Geranien gesund erhalten: Schädlinge und Krankheiten erkennen und bekämpfen
- Ein Symptom ist ein Hinweis, keine Diagnose: Prüf Blattunterseite, Triebspitzen und Erdfeuchte, bevor du handelst.
- Grauschimmel und Rost profitieren von Nässe und dichtem Stand, deshalb gießt du morgens an die Erde und gibst den Pflanzen Luft.
- Gegen die bakterielle Schirmchenkrankheit gibt es keine direkte Bekämpfung, von kranken Pflanzen schneidest du keine Stecklinge.
- Schwachen Blattlausbefall spülst du mit dem Wasserstrahl ab, nachtaktive Raupen findest du abends mit der Taschenlampe.
- Chemie kommt erst infrage, wenn der Erreger sicher bestimmt ist und sanftere Wege versagt haben.

Klebrige Blätter, ein grauer Belag auf verblühten Blüten oder feine helle Sprenkel auf dem Laub: Wenn deine Geranien so aussehen, kann ein Schädling dahinterstecken, ein Pilz oder einfach zu viel Wasser im Kasten. Was du tust, hängt davon ab, was es ist. Ich schaue deshalb erst genau hin und greife dann zur Schere oder zum Wasserstrahl.
Hier erfährst du, woran du Krankheiten und Schädlinge an Geranien erkennst, wie du sie von Pflegefehlern unterscheidest und womit du anfängst. Chemie bleibt dabei das letzte Mittel.
Was im Balkonkasten als Geranie blüht, gehört botanisch zur Gattung Pelargonium. Die Storchschnäbel, die botanisch Geranium heißen, sind davon zu unterscheiden. Zu den klassischen Balkonpelargonien zählen aufrecht wachsende Formen von Pelargonium × hortorum und hängende Formen von Pelargonium peltatum.
Schädling, Pilz oder Pflegefehler: So gehst du bei der Kontrolle vor
Ein Symptom allein ist noch keine Diagnose. Gelbe ältere Blätter können bei Beet- und Balkonpflanzen von Wasser-, Licht-, Temperatur-, Salz- oder Nährstoffstress kommen. Auch Blattflecken gehen nicht immer auf einen Erreger zurück, manchmal steckt ein nichtparasitärer Schaden dahinter.
Ich gehe bei der Kontrolle immer in derselben Reihenfolge vor. Zuerst drehe ich ein paar Blätter um und schaue auf die Unterseite, danach auf die Triebspitzen. Zum Schluss stecke ich einen Finger in die Erde, weil Welke auch von zu nasser Erde kommen kann.
Die Tabelle ordnet häufige Bilder ein. Sie nennt mögliche Ursachen, keine sicheren.
| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Erster Schritt |
|---|---|---|
| grauer Belag auf faulenden Blüten oder Blättern bei hoher Luftfeuchtigkeit | Grauschimmel | befallene Teile entfernen, Pflanzen abtrocknen lassen |
| dunkelbraune, ringförmig angeordnete, schorfige Stellen auf der Blattunterseite, Blatt vergilbt rasch | Pelargonienrost | befallene Blätter sofort entfernen |
| gelblich-weiße Sprenkel, teils feine Gespinste, vor allem bei trockener Hitze | Spinnmilben | Blattunterseiten prüfen, Nützlinge fördern |
| klebrige Blätter, kleine weiße Fliegen auf dem Laub | Weiße Fliege | stark besetzte Blätter abpflücken, größere Blätter abwaschen |
| gekräuselte oder verkrüppelte Blätter und Triebe, Tiere an Triebspitzen und Blattunterseiten | Blattläuse | schwachen Befall mit dem Wasserstrahl abspülen |
| Fraßschäden, tagsüber ist kein Tier zu finden | nachts fressende Raupen von Schmetterlingen oder Blattwespen | in der Abenddämmerung mit Taschenlampe suchen, absammeln |
| Welke trotz feuchter Erde, braune, weiche, leicht abreißende Wurzeln | Staunässe mit Wurzelschäden | Wasser frei ablaufen lassen, Untersetzer leeren |
| erst Welke, später braune Blätter nach kräftigem Düngen | Salzschaden durch Überdüngung oder salzhaltiges Gießwasser | Düngen einstellen, Salze auswaschen |
