und Knollenpflanzen wirken in Gruppen stärker als gleichmäßig einzeln verteilte Exemplare.

Welche Herbstkrokus-Arten gibt es?

Fünf Arten stelle ich dir genauer vor, eine sechste steht zusätzlich in der Tabelle. Wo keine Artangabe zur Tiefe vorliegt, richtest du dich nach der allgemeinen Spanne für Herbstblüher oder nach der Angabe auf der Packung.

Art Wuchshöhe Blütezeit Pflanztiefe
Crocus speciosus (Pracht-Krokus) etwa 8–15 cm Herbst etwa 6–8 cm
Crocus kotschyanus (Kotschys Krokus) etwa bis 10 cm Herbst Herbstblüher allgemein 6–10 cm
Crocus sativus (Safrankrokus) etwa 8–15 cm Herbst 6–8 cm, Gartenempfehlungen etwa 6–10 cm
Crocus pulchellus (Schöner Krokus) etwa 10 cm Oktober und November Herbstblüher allgemein 6–10 cm
Crocus nudiflorus (Nacktstieliger Krokus) etwa 10 cm Oktober Herbstblüher allgemein 6–10 cm
Crocus goulimyi etwa bis 10 cm Herbst, als Richtwert Herbstblüher allgemein 6–10 cm

Crocus speciosus (Pracht-Krokus)

Der Pracht-Krokus blüht in Blau- bis Violetttönen, die inneren Blütenblätter sind oft dunkler geadert. Er wird etwa 8 bis 15 cm hoch. In der Gartenkultur setzt du ihn etwa 6 bis 8 cm tief. Ich pflanze ihn gern vor Gehölze und Stauden, weil er dort nach den Sommerblühern Farbe bringt.

Crocus kotschyanus (Kotschys Krokus)

Kotschys Krokus trägt zartlila Blüten, innen oft mit gelben Flecken. Er bleibt etwa bis 10 cm hoch und blüht im Herbst. Weil er so niedrig bleibt, setze ich ihn nach vorn an Wegränder und in den Steingarten, wo nichts Höheres ihn verdeckt.

Crocus sativus (Safrankrokus)

Der Safrankrokus blüht lila, aus der Blüte ragen seine orangeroten Narben. Er wird etwa 8 bis 15 cm hoch. Für die Pflanztiefe reichen die Gartenempfehlungen von etwa 6 bis 10 cm. Ein konkretes Sortiment sieht zwischen den Knollen etwa 8 bis 10 cm Abstand vor. Im späten Gartenjahr bietet er Insekten Nahrung, und aus seinen Narben wird Safran gewonnen.

Crocus pulchellus (Schöner Krokus)

Der Schöne Krokus blüht hellblau bis lavendelfarben. Er wird etwa 10 cm hoch und blüht im Oktober und November. Damit gehört er zu den späten Arten im Herbstkrokus-Beet.

Crocus nudiflorus (Nacktstieliger Krokus)

Diese Art fällt durch ihre violetten Blüten auf. Die Pflanze wird etwa 10 cm hoch und blüht im Oktober. Ich setze sie in Gruppen, damit die einzelnen Kelche als Fläche wirken.

Eingewachsene Herbstkrokusse öffnen sich ab September, Crocus pulchellus blüht dagegen im Oktober und November. Pflanzt du beide auf dieselbe Fläche, zieht sich die Krokusblüte dort länger durch den Herbst, denn gestaffelte Blühtermine verlängern die Blühfolge.

Tipp

Kaufst du eine Mischung verschiedener Herbstkrokusse, prüfe die Stückzahl je Art und nicht nur die Gesamtzahl.

Wo wachsen Herbstkrokusse am besten?

Krokusse gedeihen sonnig bis halbschattig, solange keine Nässe stehen bleibt. Welche Lage für Herbstkrokusse passt und welche du besser meidest, klärt ein eigener Ratgeber zum Standort.

Welchen Boden brauchen Herbstkrokusse?

Krokusse brauchen lockeren, humosen und durchlässigen Boden. Stauende Nässe vertragen sie nicht, und bei Blumenzwiebeln begünstigt Staunässe im Winter Fäulnis. Bevor ich pflanze, schaue ich mir die Stelle nach einem Regen an. Bleibt Wasser im Pflanzloch stehen, muss der Abzug besser werden.

Die Pflanzstelle lockerst du vor dem Setzen 20 cm tief und arbeitest dabei Kompost ein. Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Gut verrotteter Mist eignet sich ebenfalls zur Bodenverbesserung.

