Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Probleme

Krankheiten und Schädlinge bei Sommerastern: Welke, Mehltau und Schnecken erkennen und bekämpfen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion

Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Asternwelke: kranke Pflanzen nicht kompostieren, 5 bis 7 Jahre keine Astern an diese Stelle.
  • Sorten wählen, die der Hersteller als welkeresistent ausweist, etwa die 'Standy Mischung'.
  • Echter Mehltau zeigt sich als abwischbarer weißer Belag auf der Blattoberseite.
  • Gegen Grauschimmel faulende Teile entfernen und morgens bodennah gießen.
  • Schnecken verraten sich durch Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren.
  • Sommerastern jedes Jahr auf ein anderes Beet setzen, nicht zu nass und nicht zu stickstoffreich halten.
Blattlausbefall an einer Blütenknospe – ein häufiges Problem an Sommerblumen
Foto: LeneA · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wenn eine Sommeraster mitten im Sommer schlappmacht, obwohl die Erde feucht ist, gehe ich in die Hocke und schaue mir den Stängelgrund an. Ist der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärbt, kann das auf Asternwelke hindeuten. Diese Krankheit nehme ich an Sommerastern am ernstesten: Ihr Erreger überdauert viele Jahre im Boden, und Gieß- und Spritzmittel wirken gegen sie nicht. Echten Mehltau, Grauschimmel, Fäule und Schädlinge wie Schnecken kannst du dagegen eher bremsen, wenn du das Schadbild früh richtig einordnest.

Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig und kommen jedes Jahr neu ins Beet. Das hilft dir beim Vorbeugen, denn du kannst den Platz wechseln.

Welches Schadbild passt zu welchem Problem?

Die Tabelle ordnet, was du an der Pflanze siehst, einer möglichen Ursache und einem ersten Handgriff zu. Ähnliche Bilder können verschiedene Ursachen haben, deshalb ist jede Zeile ein Hinweis und keine Diagnose.

Was du siehst Kann hindeuten auf Erster Handgriff
Unterer Pflanzenbereich braun bis schwarz, Welke bei starker Einstrahlung, ältere Blätter einseitig gelb Asternwelke Bodenfeuchte prüfen, bei bestätigtem Verdacht Pflanze entfernen
Weiße Flecken, später mehlartiger, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite Echter Mehltau Kranke Blätter früh abpflücken
Nicht abwischbarer Belag unterseits, gelbliche bis braune Flecken oben Falscher Mehltau Befallenes Material entfernen, nicht auf den eigenen Kompost
Grauer Belag auf faulenden Blüten, Blättern oder Stängeln Grauschimmel Faulende Teile entfernen
Welke bei nasser Erde, braune und weiche Wurzeln Staunässe, Wurzelfäule Nässe abstellen, Wasserabzug prüfen
Gekräuselte Blätter und Triebspitzen, Tiere an Blattunterseiten Blattläuse Nützlinge beachten, mit Wasserstrahl abspritzen
Fraß vom Blattrand, silbrige Schleimspuren Schnecken Absammeln
Gelblich-weiße Sprenkel, teils feine Gespinste Spinnmilben Befallene Teile entfernen
Silbrig graue Stellen, bei starkem Befall deformierte Blüten Thripse Befallene Teile entfernen
Kurz erklärt

Blattflecken an krautigen Gartenpflanzen können von Schaderregern stammen, aber auch nichtparasitäre Ursachen haben. Bei unklaren Flecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose und die Wahl passender Maßnahmen klären.

Bakterielle und virale Erreger lasse ich hier außen vor. Welche Bakterien- und Viruserkrankungen Prinzess-Astern treffen, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Callistephus
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.

Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.

Pflege

Pflege

Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.

Düngung

Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.

Verwendung

Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.

Aussaatkalender Gartenaster
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai; Blüte: Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberVorkulturAussaatBlüte

Asternwelke: Woran erkennst du sie, und was dann?