| ältere Blätter gelb nach kalten Nächten und sonnigen, warmen Tagen, bei einigen Sorten gelbe Triebspitzen unter 8 °C | Temperaturstress, ChloroseChlorose ist eine unnatürliche Gelbfärbung der Blätter, weil das Blattgrün schlecht ausgebildet oder zerstört wird. Am häufigsten ist bei uns die Eisenmangel-Chlorose, oft ausgelöst durch kalkhaltigen Boden und Leitungswasser. durch Kälte | abwarten, die Chlorose an den Triebspitzen kann bei höheren Temperaturen verschwinden |
| keine neuen Blüten bei länger anhaltender Kühle unter 10 °C | Temperatur statt Krankheit | nicht gleich düngen, wärmere Tage abwarten |
| Blütenknospen sterben an einem dunklen Platz ab | Lichtmangel | heller stellen |
| Blattflecken unklarer Herkunft | Erreger oder nichtparasitärer Schaden | befallene Blätter abnehmen, bei Verdacht fachliche Diagnose |
Bei Sommerblumen sind einzelne Blattflecken meist nicht bekämpfungswürdig, weil die Toleranzschwelle hoch ist. Die befallenen Blätter nimmst du trotzdem gleich ab. Bleibt die Ursache unklar und kümmert die Pflanze, kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose klären und bei der Wahl der passenden Maßnahme helfen.
Grauschimmel, Rost und Bakterien: Krankheiten an Geranien
Hohe Luftfeuchtigkeit und Pflanzenteile, die lange nass bleiben, begünstigen bei Pelargonien Pilzkrankheiten. Vorbeugung setzt deshalb beim Abtrocknen an: Abstand, Luft und die richtige Gießzeit.
Grauschimmel: grauer Belag auf faulenden Pflanzenteilen
Bei hoher Luftfeuchtigkeit überzieht Grauschimmel faulende Pflanzenteile mit einem grauen Belag. Bei Geranien gibt es mehrere Umstände, die den Pilz fördern. Stehen die Pflanzen sehr dicht, kann er sich leichter ausbreiten. Blätter und Blütenstiele, die der Wind geknickt hat, können zu Befallsstellen werden. Gefüllt blühende Sorten reagieren empfindlicher auf Regen als einfach blühende, weil das Wasser länger in ihren Blüten steht.
Im Winter kommt ein weiterer Punkt hinzu. Wer an dunklen Wintertagen zu spät gießt, fördert Grauschimmel, weil die Pflanzen bis zur Nacht nicht mehr abtrocknen. Bleibt das Wasser mehrere Stunden auf der Pflanze, ist der Infektionsdruck sehr hoch.
Befallene Pflanzenteile entfernst du, um den Befall einzudämmen. Geknickte Blätter und Stiele schneide ich dabei gleich mit ab. Gegossen wird morgens direkt an die Erde, ohne das Laub zu benetzen, damit Pflanze und Boden über den Tag trocknen. Genug Abstand zwischen den Pflanzen verbessert die Luftzirkulation, die Blätter trocknen schneller und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt.
Weil Grauschimmel auf faulenden Pflanzenteilen wächst und Regenwasser in gefüllten Blüten länger stehen bleibt, lohnt es sich, gefüllte Sorten nach Regenphasen besonders gründlich auszuputzen.
Gegen Grauschimmel an Zierpflanzen wird die Luftfeuchte unter 85 % gehalten. Steuern kannst du das vor allem dort, wo Geranien unter Dach stehen.
Pelargonienrost: schorfige Stellen auf der Blattunterseite
Als besonders anfällig für Rost gelten Stockrosen, Bartnelken oder Löwenmaul, aber auch Geranien können betroffen sein. Beim Pelargonienrost erscheinen auf der Blattunterseite dunkelbraune, schorfige Stellen, die ringförmig angeordnet sind. Solche Blätter werden häufig rasch gelb und sterben danach ab.
Rostpilze profitieren von hoher Luftfeuchtigkeit, lange nassen Blättern, dicht stehenden Pflanzen und einer einseitigen Stickstoffdüngung. Vorbeugen kannst du also wie beim Grauschimmel, dazu kommt eine ausgewogene Düngung.