Schwere Böden lassen sich für Zwiebel- und Knollenpflanzen durch beigemischten Sand auflockern. Zusätzlich wird bei schweren Böden eine Drainageschicht aus Sand oder Kies unter den Zwiebeln empfohlen, die 3 bis 5 cm stark ist. Auch Kies oder grober Sand im Pflanzbereich verbessert bei schwerem Boden den Wasserabzug.

Die Bodenart beeinflusst außerdem die Tiefe. Auf leichten Sandböden setzt du Blumenzwiebeln etwas tiefer, auf schweren Lehmböden etwas flacher. Kalk gebe ich nur, wenn eine Messung zeigt, dass der pH-Wert unter dem Bereich liegt, der zu Bodenart und Humusgehalt passt.

Wo im Garten passen Herbstkrokusse?

Im Rasen setze ich Herbstkrokusse am liebsten. Krokuslaub bleibt bis zum Welken stehen, deshalb sparst du die Pflanzstellen bis dahin beim Mähen aus. Gut eignet sich darum eine Rasenecke, die du eine Weile ungemäht lassen kannst.

Zwischen und vor Gehölzen können Krokusse in durchlässigem, humosem Boden verwildern. Im Steingarten brauchen sie gut wasserdurchlässigen Boden ohne Verdichtungen. Die Steine speichern Wärme, und zwischen ihnen müssen genug große Erdtaschen für die Knollen bleiben.

Im Staudenbeet setze ich die Krokusse vor höhere Partner an den Rand, damit die niedrigen Blüten sichtbar bleiben. Töpfe und Kästen gehen ebenfalls, wenn das Gefäß Abzugslöcher hat. Was Gefäße im Winter brauchen, steht beim Winterschutz.

Wann pflanzt du Herbstkrokusse?

Herbstblühende Krokusse werden von Ende August bis Mitte September gepflanzt. Je nach Art und Anleitung reichen die Empfehlungen für Herbstkrokusse zurück bis in den Juli. Das Fenster endet Mitte September. Neu gepflanzte Knollen blühen ab Oktober, eingewachsene Bestände in den Folgejahren schon ab September.

Frühlingsblühende Zwiebelblumen kommen vorzugsweise im September und Oktober in den Boden. In der ersten Septemberhälfte überschneiden sich damit beide Fenster. Herbstkrokusse und Frühjahrszwiebeln kannst du also in einem Arbeitsgang setzen.

Ich bestelle Herbstkrokusse im Sommer vor und pflanze sie, sobald die Knollen da sind. Vorher prüfe ich jede Knolle mit den Fingern. Jede Knolle muss fest und ungeschrumpft sein, ohne weiche Stellen oder Schimmel. Die Pflanzzeiten der Zwiebelblumen hast du mit dem Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken auf einen Blick.

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Wie tief und mit welchem Abstand pflanzt du Herbstkrokusse?

Für herbstblühende Krokusse reichen die Herstellerangaben zur Tiefe von 6 bis 10 cm. Für Crocus speciosus und Crocus sativus werden 6 bis 8 cm angegeben. Ich halte mich an die Angabe zur Art und markiere die Tiefe am Pflanzholz. Knollen mit erkennbarer Spitze setzt du mit der Spitze nach oben ein.

Beim Abstand gilt als allgemeine Faustregel etwa das Doppelte der Zwiebeldicke. Für sichtbare Gruppen stellst du kleine Zwiebelblumen mit mindestens 20 Stück zusammen. Tiefe, Abstand in der Gruppe und Gruppengröße gehören zusammen:

Angabe Wert
Pflanztiefe Herbstkrokusse, Herstellerangaben 6–10 cm
Pflanztiefe Crocus speciosus und Crocus sativus 6–8 cm
Pflanztiefe Krokusse im Rasen 8 cm
Abstand in der Gruppe, Faustregel etwa das Doppelte der Zwiebeldicke
Abstand Safrankrokus, konkretes Sortiment etwa 8–10 cm
Gruppengröße kleiner Zwiebelblumen mindestens 20 Stück
Bodenlockerung vor dem Pflanzen 20 cm, bei dickeren Zwiebeln 30 cm
Drainageschicht bei schweren Böden 3–5 cm Sand oder Kies

So pflanzt du im Rasen, im Beet, im Steingarten und im Topf

Für den Rasen hebst du ein Rasenstück an, setzt die Knollen darunter und legst das Stück wieder auf. Für Krokusse im Rasen werden 8 cm Tiefe angegeben. Danach drückst du die Sode an und gießt an.