Die Anzeichen

Die Asternwelke geht auf den Pilz Fusarium oxysporum f. callistephi zurück. Bei dieser pilzbedingten Welke kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben. Typisch für eine Infektion mit Fusarium oxysporum ist außerdem, dass Pflanzen bei starker Einstrahlung welken und ältere Blätter einseitig vergilben.

Welke allein ist aber noch kein Befund. Auch Trockenstress und beginnende Wurzelfäule lassen Blätter hängen. Ich drücke deshalb zuerst den Finger in die Erde, bevor ich eine schlappe Aster gieße oder herausnehme. Ist der Boden trocken, kann schlicht Wasser fehlen. Ist er nass, kommt Fäule durch Staunässe infrage.

Wenn sich der Verdacht bestätigt

Fusarium oxysporum gilt wegen seiner Lebensweise als unbekämpfbar. Eine erkrankte Pflanze nimmst du deshalb mitsamt Wurzeln aus dem Beet. Auf den Gartenkompost gehört sie nicht, weil die Erreger dort überdauern und mit dem Kompost verbreitet werden können. Werkzeug und Handschuhe reinigst du, bevor du damit an gesunden Pflanzen weiterarbeitest.

Der Erreger überdauert mehrere Jahre im Boden oder auf Kulturmaterial. Töpfe und Stützstäbe, die an kranken Astern standen, wasche ich deshalb gründlich, bevor sie wieder zum Einsatz kommen.

Häufiger Fehler

Welkekranke Astern landen auf dem Kompost. Widerstandsfähige Erregerstadien können so mit der Komposterde zurück in die Beete wandern. Ich gebe solche Pflanzen in den Restmüll.

Vorbeugen: neuer Platz, passende Sorte

Die Sporen der Asternwelke können viele Jahre im Boden überdauern, und Gieß- und Spritzmittel wirken gegen die Krankheit nicht. Nach einem Befall bleibt dir deshalb nur der Platzwechsel. Am betroffenen Standort hältst du für Astern eine Anbaupause von 5 bis 7 Jahren ein.

Auch ohne Befall setzt du Sommerastern nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet. Damit du nicht durcheinanderkommst, kannst du im Beetplaner festhalten, wo deine Astern standen.

Gegen Welkeerreger wie die Asternwelke setzt du am besten widerstandsfähige Sorten ein. Die ‘Standy Mischung’ ist vom Hersteller als resistent gegen Asternwelke ausgewiesen. Die Riesen-Prinzess-Mischung beschreibt ihr Hersteller als welkeresistente Schnittaster. In Sortenangaben gelten außerdem ‘Mona’ und ‘Starlight’ als widerstandsfähig gegen die Asternwelke. Eine solche Angabe senkt das Risiko, sie hebt die Anbaupause auf befallenem Boden aber nicht auf.

Zusätzlich bewahrst du Sommerastern vor übermäßiger Stickstoffdüngung und vor zu nassem Boden. Die Strahlen-Astern sind ebenfalls eine Sommerastern-Form. Wie du Krankheiten an Strahlen-Astern mit natürlichen Methoden angehst, steht in ihrem eigenen Ratgeber.

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Echter Mehltau: Was bedeutet der weiße Belag?

Erkennen und unterscheiden

Echter Mehltau an Astern kann bei trocken-warmer Witterung auftreten. Er beginnt häufig mit weißen Blattflecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten und später bräunlich werden. Typisch sitzt dieser Belag auf der Blattoberseite und lässt sich abwischen.

Falscher Mehltau bildet dagegen einen nicht abwischbaren Belag auf der Blattunterseite, oben zeigen sich gelbliche bis braune Flecken. Bevor ich entscheide, wische ich mit dem Finger über den Fleck und drehe das Blatt um.

Handeln bei beginnendem Befall

Bei beginnendem Echtem Mehltau pflückst du kranke Blätter früh ab. Sind ganze Triebe befallen, schneidest du sie bis ins gesunde Gewebe zurück. Das kann die Ausbreitung eindämmen. Gegen Ende der Saison ist ein gewisser Befall an Sommerblumen tolerierbar.