Befallene Blätter nimmst du sofort ab, bei Bedarf schneidest du die Pflanze zurück. Rostkranke Pflanzenreste entsorgst du, statt sie im Kasten oder auf dem Beet liegen zu lassen, damit dort keine Infektionsquelle überdauert. Pflanzenschutzmittel wirken gegen Rost nur vorbeugend, bei sichtbarem Befall setzt du deshalb beim Entfernen an. Von rostbefallenen Pflanzen gewinnst du kein Saatgut, weil Rostsporen daran haften und die Jungpflanzen im folgenden Jahr infizieren können.
Bakterielle Schirmchenkrankheit: keine direkte Bekämpfung
Die Schirmchenkrankheit der Pelargonien geht auf Bakterien der Gattung Xanthomonas zurück. Direkt bekämpfen lässt sie sich nicht. Die Erreger werden beim Stecklingsschnitt und mit Gieß- und Spritzwasser übertragen, deshalb vermehrst du erkrankte Pflanzen nicht weiter.
Blattflecken können viele Ursachen haben. Ob ein Verdacht stimmt, klärt eine fachliche Diagnose besser als der Blick aufs Blatt.
Weil die Bakterien beim Stecklingsschnitt weitergegeben werden, gehört das Reinigen von Messer und Handschuhen nach jeder verdächtigen Pflanze zum Schneiden dazu. Für Stecklinge wählst du nur gesunde, kräftige Mutterpflanzen. Liegt über den Stecklingen eine Abdeckung, schaust du täglich nach und lüftest kurz, denn hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser können sonst Pilzerkrankungen begünstigen.
Von einer Geranie mit Verdacht auf Schirmchenkrankheit schneidest du keine Stecklinge. Gieß sie direkt an der Erde, damit kein Spritzwasser auf die Nachbarpflanzen gelangt.
Welke durch Staunässe oder zu viel Dünger
Nicht jede welke Geranie hat Durst. Welke Topfpflanzen können unter Wassermangel leiden, aber ebenso unter Staunässe mit Wurzelfäule. Sind die Wurzeln braun, weich und reißen leicht ab, spricht das für einen Staunässeschaden. Balkonpelargonien vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Gießwasser muss deshalb aus Kübel oder Kasten ablaufen können, und einen vollen Untersetzer leerst du nach Regen aus.
Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während tiefer im Gefäß noch Nässe steht. Prüf die Feuchte deshalb weiter unten mit dem Finger oder über das Gewicht des Topfes.
Auch Dünger kann hinter Welke stecken. Überdüngung oder salzhaltiges Gießwasser kann bei Pelargonien zuerst Welke, später braune Blätter und Wurzelschäden verursachen. Dann stellst du das Düngen ein und spülst die Salze mit langsam fließendem Wasser bei freiem Ablauf aus. Bei starken SalzschädenSalzschäden sind Schäden an Pflanzen durch zu viel Salz im Boden oder Substrat, etwa nach zu hohen Düngergaben oder durch Streusalz. Typisch sind Blätter, die vom Rand her braun werden, und ein gehemmtes Wachstum. kann die Erde ausgetauscht werden. Eine geschwächte Geranie düngst du erst wieder, wenn sie sich erholt hat.
Eine welke Geranie sofort gießen. Welke kann von Wassermangel kommen, aber auch von Staunässe oder einem Salzschaden nach zu viel Dünger. Prüf deshalb zuerst mit dem Finger, ob die Erde noch feucht ist.
Geranien-Schädlinge bekämpfen: Weiße Fliege, Spinnmilben, Blattläuse und Raupen
Bei Schädlingen setzt du zuerst mechanisch an: abspülen, abpflücken, absammeln. Chemie hebst du dir für den Fall auf, dass das nicht reicht und der Schädling sicher bestimmt ist.
Weiße Fliege: klebrige Blätter
Bei der Weißen Fliege entsteht der Hauptschaden durch den klebrigen HonigtauHonigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen, die die Blätter verklebt. Auf ihm können sich schwarze Rußtaupilze ansiedeln, außerdem fressen Ameisen ihn.. Im Freiland pflückst du die am stärksten besetzten Blätter ab und entsorgst sie. Größere Blätter lassen sich mit Wasser abwaschen. Stehen deine Geranien am Blumenfenster oder im Wintergarten, kommt dort auch ein Nützling infrage, mehr dazu im Abschnitt zu den Nützlingen.