Im Beet grabe ich für jede Gruppe ein breites Pflanzloch, statt jede Knolle einzeln zu setzen. Gibt es Wühlmausprobleme, setzt du die Knollen gruppenweise in Drahtkörbe und versenkst diese im Gartenboden.

Steingärten haben oft wenig Erde zwischen den Steinen. Ich suche deshalb eine Erdtasche, die groß genug für die ganze Gruppe ist. Ist der Boden darunter schwer, kommt Kies oder grober Sand in den Pflanzbereich.

Beim Topf beginnt alles mit dem Wasserabzug. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher und steht am besten auf kleinen Erhöhungen aus Holz oder Stein. Als Grundsubstrat eignet sich Blumenerde, und auch im Kübel hältst du die empfohlenen Abstände ein.

Zum Schluss füllst du das Loch mit Erde, drückst sie leicht an und gießt an.

Mini-Checkliste

Knollen fest, ungeschrumpft und ohne weiche Stellen · Pflanzstelle gelockert, bei schwerem Boden Drainage aus Sand oder Kies · Spitze nach oben · Tiefe nach Artangabe · gründlich angießen · Etikett mit botanischem Namen dazustecken.

Wie pflegst du Herbstkrokusse?

Die Pflege dreht sich um Wasser, Laub und Kompost. Das Laub von Zwiebelblumen entfernst du erst, wenn es vollständig abgetrocknet ist.

Wie viel Wasser brauchen Herbstkrokusse?

Frisch gesetzte Knollen gießt du gründlich an, auch bei bereits feuchtem Boden. Das Angießen fördert den Bodenkontakt und die Wurzelbildung, darf aber keine Staunässe erzeugen.

Danach richtest du dich nach dem Boden. Wenig Niederschlag, Wärme und Wind trocknen ihn schneller aus. Wachsen die Pflanzen aktiv, gießt du durchdringend, bevor auch der Untergrund vollständig austrocknet. Ich gieße morgens und direkt in den Wurzelbereich.

Im Topf zeigt eine 1 bis 2 cm tief abgetrocknete obere Substratschicht Gießbedarf an. Bei torffreien Substraten prüfst du vorher auch die Feuchte weiter unten, denn eine trockene Oberfläche kann einen noch nassen Wurzelraum verdecken. Für Krokusse ist diese Probe wichtig, weil sie keine stauende Nässe vertragen. Auch im Winter kontrollierst du Gefäße auf Trockenheit und gießt bei Bedarf.

Wann und womit düngst du Herbstkrokusse?

Für etablierte Blumenzwiebeln im Beet wird alle 2 Jahre im Herbst eine geringe Gabe aus Kompost, Lauberde oder verrottetem Mist empfohlen. Bei Herbstkrokussen fällt dieser Termin in die Blütezeit. Ich verteile die Auflage deshalb vorsichtig zwischen den Kelchen.

Kompost zählt dabei als Dünger. Damit kein Phosphat im Überschuss anfällt, gilt für Gartenboden eine allgemeine Obergrenze von 2 bis 3 l Kompost je m² und Jahr. Bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten schränkst du die Kompostgabe ein. Wird das Laub gelb und trocknet ein, bringt weiteres Düngen keinen Nutzen mehr.

Wachsen die Krokusse schwach, kann das auch an Lichtmangel, Bodenvernässung oder Wurzelfäulen liegen. Ein Nährstoffmangel ist damit nicht bewiesen. Ob der Boden unter- oder überversorgt ist, zeigt eine Bodenuntersuchung.

Brauchen Herbstkrokusse Winterschutz?

Im Beet zählt im Winter vor allem der Wasserabzug, im Kübel friert das Substrat zudem schneller durch als im Gartenboden. Bei stärkerem Frost stellst du Gefäße deshalb geschützt auf oder hüllst sie in Kokosmatten oder Sackleinen. Was beim Überwintern grundsätzlich gilt, liest du im Überblick, wie du Zwiebeln und Knollen ausgräbst und überwinterst.

Wie vermehren und verbreiten sich Herbstkrokusse?

Krokusse können sich im Garten über Brutknollen und Samen vermehren. Aus Samen gezogene Krokusse brauchen bis zur ersten Blüte bis zu vier Jahre. Wie du Herbstkrokusse teilst und die Teilstücke wieder einsetzt, zeigt ein eigener Ratgeber.

Womit kombinierst du Herbstkrokusse?

Welche Partner passen zu Herbstkrokussen?

Gute Partner blühen zur selben Zeit oder geben den niedrigen Kelchen einen ruhigen Hintergrund. Herbstblühende Kissen-Astern und Fetthennen bieten späten Blütenbesuchern zusätzliche Nahrung. Ungefüllte Astern ergänzen im Spätsommer und Herbst das Blütenangebot für Bienen.