Milch und Backpulver werden als Hausmittel gegen Echten Mehltau oft genannt. Bei mir kommt das Abpflücken kranker Blätter zuerst. Echten Mehltau und Rost speziell an Pompon-Astern behandelt der Ratgeber, wie du Pompon-Astern vor Mehltau und Rost schützt.

Vorbeugen

Ausreichender Pflanzenabstand, gute Belichtung und Durchlüftung unterstützen die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Dazu gehört auch, Stickstoffüberdüngung zu vermeiden. In der Reihe brauchen Gartenastern 15 bis 30 cm Abstand. Zwischen den Reihen planst du 20 bis 40 cm ein.

Mythos-Check

Wer abends nicht gießt, hält den Echten Mehltau fern? Für Echten Mehltau an Sommerblumen und Stauden gilt dieser Verzicht als Maßnahme mit nicht gesicherter Wirkung. Morgens bodennah zu gießen bleibt trotzdem sinnvoll, weil Pflanzen und Boden dann tagsüber abtrocknen und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinken kann.

Grauschimmel: Warum faulen Blüten und Stängel?

Grauschimmel bildet bei hoher Luftfeuchtigkeit einen grauen Belag auf faulenden Pflanzenteilen. Bei Sommerastern schaue ich dafür vor allem in verblühte Blütenköpfe und an verletzte Stängel. Ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen die Ausbreitung. Auch vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können zu Befallsstellen werden.

Hohe Sommerastern brauchen ohnehin eine Stütze. Weil geknickte Stiele dem Grauschimmel als Befallsstelle dienen können, beugt das Anbinden zugleich dieser Eintrittspforte vor.

Faulende Teile entfernst du, damit sich der Befall eindämmen lässt. Verblühtes und abgestorbene Pflanzenteile nimmst du ebenfalls ab, denn sie können zu Krankheitsherden werden. Gegossen wird morgens direkt im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Nach Regentagen gehe ich durch die gefüllten Sorten und zupfe braune, matschige Blütenblätter heraus.

Wurzel- und Stängelgrundfäule: Was steckt hinter der Fäule am Fuß?

Sommerastern sollten vor zu nassen Bodenverhältnissen bewahrt werden. Stehendes Wasser begünstigt Wurzelfäulnis, und eine Pflanze mit geschädigten Wurzeln kann welken, obwohl die Erde feucht ist. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit und begünstigt Staunässe.

Bei Verdacht ziehe ich eine Pflanze vorsichtig heraus und schaue mir die Wurzeln an. Braune, weiche und leicht abreißende Wurzeln gelten bei Geranien als Hinweis auf Staunässeschäden. Auf dasselbe Bild achte ich bei Astern.

Ein dunkler Stängelgrund trennt Fäule allein nicht sicher von der Asternwelke, denn auch dort kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben. Bleibt das Bild unklar, kann die Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Ursache klären.

Gegen Nässe arbeitest du am Standort. Tonige Böden lassen sich durch Lockern und gröberen Humus, Kompost und gegebenenfalls groben Sand verbessern. Im Topf bleiben die Abzugslöcher frei, und den Untersetzer leerst du nach Regen.

Bei der Vorkultur beginnt die Vorsorge schon vor der Aussaat, denn Jungpflanzen in nassem, unsauberem Substrat sind schnell geschwächt.

Mini-Checkliste

Frische, ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnete Erde mit einem Salzgehalt unter 0,5 g je Liter verwenden. Saubere Aussaatgefäße mit Wasserabzug nehmen. Durchsichtige Abdeckungen nicht luftdicht schließen. Unter der Haube die Luftfeuchte unter 85 % halten, ein Richtwert gegen Grauschimmel an Zierpflanzen.

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Welche Schädlinge gehen an Sommerastern?

Schnecken: Fraß vom Blattrand und Schleimspuren

Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken. Auch Fraßschäden mit eingetrockneten Schleimspuren gelten an Sommerblumen als Hinweis. Zuerst sammelst du die Tiere ab. Wandern immer neue Schnecken ins Beet, schränkt ein Schneckenzaun die Zuwanderung ein, und Schneckenkragen können einzelne gefährdete Pflanzen schützen.