Spinnmilben: Sprenkel und Gespinste bei Hitze
An Pelargonien mögen Spinnmilben ein trocken-heißes Klima, deshalb kontrollierst du den Bestand im Sommer besonders gründlich. Die etwa 0,5 mm großen Tiere hinterlassen gelblich-weiße Sprenkel auf den Blättern, teilweise mit feinen Gespinsten. Bei Pflanzen im Haus können zusätzlich weiße Häutungsreste an den Blattunterseiten auffallen.
Draußen gehören FlorfliegenlarvenFlorfliegenlarven sind die räuberischen Larven der zarten, hellgrünen Florfliege. Mit langen Saugzangen saugen sie Blattläuse, Spinnmilben, Thripse und andere Kleininsekten aus und gelten deshalb im Garten als wichtige Nützlinge. zu den Gegenspielern, denn neben Blattläusen fressen sie auch Spinnmilben. Am Blumenfenster und im Wintergarten wird gegen die Gemeine Spinnmilbe die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis eingesetzt.
Blattläuse: gekräuselte Triebspitzen
An Zierpflanzen sitzen Blattläuse oft an Triebspitzen und Blattunterseiten. Blätter und Triebe können sich dadurch kräuseln oder verkrüppeln. Schau vor dem Eingreifen, ob schon Nützlinge an der Kolonie sind, etwa Marienkäfer oder Larven von Florfliegen und Schwebfliegen. Bei schwachem Befall genügt häufig ein Wasserstrahl, der die Läuse abspült.
Ich spritze Blattläuse am Vormittag ab, weil lange nasse Pflanzenteile bei Pelargonien Pilzkrankheiten begünstigen und das Laub so bis zum Abend trocknen kann.
Raupen: Fraß in der Nacht
Fraßschäden an Pelargonien können auf Raupen von Schmetterlingen oder Blattwespen zurückgehen. Weil die Tiere meist nachts aktiv sind, entdeckst du sie am ehesten in der Abenddämmerung mit einer Taschenlampe. Was du findest, sammelst du ab.
In heißen Sommerwochen gehe ich abends mit der Taschenlampe an meine Geranienkästen. Ich suche angefressene Blätter nach Raupen ab und drehe dabei ein paar Blätter um, um nach Sprenkeln und Gespinsten zu sehen.
Nützlinge: Wer dir draußen und am Blumenfenster hilft
Marienkäfer sowie die Larven von Florfliegen und Schwebfliegen zählen zu den natürlichen Feinden der Blattläuse. Ein einzelner Marienkäfer frisst in seiner gesamten Lebenszeit etwa 5000 Blattläuse. Erwachsene Schwebfliegen besuchen häufig Korb- und Doldenblüten und legen ihre Eier in die Nähe von Blattlauskolonien. Die Larven saugen anschließend die Blattläuse aus.
Damit sich Nützlinge ansiedeln, brauchen sie Verstecke und Plätze zum Überwintern. Ungefüllte Ringelblumen und Kosmeen bieten erwachsenen SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. und Schwebfliegen leicht zugängliche Blütennahrung und unterstützen so auch die Gegenspieler der Blattläuse. Wenn du Platz hast, stell einen Kasten mit solchen Sommerblumen in die Nähe deiner Geranien.
Am Blumenfenster und im Wintergarten lassen sich Nützlinge gezielt einsetzen. Gegen die Weiße Fliege wird die Erzwespe Encarsia formosa genutzt, die deren Jugendstadien parasitiert. Gegen Blattläuse kommen dort Marienkäfer-, Schwebfliegen- und Florfliegenlarven infrage, gegen Spinnmilben die Raubmilbe.
Nützlinge arbeiten bei 20 bis 24 °C am besten. Sie werden möglichst früh beim ersten Auftreten der Schädlinge eingesetzt und brauchen ein tägliches leichtes Übersprühen der Pflanzen. Nach chemischen Präparaten wartest du mit dem Nützlingseinsatz mindestens 6 Wochen.