Herbst-Anemonen aus dem Japonica-Hybridkomplex blühen im Spätsommer und Herbst. Herbst-Anemonen passen an halbschattige Plätze mit frischen, humosen Böden. Je nach Sorte werden sie etwa 40 bis 150 cm hoch, deshalb setze ich die Krokusse davor.

Das Herbst-Alpenveilchen Cyclamen hederifolium blüht als Richtwert von September bis November. Für Struktur sorgen Gräser. Die Rasenschmiele ‘Palava’ bildete im LWG-Versuch wintergrünes Laub und von Juni bis Oktober dekorative Blütenrispen. Im Steingarten kombinierst du niedrige Zwiebelpflanzen mit Polsterstauden und kleinen Gehölzen.

Herbstzeitlosen pflanze ich nicht als Partner dazu, weil ich eine Verwechslung im eigenen Beet vermeiden will. Wie du Krokusse im Frühlingsbeet mit Partnern und Farben kombinierst, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Gestaltungsideen für Beete und Rabatten

Für das Farbenspiel arbeite ich mit drei Regeln aus der Farbgestaltung. Violett und Gelb bilden im Farbkreis ein komplementäres Farbpaar. Violette Krokusse vor der goldgelben Rudbeckia fulgida ‘Goldsturm’ ergeben deshalb einen kräftigen Kontrast. Der Sonnenhut blüht vom Sommer bis in den Herbst und wird etwa 60 bis 100 cm hoch. Er bevorzugt sonnige Plätze mit frischem, nährstoffreichem Boden.

Ruhiger wird das Bild Ton in Ton. Dafür nutzt du Abstufungen derselben Farbe in Helligkeit oder Sättigung, etwa hellblauen Crocus pulchellus neben violettem Crocus speciosus. Die dritte Regel ist der Hell-Dunkel-Kontrast, den helle und dunkle Farben nebeneinander erzeugen.

In der Rabatte setze ich die niedrigen Krokusse nach vorn und höhere Stauden dahinter. Mehrere Zwiebeln derselben Art an einer Stelle wirken stärker als weit verstreute Einzelzwiebeln. Wie viel Platz jede Gruppe neben ihren Partnern bekommt, siehst du, wenn du dein Beet vorher im Beetplaner skizzierst.

Naturnahe Pflanzungen und Verwilderung

Für ein natürliches Bild streust du die Knollen aus und pflanzt sie dort, wo sie auf den Boden fallen. Damit ein Bestand ungestört wachsen kann, lässt du das Laub einziehen und mähst erst danach. Wie das im Jahreslauf aussieht, beschreibt der Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen im Abschnitt Pflege.

Sind Herbstkrokusse eine Bienenweide?

Ein vielfältiges Blütenangebot über die ganze Gartensaison verbessert die Nahrungsversorgung von Bienen. Krokusse im Frühjahr, Cosmeen im Sommer und ungefüllte Astern im Spätsommer und Herbst ergänzen dieses Angebot. Hier setzen die Herbstkrokusse an, denn der Safrankrokus Crocus sativus bietet Insekten im späten Gartenjahr Nahrung. Mit herbstblühenden Kissen-Astern und Fetthennen stehen späten Blütenbesuchern weitere Nahrungsquellen daneben.

Bei den Partnern bevorzugst du ungefüllte und geeignete halbgefüllte Blüten, stark gefüllte meidest du. Vollständig gefüllte Blüten bieten keinen Pollen und nur wenig Nektar.

Insekten brauchen außerdem Nist- und Überwinterungsplätze. Offene, warme und sonnige Bodenstellen bieten bodennistenden Wildbienen Nistmöglichkeiten und sollen vor Staunässe geschützt sein. Ich lasse deshalb am Rand meines Steingartens eine offene, sonnige Bodenstelle frei. Stein- und Holzhaufen in der Nähe ergänzen das Angebot.

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Wie wird Safran aus Crocus sativus gewonnen?

Safran besteht aus den getrockneten Narbenästen von Crocus sativus. Im pannonischen Safrananbau werden die frisch aufgeblühten Blüten vormittags geerntet. Die Narben löst man noch am selben Tag von Hand aus. Wer im Garten Safran gewinnen will, plant die Ernte deshalb in die Vormittage der Blütezeit und löst die Narben gleich danach aus.

Der Safrankrokus ist triploid. In der Gartenkultur vermehrst du ihn über Brutknollen, für eine gewöhnliche Samenzucht eignet er sich nicht.