Mulch hält Feuchte im Boden, doch eine zu dicke Schicht bietet Schnecken Unterschlupf. Kaffeesatz und Eierschalen als Barriere werden oft empfohlen. Ich verlasse mich lieber auf Absammeln und Zaun und gehe dafür in der Abenddämmerung mit der Taschenlampe durchs Beet, frisch gepflanzte Astern schaue ich dabei besonders genau an.

Blattläuse an Triebspitzen

Die Sommeraster kann von Blattläusen befallen werden. Sie sitzen häufig an Blattunterseiten und Triebspitzen und können Blätter und Triebe kräuseln oder verkrüppeln. Schau zuerst, ob schon Nützlinge an der Kolonie sind. Marienkäfer sowie Larven von Florfliegen und Schwebfliegen gehören zu den natürlichen Feinden der Läuse. Bei schwachem Befall genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl.

Die dicht gefüllte Sommeraster Prinzess Mischung stuft ihr Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Erwachsene Schlupfwespen und Schwebfliegen brauchen dagegen leicht zugängliche Nahrung aus ungefüllten Korbblüten. Wer vor allem gefüllte Astern setzt, ergänzt das Beet deshalb sinnvoll mit ungefüllten Ringelblumen oder Kosmeen, die diesen Blattlausfeinden Blütennahrung bieten.

Erdraupen

Auch Erdraupen können an Sommerastern auftreten. An Pelargonien sind Raupen meist nachtaktiv und fallen am ehesten bei Kontrollen in der Abenddämmerung mit Taschenlampe auf. Das Asternbeet suche ich bei meinem Schneckengang genauso ab und sammle Raupen dabei mit ab.

Spinnmilben und Thripse

Spinnmilben sind etwa 0,5 mm groß und verursachen an Zierpflanzen gelblich-weiße Blattsprenkel, teils mit feinen Gespinsten. Bei Pelargonien und Petunien gelten trockene, heiße Bedingungen als Befallsrisiko. In solchen Phasen schaue ich deshalb auch bei den Astern unter die Blätter.

Thripse hinterlassen silbrig graue Saugstellen, bei starkem Blütenbefall verformen sich die Blüten. Bei beiden Schädlingen entfernst du befallene Pflanzenteile. Florfliegenlarven fressen neben Blattläusen auch Thripse und Spinnmilben, ein weiterer Grund, Nützlinge im Garten zu halten.

Vorbeugen, Nützlinge, Chemie: kurz eingeordnet

Gesunde Sommerastern beginnen mit einem sonnigen Platz, gut durchlässigem Boden und einer Pflege, die weder zu viel Wasser noch zu viel Stickstoff bringt. Wie du Standort, Gießen und Ausputzen über die Saison einrichtest, steht im Ratgeber, wie du Sommerastern von der Aussaat bis zur Blüte begleitest. Die artübergreifende Abwehr erklärt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten fördern die Ansiedlung von Nützlingen, und ungefüllte Blüten liefern den erwachsenen Blattlausfeinden Nahrung. Mischkultur kann das unterstützen, garantiert aber nichts; welche Nachbarn zusammenpassen, prüfst du im Mischkultur-Planer. Mehr zur Förderung von Nützlingen steht im genannten Sommerblumen-Abschnitt.

Chemischer Pflanzenschutz ist an Sommerastern nur das letzte Mittel, wenn der Schaderreger sicher bestimmt ist und sanftere Wege versagt haben. Dann kommt nur ein für Haus- und Kleingarten zugelassenes Mittel infrage, angewendet nach Gebrauchsanweisung, mit Schutzkleidung, Wartezeit und sachgerechter Entsorgung. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen, und gegen die Asternwelke wirken Spritzmittel ohnehin nicht.

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Was passiert am Saisonende mit kranken Pflanzen?