Hausmittel: Was man ihnen nachsagt
SchmierseifeEine Schmierseifenlösung ist in Wasser aufgelöste Schmierseife, die als altes Hausmittel auf Pflanzen gesprüht wird. Sie legt sich als flüssiger Film über Schädlinge wie Blattläuse, die dadurch ersticken., Rapsöl, BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse. und Knoblauchsud gehören zu den Hausmitteln, die gegen Blattläuse, Spinnmilben oder Pilze weitergegeben werden. Wenn du etwas davon ausprobierst, dann zuerst an einem einzelnen Trieb, und beobachte, wie die Blätter reagieren.
Bei der Brennnesseljauche lohnt ein zweiter Blick. PflanzenjauchePflanzenjauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Pflanzen wie Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch, die in Wasser gären. Ihre Nährstoffe stehen den Pflanzen schnell zur Verfügung. wird zum Düngen angesetzt, und ihr Nährstoffgehalt schwankt mit Pflanzenart, Zustand der Pflanzen und Erntezeitpunkt. Eine allgemein gültige Ausbringmenge oder Häufigkeit gibt es nicht, weil der Bedarf der Pflanze und die vorhandenen Nährstoffe entscheiden.
„Brennnesseljauche macht Geranien kräftig und vertreibt Blattläuse.“ Jauche ist ein selbst angesetzter Dünger mit schwankendem Nährstoffgehalt. Gegen schwachen Blattlausbefall genügt häufig schon das Abspritzen mit Wasser.
Chemie nur als letztes Mittel
Zugelassene Pflanzenschutzpräparate kommen erst infrage, wenn der Schaderreger zuverlässig bestimmt ist und sanftere Methoden versagt haben. Bei Geranien sind die Möglichkeiten ohnehin begrenzt, denn gegen die Schirmchenkrankheit gibt es keine direkte Bekämpfung. Chemische Mittel können auch Nützlinge treffen, und wer auf chemischen Pflanzenschutz verzichtet, schont die nützlichen Insekten im Garten. Ein geplanter Nützlingseinsatz muss nach einer Behandlung warten.
Entscheidest du dich trotzdem für ein Mittel, gilt ein fester Sicherheitsrahmen.
- nur Mittel mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten
- Gebrauchsanweisung vor der Anwendung lesen und einhalten
- Schutzkleidung tragen
- die angegebene Wartezeit beachten
- Reste und leere Packungen nach den Vorgaben entsorgen
- Mittel kindersicher unter Verschluss aufbewahren
Vorbeugen in der Pflege: Standort, Gießen, Ausputzen und Winterquartier
Hänge- und Zonalpelargonien bevorzugen einen vollsonnigen Platz, Halbschatten vertragen sie, vollschattige Nordlagen nicht. Lichtmangel kann bei ihnen die Blütenknospen absterben lassen. Wie du den Platz auswählst, zeigt der Ratgeber, welcher Standort Geranien am besten wachsen und blühen lässt.
Beim Gießen wird die Erde durchfeuchtet und erst nach dem Abtrocknen wieder gegossen, überschüssiges Wasser muss frei ablaufen. Geranien sind Starkzehrer, doch eine einseitige Stickstoffdüngung fördert Rostpilze. Wie du Geranien im Gefäß gießt und düngst, steht im Ratgeber, wie du Geranien im Kübel auf Balkon und Terrasse pflegst.
Verblühtes und abgestorbene Pflanzenteile nimmst du zügig heraus, weil Grauschimmel an faulenden Teilen ansetzt. Wann ein Rückschnitt sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber, wie du Geranien für eine üppige Blüte schneidest. Allgemeines dazu, wie du Sommerblumen ausputzt und pflegst, findest du im Sommerblumen-Überblick.
Vor dem Einräumen ins Winterquartier kontrollierst du die Geranien auf Schädlinge und stellst befallene Pflanzen getrennt auf. Überwintert werden sie kühl und hell und nur wenig gegossen, ohne dass die Erde vollständig austrocknet. Die Einzelheiten zeigt der Ratgeber, wie du Geranien im Haus durch das ganze Jahr bringst, die Grundlagen zu Topf, Überwintern und Stecklingen stehen im Sommerblumen-Überblick.