Für die Küche kommen nur Narben von sicher bestimmtem Crocus sativus infrage. Weil die giftige Herbstzeitlose zur selben Zeit blüht, ernte ich nur aus Gruppen, die ich selbst als Safrankrokus gepflanzt und beschriftet habe. Alle übrigen Pflanzenteile bleiben im Beet.

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Häufige Fragen

Was sind Herbstkrokusse und wann blühen sie?
Herbstkrokusse sind Arten der Gattung Crocus, die im Herbst statt im Frühjahr blühen, etwa Crocus speciosus, Crocus pulchellus oder der Safrankrokus Crocus sativus. Neu gepflanzte Knollen öffnen sich ab Oktober, eingewachsene Bestände schon ab September. Crocus pulchellus blüht im Oktober und November, Crocus nudiflorus im Oktober.
Worin unterscheiden sich Herbstkrokusse von Frühjahrskrokussen?
Vor allem im Kalender: Herbstkrokusse pflanzt du meist von Ende August bis Mitte September, und sie blühen noch im selben Herbst. Frühjahrskrokusse wie Crocus chrysanthus kommen von September bis Dezember in die Erde und blühen im Februar und März. Für herbstblühende Krokusse liegen die Herstellerangaben zur Pflanztiefe bei 6 bis 10 cm.
Welche Herbstkrokus-Arten gibt es und welche Eigenschaften haben sie?
Zu den Herbstkrokussen gehören Crocus speciosus und der Safrankrokus Crocus sativus, die etwa 8 bis 15 cm hoch werden. Crocus pulchellus und Crocus nudiflorus werden etwa 10 cm hoch, Crocus kotschyanus bleibt etwa bis zu dieser Höhe. Crocus pulchellus blüht im Oktober und November, Crocus nudiflorus im Oktober. Aus den getrockneten Narbenästen von Crocus sativus besteht Safran.
Welche Standortansprüche haben Herbstkrokusse im Garten?
Krokusse gedeihen sonnig bis halbschattig in lockerem, humosem und durchlässigem Boden. Stauende Nässe vertragen sie nicht. Auf schweren Böden wird für Blumenzwiebeln eine 3 bis 5 cm starke Drainageschicht aus Sand oder Kies unter den Zwiebeln empfohlen. Geeignete Plätze sind Rasenflächen und Bereiche zwischen und vor Gehölzen, im Steingarten braucht der Boden ebenfalls guten Wasserabzug.
Wie pflegst du Herbstkrokusse richtig?
Nach dem Setzen gießt du die Knollen gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist, und vermeidest danach Staunässe. Das Laub bleibt stehen, bis es vollständig abgetrocknet ist, im Rasen sparst du die Stellen bis dahin beim Mähen aus. Etablierte Zwiebelbeete erhalten alle 2 Jahre im Herbst eine geringe Gabe Kompost, Lauberde oder verrotteten Mist.
Wie unterscheidest du Herbstkrokusse von der giftigen Herbstzeitlose?
Die Herbstzeitlose Colchicum autumnale ist kein Krokus, sie gehört zu den Zeitlosengewächsen und blüht im September und Oktober ohne Blätter. Im folgenden Frühjahr bildet sie Blätter und Samenkapseln, und ihre Blätter können mit Bärlauch verwechselt werden. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Samen und Knolle, sie enthalten Colchicin, und der Verzehr kann tödlich enden. Kaufe deshalb nur Knollen mit botanischem Namen, beschrifte die Pflanzstellen und iss nichts, was du nicht sicher bestimmt hast.
Welche Pflanzpartner passen zu Herbstkrokussen?
Herbstblühende Kissen-Astern und Fetthennen bieten späten Blütenbesuchern zusätzliche Nahrung. Herbst-Anemonen blühen im Spätsommer und Herbst und passen an halbschattige Plätze mit frischen, humosen Böden. Das Herbst-Alpenveilchen Cyclamen hederifolium blüht als Richtwert von September bis November. Im Steingarten ergänzen Polsterstauden und kleine Gehölze die niedrigen Krokusse.
Welche Rolle spielen Herbstkrokusse als Bienenweide?
Der Safrankrokus Crocus sativus bietet Insekten im späten Gartenjahr Nahrung. Mit herbstblühenden Kissen-Astern und Fetthennen ergänzt du dieses späte Angebot, denn eine Pflanzenauswahl mit Blüten vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst verlängert das Nahrungsangebot für Insekten. Neben Blüten brauchen Insekten auch Nist- und Überwinterungsplätze wie offene Bodenstellen sowie Stein- und Holzhaufen.
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