Sommerastern sind einjährig und sterben am Ende der Saison ab. Beim Abräumen trennst du kranke von gesunden Pflanzen. Welkekranke Astern und von Falschem Mehltau befallenes Material kommen nicht auf den eigenen Kompost. Samen sammle ich nur an Pflanzen, die bis zum Schluss gesund aussahen. Außerdem notiere ich mir, wo die Astern standen, weil sie im nächsten Jahr auf ein anderes Beet kommen.

Jetzt dran

Geh vor dem Abräumen durchs Asternbeet und markiere Pflanzen, deren unterer Bereich braun bis schwarz verfärbt ist. Bestätigt sich dort die Asternwelke, bekommt diese Stelle 5 bis 7 Jahre lang keine Astern.

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Häufige Fragen

Wie erkennt man Echten Mehltau bei Sommerastern und was hilft dagegen?
Echter Mehltau beginnt an Astern häufig mit weißen Blattflecken, die sich zu einem mehlartigen Belag ausbreiten, und kann bei trocken-warmer Witterung auftreten. Typisch ist, dass sich der weiße Belag auf der Blattoberseite abwischen lässt. Pflücke kranke Blätter früh ab und schneide befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück, das kann die Ausbreitung eindämmen. Ausreichender Pflanzenabstand, gute Belichtung und Durchlüftung sowie der Verzicht auf Stickstoffüberdüngung unterstützen die Vorbeugung.
Welche Symptome zeigen Sommerastern bei Welke-Erkrankungen?
Bei der pilzbedingten Asternwelke kann sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz verfärben. Typisch für den Erreger Fusarium oxysporum ist außerdem, dass Pflanzen bei starker Einstrahlung welken und ältere Blätter einseitig vergilben. Weil Welke auch durch Trockenstress oder beginnende Wurzelfäule entstehen kann, prüfst du zuerst die Bodenfeuchte. Bestätigt sich der Verdacht, kommt die Pflanze aus dem Beet und nicht auf den Gartenkompost.
Sind Sommerastern Stauden wie Herbstastern?
Nein, Sommerastern (Callistephus chinensis) sind einjährig und kommen jedes Jahr neu ins Beet. Glattblatt- und Raublatt-Astern, die bis in den Herbst blühen, sind dagegen mehrjährige Stauden. Für den Pflanzenschutz heißt das: Sommerastern setzt du jedes Jahr auf ein anderes Beet, und nach Asternwelke bleibt der Standort 5 bis 7 Jahre frei von Astern.
Stimmt es, dass chemische Pflanzenschutzmittel bei Sommerastern immer notwendig sind?
Nein. Gegen die Asternwelke wirken Gieß- und Spritzmittel nicht, und ein gewisser Befall mit Echtem Mehltau ist gegen Ende der Saison tolerierbar. Chemie kommt allenfalls als letztes Mittel infrage, wenn der Schaderreger sicher bestimmt ist und sanftere Wege versagt haben. Dann nur ein für Haus- und Kleingarten zugelassenes Mittel nach Gebrauchsanweisung, mit Schutzkleidung, Wartezeit und sachgerechter Entsorgung.
Wie unterscheidet sich die Behandlung von Pilzerkrankungen von Schädlingsbefall bei Sommerastern?
Bei Pilzen wie Echtem Mehltau oder Grauschimmel entfernst du befallene Pflanzenteile und sorgst für Luft und trockenes Laub, etwa durch bodennahes Gießen am Morgen. Gegen die Asternwelke hilft keine Behandlung, dort zählen Sortenwahl und Standortwechsel. Schädlinge gehst du direkt an: Blattläuse spritzt du bei schwachem Befall mit Wasser ab, Schnecken sammelst du ab und schränkst ihre Zuwanderung mit einem Schneckenzaun ein.
Worauf sollte man beim Kontrollgang an Sommerastern achten?
Schau an Triebspitzen und Blattunterseiten nach Blattläusen und auf den Blattoberseiten nach weißem, abwischbarem Belag, der auf Echten Mehltau hindeuten kann. Ein braun bis schwarz verfärbter unterer Pflanzenbereich kann ein Hinweis auf Asternwelke sein. Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken. Bei unklaren Flecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Ursache klären.
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